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Alle Beiträge von timarion
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timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Vitalium, Windhagen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
5.8.2016 - 22:39 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Das „Vitalium“ in Windhagen liegt im Kreis Neuwied unweit der A 3, Abfahrt Bad Honnef/Linz unmittelbar an der Grenze zu NRW. Ein großer, kostenfreier Parkplatz, der allerdings auch für die anderen Einrichtungen des Sportparks gedacht ist, steht vor dem Hause zur Verfügung. Von außen macht das Gebäude nicht viel her, zumal es auch noch inmitten eines Industriegebiets liegt, aber wie ein englisches Sprichwort besagt, soll man ein Buch nicht nach seinem Deckel bewerten.

Am Empfang erhält man ein dehnbares Kunststoffbändchen, an dem sowohl eine runde Plakette mit der Schranknummer (die also festgelegt ist) als auch ein ca. fünf Zentimeter langer Plastikstift (!) baumeln, womit man seinen Schrank, wie bereits oben beschrieben, an einem zentral in der Umkleide angebrachten Lesegerät entriegeln kann, der nach diesem Vorgang für eine halbe Minute offensteht und sich nach erneutem Schließen von selbst wieder verriegelt. Als Neuling erhielt ich eine kurze Einweisung eines Mitarbeiters.

Hinter den (nach Geschlecht getrennten) Vorreinigungsduschen steht man schon quasi mitten im Geschehen, nämlich vor einem großen Aufgußplan, der Auskunft über Uhrzeit und Art des Aufgusses gibt. Etwas schade finde ich hierbei, daß sämtliche Aufgüsse nur draußen in der Tapahtuma-Sauna stattfinden.

Zentral im Innenbereich ist ein Tauchbecken mit darum herum angeordneten Fußbadebecken. Im Uhrzeigersinn befinden sich dann außen der Zugang zu Massage-, Schlaf- und Leseraum sowie zum Restaurant, ein Taschenregal, die 80 °C warme Kuiva-Sauna, die am Tag meines Besuches Kaffeebohnen als Duftzusatz auf dem Ofen aufwies und ansonsten sehr düster ist, ein kleiner offener Aufenthaltsbereich, der Zugang zum Garten, ein Durchgang zu einem weiteren Aufenthaltsbereich mit Blick auf den Garten, das 60 °C warme Valo-Bad (die Niedrigtemperatursauna, die ich nicht besucht habe), ein Duschbereich mit Brausen, Kneipp-Schläuchen, Schwallduschen und Schwallkübeln aus Stahl. Im hintersten Eck schließlich (und das leider mit Recht) die beiden Dampfbäder mit unterschiedlichen Düften und zehn bzw. sechs unbequemen Plastiksitzschalen, die vermittels zweier bzw. dreier Schläuche gereinigt werden. Hier ist das Vitalium auf jeden Fall ausbaufähig.

Wendet man sich vom Zugang zum Außenbereich nach links, so geht man zunächst an der einen Treppe zur Aufgußsauna vorbei und gelangt zum ovalen Außenpool, der für ein paar Schwimmzüge durchaus ausreicht. Das Wasser war an meinem Besuchstag sehr kühl, so daß man ständig in Bewegung bleiben sollte, um nicht zu frieren. Unter Wasser befinden sich blaue Einschaltknöpfe für die Schwalldusche, einen Bodensprudler und drei Massagedüsen. Dahinter befindet sich eine Duschgrotte, ähnlich ausgestattet wie der Abkühlbereich innen, sowie die etwa 100 °C heiße Tuli-Sauna mit zentralem Kamin. Außerdem gelangt man hier auch noch zur großen Liegewiese, die von großen Bäumen und reichlich Gebüsch uneinsehbar umschlossen wird. Schließlich kann man auch die Terrasse des Gastro-Bereiches von hier aus erreichen und das Gebäude durch einen Nebeneingang zum Ruheraum betreten.

Dieser Ruheraum besteht aus hölzernen Liegen in verschiedenen Neigungswinkeln mit matratzenähnlichen Auflagen. Decken stehen hier zur Verfügung, ebenso wie für die vier Betten, die sich ebenfalls in diesem Raum befinden. Alles ist mit Holz verkleidet und läßt so ein wenig Wohnzimmeratmosphäre aufkommen.

Vom Ausgang nach rechts hin gewandt geht es auf eine weitere, kleinere Liegewiese zu, die am Naturteich endet. Hier kann man von einem schwimmenden und daher schwankenden Steg ins Wasser steigen und feststellen, daß es hier genau so kalt ist wie in dem Pool. Der Steg ist recht rutschfest, wenn er trocken ist, die unter Wasser liegenden Sprossen der Leiter in den Pool sind jedoch sehr glitschig, also aufpassen, wenn es wieder hinausgeht aus dem trüben Naß. Die ebenfalls beim Teich gelegene Maa-Sauna ist ähnlich den gleichnamigen Modellen in z. B. Landstuhl, Trier, Mechernich oder Hamm und mit ca. 110 °C ordentlich geheizt. Hinter dieser Sauna befindet sich eine Duschschnecke.

An einer Wegbiegung befindet sich dann eine Wendeltreppe zur Aufgußsauna, die ca. 90 °C hat und wo stündliche Aufgüsse, teilweise mit Extras, stattfinden. Ich habe einen Früchteaufguß besucht und ihn nicht als allzu heiß empfunden, zumal der Saunameister nach dem Aufgießen auch noch von unten nach oben wedelte… Die Sauna selbst ist gleichsam zweigeteilt mit einem zwischen den beiden Bankreihen angebrachten zentralen Ofen. Hier befindet sich aber kein eigener Duschbereich, man muß nach dem Aufguß wieder die Treppe hinunter zum Abduschen.

Am Ende des Weges schließlich liegt das Talo-Ruhehaus mit großer Fensterfront zum Teich hin. Es ist wie auch der Ruheraum gänzlich mit Holz ausgestattet, aber nur mit einfachen Kippliegen bestuhlt. Decken liegen hier ebenfalls keine aus.

Der vorhin bereits erwähnte Leseraum befindet sich im Obergeschoß unmittelbar neben dem Restaurant und weist ein paar (spärlich gefüllte) Bücherregale nebst mit dicken Polsterauflagen versehenen Liegen auf. Ebenfalls beim Restaurant, aber etwas erhöht und nicht leicht einzusehen ist die Kaminecke mit Ledersesseln. Der Gastronomiebereich selbst bietet neben einem ebenfalls in hellem Holz ausgestatteten Innenbereich eine Terrasse, eine reichhaltige Karte sowie angemessene Preise. Der von mir georderte Salat war ein Berg von Grünzeugs nebst nicht zu wenig dazugehörigen Fleischstreifen, warmes Brot gab es auf Nachfrage (des Personals, wohlgemerkt) kostenlos dazu. Bei der Bestellung wird nach der Schranknummer gefragt, der Verzehr wird über diese abgerechnet, so daß kein Bargeld benötigt wird.

Aufgefallen sind mir die „Parkuhren“ an etlichen Liegen, worauf Besucher, die nur kurz ihre „reservierten“ Liegen verlassen, die Uhrzeit einstellen sollen. Bleiben sie länger als eine Viertelstunde weg, dürfen andere Besucher die verwaisten Sachen in Körbe packen und selbst diese Liege in Beschlag nehmen. Allerdings sah ich keine dieser besagten Körbe, was aber wohl auch im Sommer bei weniger Besucherandrang auch kaum vonnöten sein wird. Ich hatte jedenfalls keine Schwierigkeiten, eine freie Liege zu finden, egal wo. Laut Prospekt werden aber ohnehin maximal 120 Gäste auf einmal eingelassen.

Insgesamt ist das Vitalium gewiß keine Sauna der Spitzenklasse, aber für einen entspannten Tag ist es allemal gut, vor allem im Sommer, wenn man auch den Außenbereich gebührend mitbenutzen kann. Das Publikum war sowohl was das Geschlecht anging als auch vom Alter her ordentlich gemischt. Eintritt wird erst ab 16 Jahren gewährt. Die Tageskarte kostet 21,50 €, mit dem Vario-Gutschein aus dem Saunaführer bin ich für den halben Preis reingekommen. Eintritt und Verzehr werden zusammen erst beim Hinausgehen bezahlt, Kartenzahlung ist möglich.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Koi, Homburg Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
5.8.2016 - 23:55 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Wie schon länger geplant, habe ich nun das Koi auch einmal im Sommer bei geöffnetem Freibad besuchen können. Die Anfahrt gestaltet sich auch fast zwei Jahre nach der Eröffnung für Ortsunkundige immer noch als etwas schwierig, da die Stadt es immer noch nicht geschafft hat oder auch nicht für nötig hält, Hinweisschilder für das Bad aufzustellen. Die sollen sich mal ein Beispiel an Neuwied nehmen, wo man gleich von der Bundesstraße zuverlässig zur Deichwelle geleitet wird.

Am Bad angekommen bemerkt man gleich den großen Parkplatz. Eigens für Behinderte angelegte Parkplätze gibt es nicht, die dem Eingang am nächsten gelegenen Stellflächen sind aber ca. drei Meter breit und werden zu den Rändern hin dann schmäler. Auch Homburg gehört zu den Anlagen, die von außen nicht viel hermachen, die äußere Farbgebung von hellgrün und blaßorange empfinde ich als nicht allzu gelungen. Am Empfang hingegen herrschen gedeckte, dunkle Farben vor. Man erhält hier ein Chiparmband, mit dem Drehkreuze passiert, frei wählbare Schränke verschlossen und Zusatzleistungen (Massagen, Verzehr) gebucht werden können. Die weiteren Einrichtungen wurden bereits im ersten Posting zu dieser Anlage ausführlich beschrieben, daher nur Ergänzungen von meiner Seite:

Gleich in dem Gang, in den man gelangt, wenn man aus den Umkleiden tritt, ist ein erster Aufgußplan zu finden. Der zweite befindet sich über dem Eiskübel bei der Zeremonien-Sauna. Wendet man sich aus diesem Gang kommend nach links, durch eine Glastür, dahinter dann rechts in Richtung Restaurant, so befindet sich dort auf der linken Seite der Zugang zum Schwimmbad. Es handelt sich hierbei um ein einfaches Hallenbad mit 25-Meter-Becken auf sechs Bahnen mit zwei Sprungbrettern (1 und 3 m). Davor befindet sich ein kleines Lehrschwimmbecken, das in das sog. „Aktivbecken“ mit Schwallduschen, Massagedüsen und Sprudelsitzen mündet. Daneben liegt auf der einen Seite der Gastrobereich, auf der anderen, durch eine Tür vom Rest des Bades getrennt, ein relativ großer Kleinkinderbereich. Von diesem, aber auch durch ein paar Ausgänge im Bad, gelangt man im Sommer ins Freibad, das aus einem großen Kombibecken aus Edelstahl, einem Spielplatz und einer großen Liegewiese besteht. Das Kombibecken besteht aus einem Schwimmerbereich mit vier Bahnen, der aber nur 1,35 m „tief“ ist sowie einem Nichtschwimmerbereich, der nach vorne hin flach ausläuft und auf der anderen Seite eine kurze, aber schnelle Trio-Rutsche bietet. Sprudelliegen und Wasserspeier finden sich hier ebenso.

Wieder zurück im Saunabereich standen bei meinem letzten Besuch an der Saunatheke Schälchen mit Salz für die Benutzung im Hamam bereit. Der Außenbereich ist jetzt voll nutzbar, und auch die dicken Kois gründeln im Teich munter vor sich hin. In der Schloßbergsauna wird laut Aufgußplan nur noch an den Wochenenden aufgegossen oder eben in den Saunanächten. Hierzu wurden laut Auskunft eines Saunameisters sogar Bierzeltgarnituren dort reingestellt, um möglichst viele Besucher dort unterzubringen.

Ganz so voll war es bei meinem Besuch nicht; der Wenik-Aufguß in der Koi-Sauna begann mit sieben Leuten, mit den Büscheln abschlagen lassen wollten sich dann aber nur vier, die dann auch die beiden letzten Aufgußrunden mitmachten. Der Salz-Aufguß in der Zeremoniensauna war auch nur von vier Gästen besucht, voller wurde es dann erst zum Zucker-Aufguß mit ca. 15 Teilnehmern. Bleibt anzumerken, daß im Koi bewußt kein Wert auf totenstille Aufgüsse gelegt wird, hier sitzen den Aufgießern nicht nur die Schöpfkellen, sondern auch die Zungen locker. Zudem werden die Aufgüsse zum Schluß hin sehr heiß, da wird sogar die an sich harmlose Zeremoniensauna mit ihren milden 75 °C zum Höllenpfuhl. Und auch zeitlich wird hier an die Grenzen gegangen: Beim Essen konnte ich immer wieder einen Blick auf die Koi-Sauna werfen, wo um 18 Uhr der zweite Wenik-Aufguß des Tages begann. Mit zwei Aufgießern. Und es wurde aufgegossen und verwedelt und noch und noch. Nach etwa einer halben Stunde (!) ergoß sich dann der Strom der Gäste aus der Sauna.

Stichwort Essen: Die Karte des Koi ist reichhaltig, und auch asiatische (wenngleich nicht unbedingt japanische) Speisen haben mittlerweile ihren Weg in die Koi-Küche gefunden. Leider keinen Weg in den Abkühlbereich fanden Schwalleimer oder ein vernünftiges Tauchbecken. Das „Kalt“-Becken neben dem Onsen-Heißbad (im Volksmund von einigen gehässig Futschler-Becken genannt) war am Tage meines Besuches noch wärmer als das Freibad.

Nach wie vor empfinde ich den Tagespreis von 24 € (an Wochenenden und Feiertagen mit 1,50 € Aufschlag) als recht hoch im Verhältnis zu vergleichbaren Anlagen in der Nähe (wie oben erwähnt z. B. Landstuhl oder Dahn) oder auch zum Calypso, wo man noch das Spaßbad mitbenutzen kann. Aber das Saunapersonal ist dafür auch hochmotiviert, v. a. als oben erwähnter Saunameister erfuhr, daß ich eine private Rangliste der Saunaanlagen führe: Da wurde dann noch mal extra heiß aufgegossen, um im Ranking nach oben zu steigen. Falls er es lesen sollte: Hat geklappt! (Wobei das Koi nach meiner Rangliste schon davor die beste Saunaanlage des Saarlandes war.) Übrigens bleibt festzuhalten, daß ich den Altersschnitt des Publikums als deutlich jünger empfand als in anderen Saunen, das Verhältnis Männlein zu Weiblein war ausgeglichen. In einem Saunaführer ist das Koi (noch) nicht zu finden, aber mit diversen Schlemmerblöcken für die Gegend kommt man zu zweit zum Preis von einem rein.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Freizeitbad Azur, Ramstein-Miesenbach Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
14.8.2016 - 23:27 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Das Freizeitbad „Azur“ in Ramstein liegt in unmittelbarer Nähe der A 6 (Abfahrt Landstuhl-Ost) in der Nähe der US-amerikanischen Airbase. Entsprechend ist auch der Besucheranteil von US-Amerikanern dort sehr hoch.

An der Kasse gab es gleich die ersten Verwirrungen mit dem Saunaführer; ich war wohl überhaupt der Erste, der jemals den Gutschein dort einlösen wollte. Zusätzliche Konfusion erzeugte ich mit meinem Sonderwunsch, auch noch das Schwimmbad mitnutzen zu wollen (Ramstein ist eine der wenigen Anlagen, wo man auch nur saunieren kann und entsprechend weniger Eintritt zahlt). Es funktionierte jedenfalls schließlich, anschließend aber gleich die nächste böse Überraschung: Es kann ausschließlich mit Bargeld gezahlt werden, nicht mit EC- und schon gar nicht mit Kreditkarte. (Und das bei dem wie schon erwähnten hohen Besucheranteil von US-Amerikanern, wo Kartenzahlung weitaus geläufiger ist als bei uns.) Nachdem auch diese Hürde durch Zusammenkratzen letzter Kleingeldreste aus den Tiefen des Portemonnaies genommen war, erhielt ich ein grellorangefarbenes Markierungsbändchen sowie zwei Karten (einmal Sauna, einmal eine Drei-Stunden-Schwimmbadkarte, die aber für den ganzen Tag galt), die mir den Weg durchs Drehkreuz zu den Umkleiden freigaben. Diese sind links hinter dem Eingangsbereich zu finden und getrennt für Damen und Herren. Vor den Türen befindet sich eine Wendeltreppe, die einen direkten Zugang zum Schwimmbad bietet, doch dazu später mehr.

Die Umkleide ist etwas verwinkelt aufgebaut und bietet eine separate verschließbare Einzelkabine sowie einen Spiegel und einen Stuhl. Die Schränke sind geräumig, was sie auch sein müssen, denn vernünftige Taschenablagen gibt es im Saunabereich nicht, so daß ich meine Tasche eingeschlossen habe und Handtücher etc. „unverpackt“ in den kleinen Ablagen verstauen mußte. Auch wird per Aushang darum gebeten, keine eigenen Getränke im Saunabereich zu sich zu nehmen und diese bitte in den Umkleiden zu belassen und ggf. dort einen Schluck aus der Pulle zu sich zu nehmen. Bis hierher also schon ein sehr verheißungsvoller Beginn eines Saunatages.

Die Schränke werden mit der Eintrittskarte als Pfand verschlossen, hinter der Tür der Umkleide zum Saunabereich befinden sich links neben den erwähnten kleinen Ablagen auch die Wertfächer, die ihrerseits mit einer Karte (oder 2 € Pfand) verschlossen werden können. Gegenüber befinden sich die Vorreinigungsduschen, die zwar allen Besuchern offenstehen, aber dahinter die Toiletten für die Herren beherbergen. Daneben ein weiterer Duschbereich, hier mit Kaltduschen. Es gibt Brausen, die einen sanften, angenehmen Regeneffekt haben, Schwallduschen und Kneippschläuche. Schwalleimer sind keine vorhanden. Es folgt die erste Trockensauna mit 90 °C, worin Aufgüsse stattfinden. Eine Tafel gibt darüber Auskunft, zu welcher Uhrzeit mit welchen Düften aufgegossen wird. Ich habe hier drei Aufgüsse besucht, die von den Saunameistern trotz der Enge der Kabine recht lebhaft und auch schnell in jeweils ca. fünf Minuten ausgeführt wurden.

An diese Sauna schließt sich das erste, ca. 1,5 mal 1,5 Meter große Tauchbecken an, worauf um die Ecke eine lange gekachelte Ecksitzbank mit Fußbecken an der Längsseite folgt. Dieser gegenüber befindet sich dann zentral gelegen die Saunabar, wo Getränke und Knabbereien angeboten werden sowie einfache Speisen, sämtlich unter 10 €. Am Tag meines Besuches stand auch eine Obstplatte auf der Theke, von der sich die Gäste kostenlos bedienen durften. Auf die Breitseite der Bank folgt ein geschlossener Ruheraum mit sechs Liegen, zwar ohne Decken, aber immerhin teure verstellbare Rattanexemplare mit gepolsterten Auflagen.

Hierauf folgt der Durchgang zum rechten Außenbereich mit dem Dampfbad, das am Tag meines Besuches in Betrieb war. Dieser Bereich ist ein kleiner Innenhof von ca. 25 m² mit einer fest installierten Holzbank, einem Bistrotisch und entsprechenden Sitzgelegenheiten und eben dem Dampfbad. Dieses ist gefliest und bietet zwei Sitzreihen in unterschiedlicher Höhe an. Auch Dampf wird ordentlich erzeugt, und die Bänke und Wände heizen ordentlich ein. Zum Abduschen muß man aber wieder nach innen. Gleich daneben befindet sich dann der Ausgang zum zweiten, etwa gleich großen Außenbereich mit dem zweiten, nicht in Betrieb befindlichen Dampfbad (wohl nur im Sommer, um Kosten zu sparen). Außerdem durfte hier auch geraucht werden.

