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Forum > Rund um das Thema Sauna > SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher > Kalkofen-Sauna Bremerhaven
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wellspass ist offline wellspass  Kalkofen-Sauna Bremerhaven Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Saunafan private Nachricht senden Email Stamm Sauna
6.12.2009 - 18:02 Uhr
56 Posts
InderMittesitzer Ranking


… 205 … „Sauna am Kalkofen, Bremerhaven“

Nostalgische Sauna-Gefühle…

== Vorwort ==
Es kommt vor, daß man selbst als eingefleischter Saunafan jahrelang ganz in der Nähe einer Sauna-Anlage wohnt, ohne diese zu kennen. So erging es mir mit der „Sauna am Kalkofen“. Bis letztes Jahr hatte ich von dieser Sauna, die nur 20 Minuten Autofahrt von uns entfernt liegt, nie gehört. Erst durch einen Gutschein im Schlemmerbuch wurde ich darauf aufmerksam - jedoch kamen wir nie dazu, diesen auch einzulösen. Jetzt wurde ich durch eine Kunst-Aktion der Theater-Werkstatt (Die „reisenden Liegestühle“ mit dem Programm „Well-Nass“) nochmals darauf aufmerksam gemacht und wir entschlossen uns spontan zum Besuch.

== Fakten ==
Adresse: „Sauna am Kalkofen“, Bütteler Straße 6, D-27568 Bremerhaven-Lehe
Region: Bremen, Bremerhaven
Typ: Saunaland
Eignung: Erwachsene / Senioren / Behinderte / Wellness / Textilfrei

Telefon: (+49) 0471 - 502 200
Internet: keine Website
Eröffnung: ca. 1960

== Öffnungszeiten ==
Mo: 13 - 22 Uhr (gemischt)
Di: 07 - 12 Uhr (Herrensauna) und 12 - 22 Uhr (Damensauna)
Mi: 13 - 22 Uhr (Herrensauna)
Do: 07.30 - 12.30 Uhr (Damensauna) und 13 - 22 Uhr (gemischt)
Fr: 08 - 22 Uhr (Damensauna)
Sa: 07 - 22 Uhr (gemischt; So/Fei geschlossen)

== Tarife ==
Kinder: 5,50 € (Tag)
Ermäßigte: 10 € (Tag)
Erwachsene: 11 € (Tag)

Ermäßigte sind Rentner, Schüler und Studenten. Sonderpreise für 5er- und 10er-Karten. Stand: 12/09

== Anfahrt ==
Die Vorbereitung war sehr schwierig, denn es gibt keine Website und auch sehr wenige Infos über die Sauna im Internet. Viel mehr als die Adresse ist hier nicht zu erfahren. Auch im Navigationssystem war nichts gespeichert, nur die Straße war einzugeben. Also eine Fahrt ins Blaue. Die Anlage liegt nur einen Steinwurf von der „Roten Meile“ entfernt in einer bodenständigen Wohngegend, direkt hinter dem Discounter "Penny-Markt" - ein älteres Gebäude, umgeben von alten Bäumen. Kein Problem, einen Parkplatz zu finden, da heute ja kein Saunabetrieb war.

== Eingang ==
Der Empfang war sehr freundlich, jedoch war heute kein Saunieren möglich. Sonntags ist die Sauna generell ge-schlossen, heute nur ausnahmsweise für die Veranstaltung geöffnet. Trotzdem - wo wir schon mal da waren, gingen wir dann halt nur zur Performance. Der Sonderpreis von fünf Euro für unsere Kleinfamilie war auch okay. Die Künstlerin kassierte uns im Liegestuhl vor dem Eingang ab, dann ging es hinein. Wir zahlten übrigens nur fünf Euro Eintritt für zwei Erwachsene und das Kind. Das nenne ich humane Preise. Der normale Sauna-Eintrittspreis liegt natürlich etwas höher, ist aber angemessen.

Das Gelände beherbergte früher eine Kalk-Brennerei, der noch erhaltene Brennofen von 1850 ist natürlich ein Blickfang. Übrigens der einzige, der in Norddeutschland noch erhalten ist. Die Errichtung der Sauna auf dem Gelände er-folgte in 1953, womit sie zu den ältesten in Deutschland zählt. Nach einem Brand in den 1960er Jahren wurde die An-lage wieder aufgebaut. An der Wand sind die Eintrittspreise zu lesen. 11 Euro für die Tageskarte sind für eine Privat-sauna angemessen, zudem gibt es auch Ermäßigungskarten. Chipsystem und bargeldloses Zahlen darf man hier natür-lich nicht erwarten, bezahlt wird mit Bargeld.

== Erster Eindruck ==
Drinnen findet man ein eher nostalgisches Ambiente, eingestellt auf die Klientel vorwiegend älterer Stammgäste. Sicherlich die älteste Sauna im weiten Umkreis. Früher, als es noch keine Konkurrenz gab, florierte hier das Geschäft. Heute sind Neukunden leider eher Mangelware.