Geht man von hier aus wieder hinein und wendet sich nach rechts, findet man weitere Fußbecken vor sowie ein zweites Tauchbecken von gleicher Größe wie das erste. Diesem gegenüber befindet sich die zweite 90-Grad-Trockensauna, in der wohl bei stärkerer Auslastung ebenfalls Aufgüsse stattfinden. Es schließt sich ein weiterer Kaltduschraum an, der ebenso ausgestattet ist wie der erste, sowie weitere Vorreinigungsduschen mit dahinterliegenden Toiletten für die Damen. Diesen gegenüber liegt der zweite Ruhe- bzw. Leseraum mit vier Liegen sowie zwei Solarien. Dazwischen befindet sich die Tür zur Damen-Umkleide (interessierte Damen müssen also meine Beschreibung des Innenlebens der Azur-Sauna von hinten nach vorne lesen).

Wie bereits gesagt, muß im Azur die Benutzung des Bades extra gezahlt werden, und von der Sauna aus gelangt man durch die Umkleiden zur eben erwähnten Wendeltreppe, an deren Ende eine Klingel angebracht ist. Der Zugang zum Bad wird dann durch die Bademeister, die etwa fünf Meter weiter links ihre Kabine haben, freigegeben. Auch um anschließend wieder nach unten zu gelangen, muß man sich bei den Bademeistern bemerkbar machen und das orangefarbene Bändchen vorweisen. Man steht nun vor dem Gastronomiebereich des Hallenbades.

Das Bad selbst besteht aus einem 25-Meter-Schwimmbecken sowie einem Nichtschwimmerbecken mit Massagedüsen und Wasserspeiern. Außerdem ist eine lange, offene Innenrutsche vorhanden. Für Kleinkinder steht ein relativ großer Spielbereich zur Verfügung. Zudem gibt es noch einen Whirlpool und eine „Solarwiese“, die ab 18 Jahren benutzt werden darf. Ganzjährig nutzbar ist ein warmes Außenbecken mit Sprudelsitzen.

Im Sommer besteht überdies die Möglichkeit, das Freibad mitzunutzen, das aus einem Kombibecken aus 50-Meter-Schwimmerbecken (das maximal 1,80 Meter tief ist, zum größten teil aber deutlich flacher) sowie Nichtschwimmerbereich mit Wasserpilz. Auch die offene Riesenrutsche mündet in dieses Becken. Außerdem ist ein separates Sprungbecken mit 1-, 3- und 5-Meter-Sprungbrettern vorhanden. Die Liegewiese ist riesig und bietet ein Beach-Volleyball-Feld sowie einen von den tieferen Becken getrennten Kleinkinderbereich.

Insgesamt ist die Saunaanlage des Azur eine äußerst einfache Angelegenheit, nicht zu vergleichen mit dem Wellness-Tempel namens „Cubo“ auf der anderen Seite der A 6 in Landstuhl. Hier wird einfach nur geschwitzt, geruht und je nach Drogenpräferenz auch mal geraucht. Wem das genügt und wer überdies auch auf einen Schwimmbadbesuch verzichten kann, der ist mit 11,50 € dabei. Das Schwimmbad kostet 5,50 € extra und lohnt auf jeden Fall im Sommer, wenn man das Freibad und dessen Liegewiese mitbenutzen kann. Und auf keinen Fall das Bargeld vergessen!

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Sauna Vicus im Schaumbergbad Tholey Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
18.8.2016 - 22:14 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Zum schon ausführlichen Bericht von Betzy möchte ich noch ein paar Ergänzungen anbringen:

Das Erlebnisbad Schaumberg hat wohl die Römer für sich entdeckt und das oben erwähnte Ruhehaus, das mittlerweile gänzlich fertiggestellt ist, ganz in römischem Stil gehalten. Überall finden sich aufwendige Mosaiken in diesem Stil, die gewiß nicht billig waren. Die Steinsauna, die sich dort im Untergeschoß befindet, ist eine Trockensauna mit Steinsitzen (daher der Name) von ca. 65 °C, aber sehr hoher Luftfeuchtigkeit, die durch das jede Viertelstunde stattfindende Spektakel erreicht wird: Neben dem Ofen befindet sich auf zur Innenseite des Gebäudes hin ein großer gemauerter, fast möchte man sagen: Altar, auf dem sich links ein Wasserbecken befindet, in der Mitte ein großes Rad, das mit einem unter einem Deckel verborgenen Korb voller heißer Steine verbunden ist. Zu gegebener Zeit öffnet sich der Verschluß, und die Steine werden mittels der Apparatur ins Wasser getaucht. Es ist auf jeden Fall ein Höhepunkt in dieser Sauna, den man nicht verpassen sollte.

Zwei Aufgüsse habe ich bei meinem Besuch mitgemacht, einen mit Eukalyptus-Duft, sowie die „Duftreise“ mit drei verschiedenen Düften. Beide fanden in der 90 °C heißen Außensauna statt (in der 80 °C-Innensauna finden ebenfalls Aufgüsse statt sowie Salz- und Honig-Anwendungen im doch recht klein geratenen Dampfbad) und wurden von verschiedenen Saunameistern zelebriert. Und bei beiden wurde zu den üblichen drei Runden für Freiwillige noch eine vierte angeboten, die ich beim ersten Mal jedoch nicht mitnahm, da ich meinen Hut vergessen hatte und mir schon die Ohren glühten. Bei der Duftreise jedoch nahm ich das Wagnis auf der obersten Bank auf mich, und es wurde nahezu unerträglich heiß, das Atmen fiel ebenfalls schwer. Der Aufgießer verbrachte den Großteil dieses Aufgusses übrigens in Türnähe am Boden hockend. Wer es also gerne sehr heiß mag, ist hier gut aufgehoben.

Die Liegewiese ist zwar recht weitläufig und bietet auch noch zwei kleine Teiche, leider ist es um Liegegelegenheiten nicht sonderlich rosig bestellt, und zumeist handelt es sich auch noch um billig wirkende Plastikliegen ohne Polsterung. Auch ist es nicht sonderlich ruhig, es dringt viel Gedöns vom Spaßbad herüber (wobei ich das nie als sonderlich störend empfinde) sowie von oben von den Schleppflugzeugen, die die Segelflieger vom nahe gelegenen Marpingen in die Luft bringen. Aber je nachdem, wo man sich sein Plätzchen sucht, hat man auch eine schöne Aussicht auf die Wälder rundherum.

Das Spaßbad wurde oben nicht weiter besprochen, daher hier noch folgende Ergänzungen: Umständlich ist der Weg dorthin, man muß wieder durch das Drehkreuz zum Eingangsbereich zurück und dann durch die Umkleiden des Schwimmbades, wo andere Besucher mit ihren Straßenschuhen herumlaufen. Eine direkte Verbindung zwischen beiden Teilen gibt es leider nicht. Auch im Schwimmbad hat man ein wenig römisches Ambiente unterzubringen versucht mit aufgemalten Marmorierungen auf Säulen und Mäandermustern an den Wänden. Es gibt ein 25-Meter-Schwimmbecken, ein nur im Sommer geöffnetes Außenbecken, das aber außer der Tatsache, daß es außen ist, nichts weiter Aufregendes zu bieten hat, ein Nichtschwimmerbecken, eine über 100 Meter lange Black-Hole-Rutsche sowie eine kurze Steilrutsche in das Erlebnisbecken, das etwas tiefer als die anderen Becken liegt und Bodensprudler, Wasserspeier und einen sehr starken Strömungskanal bietet. Ferner kann (normalerweise gegen Aufpreis, bei meinem Besuch aber kostenlos) man noch zwei Dampfbäder mit unterschiedlichen Düften nutzen, die beide etwa doppelt so groß sind wie das im Saunabereich und auch recht stilvoll mit römisch anmutenden Kachelmustern eingerichtet wurden. Ein kleiner Duschbereich komplettiert dieses Zusatzangebot des Bades. Zudem gibt es noch einen recht großen Kleinkinderbereich und den Gastronomiebereich.

Diesen gibt es natürlich auch im Saunabereich, wobei es hier mit der Bademantelpflicht nicht so genau genommen wird, was aber auch kaum verwundert, da oft die Saunameister hier ebenfalls bedienen, und das gewiß nicht im Bademantel. Die Speisen werden telefonisch vom Personal an das Restaurant durchgegeben und dann mit einem Wägelchen herbeigekarrt. Die Speisekarte bietet nichts Herausragendes, aber die üblichen Dinge wie Ofenkartoffel, Schnitzel und Salate sind hier zu finden, wobei das Beste hieran ist, daß es kein Gericht gibt, das mehr als 10 € kostet. Eine preisgünstige Verköstigung ist hier also problemlos möglich.

Ebenfalls noch einigermaßen preisgünstig ist auch der Eintritt, der bei 18,80 € für die Tageskarte liegt (15,50 € für 4,5 Stunden, die Preise für Kinder und Jugendliche liegen je 3,90 € darunter) und damit weit unter dem Preis für die vergleichbar großen Anlagen in Homburg und Saarbrücken bleibt. Am Wochenende und an Feiertagen wird ein Aufschlag von 1 € erhoben, donnerstags ist Damensauna.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNAFRAGEN: Fragen und Antworten zu Saunen Sauna- und Wellnessanlagen - Thema: Preise rauf oder Öffnungszeiten runter? Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
26.8.2016 - 13:53 Uhr
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Dr.Sauna Ranking


Ich war gestern noch einmal im Monte Mare Rengsdorf und kam mit einem Mitarbeiter dort ins Gespräch.
Vergangenes Jahr wurde ja die Mehrwertsteuer für Saunabesuche auf den regulären Satz angehoben, und die meisten Saunabetreiber entschieden sich dafür, diese Erhöhung 1:1 an die Kunden weiterzugeben (wobei einige wohl auch noch ein bißchen mehr draufgeschlagen haben, mit Prozentrechnung haben es schließlich viele nicht so).
Das Monte Mare in Rengsdorf hingegen hat sich dafür entschieden, die alten Preise beizubehalten, dafür aber die Öffnungszeiten einzudampfen, und das nicht zu knapp: Drei bis fünf Stunden täglich ist die Anlage weniger geöffnet. Laut besagtem Angestellten hätte vor allem die Kürzung in den Abendstunden zur Folge gehabt, daß ein Großteil der „Mondscheintarif“-Kunden seither dieser Sauna fernbliebe, allen Protestschreiben der Kunden an die Geschäftsleitung zum Trotz. Auch für die Mitarbeiter hatte das Folgen, da sie nun plötzlich gezwungen waren, weniger zu arbeiten und am Ende des Monats weniger Geld in den Taschen zu haben.
Wie sieht es bei euch aus bzw. welche Erfahrungen oder Meinungen habt ihr hierzu? Ist euch die Lösung à la Rengsdorf lieber, da ihr ohnehin zeitlich ungebundene Tageskartennutzer seid, oder beißt ihr lieber in den Sauren Apfel und drückt ein paar Euronen mehr raus, aber bleibt eurer Stammsauna treu, die auch nach der Arbeit mehr als nur zwei, drei Stunden zum Saunieren bietet? Und gibt es hier auch welche im Forum, die – wie eben berichtet – wegen der eingeschränkten Öffnungszeiten auch die Sauna gewechselt haben? Und kennt ihr noch andere Anlagen, die es wie die Rengsdorfer gemacht haben?

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Römer-Thermen, Bad Breisig Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
23.9.2016 - 13:02 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Die Römer-Thermen in Bad Breisig liegen unweit der B 9 inmitten des Orts. Eine Möglichkeit, von der A 61 dorthin zu gelangen, besteht zwar auch, ist jedoch mit Fahrten durch enge Gäßchen und verkehrsberuhigte Wohngebiete verbunden. Ein kostenloser Parkplatz steht unmittelbar vor dem Gebäude zur Verfügung, er ist jedoch recht klein und nur geschottert.

Hinter dem Haupteingang hält man geradewegs auf die Kasse zu, passiert jedoch zunächst noch einen gläsernen Thermalbrunnen, woraus man kostenlos trinken kann. Gleich an der Kasse befindet sich auch das Bistro, zu dem man auch (im Bademantel) als Saunagast zutritt hat. Gegen Zahlung des Saunaeintrittes erhält man ein Plastikarmband sowie eine Barcode-Karte, die den Eintritt durch das Drehkreuz gewährleistet und die als Pfand im Spind verbleibt. Separate Wertschließfächer stehen gegen 1 oder 2 Euro Pfand zusätzlich zur Verfügung.

Die Umkleiden der Sauna sind separat, werden jedoch erst um 10 Uhr geöffnet (die Therme öffnet normalerweise schon zwei Stunden eher), und zumindest bei meinem Besuch wurden die dann anwesenden Saunagäste vom Saunameister per Handschlag begrüßt. Die Saunaumkleiden, nach Damen und Herren getrennte Sammelumkleiden, sind leider recht klein geraten; bereits bei drei Gästen gleichzeitig wird es eng. Auch stehen nicht viele Spinde zur Verfügung, so daß man gegebenenfalls auf einen in der Therme ausweichen muß. Angeschlossen an die Umkleide ist eine kleine Toilette sowie zum Sauna-Innenbereich hin ein Duschbereich.

Der Innenbereich ist ein rund gestalteter Raum mit einem zentralen Brunnen, um den herum viermal zwei Fußbecken mit Sitzbänken angebracht sind. Von hier aus gelangt man zu sämtlichen weiteren Einrichtungen, die durch Türen oder Durchlässe zu erreichen sind. Im Uhrzeigersinn befinden sich: Herrendusche und -umkleide, Damendusche und -umkleide, die Euka-Sauna, die Niedrigtemperatursauna mit Farblicht, das Dampfbad, ein Personalraum, die finnische Trockensauna, ein breiter Durchlaß zu Saunabar, Außenbereich und Ruheraum, ein Abkühlbereich mit Kneippschlauch, zwei Schwallduschen und einem Tauchbecken und schließlich der Durchgang zur Therme.

Es sind zwar Ablagefächer vorhanden, für Saunataschen sind diese jedoch viel zu klein. Auf Nachfrage meinte der Saunameister, man könne die Taschen problemlos mit an „seine“ Liege nehmen. Reservieren ist hier also erlaubt. In den Innensaunen finden keine Aufgüsse statt. Die 90 °C heiße finnische Trockensauna hat ein rundes Fenster zur Saunabar hin. Die Biosauna mit 60 °C bietet wechselndes Farblicht, wohingegen die 80 °C heiße Euka-Sauna mit intensivem Eukalyptus-Duft aufwartet. Im gefliesten Dampfbad mit zwei Sitzebenen wird vom Personal zu jeder vollen Stunde (außer 13 und 16 Uhr) wahlweise Salz, Zucker oder Honig zur Einreibung gereicht. Durch diese hohe Frequenz ist das Dampfbad zu diesen Zeiten auch kaum überlaufen.

In der Saunabar erhält man Getränke, die dann über eine (separat an der Kasse zu erwerbende) Verzehrkarte abgerechnet werden. Ich habe dies jedoch nicht in Anspruch genommen. Die Theke wird vom Saunapersonal bedient. Ebenfalls in der Saunabar befindet sich der Eingang zum Whirlpool, der einen eigenen kleinen Raum mit Blick zum Garten einnimmt und ständig in Betrieb ist. Im Ruheraum befinden sich einfache Kippliegen ohne Decken, aber mit Polsterauflagen. Auf das Handyverbot wird in dieser Anlage sehr genau geachtet.

Gleich hinter dem Ausgang zum Außenbereich befindet sich ein weiteres Tauchbecken, von wo aus man geradewegs auf die einzige Außensauna, die 90 °C heiße Gartensauna, zuhält. Hier finden stündlich zur halben Stunde Aufgüsse statt, die sich stündlich in ihrer Hitzeentfaltung steigern sollen. Zu Beginn wird gut gelüftet, die Ansagen sind kurz, die Aufgüsse (in der Regel über drei Runden) dafür um so länger. Bei den heißeren wird zwischendurch auch Eis gereicht. Sonstige Zugaben gibt es leider nicht. An der Gartensauna befinden sich ein paar Duschen, damit man nicht in den Innenbereich zum Abkühlen gehen muß. Überlaufen waren die Aufgüsse bei meinem Besuch nicht, es genügte hier vollkommen, erst dann einzutreten, wenn der Saunameister nahte, und selbst dann hatte man noch die Möglichkeit, sich bis hin zum Liegen auszubreiten.

Rund um die Sauna ist der kleine Garten angelegt, in dem viele Liegestühle aufzufinden sind. Auch ein kleiner Brunnen befindet sich hier. Zur Therme hin ist ein weiteres Ruhehaus zu finden, das ebenfalls über gepolsterte Kippliegen verfügt und über eine Treppe zu erreichen ist. Allerdings teilt sich dieser Raum seine Rückwand mit dem Ruheraum der Therme, und bedingt durch eine (meist verschlossene) Durchgangsmöglichkeit hört man auch das, was auf der jeweils anderen Seite vor sich geht.

Der separate Zugang zur Therme führt einen an den Wertschließfächern und den Duschen für Thermenbesucher vorbei. In der Thermenhalle angekommen, geht es nach rechts zum Ruheraum. Auch ein Dampfbad ist hier zu finden, wo es alle paar Minuten gelb aufblitzt, warum auch immer. Die Attraktion ist aber das Innenbecken, das unter der charakteristischen weißen Kuppel der Therme liegt. Hier gibt es zwei Liegebereiche, wo zwar Düsen angebracht sind, woraus es aber nicht sprudelt, sondern nur ein Wasserstrahl etwas kräftiger hervorquillt, ohne daß es irgendeine massierende Wirkung hätte. Ferner gibt es noch einen Strömungskanal, der auch nicht allzu stark eingestellt ist. Das ganze ist in auf römisch gemachtem Ambiente gehalten, mit diversen Statuen und Amphoren. Rund um das Becken befinden sich reichlich Kippliegen. Separat zu nutzen ist der große Whirlpool, der sich gleich vor der Bademeisterloge befindet. Dort erhält man auch Stöpsel für die Wannen der sog. „Braunen Grotte“, wo man in ungefiltertem (= braunem) Thermalwasser baden kann. Dazwischen ist der Durchgang zum Gastronomiebereich, wo man leider alles in bar bezahlen muß. Die Karte ist jedoch vielseitiger als der übliche Frittenfraß in Schwimmbädern. Jedoch schließt die Küche hier bereits um halb sieben abends, worauf man sich als Spätesser unbedingt einstellen sollte.

Außerdem verfügt die Therme noch über ein Außenbecken, in dem sich kleine Sitzgruppen mit Sprudlern befinden, Massagedüsen in verschiedenen (für meinen Geschmack meist viel zu tiefen) Höhen sowie einem Wasserschwall aus einem kleinen, etwas erhöht liegenden Becken. Im Sommer besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die Liegewiese mitzunutzen. Auch befinden sich hier, außerhalb des Sichtbereichs des Thermalbeckens, ein Kleinkinder-Plantschbecken sowie ein 25-Meter-Schwimmbecken.

Insgesamt bieten die Römerthermen nichts Herausragendes, was eine weitere Anreise lohnen würde, wer aber ohnehin einmal in der Gegend ist und in einer sauberen Anlage mit zivilisiertem Publikum entspannen möchte, dabei den einen oder anderen Aufguß miterleben möchte, ohne sich schon lange vorher einen Sitzplatz sichern zu müssen und mit den Defiziten der Gastronomie leben kann, sollte es hier einmal versuchen. Die Tageskarte kostet derzeit 20 €, geöffnet ist täglich von 10 bis 22 bzw. 20 Uhr (an Wochenenden und Feiertagen), mittwochs ist ab 15 Uhr Damensauna.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Nettebad Mayen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
20.11.2016 - 20:31 Uhr
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Bei meinem letzten Besuch in der Nettebad-Sauna mußte ich leider feststellen, daß der Parkplatz gleich vorm Haus mittlerweile gebührenpflichtig ist. Zwar erhält man für die Dauer seines Aufenthaltes die Gebühren zurück, aber dazu muß man 1. wissen, wie lange man bleibt und entsprechend die Parkuhr füttern (da es eh nur Tageskarten für die Sauna gibt, weiß ich doch vorher nicht, ob ich 4, 6 oder 8 Stunden bleibe) und 2. muß dazu auch die Kasse besetzt sein, was speziell unter der Woche, wenn zwar schon die Sauna, aber noch nicht das Schwimmbad für die Allgemeinheit geöffnet ist, selten der Fall ist.
Sinnigerweise kann man gleich nebenan, auf dem Parkplatz fürs Freibad, schon wieder kostenfrei parken, ebenso davor in der Bachstraße, ca. 100 Meter weiter auf einem weiteren Parkplatz.
Positiv ist mir aber ein weiteres Mal die Sauberkeit und Gepflegtheit der Anlage aufgefallen. Auch nach fast fünf Jahren sind nirgends Abnutzungserscheinungen zu erkennen, nicht einmal an den Bänken in der Aufgußsauna (gut, wurde aber bereits erwähnt, daß die Sauna ohnehin mindestens fünf Monate im Jahr geschlossen ist).
Salz zur Einreibung im Dampfbad steht nun ständig zur Verfügung statt wie letztes Jahr noch nur zu bestimmten Uhrzeiten. Alte Becher werden abgeräumt und gleich durch neue ersetzt.
Die Aufgüsse finden stündlich statt, wobei zwischen "stillen" (wo nur das Wasser auf den Ofen gelöffelt wird und der Saunameister anschließend verschwindet) und anderen Aufgüssen zu unterscheiden ist, wo die dampfenden Düfte in drei Runden verwedelt werden.
Zu erwähnen ist noch, daß die Mayener Anlage mittlerweile auch im Saunaführer 4.6 mit einem Ein-Personen-Gutschein für eine Tageskarte zum halben Preis (€ 6,25 Ersparnis) vertreten ist.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Monte Mare Rengsdorf Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
22.11.2016 - 13:54 Uhr
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Monte Mare scheint noch nicht am Ende angekommen zu sein, wenn es darum geht, Gäste von seinem Stammsitz gründlich zu vergraulen:
Zum ersten Dezember werden nicht nur die Öffnungszeiten weiter verkürzt (auf maximal neun Stunden), sondern zugleich auch noch die Preise erhöht (um bis zu 2,50 €). Nachdem man nun schon die Mondscheintarif-Gäste in Scharen vertrieben hat, gilt es nun auch die Frühstarter fernzuhalten: So wird entweder schon um 18 Uhr geschlossen oder erst um 14 Uhr geöffnet.
Dazu kommt weniger Leistung für den erhöhten Eintritt: Der ehemals große Außenpool, der vor einigen Jahren bereits stark verkleinert wurde, wird nun auch nicht mehr beheizt.
Statt eines Frühstarter-Tarifs gibt es nun einen Früh-Tarif, der montags, dienstags und donnerstags bis 18 Uhr gilt, wenn man vor 12 Uhr eintrudelt. Da die Sauna an besagten Tagen um 18 Uhr schließt, ist dies so gut wie ein Tageseintritt. Die 17,50 € hierfür befinden sich dann auf dem Niveau der nächstgelegenen (aber kleineren) Sauna in Neuwied.
Hier kann man sich über das kommende Elend informieren.
Angesichts dieser Entwicklung scheint es für mich nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis das Rengsdorfer Monte Mare endgültig die Pforten schließt.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Panoramasauna, Grafschaft-Holzweiler Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
27.11.2016 - 14:49 Uhr
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Die Panoramasauna im Ortsteil Holzweiler „in der Grafschaft“ erreicht man vom Norden her kommend über die A61, Kreuz Meckenheim, weiter auf der A565 Richtung Ahrtal und dann gleich die erste (und letzte) Abfahrt Gelsdorf (ehemals Grafschaft); von da noch ca. 5 km bis Holzweiler. Von Süden her fährt man über die B257 durch das Ahrtal (es sei denn, man hat wie ich ein wahnsinnig gewordenes Navi, das einen hinter Dümpelfeld durch Kuhkäffer wie Liers und Obliers über nicht enden wollende Serpentinen bis Rheinbach-Todenfeld und von da wieder Richtung Altenahr schickt), die an der A565 endet. Auch hier wieder Richtung Holzweiler, wo von der Hauptstraße gleich drei ausgeschilderte Wege zum Parkplatz der Anlage abzweigen. Er ist groß, kostenlos und teilweise unbefestigt.

Das Außengebäude ist zur Straße hin ein recht abweisend wirkender Trumm; der Weg zur Kasse führt über etliche Stufen, und auch innerhalb der Anlage sind zahlreiche Stufen, Absätze und Treppen zu überwinden, für Rollstuhlfahrer also leider ungeeignet. Vor der Rezeption muß man zunächst durch ein Drehkreuz. Hier werden zunächst 10 € Schlüsselpfand einbehalten, für den man eine Verzehrkarte erhält, auf der neben der Schlüsselnummer der Eintrittspreis (20 € Tageskarte, an Wochentagen ab 17 Uhr stündlich günstiger, kein Wochenendzuschlag) sowie bei Bedarf weitere Leistungen (Gastronomie, Massagen, Kleingeld für Solarien usw.) notiert werden. Bezahlt wird dann alles zusammen beim Hinausgehen, so daß kein Bargeld in der Anlage benötigt wird. Das ist der positive Teil dieser Sache, der negative ist, daß man gleich zwei Schlüssel erhält, womit dem Gast jeweils ein Wertfach und ein Spind zugewiesen werden. Der große hängt an einer Schnur und soll wohl in das Plastikfach geschoben werden, wo er aber immer wieder hinausflutscht, wenn sich das Teil erhitzt (soll in der Sauna vorkommen), so daß er immer wieder lästig herumbaumelt. Der zweite Nachteil ist die Verzehrkarte an sich, die am besten immer im Wertfach eingeschlossen werden soll, so daß man immer wieder zur Rezeption – wo sich diese Fächer befinden – laufen muß, um sie herauszuholen. Bevor es jetzt allzu negativ klingt: Dieses Schließ- und Bezahlsystem ist der größte und nahezu einzige Makel, der mir auffiel.

Die Umkleiden sind gemischt und in mehrere Bereiche unterteilt, zur leichteren Orientierung stehen Hinweise an den Wänden, wo welche Schränke zu finden sind. Jeder Bereich hat auch noch seinen eigenen Zugang in den Saunabereich (zumindest habe ich mindestens drei davon ausfindig machen können). Entsprechend betritt man auch an verschiedenen Stellen den Saunabereich, so daß man nicht pauschal sagen kann, was sich rechts und links befindet. Ich versuche daher mal einen Rundgang ausgehend von dem hintersten Ausgang gegen den Uhrzeigersinn: Hier steht man schon im Außenbereich vor der Finnlandsauna (ca. 85 °C) mit zwei Eingängen, je einem Ofen an jedem Eingang, einem zentralen Kamin sowie Panoramablick auf das kleine Außenbecken (6x12 Meter, ca. 30 °C), wo man per Knopfdruck Wasserspeier, Bodensprudler und Massagedüsen einschalten kann. Zum Haupthaus hin befindet sich links daneben ein Sprudel-Sitzbecken mit vierprozentigem Salzwasser sowie eine kleine Kneipp-Anlage. Im Haupthaus befindet sich links das Sanarium (ca. 60 °C) mit Brunnen und Lichttherapie (habe ich allerdings nicht besucht) sowie das Aromabad (ca. 50 °C), das eine nicht ganz so hohe Luftfeuchte wie das Dampfbad hat. Hier wird man darum gebeten, Sitzunterlagen aus einem Desinfektionsbecken zu benutzen, obgleich ein Wasserschlauch zum Abspritzen vorhanden ist. Schräg gegenüber dann ein großer Whirlpool (ca. 36 °C), der von zwei ca 38 °C warmen Salzsitzbecken umsäumt ist. Daneben ein galvanisches Fußbad, wo man seine Laufrüben mittels leichter Stromstöße zur Raison bringen kann. Diesem gegenüber eine Meersalz-Zerstäubungskabine („Sea Climate“) und eine Baustelle.

Weiter geradeaus hält man, an der „Kleinen Sauna“ (ca. 85 °C) aus der „Gründerzeit“ des Unternehmens vorbei auf die Doppelkabine „Birkensauna“/„Heiße Grotte“ zu. Erstere ist eine ca. 80 °C heiße Aufgußsauna mit Holzbänken, Farblicht und künstlichem Vogelgezwitscher, letztere eine bis 70 °C heiße Steinsauna mit Natursteinkacheln. Laut einem älteren Ehepaar, das wohl schon öfter hier zu Gast war, ist diese Sauna kürzlich renoviert worden. Biegt man vor diesen Saunen halbrechts ab, gelangt man in den großen Aufenthaltsraum, wo es reichlich Handtuchaufhänger, Taschenablagen und Sitzgelegenheiten gibt, darunter auch zwei beheizte Steinbänke an einem kleinen Innenteich mit Goldfischen und Schildkröten. Auch ein halbrunder Kamin lädt zum Verweilen ein. Linker Hand außerdem zwei „Premium“-Ruhebereiche, die gegen 4 € Tagesmiete Lederliegen mit Leselampen bieten (und den Krach aus dem Aufenthaltsraum, diesen aber kostenlos). Zwischen beiden ist der Durchgang zu dem Ruheraum im Obergeschoß, der leider, wie so viele Ruheräume, sehr hellhörig ist. In einem separaten Raum ist ein Schlafraum untergebracht, in dem Zeitschriften ebenso wie Schlappen verboten sind. Decken müssen am Empfang entliehen werden. Obgleich per Aushang verboten, war natürlich nahezu jede Sitz- und Liegegelegenheit im Erdgeschoß „reserviert“, und das obligatorische Rentnergeschnatter über diverse Zipperlein, kürzliche Krankenhausaufenthalte und Todesfälle war mir nur dank mitgebrachter Ohrstöpsel erträglich.

Kurz vor dem Aufenthaltsraum befindet sich der Eingang zum großen, 20 Meter langen Außenbecken (ca. 28 °C), das im Dunkeln stimmungsvoll mit Farbwechsel-LED beleuchtet wird. Läßt man den Aufenthaltsraum rechts liegen und geht geradeaus weiter, hält man auf den Massagebereich mit Hamam zu, auf eine (kostenpflichtige) Infrarotkabine, auf ein kleines Wechselbad mit kleinem Kalt- und großem Warmbecken sowie auf die Blockhaussauna (ca. 85 °C), wo ebenfalls Aufgüsse angeboten werden. Diese habe ich allerdings ebensowenig aufgesucht wie die Gartensauna (ca. 85 °C), die über einen Verbindungsgang vom Aufenthaltsraum auf kürzestem Wege aufgesucht werden kann und die laut eigener Aussage des Betreibers zum Zeitpunkt ihrer Errichtung eine der größten Saunakabinen der Welt war (womit sich ja nun die Sinsheimer Koi-Sauna schmücken darf). Schließlich ist da noch eine Art „Wintergarten“, wo unter einem Glasdach ein kleineres Kaltbecken mit direkter Verbindung zum gleich daneben gelegenen „Entspannungsbad“ (ca. 35 °C) mit Sprudelsitzen und selbst einschaltbaren Massagedüsen. Am Kopf des kalten Beckens schließlich noch das Dampfbad (ca. 50 °C, zwei Sitzebenen und auch diese seltsamen Sitzmatten) sowie das Caldarium für (kostenpflichtige) Schlammanwendungen.

Hier befindet sich auch einer von vielen Ausgängen zum Garten (leider am Raucherbereich vorbei), wo sich etliche Pavillons, ein kleiner Bach und ein großer Ententeich befinden. Alle Viertelstunde gibt es dann Gebimmel von der Dorfkirche, die sich nur wenige hundert Meter von dem Außenbereich entfernt befindet. Leider ist diese schöne Gartenanlage natürlich Ende November nicht so zu nutzen wie im Sommer, obgleich ich zwei Hartgesottene antraf, die ihre Ruhephase in ihren Schlafsäcken verbrachten. An einem kleinen Biergarten sowie einem Fitneßstudio vorbei (die Geräte sind nur in Sportkleidung zu benutzen!) hält man auf das heimliche Glanzlicht der Panoramasauna zu: die Turmsauna (bis zu 90 °C), wo man zwischen dem Erdgeschoß quasi „Zimmertemperatur“ genießen oder im „obersten Geschoß“ die volle Hitze suchen kann. Vor dem Turm, zum Haus hin, ein großer Whirlpool (ein noch größerer steht zwischen kleinem und großem Schwimmbecken, war aber bei meinem Besuch außer Betrieb), ein Kalttauchbecken sowie eine Stachelbrause, und schließlich steht man wieder vor der Finnlandsauna.

Sehr angenehm fand ich in dieser Anlage, daß jede Sauna ihren eigenen Duschbereich hat, weshalb ich bei meiner Aufzählung auf die unzähligen Duschen und Tauchbecken verzichtet habe. Aufgüsse habe ich zwei besucht, ich will sie mal „Zehn-nach-Aufgüsse“ nennen: Zur vollen Stunde gibt es bis zu zwei Aufgüsse in bis zu sechs runden, während diese Zehn-nach-Aufgüsse eben erst zehn Minuten nach der vollen Stunde in anderen Saunen durchgeführt werden. Mein erster war in der Turmsauna, wo drei kurze Runden Eis mit Eukalyptus und Menthol aufgegossen und kräftig verwedelt wurde, der zweite in der Finnlandsauna, wo ebenfalls drei kurze Runden abwechselnd auf beiden Öfen Minzbeere zur Musik von Lordi aufgegossen wurde. Das Abschlagen in der letzten Runde war sehr heiß, so daß sogar Gäste auf der untersten Bank aufstöhnten. Beide Aufgüsse waren ohne großes Antritts-Blabla, „wem es zu heiß wird, bitte eine Stufe runtersetzen oder rausgehen“ und gut.

Im Obergeschoß befindet sich schließlich (abgesehen vom Ruheraum) auch noch das Restaurant, wo man die Möglichkeit preiswerter Verköstigung in Anspruch nehmen kann. Es steht auch für Nicht-Saunabesucher offen.

Der Altersschnitt der Gäste dürfte sich bei meinem Besuch an einem Samstag bis ca. 16 Uhr bei 60 plus XXL befunden haben, danach wurde es schlagartig leer, und mit der Zahl der Gäste sank sowohl der Geräuschpegel als auch der Altersschnitt deutlich, so daß ich bei meinem zweiten Aufguß (17.10 Uhr) wohl der älteste Gast in der Kabine gewesen sein dürfte. Es war jedoch beide Male kein Problem, 5 Minuten vor Beginn noch einen Platz zu finden (wie das bei den großen Aufgüssen ist, werde ich noch herausfinden müssen).

Spatenstich für diese privat betriebene Anlage war anno 1974, und man merkt es an dem labyrinthartigen Aufbau des Innenbereiches (die Monte Mare in Kaiserslautern und Rengsdorf sind ein Witz dagegen), daß immer wieder um- und angebaut wurde. Dennoch: Wenn man einmal einigermaßen die Orientierung hat, macht es durchaus Spaß, die vielen Möglichkeiten an Saunen und Bädern auszuprobieren. Der Eintrittspreis von 20 € ist angesichts der ganzen Einrichtungen mehr als gerechtfertigt. Die Panoramasauna öffnet täglich um 10 Uhr und schließt unter der Woche um 23 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen um 20 Uhr, immer mit gemischtem Betrieb.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: AquaFun Soest Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
9.12.2016 - 21:32 Uhr
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Das „AquaFun“ in Soest befindet sich im Ardeyweg inmitten eines Wohngebietes gleich neben einer Schule. Es ist von der Autobahn 44 aus leicht zu erreichen, eine Beschilderung ist vorhanden. Es gibt einen Parkplatz vor dem Hause, allerdings muß ein Parkschein gezogen werden, der jedoch beim Hinausgehen entwertet wird, so daß das Parken für Besucher des Bades kostenlos ist.

An der Kasse erhält man nach Entrichtung des Eintrittspreises ein Chiparmband, mit dem das Drehkreuz zum Badbereich freigegeben wird und worauf weitere Leistungen gebucht werden, die dann im Anschluß an der Kasse bezahlt werden. Saunabesucher gehen gleich dahinter geradeaus eine Treppe hinunter, wo sich ein weiteres Drehkreuz befindet. In der Saunaumkleide kann man zwischen kleinen Einzel- und zwei großen Sammelkabinen wählen. Die Schrankwahl ist frei, für Vergeßliche ist ein Chiplesegerät vorhanden, das dem Besucher die gewählte Schranknummer anzeigt. Die Vorreinigungsduschen befinden sich ebenfalls im Untergeschoß, die Duschen im Saunabereich sind hierfür nicht vorgesehen.

Um dorthin zu gelangen, muß man wieder eine Treppe hinaufsteigen (für Gehbehinderte sind auch Fahrstühle vorhanden). Geht man nun gegen den Uhrzeigersinn durch den inneren Saunabereich, geht man zunächst am Durchgang zum Freizeitbad vorbei, vor dem sich noch ein Sichtschutz befindet, auf dem der Aufgußplan angebracht ist. Aufgüsse finden i. d. R. stündlich in wechselnden Saunen statt, für einige muß man sich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt anmelden, um daran teilnehmen zu können. Es folgt nun auf der rechten Seite das „Valo-Bad“ eine niedrig temperierte Sauna (65 °C) mit wechselndem Farblicht und einem kleinen Brunnen, darauf die Abkühlduschen, die neben Kneippschläuchen und herkömmlichen Brausen auch Stachelbrausen und einen Schwalleimer bieten. Daneben gibt es auch noch einen kleinen Eisbrunnen. Es folgt die zweite Innensauna (80 °C), Panoramasauna geheißen, in der auch Aufgüsse stattfinden und die einen Blick auf den Garten bietet. Daneben ist der erste Ausgang zum Garten; geht man hingegen nach links hin weiter, folgen Taschenablagen, die zwar reichlich vorhanden, aber sehr klein geraten sind: Alles, was größer ist als ein Rucksack oder eine Sporttasche, muß entweder auf dem Boden oder auf dem Regal abgestellt werden, was nur für Großgewachsene eine brauchbare Alternative darstellt.

Es schließt sich ein Ruhebereich mit Liegen und einem zentral gelegenen Kamin an, von wo aus man ebenfalls in den Garten gelangen kann. Darauf hält man auf die Saunatheke zu, wo sich auch Wertschließfächer befinden, die pfandfrei mit dem Chiparmband verschlossen werden können. Dahinter kann man rechts in einen Gang zu einem Massageraum abbiegen, wo sich noch ein Ausgang zum Garten befindet und der in einem Leseraum mit Bücherschrank und Fernseher endet. Geht man hingegen an der Saunatheke vorbei, hält man an ein paar Fußbecken vorbei auf den Gastronomiebereich zu und ist schließlich wieder am Ausgang zu den Umkleiden angelangt. Von dort aus wiederum gegen den Uhrzeigersinn findet man links ein großes Tauchbecken, auf einer Empore einen Whirlpool und das Dampfbad (45 °C) mit wechselfarbigem „Sternenhimmel“, weitere viel zu kleine Taschenablagen, ein Kneipp-Becken und weitere Fußbecken. Neben der Theke des Gastronomiebereiches gelangt man über eine Treppe auf die Sauna-Galerie, wo sich ein abgetrennter Ruheraum sowie weitere Liegen in dem offenen Bereich befinden.