== Umkleiden ==
Die Kasse ist personenbesetzt, wobei auch gleich die Saunabar mit bedient wird. Es gibt etwa ein Dutzend Sitzplätze, ausreichend um seinen Kaffee, ein Bier oder Wasser zu trinken. Rechts und links des Empfangs sind die Umkleide-Gelegenheiten. Wie in einer Turnhalle zieht man sich hier um, es stehen nur Bänke und Kleiderhaken zur Verfügung. Schon etwas gewöhnungsbedürftig, da man keinen abschließbaren Schrank für seine Sachen hat. Offenbar vertraut man sich hier noch, zumal die Gäste sich untereinander sicherlich fast alle kennen. Wertsachen werden an der Kasse abgeben und sicher verwahrt. Es soll hier seit Menschengedenken nie etwas gestohlen worden sein. Wenn man bedenkt, wie oft in Freizeitbädern Schränke aufgebrochen werden, ist das schon bemerkenswert.

== Veranstaltung ==
Wir gingen nach draußen, um uns die Theater-Vorstellung anzuschauen. Hundert von Schülern handbemalte Liege-stühle auf der Wiese, vielleicht die Hälfte davon besetzt vom theaterliebenden Publikum. Schönster Sonnenschein, wirklich Bilderbuchwetter für eine Outdoor-Veranstaltung. Eine Tänzerin räkelte sich im dünnen Seiden-Kleidchen von Liegestuhl zu Liegestuhl, sehr dekorativ und spontan. Der Sinn der Handlung war schwer zu erkennen, aber ganz hübsch anzusehen. Performance-Kunst eben, begleitet von einer eigenwilligen Musik-Komposition. Aber mal was Anderes, denn so was sieht man ja nicht jeden Tag - und schon gar nicht zu diesem günstigen Preis.

Die junge Dame näherte sich schließlich dem Außenbecken, tanzte auch auf der Trennmauer herum, spritzte ein wenig herum und glitt schließlich heldenmutig in das kalte Naß. Dort räkelte sie sich noch ein paar Minuten weiter und wurde schließlich von ihrem Partner aus dem Wasser gezogen. Übrigens aus dem wirklich erfrischenden Becken mit etwa 12 °C Temperatur. Respekt. Für meinen gerade 7-jährigen Sohn war die Sache natürlich etwas langweilig, er spielte die ganze Zeit am Becken oder mit ein paar Spielzeug-Autos, die ihm die Inhaberin freundlicherweise ausgeliehen hatte. Immerhin war er brav und störte nicht allzu sehr. Die Vorstellung war nun nach etwa einer Stunde zu Ende, das Publikum zufrieden und ich begab mich auf Entdeckungstour durch das Gelände.

== Gelände ==
Umgeben ist das Gebäude, das winkelförmig auf dem etwa 2.500 m² großen Grundstück und einer Grundfläche von vielleicht 500 m² steht, von hohen Büschen und alten Bäumen, vorwiegend Tannen. Diese geben ganzjährig Sichtschutz zu den Nachbarhäusern hin und spenden im Sommer auch Schatten. Ein kleines Idyll in der Großstadt, von blühenden Rosensträuchern aufgelockert. Haupt-Blickfang ist natürlich der alte Kalkofen, der auch den Namen für die Sauna spendierte. Jener ist rund und kegelförmig etwa 15 Meter hoch aus Ziegelstein gemauert. Wirklich imposant - und natürlich unter Denkmalschutz stehend.

== Dampfig… ==
Drinnen finde ich im linken Gebäudeteil hinter den Umkleiden und einer Aufenthalts-Ecke einen durch eine Glaswand abgetrennten Raum mit einem hochliegenden, quadratischen Whirlpool. Dieser bietet Platz für vielleicht sechs Personen und ist im Betrieb zwischen 38 und 40 Grad Celsius warm. Das ist sehr mollig. Daneben findet man die Dampfkammer, mit ebenfalls sechs Plätzen. Gegenüber der Warmzelle befinden sich eine kalte Dusche sowie ein Unisex-WC.

== Entspannung ==
Eine schmale, gewinkelte Treppe führt eine Etage höher in den Schlafraum, mit Blick über den Saunagarten und die Außenbecken. Zehn Liegestühle findet man hier und auch etwas zu Lesen liegt aus. Übrigens gibt es hier nicht nur die Regenbogenpresse, sondern auch ein paar dicke Bücher. Der Raum ist vielleicht zehn Meter lang und vier Meter breit mit einem Spitzdach. Wieder unten sehe ich beim Durchqueren des Kaminzimmers neben der Saunabar noch eine hübsche, altertümliche Waage vom Traditions-Hersteller Toledo und ein Ergometer unter einer zweiten Treppe stehen, die hoch zum Massageraum führt.