Geht man neben der Panoramasauna nach draußen, so hält man geradewegs (über eine Holzbrücke über einen kleinen Bachlauf, die am Tage meines Besuches wegen Glättegefahr gesperrt war) auf ein kleines Ruhehaus zu, in dem man es sich auf körpergerecht geformten, beheizten Steinliegen mit großen Kopfpolstern bequem machen kann. Daneben befindet sich die Husky-Sauna (70 °C). Auf dem Weg zur geräumigen Erdsauna (90–100 °C) kommt man noch an der „Baumelbank“ vorbei, eine sehr hoch gebaute Sitzbank, die besonders gelenkschonend sein soll. Gegenüber der Erdsauna ist der Außen-Duschbereich ohne Schwalleimer, dafür aber mit einem dahinter verlaufenden Kalttauchbecken, das zu beiden Schmalseiten Einstiege hat, so daß man zum Abkühlen auch einmal durchschwimmen kann. Neben der Erdsauna ist noch ein Durchgang zur Liegewiese, die an dem kalten Dezembertag verständlicherweise nicht frequentiert wurde. Es folgt die Otso-Sauna (80 °C), wo auch die anmeldepflichtigen Aufgüsse sowie Salzanwendungen stattfinden. Die niedrig temperierte Lepo-Sauna (65 °C) schließt das Angebot der Außensaunen ab. Ferner befinden sich im Garten noch ein paar kleine Pavillons mit Sitzgelegenheiten sowie in einem weiteren Pavillon, geschützt vor Zugluft, ein Whirlpool. Außerdem ist zentral ein ca. 10x5 Meter großes beheiztes Schwimmbecken angelegt, wo man bei der Planung mitgedacht hat und am Einstieg einen Windschutz mit Garderobenhaken angebracht hat. Am gegenüberliegenden Ende findet man Sprudelliegen vor, außerdem gibt es in der Mitte ein paar Bodensprudler.

Ich habe zwei Aufgüsse besucht, einmal in der Husky- und einmal in der Otso-Sauna. Beide waren zwar gut besucht, aber nicht überfüllt (wobei es an diesem Tag ohnehin sehr ruhig war); obwohl ich ganz oben gesessen habe, kamen mir die Aufgüsse nicht übermäßig heiß vor, waren aber wohl schon stark genug, daß einige Gäste von der untersten Bank vorzeitig den Aufguß verließen. Beide Male gab es Zugaben (Obst, Früchtetee). Positiv fiel mir an der Anlage – neben der Sauberkeit – auf, daß es reichlich Handtuchrondelle gab, worauf man seine Handtücher vernünftig zum Trocknen aufhängen kann.

Im Eintritt für die Sauna enthalten ist auch der Zugang zum Freizeitbad, wo es ein 25-Meter-Schwimmbecken mit Sprungturm, ein Lehrschwimmbecken, ein ziemlich kleines Kleinkindbecken, ein großer Whirlpool sowie das große zentrale Spaßbecken mit Wellen, Strömungskanal, reichlich Sprudlern und Wasserspeiern gibt. Außerdem ist eine 90 Meter lange Reifenrutsche vorhanden (und die Reifen sollte man auch nutzen, da die Nähte der Rutschenröhren deutlich spürbar sind) sowie eine Textilsauna mit Blick auf das Schwimmbecken. Ganzjährig ist ein Außenbecken mit Sprudelliegen und Massagedüsen nutzbar, im Sommer darüber hinaus auch ein weiteres Kleinkindbecken, ein 25-Meter-Sportbecken sowie eine Liegewiese.

Insgesamt fand ich den Besuch hier sehr lohnend, und die 16 € Eintritt für die Sauna halte ich angesichts des Gebotenen auch für sehr preisgünstig. Allerdings wird ein Wochenend- und Feiertagszuschlag von 3 € erhoben, und das auch noch freitags und in gleicher Höhe auf die Schwimmbadpreise. Die Sauna ist täglich bis 23 Uhr geöffnet, unter der Woche ab 10, am Wochenende, an Feiertagen und in den NRW-Ferien bereits ab 9 Uhr. Dienstags ist Damensauna.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Monte Mare Reichshof-Eckenhagen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
11.12.2016 - 16:33 Uhr
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Das Monte Mare Reichshof befindet sich im Ortsteil Eckenhagen und ist über die A 4 oder die B 256 zu erreichen. Es liegt gleich neben dem Schulzentrum; genügend kostenlose Parkplätze vor dem Hause sind vorhanden. Das Bad wurde 2011/12 renoviert bzw. rückgebaut, wovon der Saunabereich allerdings nur wenig betroffen gewesen sein soll. Ich kann es nicht beurteilen, da ich den Zustand vor der Renovierung nicht kenne. Da der letzte größere Bericht hier sich aber auf den Zustand vorher bezieht, nun ein weiterer zum „neuen“ Monte Mare:

Der Eingang ist etwas versteckt und zurückgesetzt an der der Straße zugewandten Seite. Am Empfang erhält man einen Chipcoin, mit dem man das rechte Drehkreuz freigibt (das linke ist für das Schwimmbad). Links dahinter ist der Durchgang zum Schwimmbad für Saunagäste, die Saunaumkleide befindet sich hinter einer blickdichten verglasten Tür geradeaus. Es ist eine geräumige Sammelumkleide, in dunkelgrün und braun gehalten, erinnerte mich vom Aufbau ein wenig an die Umkleide des Monte Mare in Bedburg. Um in den Sauna-Innenbereich zu gelangen, muß man zunächst durch die nach Geschlechtern getrennten Vorreinigungsduschen (auch Toiletten finden sich hier) und durch den Warteraum des Wellness-Bereiches.

Im Sauna-Innenbereich angekommen, befindet sich rechts das geschlossene alte Dampfbad, das aber mittlerweile durch ein neues in einer ehemaligen Abstellkammer neben dem Klo ersetzt wurde (am Tage meines Besuches gleichfalls außer Betrieb); links hingegen sind ausreichend große Taschenablagen, mit Klinkersteinen voneinander getrennt. Es folgt (jeweils außen, im Uhrzeigersinn) der Eingang zu einem Schlafraum, die Gastronomietheke, der Zugang zu einem großen Ruheraum mit Blick auf einen gekiesten Außenbereich, eine Wendeltreppe zur Empore, zwei Ausgänge nach draußen an einer großen Glasfront, die Niedertemperatursauna (60 °C), die Trockensauna (85 °C), an der eine große digitale Aufgußanzeige angebracht ist, ein weiterer Aufgang zur Empore, das neue Dampfbad, die Toiletten, ein mit Mosaiken verzierter Duschbereich, die Kelosauna (90 °C), ein Durchgang zur Rosensauna (65 °C), der sich gegenüber die Fußbecken befinden sowie ein weiterer Duschbereich. Zwar ist noch eine Tür nach draußen vorhanden, wo sich eine weitere Sauna befindet, diese ist aber gesperrt mit dem Hinweis, daß erst zur nächsten Sauna-Saison (wann diese „nächste“ Saison sein wird, bleibt unerwähnt) hier wieder geöffnet wäre.

Im inneren Bereich der großen Halle findet man gegenüber der Kelosauna ein Kalttauchbecken, ein großes Fußbadebecken sowie einen irgendwie sinnlos wirkenden Sitz-Pavillon vor. Der Rest ist mit Tischen und Stühlen der Gastronomie zugestellt, was die Bademantelfraktion der Saunabesucher vor arge ästhetische Probleme stellt, da man einen herrlichen Ausblick auf fast sämtliche Saunen sowie die Verschwitzten und Geduschten hat. Immerhin wurde für allzu Zartfühlende vor Trocken- und Niedertemperatursauna ein breites Sichtschutzband angebracht. Auf der Empore schließlich befinden sich zwei größere offene Ruhebereiche (die mir sehr gut gefallen haben), eine weitere Taschenablage sowie ein Lesezimmer.

Der Außenbereich ist rasch erkundet: Nach rechts hin geht man auf die Erdsauna (80 °C) zu, es folgt eine Art Sonnenterrasse mit reichlich Liegegelegenheiten (teilweise einsehbar vom Parkplatz), die Blockhaussauna (90 °C), die von außen eher wie ein Schuppen für Gartengeräte wirkt, die Sibirische Banja (100 °C), ein Duschbereich (der von der Straße aus teilweise eingesehen werden kann) mit Kalttauchbecken, der Durchgang zu einem gekiesten Liegebereich sowie eine Raucherecke. Zentral befindet sich ein angenehm temperiertes Außenbecken mit Sprudelliegen und viel zu tief angebrachten Massagedüsen.

Der Saunaeintritt berechtigt auch zur Mitbenutzung des Schwimmbades, das sich mit einem Wort beschreiben läßt: Langweilig. Ein 25-Meter-Sportbecken mit vier Bahnen, zwei Sprungbretter an einem separaten Becken, ein Lehrschwimmbecken, fertig. Beim Umbau wurden die Rutschen abgerissen, auf irgendwelche Komfort- oder Spaßelemente für das Bad wurde gänzlich verzichtet. Zum Bahnenschwimmen in Ordnung, ansonsten bietet selbst das Sauna-Außenbecken mehr Kurzweil. Zudem ist das Bad unter der Woche vormittags in der Schulzeit ohnehin fürs Schulschwimmen reserviert.

Aufgüsse finden in Reichshof i. d. R. stündlich statt; ich habe nur einen davon in der Kelosauna besucht, und der wurde über drei Runden ordentlich heiß. Zugaben gab es keine. Die Saunen wirken teilweise recht abgenutzt, sind aber sauber, und speziell die Banja weiß auch ohne Aufguß ordentlich einzuheizen. Der Saunabereich ist nach meinem Dafürhalten zwar insgesamt, verglichen mit anderen Häusern der Monte-Mare-Gruppe, deutlich besser als in Kreuzau, liegt aber m. E. deutlich hinter denen in Rengsdorf oder Andernach und kann sich mit den großen Anlagen ohnehin nicht messen. Ansonsten bietet Reichshof nichts, was eine weite Anreise lohnen würde, das Schwimmbad ohnehin nicht mehr.

Geöffnet ist täglich ab 10 Uhr, montags bis donnerstags bis 23, freitags und samstags bis 24, sonntags bis 21 Uhr. Der Tagespreis beträgt 23 €, am Wochenende wird ein Zuschlag von 2 € erhoben.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Monte Mare Reichshof-Eckenhagen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
11.12.2016 - 20:56 Uhr
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Zitat von Betzy:
Scheinbar gibt es bei Monte Mare zwei Arten von Anlagen: Neugebaut wie das MM Kaiserslautern und klasse oder Umnutzung alter Bäder, die sind dann "weniger" klasse.


Genau so sieht es aus: Es gibt da die neuen Anlagen, die MM selbst geplant oder zumindest grundlegend konzipiert hat wie eben KL, Bedburg oder auch Andernach (wie es mit Rheinbach, Obertshausen und Oer-Erkenschwick aussieht, weiß ich nicht so genau, die zähle ich aber auch eher zu den "neuen") und halt die übernommenen Bäder in Rengsdorf, Reichshof und Kreuzau, wo man eben aus den bestehenden Gegebenheiten das beste versucht hat zu machen, was besonders in Kreuzau eher in die Hose gegangen ist, zumal man sich dort wohl auch mehr auf den Ausbau der Textilsauna konzentriert hat.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATIPPS: Saunaanfänger Neulinge und Amateure - Thema: Therme mit schöner Poollandschaft. Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
11.12.2016 - 21:07 Uhr
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Nicht in NRW, aber gleich hinter der Landesgrenze in RLP und auch nicht gerade eine Therme: Die Panoramasauna in Grafschaft-Holzweiler. Neben den Saunen gibt es hier einen sehr großen Whirlpool innen, zwei Solebecken, einen gekoppelten Warm- und Kaltwasserpool in einem Wintergarten, ein weiteres Solebecken außen vor dem kleinen Schwimmbecken mit selbst zuschaltbaren Wasserspeiern und Massagedüsen, zwei weitere Whirlpools außen und das große Schwimmbecken, gleichfalls draußen. In einer guten Stunde von Düsseldorf aus zu erreichen.
Oder die Thermen und Badewelt in Euskirchen (die allerdings wieder in NRW), die jüngste kleine Schwester der Therme Erding, wenn es nach Palmen gelüstet und ein wenig teurer sein darf.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Les Thermes, Strassen (Luxemburg) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
3.1.2017 - 10:56 Uhr
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Die kombinierte Freizeitbad- und Saunaanlage „Les Thermes“ in Strassen liegt nahe der luxemburgischen A6, Abfahrt Bartringen (Bertrange). Von dort rechts abbiegen (egal, ob man von Norden oder von Süden her kommt) und immer geradeaus durch zwei Kreisverkehre, bis ein Hinweisschild auf die Einfahrt zum Schwimmbad hinweist. Kostenlose, befestigte Parkplätze sind in ausreichender Zahl vorhanden.

Das Bad sieht von außen wie ein Ufo aus, vom Parkplatz aus muß man es ein Stück umrunden, um zum Eingang zu gelangen. Hinter der Tür biegt man gleich links ab und hält auf den Empfang zu. Dort erhält man gegen Entrichtung des Eintrittspreises ein Chiparmband, auf das sich weitere Leistungen (Gastronomie, Solarium etc.) zubuchen lassen, die beim Hinausgehen bezahlt werden. Bargeld ist also in der Anlage selbst nicht vonnöten. Als Erstbesucher erhält man auch eine kleine Einweisung. Links vom Empfang muß man anschließend durch ein Drehkreuz, das durch den Chip freigegeben wird. Vorbei an den Umkleiden für das Schwimmbad (rechts) und an mit echten dunkelroten Kunstlederimitatpolstern verkleideten Außenwänden mit Spiegeln und kostenlosen Fönen (links) kommt man an ein weiteres Drehkreuz, das den Weg zur gemischten Sauna-Sammelumkleide freigibt, die sich gleich rechts dahinter befindet. Bei viel Betrieb kann es hier schon mal etwas eng werden. Die Spinde sind von ausreichender Größe. Sie werden verschlossen, indem man zunächst die Tür zudrückt und anschließend den Chip an die Schlüsselnummer hält. Wenn es klackt, ist der Schrank verschlossen, wenn nicht, ist entweder die Schließelektronik oder der Transponder hinüber. Geöffnet wird der Spind wieder durch Vorhalten des Chips. Wenn es klackt, ist er entriegelt, wenn nicht, hat man wohl den falschen Spind erwischt (wie ich beim Hinausgehen). Ein Terminal, das einem die Schranknummer anzeigt, habe ich nicht entdeckt.

Hinter den Umkleiden sind getrennte Vorreinigungsduschen und Toiletten für Damen und Herren. Dahinter geht es in den Sauna-Innenbereich. Hier steht man gleich vor dem Durchgang zum Schwimmbad, das für Sauna-Besucher ohne Aufschlag mitzubenutzen ist. Links daneben ist der Zugang zum Wellness-Bereich sowie zum Sauna-Restaurant. Der weitere Innenbereich ist in einem Oval rund um einen zentral gelegenen, mit farbigen LEDs gediegen beleuchteten Ruheraum und den Abkühlbereich mit Eisbrunnen und Kalttauchbecken angeordnet.

Im Uhrzeigersinn sind zu finden: „Blummen-Hamam“ (Blumen-Dampfbad), ein kleines, braun gekacheltes Dampfbad mit vier den Gast nahezu umschließenden Einzelsitzen, außerdem ein Solarium; viermal zwei Fußbäder mit beheizten Marmorsitzflächen und wackeligen Mischbatterien, das „Stären-Hamam“ (Sternen-Dampfbad) mit zehn Sitzen aus poliertem Granit, daneben die „Kraider-Sauna“ (Kräuter), die bei 80 °C diverse Kräuterdüfte verbreitet. Schließlich noch die „Mound-“ (Mond-) Biosauna mit 60 °C und Farblicht sowie daneben die 90 °C heiße „Lava“-Sauna. Sämtliche Innensaunen-Gruppen haben jeweils ihren eigenen Duschbereich, sogar mit fest installierten Seifenspendern, wobei die Temperatur kaum bis gar nicht einstellbar und zum Abkühlen viel zu hoch war. Es folgt ein großer Whirlpool für ca. 12 Personen, ein Gong neben dem Ausgang zum Saunagarten, der den Aufguß einläutet (stündlich um viertel nach), ein großer Wintergarten und ein leider recht klein geratenes Taschenregal. Immerhin sind noch zwei mobile Taschenregale in Quadratform an beiden Enden des Innenbereiches zu finden, außerdem noch ca. drei recht unpraktische Handtuchaufhänger in Baumstammform, die zwar recht dekorativ, aber völlig nutzlos zur Handtuchtrocknung sind (einige Besucher legen zu diesem Zwecke ihre Handtücher auf die Belüftungsschlitze an den Fenstern). Außerdem sind viele einfache Liegen sowohl im offenen Innenbereich als auch in den beiden Ruheräumen zu finden, auf einigen auch Decken.

Im Außenbereich hält man nach je einem kleinen Schlenker nach links und rechts geradewegs auf die „Äerd-“ (Erd-) Sauna mit 95 °C zu, wo die Aufgüsse stattfinden. Ich habe dort einen besucht, wo mit Pfefferminz und Mentholkristallen aufgegossen wurde. Es ging nach kurzer Ansage (zum Unmut einiger Luxemburger auf Französisch) über vier Runden, als Zugabe gab es Tee und ein kleines Tiegelchen mit Honig, den man sich aber in der Sauna einschmieren mußte (oder essen, wie es einige Gäste taten). Verwedelt wurde mit einem Fächer.

Geht man von der Äerd-Sauna in die entgegengesetzte Richtung, so ist dort rechter Hand ein beheizter Außenpool von ca. 10x2,5 Metern Größe aufzufinden. Er ist wie sämtliche Wasserbecken des Bades aus Edelstahl gefertigt, bietet aber leider keine Massagedüsen oder ähnliches. Eine Treppe hinunter führt zu weiteren vier Außensaunen: die nebeneinanderliegenden „Steng-“ (Stein-) und „Feier-“ (Feuer-) Saunen mit 80–90 °C sowie die beiden als neu beworbenen Saunen: Einmal die heiße, trockene „Waasserfall“-Sauna (85 °C), wo man durch eine Panoramascheibe auf einen kleinen Wasserfall (im Winter mit Eiszapfen) aus dem Saunadach blickt, untermalt von Entspannungsmusik. Jede Stunde gibt es hier einen automatischen Aufguß. Schließlich noch die „Salz-Sauna“, die 13 einzelne, ergonomisch geformte Liegen bietet, die auf ein kleines Gradierwerk gerichtet sind. Die Luftfeuchtigkeit ist entsprechend hoch in dieser 60 °C warmen Sauna. Auch hier ist leise Musik zu hören. Leider wies das hölzerne Vordach dieser Sauna durch die Feuchtigkeit schon erheblichen Schimmelbefall auf. Ebenfalls im Außenbereich gibt es mehrere Abkühlduschen, so daß längere Wege nicht nötig sind. Ein Tauchbecken ist aber nicht vorhanden. Da es jedoch am Tag meines Besuches geschneit hatte, war die Alternative gleich zur Hand. Im Sommer hingegen kann man es sich auf einer der Liegen auf den vielen kleineren Rasenflächen bequem machen, die abends mit Farbwechsel-LEDs beleuchtet werden.

Im oberen Geschoß innen befindet sich die Sauna-Bar mit einer langen Theke und verschiedenen Sitzgelegenheiten und Ruheliegen (ob dort auch serviert wird, weiß ich nicht, es lag jedenfalls niemand dort, als ich da war). Die Preise v. a. für die Speisen sind sehr hoch (Salatteller ab 15 € aufwärts, gleiches gilt für diverse Burger mit Fritten), aber üblich für Luxemburger Verhältnisse. Günstiger sind die Wochenmenüs mit mehreren Gängen. Über große Fenster blickt man von hier aus auf das Schwimmbad.

Der Zutritt zur Schwimmhalle ist im Sauna-Eintrittspreis inbegriffen; von der Sauna aus erfolgt der Zugang über ein Drehkreuz und eine dahinterliegende Tür. Rechts sind die Umkleiden und Duschen für den Schwimmbereich, links befindet sich das Wellenbecken. Das Becken ist weder groß noch tief, die Wellen sind nicht allzu hoch, so daß dies auch für kleine Kinder gut geeignet ist. Dahinter ist der Zugang zum kombinierten Innen- und Außenbecken, wobei letzteres etwas unglücklich unter den Rutschenröhren gebaut wurde und keine weiteren Attraktionen bietet. Im Sommer kann die große Liegewiese mitbenutzt werden. Der kleine Innenbereich des Beckens bietet Massagedüsen, Sprudelsitze und -liegen. Den Spaßbereich runden zwei Rutschen ab, wovon die längere verschiedene Beleuchtungseffekte bietet, die kurze hingegen einen steilen Fall nach unten, der schon nach ca. fünf Sekunden mit hoher Geschwindigkeit in dem Auffangbecken endet. Auf dem Weg zum Schwimmbecken kommt man noch am Kleinkindbecken vorbei. Der Schwimmbereich bietet ein kleines Lernschwimmbecken mit Hubboden sowie ein 25-Meter-Becken mit sechs Bahnen. Hier wie im Saunabereich ist alles sehr modern und sauber. Über eine Treppe nach oben schließlich geht es zum Schwimmbad-Restaurant.

Vermißt habe ich in dieser Anlage einen richtigen Ruheraum. Zwar wird in dem eingangs erwähnten Raum in der Mitte der Sauna um Stille gebeten und auch großenteils eingehalten (so wie das Publikum der Sauna dort generell sehr ruhig war, auch als es sich zum Abend hin immer mehr füllte), dennoch bekommt man durch die Scheiben den Trubel von außen, vor allem vom Whirlpool, fast ungefiltert mit. Auch daß man allenfalls Kippliegen vorfindet und nur hier und da eine Decke fand ich angesichts der sonstigen Ausstattung der Sauna etwas enttäuschend. Ansonsten war das Angebot überzeugend, vor allem im Außenbereich. Das Publikum war bunt gemischt, vom Kind bis zum Rentner, meist aber um die 30–40jährige beiderlei Geschlechts.

Die Tageskarte für die Sauna kostet 19,50 €, Wochenend- oder Feiertagszuschläge werden nicht erhoben. Dienstags ist von 8–13 Uhr Damensauna, ansonsten gemischter Betrieb. Die Sauna ist in der Woche von 10–22 Uhr geöffnet, dienstags und donnerstags bereits ab 8 Uhr, an Wochenenden von 9–21 Uhr.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATIPPS: Saunaanfänger Neulinge und Amateure - Thema: Re: Salz-& Honig Peeling. Dampfbad/Duschen? Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
18.1.2017 - 17:53 Uhr
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"Jeder hat etwas anderes gemacht."

Das gilt nicht nur für die Saunagäste, sondern auch für die Betreiber: Jeder macht es irgendwie anders.

Eine kleine Auswahl in Sachen Salz: Im Monte Mare Andernach wird es nach zwei Runden anschwitzen im Duschbereich ausgeteilt, danach geht es zwei Runden weiterschwitzen. Im Mutterbetrieb in Rengsdorf hingegen wird es in der Sauna ausgeteilt und auch dort aufgetragen (entsprechend sieht der Boden in dieser Sauna aus). In Bad Hönningen hingegen steht das Salz zur Anwendung im Dampfbad bereit, ebenso in Mayen, Merzig, Saarlouis und etlichen anderen Saunen. In Neuwied und Bad Breisig erfolgt die Ausgabe zu festen Zeiten, gleichfalls fürs Dampfbad, wobei man in letzterer Anlage auch die Wahl hat, ob man nicht lieber Zucker oder Honig nimmt.

Zuckerpeelings gibt es z. B. im Koi in Homburg, wobei das ähnlich abläuft wie in Andernach mit dem Salz, in Rheinbach gab es zumindest gestern in der Niedertemperatursauna Zucker mit irgendeinem angeblich schweißtreibenden Gedöns drin, das man sich während des Aufgusses im Dekolletee verteilen sollte (wobei ich die Schultern bevorzugte, da ich es mir sonst im Wortsinne in die Haare hätte schmieren können ).

Auch beim Honig scheiden sich die Geister: Während z. B. in Strassen der Honig als Beigabe in der Sauna gereicht wird und auch dort aufgetragen wird, geht man in Rheinbach erst zum Anschwitzen in die Sauna, dann kommt der Honig, dann das Dampfbad, während die Kollegen in Kaiserslautern gleich ganz im Dampfbad verbleiben.

Zu deinen Fragen im einzelnen:

1) Zumindest in Andernach wurde stets betont, daß man sich nicht abduschen sollte, schon gar nicht kalt, bevor man das Peeling aufträgt, weil sonst die Poren wieder zugingen. Also nur anschwitzen und das Zeug dann auf den feuchten Körper auftragen/verreiben.

2) Wie bereits gesagt: Das hält jede Sauna anders. Wobei mir ehrlich gesagt Peelings und sonstige Sachen zum Einreiben im Dampfbad lieber sind, weil man sich da kein Handtuch versaut.

3) Zumindest fürs Salz gilt: Nichts in Augennähe und nichts in Gegenden, wo die Haut sehr dünn und/oder empfindlich oder gar verletzt ist (man kennt den Spruch vom Salz, das man in Wunden streut). Zucker und Honig sind da weniger kritisch, aber auch hier nichts in Augennähe verteilen, weil es verläuft.

4) Nach einem Peeling würde ich jetzt nicht unbedingt in Chlorwasser springen. Also ab in den Ruheraum (nach dem Abduschen, versteht sich ).

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Hallenbad Differten, Wadgassen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
7.2.2017 - 20:48 Uhr
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Das Hallenbad Differten im Kreis Saarlouis mit angegliederter Saunalandschaft liegt recht versteckt im Wadgassener Ortsteil Differten auf einem Hügel am Waldrand. Am leichtesten ist es über die A 620, Abfahrt Wadgassen, zu erreichen. Der Weg zum Bad ist schon frühzeitig ausgeschildert. Parkplätze sind am Hause vorhanden (tw. mit Blick in die Schwimmhalle), jedoch nicht sonderlich viele. Da es sich aber um ein ruhiges Wohngebiet handelt, kann man auch an ausgewiesenen Stellen in den angrenzenden Straßen parken. Das Gebäude selbst ist ein moderner, heller, aber nüchterner Bau.

Am Empfang muß man ggf. über eine Klingel am Tresen Personal zum Kassieren herbeirufen, das den Besuchern auch den Weg in die Umkleiden freigibt. Saunabesucher erhalten eine Pfandkarte gegen Entrichtung von 20 € (entspricht dem Tagespreis). Davon erhält man beim Hinausgehen unter fünf Stunden Aufenthalt noch Geld zurück (maximal 7 €, da für bis zu drei Stunden Aufenthalt 13 € berechnet werden), ansonsten wird der volle Tagespreis einbehalten. Die Umkleiden für die Sauna befinden sich hinter einer Art Paravent, da man hinter der Tür gleich inmitten der offenen gemischten Sammelumkleide steht. Es sind aber auch separate Sammelumkleiden für Damen und Herren, jeweils mit Duschen und Toiletten, vorhanden. Für die Spinde benötigt man 1- oder 2-Euro-Stücke. Durch eine Milchglastür kommt man in den zentralen Innenraum der Sauna. Hier befindet sich rechts ein Zugang zur Abkühldusche mit Brause, Schwallbrause, Schwalleimer und Kneippschlauch. Ein Tauchbecken ist innen nicht vorhanden. Dafür gibt es allerdings vier Fußbecken in der Mitte sowie große Taschenablagen, Sitzgelegenheiten in Form von Korbstühlen sowie eine Reihe Aufhänger für Handtücher und Wertschließfächer (gleichfalls gegen 1 oder 2 € Pfand). Ebenfalls findet man hier den Zugang zum Bistro und zum Hallenbad sowie zur 90 °C heißen Trockensauna, die an der Seite neben dem Ofen zwei, auf der gegenüberliegenden drei Sitzreihen bietet. Ca. 20 Personen dürften hier Platz finden.

Etwas versetzt links hinter dem Innenraum ist ein Gang zum Außenbereich, wo sich links noch die 60-Grad-Sauna befindet (die ich nicht ausprobiert habe) sowie ein Massageraum, rechts ein kleiner Ruheraum mit einfachen Kippliegen. Wendet man sich hingegen nach rechts der Tür mit der Aufschrift „Hallenbad“ zu, gelangt man zunächst in den Bistrobereich mit drei Tischen und gepolsterten Korbstühlen und -bänken. Die Auswahl an Speisen und Getränken ist zwar bescheiden, aber preisgünstig. Bargeld ist vonnöten, Personal kann auch hier bei Bedarf über eine Klingel an der Theke herbeigerufen werden. Nach links hin ist ein weiterer Gang zum Außenbereich, geradeaus geht es in das Hallenbad. Hinein gelangt man ohne irgendwelche Kontrollen, zurück geht es aber nur, indem man mit seinem (Sauna-) Spindschlüssel die Tür aufschließt, weshalb man den Schlüssel stets bei sich führen sollte.

Im Bad kommt man zunächst am Eßbereich (rechts) und am Plantschbecken (links) vorbei, dem sich (wiederum links) ein Whirlpool für ca. 5 Personen anschließt, der alle halbe Stunde für ca. 15 Minuten läuft und außerhalb dieser Zeiten nicht betreten (bzw. besetzt) werden darf. Gegenüber ist die Bademeisterloge, zu dessen Rückseite sich ein ziemlich kleines Dampfbad für vier Personen mit eigenem kleinen Duschbereich befindet. Es erinnert stilistisch ein wenig an das kleine Sauna-Dampfbad in Tholey. Die Wasserwelt besteht aus zwei Edelstahlbassins, dem kleinen, 9x6 Meter großen Nichtschwimmerbecken mit Massagedüsen und Schwalldusche sowie dem 24x9 Meter langem Schwimmbecken mit vier Bahnen. So weit, so unspektakulär.

Betritt man jedoch den Außenbereich, wähnt man sich beinahe in einer anderen Anlage. Um dies auch noch zu unterstreichen, durchschreitet man eine Art hölzernes Tor und hält geradewegs auf die japanisch Inspirierte Kombination aus Sauna und Ruhehaus zu. Über ein paar Stufen und durch eine Glastür gelangt man in den Vorraum der „Sointi“-Sauna, die auf 75 °C erwärmt wird. Sie ist sehr stilvoll mit einem roten Dach und japanischen Mantras dekoriert; zu den Aufgüssen in dieser Sauna werden Klangschalen eingesetzt. Der Ofen ist zentral vor den beiden im 90-Grad-Winkel zueinander stehenden Sitzreihen angebracht, und statt auf Steine wird hier in eine durch den Ofen erhitzte Metallschale aufgegossen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Saunahauses befindet sich ein Schlafraum mit acht Wasserbetten mit Decken. Auch hier japanische Stilelemente und ein angenehmer Duftzusatz in der Luft.

Ein paar Schritte von der Sauna weiter zum Garten findet man ein Duschhaus mit Schwalleimer, Brausen, Schlauch und Tauchbecken vor. Zum Wald hin gelegen schließlich die zweite Außensauna, die 90 °C heiße „Suuri“-Eventsauna. Auch hier sind die Sitzreihen im 90-Grad-Winkel zueinander angeordnet, der große Ofen heizt bei Aufgüssen ordentlich ein. Links neben dieser Sauna ist eine Duschschnecke mit Schwalleimer, rechts daneben in einem gesonderten Gebäude ein Ruhehaus mit überdachten Sitzgruppen aus dunklem Rattan außen und einfacher gehaltenen Betten mit Decken und einem Gasofen innen. Angenehm fand ich sowohl hier wie auch im anderen Ruheraum, daß auf den Betten Nackenstützkissen zu finden waren.

Der Saunagarten ist nicht riesig, aber schön angelegt, mit einem Bachlauf und einem kleinen Teich. Liegegelegenheiten werden geboten (und sicherlich bei entsprechendem Wetter gerne genutzt), und im Sommer ist der unmittelbar angrenzende Laubwald sicherlich eine größere Augenweide als jetzt im Winter. Dafür kommt man im Winter eher in den Genuß der schönen Illumination des Gartens durch Kugellampen in verschiedenen Größen.

Ich habe zwei Aufgüsse besucht, je einen in der Sointi- und in der Suuri-Sauna. Die Düfte waren nicht übermäßig stark, aber auch nicht zu schwach dosiert und erkennbar, und es wurde ordentlich heiß. Das Personal war freundlich und hilfsbereit, das Publikum angenehm ruhig (zumindest in den Ruheräumen und während der Aufgüsse), und man kam sich auch als „Neuling“ in der Anlage trotz überwiegender Stammgäste nicht fehl am Platze vor.

Eine weite Anreise lohnt diese kleine Anlage zwar nicht, aber wer ohnehin einmal in der Gegend ist und ein paar ruhige Stunden in der Sauna verbringen möchte, sollte Differten auf jeden Fall berücksichtigen. Im Saunaführer ist diese Sauna zwar (noch) nicht vertreten, aber mit dem Schlemmerblock für den Bereich Saarlouis/Neunkirchen kommen zwei Personen zum Preis von einer in den Genuß der Anlage. Sie ist täglich geöffnet, montags ist Herren-, dienstags und donnerstags Damensauna, sonst gemischter Betrieb.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Carpesol, Bad Rothenfelde Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
20.2.2017 - 17:17 Uhr
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Das Carpesol liegt inmitten des Kurparks von Bad Rothenfelde bei Osnabrück und kann leicht über die A 33 erreicht werden. Es ist eine neue, moderne Anlage mit einer charakteristischen Glaskuppel. Unmittelbar an der Anlage steht ein Parkplatz zur Verfügung, der jedoch kostenpflichtig ist: Die Thermen-Parkplätze kosten 6 € für den ganzen Tag, Münzgeld wird für den Automaten benötigt; jedoch erhält man am Empfang gleich gegen Vorlage des kleinen Parkschein-Abrisses 5 € wieder erstattet. Außerdem entscheidet man sich dort, ob man nur die Therme besuchen möchte, Therme und Sauna, Therme und Römisch-Irisches Spa oder alles zusammen. Mit dem Gutschein aus dem Saunaführer erhält man Zutritt zu allen genannten Bereichen. Nach Entrichtung des Eintrittspreises erhält man ein Chiparmband, auf das weitere Leistungen und Verzehr gebucht werden, die dann beim Hinausgehen bezahlt werden. Falls man sich noch nicht auskennt, wird kurz erklärt, wo was zu finden ist und wie die Schlösser zu benutzen sind.

Vom Empfang aus gesehen nach rechts geht es zu den Umkleiden, die für alle Bereiche gemeinsam vorgesehen und großzügig gestaltet sind. Es sind große Einzelkabinen bei den U-förmig angelegten Schrankgruppen zu finden. Durch diese offene Gestaltung besteht aber auch der Nachteil, daß Besucher mit Straßenschuhen quasi bis vor die Schwimmhalle laufen können. Eine Putzkraft ist jedoch ständig vor Ort, um größere Verunreinigungen zu beseitigen bzw. gleich zu verhindern. Die Schränke haben verschiedene Größen und Formen; verschlossen werden sie durch Andrücken des Chiparmbandes an den Verriegelungsstift. Wertfächer, die auf die gleiche Weise verriegelt werden, finden sich unmittelbar vor dem Eingang zum Thermenbereich. Hier gibt es sowohl den direkten Zugang zum Thermalbecken als auch Vorreinigungsduschen und Toiletten für Damen links und Herren rechts. Zu beiden Seiten sind Wickelräume und Behindertentoiletten. In der Mitte ist eine Wendeltreppe, die zum Römisch-Irischen Spa, dem Wellness-Bereich und zum Thermen-Bistro im ersten Stock sowie zum Saunabereich in der zweiten Etage führt.

Um in die Saunawelt zu gelangen, muß man auf halbem Wege zwischen erstem und zweitem Stock auf der Treppe ein Drehkreuz passieren und oben angekommen eine Glastür. Sogleich befindet man sich vor der Sitzecke mit Kamin. Nach rechts hin gewandt und sogleich wieder rechts findet man Ablagen für Taschen und Kleinigkeiten vor, einen kleinen Duschbereich, weitere Wertschließfächer sowie die Zugänge zu zwei Ruheräumen und zum Außenbereich. Ich habe des schönen Wetters und der Therme wegen keinen dieser Räume genutzt, aber die Liegen sahen sehr gemütlich gepolstert aus, und es lagen Decken in dem für das Carpesol typische Giftgrün bereit. (Auch viele Fenster der Therme sind grün getönt.)

Läßt man die Taschenablagen hingegen rechts liegen und geht weiter geradeaus, so findet man links zunächst die „Freeden“-Niedertemperatursauna (die ich nicht genutzt habe; alle Saunen sind nach lokalen Besonderheiten benannt). Darauf folgt das „Dörenther“-Dampfbad, das sehr groß ist und über breite Sitzbänke auf zwei Ebenen ebenso verfügt wie über farbchangierende LED-Beleuchtung sowohl an der Decke als auch in Form einer großen Kugellampe über dem Verdampfer. Es ist überdies das bislang einzige mir bekannte Dampfbad, das – wie auch alle übrigen Innensaunen – über Fenster nach außen verfügt (die allerdings stets beschlagen sind, was die Aussicht entsprechend einschränkt, am Tage aber für angenehmen Lichteinfall sorgt). Auf der rechten Seite schließlich ist ein offener Ruhebereich.

Wendet man sich vom Eingang hingegen nach links, so befinden sich auf der linken Seite zwei Ausgänge zum Außenbereich, zweimal vier Fußbecken, getrennt durch einen Eisbrunnen in der Mitte, und man hält auf einen weiteren Ruheraum mit Zugang zum Außenbecken zu. Auf der gegenüberliegenden Seite findet man die „Sparren“ genannte Aufgußsauna des Innenbereichs vor (ca. 90 °C), darauf folgt ein größerer Duschbereich mit verschiedenerlei Brausen und Schwalleimer und die ca. 75 °C warme „Extern“-Sauna mit Salzsteinwänden und Solevernebelung. Die oberste Bank ist hier in erster Linie zum Liegen gedacht und entsprechend breit gestaltet.

Der Außenbereich besteht aus einer Dachterrasse mit Blick auf Therme, Freibad, Stadt und Umland. Pflanzliches Grün findet man keines vor, was aber durchaus seinen Reiz hat. Dominierend ist hier natürlich die Spitze der Kuppel, durch die man, wenn man weit genug auf der breiten Sitz- und Liegebank, die sie umgibt, nach vorne rutscht, auf das Thermalbecken blicken kann. Weiterhin befindet sich hier die Außensauna „Velmers“ (ca. 95 °C) mit großer Panoramascheibe und Blick auf das Thermal-Außenbecken und den Parkplatz. Sie hat auch einen eigenen kleinen Kaltduschenbereich. Es sind auf der Terrasse weiterhin ein paar einfache Kippliegen zu finden, ferner ein kleiner Whirlpool, ein recht großes Tauchbecken mit zwei gegenüberliegenden Einstiegen an den Schmalseiten und ein kleiner, kühler und eigentlich recht überflüssiger „Vitalpool“ mit Sitzbank: Zu klein zum Schwimmen, zu kühl zum Verweilen.

Aufgüsse finden gemäß dem Aushang neben der Kaminecke statt, abwechselnd in der Velmers- und in der Sparren-Sauna. Für das Dampfbad gibt es mehrmals täglich Salzanwendungen, auch hier sind die Zeiten ausgehangen. Ich habe in beiden Aufgußsaunen je einen Aufguß besucht, die beide ordentlich heiß wurden und gute Düfte boten.

Eine Etage tiefer befindet sich die Wellness-Theke mit dem dazugehörigen Bereich links dahinter. Rechts an der Wand ist ein großer Bildschirm mit Bedienungseinheit, wo man sich – sollte die Theke nicht besetzt sein – Anwendungen reservieren und die Bestätigung ausdrucken lassen kann. Links neben diesem Bildschirm gelangt man über ein Drehkreuz in das „Römisch-Irische Spa“, im Prinzip ein weiterer kleiner Saunabereich. Auch hier finden sich Taschenablagen (da das Spa auch unabhängig von der Sauna mitgebucht werden kann und umgekehrt). Ein Saunagang hier ist auf zehn Stationen ausgelegt, die ausführlich an mehreren Aushängen beschrieben werden. Links in diesem Bereich befindet sich die sehr stimmungsvoll eingerichtete Infrarotsauna „Daglind“ (52 °C, hier sind die Saunen nach germanischen Gottheiten benannt): Man sitzt auf dunklen, beheizten Steinbänken (Handtuch unterlegen!) vor einer von sechs Säulen, die von rot-weißen Leuchten gekrönt werden. In den Säulen befinden sich die Infrarot-Strahler, die man mit einem Schalter unterhalb der Strahler selbst einschalten kann. Sie gehen nach ca. 15 Minuten – der empfohlenen Aufenthaltsdauer – automatisch wieder aus.