An der Wand gegenüber hängt auch ein monumentaler Föhn, sehr dekorativ und natürlich funktionsfähig. Im Dachgeschoß werden übrigens sowohl medizinische Massagen auf Rezept durchgeführt als auch Wellness-Massagen. Eine Kassen-Zulassung ist vorhanden, die Termine sollten vorangemeldet werden. Drei Massageliegen stehen oben zur Verfügung, ebenso viele Masseurinnen sind beschäftigt. Es gibt hier auch ein weiteres WC.

== Finnische Saunas ==
Im anderen Gebäudeflügel befinden sich die Finnsaunas. Die beiden spiegelverkehrt identischen Räume beinhalten jeweils einen mächtigen Ofen in einer Ecke und etwa 20 Sitzplätze auf drei Stufen. Die Bestuhlung wirkt sehr rustikal. Spärliches Licht dringt von außen durch eine Milchglas-Scheibe, ansonsten ist es recht düster hier. Lampen sehe ich keine, aber vielleicht sind sie unter den Bänken versteckt. Heute ist ja auch kein Saunabetrieb. Welche Temperaturen die Schwitzräume haben und wann es welche Aufgüsse gibt, kann ich leider nicht finden. Es ist aber davon auszugehen, daß hier jeweils zwischen 85 und 95 °C herrschen und eine der beiden Saunas trocken, die andere mit Aufgüssen gefahren wird.

Weiter hinten findet man noch zwei Solarien zum sehr günstigen Preis sowie eine weitere, von beiden Geschlechtern zu nutzende Toilette, einige Kaltduschen und einen Duschraum mit einem Vierer-Duschrondell. Die Duschen hier sind in der Temperatur regelbar. An der Wand befinden sich weiterhin zwei Fußwechsel-Becken.

== Außenbecken ==
Durch einen zweiten Ausgang bei den Finnsaunas gelangt man wieder zu den Außenbecken. Es handelt sich um ein hochliegendes, ungefliestes Betonbecken mit der Dimension 25 x 12 Meter, wobei dieses durch eine Mittelwand in zwei gleichgroße Bassins geteilt wird. Die Becken sind beide 90 cm tief, innen mit blauer Farbe bestrichen und mittels flacher Rampe oder über eine steile Leiter zu besteigen. Die linke Beckenseite ist sehr kühl, wohl um die 12 °C im Juni, im Winter soll hier eine Eisdecke drauf sein. Die rechte Seite ist etwas wärmer, heute 20 °C. Das ist immer noch sehr erfrischend. Um den Wärmeverlust im Winter zu verringern, schwimmen auf der Wasser-Oberfläche unzählige Pingpong-Bälle. Das sieht lustig aus. Der Saunagarten mit der Liegewiese hat nochmals über 1.000 m² Fläche, also ausreichend Platz. Ein Teil des Gartens wird momentan übrigens nicht genutzt, aber das kann ja noch werden.

== Publikum ==
Die Gäste kommen hier größtenteils aus der näheren Umgebung, vorwiegend Senioren, die Ruhe suchen. Jüngere Leute sind hier leider noch eher selten anzutreffen. Kinder sind allerdings sehr willkommen und werden auch wirklich umsorgt.

== Eignung für Behinderte / Familien ==
Gehbehinderte kommen im Saunaland ganz gut zurecht, denn bis auf Ruheraum und Massagen ist alles ebenerdig angelegt. Für Familien ist die Sauna natürlich weniger gut geeignet, wobei Kinder allerdings willkommen sind.

== Ausstattung ==
Saunaland innen: Aufgußsauna (95 Grad, 20 Plätze auf 3 Stufen); Trockensauna (85 Grad, 20 Plätze auf 3 Stufen); Dampfbad (45 °C, 100 %, Plastik, 6 Plätze); Whirlpool (32 °C); 2 Fußbecken (Keramik); Schlafraum (10 Liegen); Kommunikationsraum (20 Plätze) mit Kamin; 2 Solarien „Ultra Sun“ (2,60 Euro / 10 Min.); Saunabar

Saunaland außen: Bewegungsbecken (12 °C, 25 x 5 m, 125 m², 90 cm); Bewegungsbecken (20 °C, 25 x 5 m, 125 m², 90 cm) mit Oberflächen-Bällchen; Saunagarten (ca. 300 m²) mit Liegewiese, Terrasse und historischem Kalkofen

Wellness: Klassische Massagen (18 Euro); Fango (11 Euro)

== Resumée ==
Insgesamt betrachtet bietet diese Saunalandschaft ein sehr individuelles Saunavergnügen. Sicherlich nicht jedermanns Sache, aber durchaus interessant und auch entspannend. Ein Geheimtipp für alle, die vor allem das pure Saunieren nach finnischer Art und die Ruhe suchen. Wer also die „Sauna am Kalkofen“ besucht, sollte keine moderne Saunalandschaft erwarten, darf aber mit einem angenehmen Aufenthalt rechnen. Meine Bewertung: vier Sterne wegen der ungewöhnlichen Atmosphäre und der sehr freundlichen Betriebsführung - und auf jeden Fall eine Besuchs-Empfehlung.

© by wellSPAss, 05. Juli 2009 / 06. Dezember 2009

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