Hinter „Daglind“ geht es zum kleinen Starksole-Außenbecken (12 %, 32 °C) auf einer kleinen Außenterrasse, die leider etwas ungünstig meist im Schatten liegt. Von der angepriesenen Unterwassermusik hörte ich leider nichts, auch nicht, nachdem die beiden lautstark quakenden Frauenzimmer das Becken verlassen hatten, die bereits zuvor in der 75 °C heißen „Widogard“-Trockensauna volltönend einander ihre Kümmernisse kundtaten. So weiß nun auch ich, daß der einen Dame Payback-Punkte im Wert von 80 € auf betrügerische Art abgeluchst wurden. Besagte Sauna liegt übrigens, wenn man aus dem Solebecken kommt, links hinter einer kleinen Sitzecke und bietet auch breite Liegeflächen in der obersten Reihe.

Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich das Dampfbad „Freya“, für das ständig Salz zur Einreibung bereitsteht (weshalb ich auf eine Salzanwendung im Saunabereich verzichtet habe). Auch dieses Bad ist sehr groß und bietet, etwas versetzt, sogar drei Sitzebenen. Gleich daneben befinden sich verschiedenerlei Duschen mit unterschiedlichen Brausen. Leider waren hier, wie auch im Sauna-Innenbereich, die Duschen stets viel zu warm, selbst wenn man sie auf ganz kalt stellte. Um die Ecke befindet sich ein Stand-Solarium und die „Creme-Station“, wo man nach abgeschlossener Anwendung unter drei Sorten Hautcreme wählen kann. Mehrere Ruheräume nebst einem kleinen Balkon mit Blick auf das Thermen-Außenbecken runden diesen Bereich ab.

Ebenfalls im ersten Obergeschoß befindet sich das Thermen-Bistro für alle Gäste des Hauses, das, zusammen mit dem „Osning“ genannten Restaurant für Nicht-Thermen-Besucher, die gesamte Kuppel in diesem Stockwerk umschließt, so daß man beim Essen einen schönen Blick auf das Thermalbecken hat, was vor allem im Dunkeln sehr eindrucksvoll wirkt. Die Speisekarte bietet neben ständigen Gerichten auch saisonale Küche mit lokalem Bezug. Preislich etwas gehoben, die Portionen aber ausreichend. Es herrscht Bademantelpflicht. Getränke können aber auch in Kunststoff-„Gläsern“ mit in den Saunabereich genommen werden.

Das Herzstück einer Therme ist natürlich das Thermalbecken, das in Bad Rothenfelde kreisförmig rund um einen zentralen Springbrunnen mit Geysir und Fontänen angeordnet ist. Alle halbe Stunde sind sie in Betrieb und bieten einen beeindruckenden Anblick, vor allem, wenn der Geysir bis zur Höhe des zweiten Stocks emporschießt. Abends wird dieser Brunnen auch noch beleuchtet und im Bad zusätzlich Schwarzlicht eingeschaltet. Während das Thermalbecken blau beleuchtet wird, wird der Bodensprudel darin rot illuminiert, so daß es beinahe wirkt, als ob das Wasser koche. Außerdem findet man hier Massagedüsen und Sprudelliegen vor, die gleichfalls regelmäßig in Betrieb sind. Ferner findet man direkt am großen Thermalbecken einen kleinen Whirlpool für fünf Personen vor sowie ein Heiß- und Kaltbecken für Wechselbäder. Rund um die Becken gibt es sowohl einfache Kipp- als auch aufwendigere, gepolsterte Liegen, die z. T. sehr dicht am Beckenrand stehen, wo es kein Geländer gibt. Für Schwimmer gibt es zudem noch ein angenehm kühl temperiertes 25-Meter-Becken. Über einen Einstieg innen gelangt man in das große Außenbecken, das mit Sole gefüllt ist und ebenfalls ein paar Bahnen zum Schwimmen bietet. Ansonsten finden sich auch hier Massagedüsen und Sprudelliegen, außerdem noch ein Strömungskanal in einem abgetrennten Rundbecken.

Das Publikum der gesamten Anlage war angenehm, auch Stammgäste benahmen sich nicht, als hätten sie mit ihrem Eintritt gleich die ganze Sauna gekauft. Männlein und Weiblein waren etwa gleich stark vertreten, auch alle Altersklassen (abgesehen von Kindern, die in Sauna und Spa nicht erlaubt sind) fanden sich in guter Mischung ein. Es mag daran gelegen haben, daß ich an einem normalen Wochentag außerhalb der Ferien die Therme besucht habe, aber sie war zu keiner Zeit in irgendeiner Weise überfüllt (obgleich der Parkplatz schon am Vormittag anderes befürchten ließ). Insgesamt eine empfehlenswerte Sauna, wegen des kärglichen Außenbereiches vor allem für den Winter, da man hier wegen der früh einsetzenden Dunkelheit die schöne Illumination der Therme länger genießen kann. Ich hatte eine ca. einstündige Anreise, die diese Therme durchaus wert war.

Die Sauna hat täglich von 10–23 Uhr geöffnet (Therme und Spa mit anderen Öffnungs- und Schließzeiten), der Tagespreis für die Sauna beträgt 21,70 €, kombiniert mit dem dem Spa 25,90 €; der Thermeneintritt ist jeweils inbegriffen. In der Sauna herrscht täglich gemischter Betrieb, im Spa hingegen ist montags Damentag.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Loma-Sauna im Nettebad, Osnabrück Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
20.2.2017 - 21:08 Uhr
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Das Osnabrücker Nettebad ist über die A 1/B 68 zu erreichen, der Weg ist ausgeschildert. Ein großer, kostenloser Parkplatz ist vor dem Bad vorhanden. Über eine breite Rampe gelangt man zum Eingang. Die Schwimmbadkasse befindet sich rechts, Saunagäste wenden sich dagegen an die kleinere Theke links. Man erhält ein Chiparmband, worauf neben dem Eintritt weitere Leistungen wie Verzehr gespeichert werden und womit die Schränke verschlossen werden. Für gewöhnlich wird als Eintritt der Grundpreis von 15,20 € für zweieinhalb Stunden Aufenthalt berechnet, bleibt man länger, wird halbstündlich bis maximal zum Tagespreis von 20,60 € ein Zuschlag erhoben. An Wochenenden und Feiertagen werden zusätzlich 2,00 € verlangt. Bezahlt wird alles erst beim Hinausgehen, entweder an einem EC-Automaten oder bar an der Kasse. Erstbesucher erhalten eine ausführliche Erklärung der Anlage.

Hinter dem Empfang gelangt man zu den Sammelumkleiden, die für Damen und Herren getrennt sind. Es schließen sich Toiletten und Vorreinigungsduschen an. Tritt man aus der (Herren-) Umkleide hinaus in Richtung Sauna, steht man zunächst auf einem Flur. Nach links geht es zum Wellness-Bereich, nach rechts ist eine Treppe für den Zugang zum Schwimmbad. Geradeaus ist eine schwere Holztür, durch die man zur Sauna gelangt: Links hinter ein paar Taschenablagen sind Wertfächer vorhanden, für die man einen Euro Pfand benötigt. Rechts befindet sich sodann der Gastronomiebereich. Dort sind gemütliche Sitzgelegenheiten vorhanden, Speisen und Getränke sind recht günstig, mit der Bademantelpflicht nimmt man es nicht allzu genau.

Geradeaus führt eine Treppe zum Untergeschoß der Saunawelt, nach links hin gelangt man zur 90 °C heißen „Kuuma“-Sauna, in der außerhalb der Aufgußzeiten Gespräche ausdrücklich erlaubt sind. Der Ofen sitzt zentral, links sind drei, rechts vier Sitzebenen vorhanden. Nach innen wie außen wird die Sauna über zwei große LED-Paneele mit Farbwechsel beleuchtet. Es folgen im Uhrzeigersinn der Saunazugang, der der Damenumkleide am nächsten liegt, ein weiterer Eintritt zum Wellness-Bereich durch eine Schiebetür, ein gut ausgestatteter Abkühlbereich mit Eisbrunnen und Tauchbecken, ein Ruheraum mit „absoluter Stille“, ein Ausgang zum Saunagarten über eine Stahltreppe, ein offener Ruhebereich mit einfachen Kippliegen sowie eine Schiebetür zu einem weiteren Ruhebereich mit Ledersesseln und Lesestoff. An dessen anderem Ende ist eine weitere Schiebetür zum Restaurant hin. Mittig in diesem Bereich sind in einem geschlossenen Rondell sechs Fußbecken vorhanden.

Im Untergeschoß befinden sich – von der Treppe aus gesehen rechts angefangen gegen den Uhrzeigersinn – zwei Solarien sowie eine Wasserstrahl-Massageliege (die jeweils gegen Aufpreis zu nutzen sind), Taschenregale, davor ein offener Ruhebereich mit Kippliegen, Ausgänge zum Garten, die 85 °C warme „Ruusu“-Sauna, die „Valo“-Niedertemperatursauna mit Kugelbrunnen, die beiden Dampfbäder: „Löyly“, gefliest und mit Sternenhimmel, und „Tähti“, bei der auch ständig Salz bereitstand und die leider mit ihren ungemütlichen Kunststoffsitzen angesichts der sonstigen Ausstattung dieser Saunawelt etwas unpassend wirkt. Abgeschlossen wird dieser Teil der Saunalandschaft durch einen weiteren kompletten Abkühlbereich mit Schwalleimer und Tauchbecken. Auch hier ist in der Mitte ein Rondell mit Fußbecken, allerdings offen und oben von einem riesigen LED-Paneel mit Farbwechsel beleuchtet. Unterhalb der Treppe ist ferner noch der Durchgang zum Schwimmbad.

Im Saunagarten liegt zentral ein beheiztes, halbrundes Solebecken an einem Holzliegedeck. Rundherum gelegen, gegen den Uhrzeigersinn: Ein kleiner Whirlpool, der von den Gästen selbst eingeschaltet werden kann, ein Ruhehaus mit gepolsterten Liegen mit Decken und Betten sowie die 95 °C heiße „Takka“-Sauna mit zentralem Kamin. Die niedrig temperierte „Meri“-Sauna liegt erhöht und ist über eine breite Treppe zu erreichen; sie ragt über den Saunagarten hinaus und bietet einen schönen Blick auf die Netteauen. Acht breite Bänke in unterschiedlicher Höhe laden hier mehr zum Liegen denn zum Sitzen ein, und es gibt in regelmäßigen Abständen automatische Aufgüsse. Da diese Sauna in ein Naturschutzgebiet hineinragt, wo nachts nichts beleuchtet werden darf, wird nach Einbruch der Dunkelheit eine Leinwand herabgelassen, auf die dann Filme projiziert werden.

Es folgt ein Naturbadeteich, der von dem Bach gespeist wird, der durch den Garten fließt, sowie die auf 90 °C geheizte „Talo“-Sauna für bis zu 40 Personen, ähnlich aufgebaut wie die „Kuuma“-Sauna innen mit zentralem Ofen und zwei Eingängen. Sie verfügt über einen weiteren, kompletten Abkühlbereich mit Tauchbecken. Der Boden dort ist gekiest, die Mauer aus Naturstein. Außerdem gibt es im Garten noch einen überdachten Liegebereich sowie etliche verschiedene Sitz- und Liegegelegenheiten rund um den Bach als auch auf den kleinen Liegewiesen.

Im Eintrittspreis für die Sauna enthalten ist der Zutritt zum Bad, der über ein Drehkreuz erfolgt. Dahinter einmal scharf links abbiegen, und man hält auf die Vorreinigungsduschen für das Bad zu. Hier ist neben einem 50-Meter-Schwimmbecken mit 1- und 3-Meter-Sprungbrett sowie einem 25-Meter-Lehrschwimmbecken das Spaßbad mit kleinem Wellenbecken, Strömungskanal, Massagedüsen, Wasserspeiern, Wasserpilz und Sprudelliegen. Es ist außerdem ein sehr kleines Kinderbecken vorhanden sowie zwei mittelgroße Whirlpools. Im Sole-Außenbecken sind Bodensprudel und Sprudelliegen vorhanden.

Der Glanzpunkt des Bades dürfte jedoch der Rutschenpark sein. Neben der Edelstahl-Innenrutsche, die ins Erlebnisbecken mündet, sind vier weitere Rutschen über einen separaten Turm zu erreichen: Eine Reifenrutsche mit rundem Zwischenbecken, die „Black Hole“-Rutsche, eine Trichterrutsche, in der im Trichter verschiedene Szenerien an die Decke projiziert werden können, sowie die „Sloop“-Rutsche. Sie ist nicht ständig zugänglich, da sie vom Personal bedient und beaufsichtigt werden muß. Man steht hier in einer geschlossenen Kabine und fällt durch eine Falltür etliche Meter tief, ehe man den ersten Wasserkontakt hat und mit hoher Geschwindigkeit ins Landebecken rutscht.

Die Kontraste zwischen Erlebnisbad und Saunawelt könnten größer kaum sein: Während es im Bad erwartungsgemäß sehr laut und lebhaft zugeht, ist in der Sauna Ruhe angesagt. Angenehme Gäste und freundliches Personal sorgen neben dem sauberen Ambiente für einen behaglichen Aufenthalt. Ich habe zwei Aufgüsse besucht, die beide ordentlich einheizten und gute Düfte boten. Im Obergeschoß ist der Plan an der Aufgußsauna angebracht, im Untergeschoß am Ausgang zum Garten. Die Sauna ist täglich von 9–23 Uhr geöffnet, wobei der Montag den Damen vorbehalten ist.

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Stamm Sauna
26.2.2017 - 9:22 Uhr
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Zitat von mami:
Kann dann sein im nächsten Saunaführer ist das Koi evtl. mit aufgelistet.


Das Koi ist mittlerweile im Saunaführer 4.6 mit einem Partnergutschein für die Tageskarte aufgeführt, der auch am Wochenende gilt.

Gestern habe ich das Koi noch einmal aufgesucht und drei Aufgüsse in der Schloßbergsauna besucht, die alle recht verschieden waren, aber doch eines gemeinsam hatten: Sie wurden sehr heiß.

Vorab: Freunde absolut stiller Aufgüsse werden in Homburg nicht glücklich, es geht hier sowohl seitens des Publikums als auch des Personals sehr lebhaft, aber durchweg freundlich zu. Ruhige Ecken findet man aber auch bei höherer Auslastung ohne Probleme. Am Hamam wurde dieses Mal Zucker mit Kokosduft bereitgestellt.

Zu den Aufgüssen: Der erste wurde von zwei Aufgießern durchgeführt, einem Herren mit Fahne (in der Hand, nicht aus dem Mund), der den von der Dame soeben erzeugten "Löyly" im Raum verwedelte, während letztere nach erfolgtem Aufguß im Takt der Musik (offenbar ein Muß in der Schloßberg-Sauna) die Gäste mit einem Handtuch abschlug und dafür auch höher durch die Reihen ging. Der Duft war Menthol mit Johannisbeere "Südhanglage".

Der zweite wurde nur von einem Saunameister durchgeführt. Er wurde als "Indianer-Aufguß" angekündigt, was bedeutete, daß erst zwei Eimer, dann noch mal zwei Gießkannen ohne Verwedeln aufgegossen wurde. Der Duft war Weizenbier (man sitzt in Homburg schließlich an der Quelle), nach dem letzten Tropfen aus der Gießkanne wurde dann noch mit einem riesigen Schirm der Dampf verwirbelt. Als Zugabe gab es anschließend noch Pinnchen mit Malzbier.

Der dritte Aufguß schließlich wurde gar von drei Saunameistern durchgeführt, einer Dame und zwei Herren. Die Beleuchtung wurde zuvor ausgeschaltet und statt dessen bunte LED-Lampen in der Sauna verteilt. Hier wurde dann mit Fahne, Fächer und Schirm der Minzeduft verwedelt; die Dame ging mit dem Fächer auch noch auf die mittlere Bank und wedelte das weiter unten sitzende Publikum auch noch sehr effektvoll von hinten an. Es gab auch "Szenenapplaus".

Der Altersschnitt des Publikums erschien mir auch gestern weit unter dem der umliegenden Saunen und ist bunt gemischt; im letzten Aufguß saß u. a. auch eine Familie mit zwei ca. vier und acht Jahre alten Kindern oder auch ein französisches Paar.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Vitalis, Weiskirchen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
7.3.2017 - 19:33 Uhr
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Dieser "Aufgußmarathon" ist allerdings eher für das Personal eine sportliche Herausforderung:

Um zehn Minuten vor der vollen Stunde findet zunächst ein "stiller" Aufguß ohne Verwedeln innen in der Aromasauna statt. Anschließend ist zur vollen Stunde dann der Aufguß in der Lehm-Sauna in drei kurzen (ca. fünf Minuten), heißen Runden mit Verwedeln. Steht im Plan "Event" unter dem Aufguß, gibt es Zugaben. Um zehn nach ist dann der Wenik-Aufguß, gleichfalls in drei kurzen Runden und wiederum sehr heiß. Schließlich hat man um zwanzig nach dann noch im Dampfbad die Wahl, ob man sich mit Salz, ölivenölgetränktem Zucker oder Honig einschmieren möchte.

Ich war an Rosenmontag in Weiskirchen, und da war es erwartungsgemäß sehr voll. Durch diese Art, kurz hintereinander Aufgüsse in verschiedenen Saunen durchzuführen, wird der Teilnehmerstrom etwas entzerrt, und man bekommt so noch einen Platz im Aufguß, ohne schon lange vorher die Kabinen aufsuchen zu müssen. Beim Dampfbad bot die Vitalis-Dame sogar draußen wartenden Gästen (weil drinnen alles besetzt war) an, später noch mal wiederzukommen, damit auch sie in den Genuß der Einreibungen kämen. Vom jeweils ersten und letzten Gast wird übrigens erwartet, daß er das Dampfbad reinigt, was auch gut funktioniert.

Lediglich in Sachen Handtuchablagen müßten die Weiskircher mal handeln, am späten Nachmittag waren sämtliche Haken besetzt, tw. sogar doppelt (an dieser Stelle herzlichen Dank an den Kettenraucher, der auch mein Trockenutensil an seinem Duft der großen, weiten Welt teilhaben ließ)…

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Thermen & Badewelt Euskirchen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
11.3.2017 - 22:50 Uhr
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Nach über einem Jahr und dank einem Gutschein habe ich mich noch einmal in die Badewelt Euskirchen gewagt. Sie ist nun soweit fertiggestellt und keine halbe Baustelle mehr wie bei meinem ersten Besuch Ende 2015.

Dies fängt schon beim Parkplatz an: Alles geteert und mit Markierungen und Höhenbegrenzern versehen. Die Eingangshalle hingegen ist immer noch von erschreckender Leere. An den Umkleiden keine heraushängenden Kabel mehr von der Decke, im Palmenparadies feste Umrandungen an den Löchern, aus denen die Palmen ragen, so daß man nicht mehr hineintreten, sondern sich allenfalls die Zehen stoßen kann, wenn man zu entsprechender Ungeschicklichkeit neigt. Überhaupt war dies die letzte „Baustelle“ im Palmenparadies, das schon bei meinem ersten Besuch ansonsten gänzlich fertiggestellt war. Lediglich der Übergang zum Hallenbad bei den „Quellen der Gesundheit“ sieht immer noch irgendwie improvisiert aus.

Die eigentlichen und wohl nicht nur für mich weitaus interessantesten Veränderungen hingegen fanden im Bereich der Vitaltherme und der Sauna statt: Der textilfreie Bereich des Außenbeckens, der zuvor noch nahtlos mit dem des Palmenparadieses verbunden war, ist nun durch eine blickdichte Kunststoffwand vom textilen Beckenbereich abgetrennt. Sieht leider auch eher improvisiert aus. Von den Sprudelliegen in diesem Becken aus blickt man nun statt auf eine Matschgrube mittlerweile auf einen kleinen See mit drei großen Springbrunnen, die den ganzen Tag in Betrieb sind und deren Formgebung an Muscheln erinnern soll. Abends werden sie stimmungsvoll beleuchtet.

In den bereits 2015 vorhandenen Saunen ist die Hitze nun in der Luft, wo sie hingehört, statt im Fußboden, die Kinosauna spult ihr Programm gleichfalls zuverlässig, wenngleich meist vor leeren Rängen, ab; die Toiletten sind nun zugänglich, und es wurden Taschenregale rings um die „Ruheinsel“, die weiterhin den Charme einer provisorischen Zeltstadt versprüht, aufgebaut. Deren Fächer sind jedoch zumindest für meine Saunatasche zu schmal. Die Handtuchaufhänger aus Holz fallen auch nicht mehr aus ihrer Verankerung. Von der Calla-Dusche aus gelangt man noch zu einem kleinen Außenbereich, Handtuchhalter sind mittlerweile vorhanden sowie ein Eisbrunnen. Und man hat aus der Fehlplanung in Sachen Duschen von Sinsheim gelernt und noch zwei weitere Duschbereiche eingerichtet, einen hinter dem Starksolebecken sowie einen weiteren im neuen Saunabereich. Auch ein warmes Fußbad neben dem kalten Kristallbecken ist nun in Betrieb. Es bietet acht Sitze (woran gewiß etliche Silikonhersteller ein Vermögen verdient haben, so wie die Übergänge von Sitz zu Lehne zugekleistert wurden) in vier Zweiergruppen. Am Übergang zum Sauna-Erweiterungsbau ist ein großer Flachbildschirm mit Aufgußplan.

Besagte Erweiterung ist im gräzisierend-romanisierend-kitschigen Stil gehalten, wobei die Wandbilder mit ihrer 3D-Optik durchaus beeindruckend sind. Wichtiger für den Besucher sind jedoch die Saunen, und hier finden sich rechter Hand die 70 °C warme Tropensauna mit Blick auf eine Vogelvolière (wobei die Vögel meist auf dem Boden herumhopsten) und gleich daneben die auf 75 °C geheizte Meditationssauna mit Blick auf die Schmalseite der Volière. Links folgen nun je zwei Damen- und Herren-Toiletten, die einen herrlichen Blick auf das „Auennebel“ genannte Dampfbad bieten und umgekehrt: Hier wird man gleich gewahr, welcher Schmutzfink sich nach dem stillen Örtchen nicht die Hände wäscht! Aber nur, wenn der Auennebel nicht in voller Aktion ist: Dann ist der Dampf darin so dicht, daß man keine zwanzig Zentimeter weit sehen kann! Mehrmals täglich werden hier Salzeinreibungen angeboten, und praktischerweise befindet sich gleich nebenan ein weiterer Duschbereich, jedoch seltsamerweise zum größten Teil mit Warmduschen. Es folgt, immer noch links, die mit 90 °C heißeste neue Sauna, die Apollon-Sauna. Den Abschluß bildet die wie in Sinsheim riesige, aber doch nicht ganz so große Koi-Sauna mit Blick auf ein Aquarium und einem direkten Zugang zum Außenbereich.

Dieser ist wesentlich größer als in Sinsheim und bietet auch eine schönere Aussicht auf den See. Liegegelegenheiten werden hier reichlich geboten. Selbstverständlich gibt es zu diesem Bereich auch andere Zugänge als durch die Koi-Sauna. Aufgüsse dort werden zu zweit durchgeführt und führen dem Gast eindrucksvoll das Problem vor Augen, das sämtliche Saunen dieser Anlage plagt: Man hat das Kunststück vollbracht, daß die Schwitzräume gleichzeitig zu groß und zu klein sind. Zu klein, weil sie durch unpraktische Designsperenzchen Platz verschenken und somit weniger Leute reinpassen als eigentlich möglich wäre, zu groß aber in ihrer Höhe. Sämtlicher Dampf von den Öfen verflüchtigt sich gleich nach ganz oben, und bis die Saunameister mit ihren Fächern bei mir oben ankamen (die Koi-Sauna hat fünf Sitzebenen), kam nur noch lauwarme Luft ohne Feuchtigkeit an, die mich auch noch eher kühlte als erhitzte. Da die Öfen auch nur für die Aufgüsse benötigt werden (die Saunen werden durch Heißluftgebläse warm), sind sie auch nicht so heiß wie übliche Saunaöfen, was ich bei einem weiteren Aufguß in der Apollon-Sauna bemerkte, wo die Eisbälle mehrere Minuten brauchten, um gänzlich zu schmilzen.

Was mir weiterhin negativ auffiel (was aber bei nahezu allen Saunaanlagen der Fall ist): Es gibt keine vernünftige Gelegenheit, sein Handtuch zu trocknen (sieht man mal von den zwei sehr versteckt inmitten des Liegebereichs der Vitaltherme stehenden Handtuchhaltern mit Belüftung für je ca. fünf Handtücher ab), und die Handtuchhaken sind immer noch zu wenig, v. a. am Einstieg zum Saunapool. Gleichfalls für eine Anlage dieser Preisklasse unangemessen ist m. E. das Restaurant, wo man alles selbst auf dem Tablett balancieren („Wollensen Becher zur Cola?“) und hinterher abräumen muß. Das hat doch eher Imbißbudencharakter, zumal die Preise nicht einmal günstiger sind als z. B. in Rheinbach oder Mechernich (jeweils mit Bedienung). Zartbesaitete aus der Bademantelfraktion laufen hier zudem Gefahr, der einen oder anderen nur vom Handtuch verhüllten Person ansichtig zu werden und sollten sich entsprechend mit dem Gesicht zur Wand setzen.

Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn die Anlage ist in der Umgebung natürlich einzigartig und ansonsten sehr gepflegt, es wird wie gehabt ständig gewischt und gewienert. Die Rutschfestigkeit der Bodenfliesen ist vorbildlich. Wenn man außerdem die Gelegenheit hat, an einem normalen Werktag außerhalb der üblichen Massensaunazeiten im Dezember/Januar die Badewelt zu besuchen, hat es schon fast einen privaten Charakter, zumal wenn man die Saunen außerhalb der Aufgußzeiten aufsucht. Die Kino-Sauna z. B. hatte ich eine gute halbe Stunde für mich allein (lag aber vielleicht auch am Film). Was mir ebenfalls auffiel, war, daß nach 17 Uhr die Zahl der Gäste nicht etwa mehr wurde (nur im Palmenparadies), sondern stark abnahm. Klassische Feierabendsaunierer suchen wohl weiterhin die günstigeren Saunen des Umlandes auf.

Insgesamt hat mir der Aufenthalt diesmal wesentlich besser gefallen als beim ersten Mal, so daß ein weiterer Besuch, zumal im Sommer, wenn der Außenbereich richtig genutzt werden kann, auf jeden Fall in Frage kommt.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Emser Therme, Bad Ems Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
11.3.2017 - 23:45 Uhr
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Dr.Sauna Ranking


Nachdem ich herausgefunden habe, wo man in Bad Ems in noch angemessener Nähe zur Therme parken kann (Insel Silberau am Tennisplatz, ca. 800 m von der Therme entfernt, aber angenehm zu gehen, da es ohnehin nur an der Lahn entlanggeht – und satte fünf Euro Ersparnis ist mir dieser Weg durchaus wert), habe ich auch dieser Sauna mit über einem Jahr Abstand noch einmal einen Besuch abgestattet.

Derzeit wird hier kräftig um- bzw. angebaut: Im Saunagarten soll ein Kaltbecken entstehen, außerdem noch Ruheräume sowohl für die Sauna als auch die Therme; v. a. für erstere sind diese auch dringend nötig, da schon bei geringem Besucheraufkommen schnell alle Plätze besetzt sind. Zwar wird der Saunabetrieb hiervon nicht beeinträchtigt, aber natürlich hat man den lieben langen Tag dadurch den Baulärm zu gewärtigen und daß ein Sichtschutz vor den Bauarbeitern besteht, ist wohl eher ein frommer Wunsch: Wenn ich die sehe, sehen die mich ja wohl auch…

Ansonsten hat sich an der Emser Therme baulich bislang noch nichts geändert. Dafür wohl bei den Aufgüssen: Ich habe drei davon besucht (jeweils bei einem anderen Saunameister) und konnte bei allen die Düfte herauskennen. Der erste Aufguß in der Gartensauna war von der Hitzeentwicklung moderat, der zweite in der Flußsauna dafür um so heftiger. Aufgrund des schönen Wetters war auch ein Sonnenbad im Außenbereich der Flußsauna möglich. Die Bar dort öffnet freitags bis sonntags am späten Nachmittag, just zu der Zeit, als ich Aufguß Nr. drei besuchte, wo Aufgießer Nr. zwei neben mir saß (und dafür hinterher von der Chefin an der Saunabar ausgemeckert wurde) und Aufgießer Nr. drei zur dritten Runde neben Mentholkristallen auch noch ein selbstgesungenes Lied im Gepäck hatte… Auch hier wurde es wieder ordentlich heiß, wobei vor der dritten Runde nochmals Frischluft hineingewedelt wurde. Es wurde vor jedem Aufguß Obst herumgereicht, an den Resten konnte man sich danach nochmals bedienen.

Auf Sauberkeit wird hier viel Wert gelegt, den ganzen Tag geht eine Putzkraft umher und wischt den Boden oder wienert die Glastüren. Leider sind die Bodenfliesen viel zu glatt, vor allem im Thermenbereich, wo sie häufig feucht sind. Das Problem mit den nicht genügend vorhandenen Handtuchaufhängern und mangelnden Trocknungsmöglichkeiten besteht hier auch weiterhin.

An der Saunabar kann man Kleinigkeiten wie Obst oder Brezeln, aber auch Flammkuchen essen, ein richtiges Restaurant gibt es jedoch nur im Thermenbereich (auch hier muß also die Bademantelfraktion stark sein ob der vielen unverhüllten Tatsachen). Bei einem Eintrittspreis von 24 € für die Tageskarte und den eher gehobenen Preisen der Gastronomie sollte man eigentlich erwarten, daß hierfür auch eine Bedienung drin wäre, aber nichts da: Hier muß man imbißbudengleich seine Speisen und Getränke erst an der Theke ordern und dann selbst abholen und mitnehmen. Abräumen muß man freilich auch selbst.

Insgesamt also weiterhin weder eine Spitzentherme noch eine Spitzensauna, aber für einen erholsamen Tag (sofern man nicht gerade am Wochenende geht) allemal gut, v. a. wenn man auch noch den Außenbereich bei schönem Wetter nutzen kann.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Moseltherme, Traben-Trarbach Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
28.5.2017 - 12:06 Uhr
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Dr.Sauna Ranking


Die 1995 eröffnete Moseltherme liegt im Traben-Trarbacher Stadtteil Bad Wildstein. Sie ist zwar innerhalb des Ortes ausgeschildert, man muß jedoch auf eine für Moselorte typische Fahrt durch enge, gewundene Gäßchen gefaßt sein. Unterhalb der Therme gibt es einen kleinen Frauen-/Mutter-und-Kind-Parkplatz, oberhalb von ihr einen größeren, der von alten Bäumen beschattet wird. Ein schmaler Fußweg kürzt den Weg zur Therme ab, vor der weitere Parkplätze für Behinderte vorhanden sind.

An der Kasse erhält man für den Eintritt eine Pappkarte für ein Drehkreuz. Sie wird auch für den Spind benötigt. Gegen 10 € Pfand (nur in Bar) ist ein Wertfachschlüssel (entweder für ein Fach gleich am Eingang oder bei der Cafeteria) erhältlich. Man kann als Saunagänger wählen, ob man nur die Sauna oder auch die Therme besuchen möchte. Die Unterscheidung erfolgt durch verschiedenfarbige Papierbänder, der Preisunterschied beträgt immerhin 4 €.

Die Umkleiden für Sauna und Bad sind nicht getrennt, einige Kabinen sind aber sehr geräumig. Als Saunagänger wendet man sich sodann nach rechts und geht die Treppe hoch, die im Bereich der Cafeteria ins Bad führt. Dort befindet sich auch die Tür zur Sauna. Man durchquert hier zunächst einen kleinen Zwischenraum mit einem Spiegel und kleinen Schließfächern und gelangt durch eine weitere Tür schließlich in den Saunabereich.

Hier befinden sich, links angefangen und im Uhrzeigersinn zunächst die Infrarot-Salzsauna mit Solevernebelung, die Toiletten und die warmen Vorreinigungsduschen, ein offener Ruhebereich mit Taschenablagen und einfachen Kippliegen, an den sich der große Wintergarten anschließt. Es folgt ein komplett ausgerüsteter Kaltduschbereich, der Durchgang zur Außenanlage und die restlichen Saunen: Zunächst die 90-Grad-Trockensauna mit zwei Sitzebenen, die 80-Grad-Aufgußsauna mit bis zu drei Sitzebenen, die asymmetrisch angeordnet sind. Hier finden stündlich Aufgüsse statt, die mittels einer Plexiglaskladde angezeigt werden. Es folgt das 48 °C heiße Dampfbad, komplett gekachelt und mit zwei Sitzebenen und schließlich die 60 °C warme Biosauna mit zwei Sitzebenen und Farbwechsel-Beleuchtung. Den Abschluß bildet ein weiterer kleiner Ruhebereich mit Taschenablagen. Mittig befindet sich das Tauchbecken und eine großzügige runde gekachelte Sitzbank mit sechs Fußbädern. Die Sauna wurde 2011 renoviert, und speziell den Kabinen sieht man das auch an. Bis auf die Aufgußsauna (die ca. 40 Leute faßt) sind alle zwar recht klein, aber sehr sauber und modern eingerichtet.

Die Aufgüsse finden nach Plan stündlich statt. Die in einer Google-Rezension geäußerte Meinung, daß die Mitarbeiter hier vollkommen unmotiviert zu Werke gingen, kann ich nicht bestätigen. Ich habe zwei Aufgüsse besucht, die von verschiedenen Mitarbeitern durchgeführt wurden, die alles andere als „unmotiviert“ waren. Der erste hatte nur diesen einen Aufguß durchzuführen und ihm war sehr daran gelegen, den Gästen ordentlich einzuheizen, was ihm auch gelungen ist. Der zweite war ein Salzaufguß, wo nach zwei Runden an den Kaltduschen Salz ausgegeben wurde und eine weitere Runde – wiederum sehr heiß – aufgegossen wurde. Da an diesem Tag kaum Besucherandrang herrschte, war es auch problemlos möglich, einen Platz zu ergattern.

Der Außenbereich ist auf den ersten Blick eine herbe Enttäuschung: Es handelt sich hierbei um eine schmale Terrasse mit ein paar Plastikstühlen und -liegen. Noch dazu ist hier ein lautstarkes Gebläse untergebracht. Geht man allerdings um die Ecke außen am Wintergarten vorbei, findet man am Ende rechts eine schmale Treppe vor, die zu einer ca. 80 m² großen Liegewiese führt, wo sich auch ein paar Liegen, teilweise mit Bespannung, befinden. Alte Bäume spenden Schatten, und von den Liegen aus sieht man nur die Dachspitzen der Therme und ansonsten: Wald, Wald, noch mehr Wald und (man ist schließlich an der Mosel) Weinreben.

Die Therme, die optional mitgebucht werden kann, bietet ein kleines Innenbecken mit 32 °C. Hier findet man Sprudelliegen und -sitze, Massagedüsen sowie eine kräftige Schwalldusche vor. Am hinteren Ende ist auch ein kleiner Whirlpool mit 36 °C warmem Wasser vorhanden sowie eine Eßecke für Selbstversorger. An der gegenüberliegenden Seite ist ein Kleinkindbereich mit einer kleinen Rutsche. Die Cafeteria hat eigene Öffnungszeiten und eine kleine Speisekarte zu Normalpreisen. In einer separaten Halle befindet sich das auf 28 °C temperierte 25-Meter-Schwimmbecken mit drei Bahnen. Es ist aus Edelstahl gefertigt, ebenso wie das 32 °C warme Außenbecken. Hier befindet sich ein sehr starker Bodensprudel und ein paar Massagedüsen. Außerdem ist eine Liegewiese mit Sonnenschirmen vorhanden mit fast derselben schönen Aussicht wie von der Sauna-Liegewiese.

Insgesamt bieten zwar weder Therme noch Sauna etwas, was eine weite Anreise lohnt, aber wenn man sich schon einmal im Bereich Wittlich/Cochem/Bernkastel-Kues befindet, sollte man – zumal bei schönem, warmem Wetter, wenn der Außenbereich genutzt werden kann – auf jeden Fall einen Besuch einplanen. Im Gegensatz zu den meisten Thermen sind Kinder hier wie auch in der Sauna ausdrücklich erwünscht (obgleich ich in der Sauna keine gesehen habe, es war aber ohnehin kaum etwas los). Für Saunaneulinge werden auch monatlich Schnupperkurse angeboten für den reduzierten Preis von 8 €.

Der reguläre Eintrittspreis für die Sauna beträgt 10,50 €, will man die Therme ebenfalls nutzen, sind 14,50 € fällig. Es gibt hier im Gegensatz zur Therme nur Tagespreise. Die Sauna ist regulär täglich ab 15 Uhr geöffnet (außer an Wochenenden und Feiertagen, dann bereits ab 10 Uhr) und wird montags um 21, dienstags/mittwochs um 22 sowie donnerstags/freitags um 24 Uhr geschlossen. Die Ausnahmen bilden wiederum die Wochenenden, wo schon um 18 Uhr Schluß ist. Dienstags ist Damensauna, vom Mai bis September bleibt donnerstags die Sauna geschlossen.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Südpfalz-Therme, Bad Bergzabern Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
3.6.2017 - 18:22 Uhr
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Dr.Sauna Ranking


Die Südpfalz-Therme liegt an der B 427, die die Hauptstraße in Bad Bergzabern darstellt. Am besten parkt man am „Haus des Gastes“ (der Ausschilderung zu P6 folgen), wo man ein kurzes Stück durch den Kurpark laufen muß, um zur Therme zu gelangen. Das Tagesticket fürs Parken kostet 3 €, wovon man die Hälfte gegen Vorlage des unteren Abrisses erstattet bekommt.

Am Empfang erhält man ein Armband mit rotem Chip, die aufgedruckte Nummer gibt den vorgegebenen Spind an. Erstbesucher erhalten eine kurze Erklärung, wo was ist. Hinter dem Drehkreuz rechts befinden sich die Wertfächer, die mit dem Chip verschlossen werden können. Es ist also kein weiteres Kleingeld nötig, und die Fachwahl ist frei. Bedingt durch die Nähe zu Frankreich (die Grenze ist keine zehn Kilometer entfernt) sind sämtliche Beschreibungen und Hinweistafeln zweisprachig deutsch-französisch.

Zu den Saunaumkleiden muß man ein halbes Stockwerk treppauf (es stehen aber auch in der gesamten Anlage Fahrstühle zur Verfügung) und kann sich dann entweder in einer Einzelkabine oder in nach Damen und Herren getrennten Sammelumkleiden umziehen. Dahinter geht es vorbei an je zwei Wasserbetten und Massageliegen sowie einer Infrarotkabine (dies alles steht auch den Thermengästen zur Verfügung) eine weitere halbe Etage aufwärts, läßt zwei kostenlose Trainingsgeräte links liegen und hält auf die Glastür zum Saunabereich zu. Sie stellt die einzige Hürde hierhin dar, eine Durchgangskontrolle mittels Drehkreuz erfolgt nicht. Saunabesucher sind durch ihren roten Chip gekennzeichnet, die reinen Thermenbesucher haben einen blauen.

Hinter der Tür erwarten den Gast zu beiden Seiten relativ tiefe Taschenregale sowie die nach Geschlechtern getrennte Toiletten und Vorreinigungsduschen. Hält man sich sodann nach rechts, findet man rund um den zentral liegenden Whirlpool gegen den Uhrzeigersinn vor: Vier Fußbecken vor rot gekachelten Sitzbänken, das 48 °C warme, „Montanus-Grotte“ genannte Dampfbad, für das zu bestimmten Zeiten Salz und Honig zur Einreibung bereitgestellt werden, ein vollständiger Abkühlbereich inklusive Tauchbecken, Schwalleimer und zwei Erlebnisduschen mit je drei Programmen, ein offener Ruhebereich sowie der Zugang zum Sauna-Dachgarten.

Es folgt ein Schlafraum, der zwar recht groß und hübsch eingerichtet ist, aber lediglich einfache Kippliegen ohne Decken bietet, sowie weitere vier Fußbecken. Die 60 °C warme Bio- und die auf 75 °C geheizte Rosensauna komplettieren das Trio der Schwitzräume innen, gefolgt von einem Handtuchhalter mit ausklappbaren Stangen; der Sauna-Bistrobereich bildet den Abschluß. Die Speisekarte ist hier leider etwas eingeschränkt, da die Speisen mühselig aus dem Bad-Bistro, das sich praktischerweise ganz am anderen Ende des Gebäudes einen Stock tiefer befindet, herangekarrt werden müssen. Allerdings sind die angebotenen Speisen sehr schmackhaft. Frischlufthungrige können sich auf die Gastro-Terrasse setzen, von wo aus sie einen herrlichen Ausblick auf die Bundesstraße haben (der aber, so viel muß zugestanden werden, aufgrund der umliegenden Bebauung mit Fachwerk- und anderen historischen Häusern und reichlich Bäumen rundherum durchaus seinen Reiz hat). Die Gastronomie wird extern betrieben und auf eine Bademantelpflicht gepflegt geschissen.

Der Sauna-Dachgarten bietet den umliegenden Anwohnern in den oberen Geschossen der angrenzenden Gebäude einen herrlichen Blick auf die Saunabesucher, die sich auf zahlreich aufgestellten Liegen niederlassen können. Das Duett der Außensaunen besteht aus der geräumigen, 90 °C heißen „Winzer-Schwitze“, die äußerlich einem Fachwerkhaus nachempfunden ist, sowie der „Duwwak-Schwitze“, die 80 °C aufs Thermometer bringt. Aufgüsse finden in der Regel in diesen beiden Saunen statt, bisweilen auch innen in der Ruusu-Sauna. Ganz am Ende des Dachgartens befindet sich noch ein kleiner Ruheraum mit Schaukelliegen, je zur Hälfte Einzel- und Doppelliegen. Zwischen den Außensaunen ist ein kleiner Duschbereich mit Kneippschläuchen, ein Handtuchrondell aus Edelstahl mit eigenem kleinen Dach (etwas, das ich schon in weitaus teureren Saunaanlagen vermißt habe) sowie gegenüber ein erhöht liegendes Tauchbecken. Während unter den Liegebereichen schnell trocknende Holzplanken den Boden bilden, hat man auf dem Hauptweg helle Bodenplatten verlegt, was mir als bevorzugt barfuß Laufendem sehr entgegenkommt, da sie sich in der Sonne nicht sonderlich aufheizen. Allerdings sind die Bodenplatten innen wie auch in der Therme sehr rutschig.

Aufgüsse finden wie bereits erwähnt zumeist in den Außensaunen statt. Ein großer handgeschriebener Plan hängt beim Ruheraum aus, an der Winzer-Schwitze ist ein weiterer kleiner, gedruckter Plan zu finden. Anfangs werden die Aufgüsse nur stündlich, am Nachmittag auch halbstündlich zelebriert. Ich habe vier davon besucht, wobei solche in der Winzer-Schwitze ziemlich heiß werden, während es in der Duwwak-Schwitze zum einen wegen der niedrigeren Temperatur, zum anderen wegen des viel kleineren Aufguß-Ofens nicht ganz so warm wird. Zuvor wird ordentlich gelüftet, Zugaben gab es zumindest bei den von mir besuchten Aufgüssen nicht. Die Düfte wechseln bei jedem Aufguß und sind gut erkennbar. Allgemein ist der Saunabereich sehr gepflegt und wirkt neuwertig.

Durch das Treppenhaus gelangt man auch zur Therme, deren Eintritt im Saunapreis inbegriffen ist. Man kann sich entweder links in das große Innenbecken mit kleinem Außenbereich oder gleich rechts in das große Außenbecken begeben. Sämtliche Attraktionen bis auf zwei manuell einschaltbare Nackenduschen laufen im Dauerbetrieb: Massagedüsen in allen Höhen, Bodensprudler, Sprudelliegen, eine Massagegrotte sowie eine Massagefontäne. Man kann sich auch eine Schwimmnudel nehmen und im Innenbecken treiben lassen, derweil man sich in den spiegelnden Deckenplatten dabei zugucken kann. Weiterhin gibt es im Innenbereich einen Fußreflex-Parcours aus Keramik, der aber wohl nur die Schmerzreflexe testen soll, das Thermen-Restaurant und einen geradezu luxuriös ausgestatteten Ruheraum mit riesigen Wechselfarben-LED an der Decke und bequemen Liegen am Boden. Diesem gegenüber befindet sich das „Petronella-Kräuterbad“, wo Gäste bei 37 °C Kräutersud einatmen können. Die Benutzung soll mit Handtüchern erfolgen, leider versäumte man es, in der Nähe Duschen unterzubringen, wenn man nach einer Sitzung verschwitzt den Raum verläßt. Den Abschluß bildet ein Therapiebecken, das gymnastischen Anwendungen vorbehalten ist. Allgemein finden aber auch im großen Innenbecken mehrmals am Tag Übungen für alle statt. Der Außenbereich ist ein wunderschön angelegter Garten mit allerhand Blühzeug, alten Bäumen und sogar einem kleinen Sandstrandbereich mit Strandkörben. Es stehen reichlich Liegen und auch Hängematten zur Verfügung. Alleine deswegen sollte ein Besuch dieser Therme bei schönem Wetter erfolgen. Auch hier wirkt alles sehr gepflegt.

Saunafreunde mit gehobenen Ansprüchen dürften hier nicht sonderlich glücklich werden, angefangen vom kleinen Außenbereich bis hin zu den gastronomischen Einschränkungen, aber in Verbindung mit der Therme und dem angenehm ruhigen Publikum läßt sich hier ein sehr entspannender Tag verleben, nicht zuletzt wenn man bedenkt, daß die Tageskarte mit 17,50 € im Wortsinne sehr preiswert ist und keine Wochenendzuschläge erhoben werden. Gegen Aufpreis kann auch die Salzgrotte im Wellneß-Bereich mitgebucht werden, die ich allerdings nicht ausprobiert habe. Geöffnet ist täglich von 9–22 Uhr, freitags und samstags bis 23 Uhr. Dienstags ist Damensauna, jährlich bleibt die Therme wegen Revisionsarbeiten eine Woche geschlossen, heuer vom 19.–27. Juni.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Saunarium, Bad Sobernheim Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
7.6.2017 - 23:07 Uhr
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Das „Saunarium“ in Bad Sobernheim liegt gleich neben dem Freibad in der Staudernheimer Straße. Je nachdem, von welcher Seite aus man auf diese Straße fährt, gelangt man zuerst zu einem unbefestigten, unbeleuchteten und auch sonst wenig einladenden Parkplatz, von wo aus man das Saunarium gar nicht sehen kann. Besser, man fährt von hier aus ein Stück weiter und biegt dann bei nächster Gelegenheit links ab und fährt den Weg bis zum Ende durch, dann steht man nämlich gleich vor der Tür der Sauna.

An der Kasse erhält man einen festen Spind in Form eines mittelgroßen Schlüssels zugewiesen nebst einem Chip mit Nummernaufdruck an einem gemeinsamen Armband. Bezahlt wird erst beim Hinausgehen, gastronomische Zusatzleistungen werden über die Schlüsselnummer abgerechnet. Wertfächer befinden sich ebenfalls im Kassenbereich, hierfür ist ein Euro Pfand nötig. Erstbesucher erhalten eine ausführliche Erklärung sowie den Hinweis mit auf den Weg, sich bei weiteren Fragen jederzeit ans Personal zu wenden (was aber gar nicht nötig war, da das aufmerksame Personal sich eher an die Gäste wandte).

Gegenüber der Kasse gelangt man durch eine Tür in die beiden Umkleidekabinen, die auch über Einzelkabinen verfügen. Leider gibt es hier nur halbe Schränke. Duschen und Toiletten, jeweils nach Geschlechtern getrennt, schließen sich an.

Der sich anschließende Sauna-Innenbereich ist ein wenig verschachtelt aufgebaut und stilistisch von der Ostsee inspiriert. Von den Umkleiden aus kommend nach links hin befinden sich in den Wänden eingelassene Taschenfächer, die allerdings nicht sehr tief sind. Wiederum nach links hin ist die 90 °C heiße Kelosauna, in der besonders heiße Aufgüsse wie Wenik oder Indianer-Aufguß stattfinden. Sie ist schmal und lang, und die Gäste treten auf der einen Schmalseite ein. Gelüftet wird hier über Fenster zum Garten hin. Gegenüber der Kelo-Sauna befinden sich die Fußbäder (sage und schreibe zwei Becken), ein Eisbrunnen mit stimmungsvoll illuminierten blauen „Eisklumpen“, die aus den hellen Kacheln herauszubrechenscheinen, sowie das Tauchbecken.

Neben dem Tauchbecken befindet sich das Dampfbad für ca. zehn Personen. Es ist komplett gefliest, die Sitzbänke sind leicht erhöht angebracht. Gegenüber findet man die ca. 65 °C warme Aromasauna mit einem Außenfenster mit Kieseldekor. Im Gegensatz zum Dampfbad nimmt man hier auch einen Duft wahr. Aus der Aromasauna nach rechts gehend kommt man zunächst an einem Ausgang zum Garten vorbei und hält dann geradewegs auf die größte Sauna des Saunariums zu, die 85 °C heiße Panoramasauna, die auf bis zu vier Sitzebenen geschätzt um die siebzig Leute aufnehmen kann. Aufgüsse werden hier mit Gießkannen und Fahnen zelebriert, aber nur, wenn auch genügend Besucher da sind, ansonsten finden diese Aufgüsse in der Kelosauna statt. An die Panoramasauna schließt sich ein großer Duschbereich mit Kneipp-Schläuchen, Stachelbrausen und Schwalleimer an.

Nimmt man besagten Ausgang zum Garten, geht man gleich an dem großen Pool vorbei, der zwei Schwall-/Nackenduschen und eine Sprudelsitzbank bietet. Die Wassertemperatur ist nicht sonderlich hoch, zum längeren Verweilen lädt eher der gleich daneben gelegene Whirlpool ein, den der Gast mittels Druckknopf selbst aktivieren kann. Am Ende des Gartens befindet sich noch die 80 °C warme Zeremoniensauna, deren Säulenzierat in griechisch angehauchtem Stil nicht so recht in die Anlage passen will. Die Sauna ist recht klein und bietet auf drei Ebenen Platz für ca. zehn Leute. Eine eigene Dusche sorgt hier für Abkühlung nach dem Saunagang, sofern man den Knopf permanent gedrückt hält.

Der Außenbereich zwischen Panorama- und Zeremoniensauna ist als Liegewiese gestaltet, die von alten Bäumen umsäumt ist. Allerdings wirkt hier einiges noch unfertig, so etwa der Bauzaun in Richtung des eingangs erwähnten Parkplatz hin. Und bedingt durch die Lage kann es hier auch mal etwas lauter werden, da die Straße gleich nebenan ebenso verläuft wie eine Bahnlinie. Nicht zu vergessen das Freibad, von dessen Rutschenturm aus man freie Sicht auf freie Körperkulturen hat (wenngleich auch nur aus ca. hundert Metern Entfernung). Da an meinem Besuchstag jedoch mittlerweile junitypisches Aprilwetter herrschte, drang zumindest aus dem Freibad kaum akustisches Ungemach herüber.

Wieder in Richtung Hauptgebäude, dieses Mal vorbei am Whirlpool und der Raucherecke, kommt man zu dem Turm, der als Wahrzeichen des Saunariums dient und folglich im Logo Verwendung findet. Hier befindet sich der Aufgang zum Massagebereich (von wo aus man durch ein Fenster das gesamte Freibad überblicken kann) und der Durchgang zum Restaurant. Hier herrscht eine große Auswahl an Sitzgelegenheiten: Entweder erhöht auf den Holzplanken des „Sonnendecks“, wo auch eine große Auswahl an teilweise zwanzig Jahre alten Zeitschriften Kurzweil bietet, oder auf Normalnull an den Tischen oder an der Bar. Auch an verschiedenen Sitzgestühl herrscht kein Mangel: Einfache Kunststoffstühle, hohe Hocker, gepolsterte Sitzbänke, Sessel, Couches und für besonders Gelenkige auch Sitzsäcke. Bedient wird man hier an jedem Platz. Die Speisekarte ist nicht üppig, aber es werden zu annehmbaren Preisen sehr wohlschmeckende Gerichte serviert. Auffallend ist hier, daß auch die Saunameister hier außerhalb der Aufgußzeiten das Tablett schwingen und servieren.

Vom Restaurantbereich aus nach rechts geht es wieder zu den Saunen, nach links hingegen schließen sich die Ruheräume, sogar mit eigenen Toiletten, an. Der größere Teil ist mit gepolsterten Einzel- und Doppelliegen ausgestattet, Zeitschriften und Decken liegen hier aus. Aus dem Fenster blickt der Ruhende – sofern die Vorhänge zurückgezogen sind – auf das Freibad, das Freibad aber nicht auf den Ruhenden, da die Fenster von außen verspiegelt sind. Am Ende des großen Ruheraums folgt ein weiterer, der dunkler gehalten und vornehmlich zum Schlafen gedacht ist. Auch hier schwere gepolsterte Rattanliegen.

Aufgüsse finden regulär stündlich statt, Pläne hängen an mehreren Stellen aus. Für das Dampfbad erfolgt eine Salzausgabe zu festen Zeiten. Die als heiß gekennzeichneten Aufgüsse sollte man auch als solche ernst nehmen. An meinem Besuchstag war nur wenig Betrieb, so daß die Saunameister die Gäste regelrecht einsammelten. Die meisten Gäste warteten auch vor der Sauna und traten erst ca. fünf Minuten vor Beginn ein. Die Saunameister stellten sich, den Duft und die Aufgußart ausführlich vor. Verwedelt wurde mit Tüchern, Fächern und Fahnen, und man merkte den Mitarbeitern die Freude an, mit der sie bei der Sache waren. Das Publikum bestand zum größten Teil aus Stammgästen, die leider hier und da zur übermäßigen Schwatzhaftigkeit während der Aufgüsse neigten.

Insgesamt herrscht jedoch eine freundliche Atmosphäre im Saunarium, die nicht zuletzt den freundlich-motivierten Mitarbeitern zu verdanken ist. Das läßt dann auch einige Defizite im Saunabereich (z. B. die schon bei der geringen Auslastung knapp werdenden Handtuch-Aufhänger oder generell die Möglichkeit, sein Handtuch irgendwo trocknen zu können) leichter verschmerzen. Für Saunabesucher, die in erster Linie Wert auf gute Aufgüsse legen, dürfte dies eine gute Adresse sein. Wer von weiter her anreist, sollte berücksichtigen, daß Bad Sobernheim nicht sonderlich verkehrsgünstig liegt (am besten noch von Idar-Oberstein oder Bad Kreuznach zu erreichen). Geöffnet ist täglich ab 10 Uhr, montags bis donnerstags sowie an Feiertagen bis 22 Uhr, freitags und samstags bis 23 Uhr, sonntags ist um 20 Uhr Schluß. Die Tageskarte kostet für Erwachsene 20 €, Kinder sind ausdrücklich willkommen.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Aquafit, Dierdorf Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
11.6.2017 - 0:29 Uhr
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Das „Aquafit“ in Dierdorf im Westerwald liegt verkehrsgünstig an der B 413 (Neuwieder Straße) unmittelbar an einem Kreisel, so daß man es gar nicht verfehlen kann. Dierdorf selbst ist über die A 3 zu erreichen, wo es eine eigenen Ausfahrt hat. Ein kostenloser, befestigter und großzügig dimensionierter Parkplatz steht zur Verfügung. Auf dem Weg zum Eingang kann man schon durch die großzügigen Glasfronten einen Blick ins Bad werfen.

An der Kasse erhält man nach Entrichtung des Eintrittspreises gegen 5 € Pfand ein Chiparmband mit Schlüssel, womit der Spind für den Gast vorgegeben ist. Die rote Farbe des Armbandes kennzeichnet den Saunabesucher, der auch das Bad mitbenutzen darf. Leider hat der Chip außer bei der Abrechnung an der Kasse keine sonstige Funktion, Essen und Getränke müssen in bar gezahlt werden.

Der Saunabesucher wendet sich hinter der Kasse nach links einer Glastür zu und kann wählen, ob er sich über die Treppe oder mit dem Fahrstuhl in das Untergeschoß begibt, wo sich der Sauna-Innenbereich befindet. Gegenüber der Gastronomietheke sind die Türen zu den Sammelumkleiden, die nach Geschlechtern getrennt sind. Man benötigt eigentlich einen Euro Pfand, um die Spinde zu verschließen, es liegt jedoch in jedem Fach bereits ein Chip, so daß der Gast nicht das eigene Portemonnaie belästigen muß. Ein Ausgang auf der gegenüberliegenden Seite führt gleich zu den (ebenfalls getrennten) Duschen und Toiletten. Auch findet sich hier ein kleiner Ruheraum mit ganzen drei einfachen Liegen.

Geht man nun nach links weiter, befinden sich zur rechten, äußeren Gebäudeseite gegen den Uhrzeigersinn: Das Dampfbad, das für diese kleine Saunaanlage eine erstaunliche Größe aufweist und ca. 15 Personen ohne Gedränge Platz bieten dürfte. Salz hierfür kann an der Theke für 70 Cent erworben werden. Es folgen die 55 °C warme Biosauna mit Farblicht, die 80 °C heiße finnische Sauna mit automatischem Aufguß alle Viertelstunde, eine Rampe zum Saunagarten (die Anlage ist komplett barrierefrei), ein Ruhebereich mit Kippliegen sowie Sitzkissen auf der breiten Fensterbank, wo auch Zeitschriften ausliegen, eine Treppe zum Saunagarten sowie vorbei an weiteren Liege- und Sitzmöglichkeiten wieder die Gastronomie- und Saunatheke.

An einer großen Schiefertafel werden hier die Aufgußzeiten und -düfte bekanntgegeben. Die Bedienung erfolgt hier durch das freundliche Saunapersonal, so daß man zu Aufgußzeiten hier schon mal vor einer leeren Theke steht. Die Karte ist klein, die Preise aber auch. Für den Verzehr braucht man hier nicht mehr als etwa 10 € zu veranschlagen, Speisen wie Pizza oder Flammkuchen werden frisch zubereitet und kosten nicht mehr als 5,50 €.

Geht man nun zurück, befinden sich auf der Gebäudeinnenseite zunächst der Durchgang zum Ruheraum, zum Solarium und zum Massageraum, es folgen die Wertfächer (auch hier mit beiliegendem Chip in Ein-Euro-Größe), die Umkleiden, um die Ecke zwei lose Fußbadbecken ohne unmittelbare Sitzgelegenheiten, wiederum um die Ecke ein großer Kaltduschbereich mit Kneippschlauch, Schwalleimer, Stachelbrause und einer Erlebnisdusche mit Regenguß und seitlichen, verstellbaren Duschköpfen. Leider fehlt ein Tauchbecken.

Betritt man über die Treppe den Außenbereich, so befindet sich links ein Barfußpfad sowie der Raucherbereich, geradeaus eine kleine Wiese, nach rechts herum ist die 90 °C heiße Blockhaussauna, die wie ein kleines Hexenhäuschen mit blumenumsäumter Veranda wirkt. Auch an ein paar Stühle wurde gedacht. Innen hingegen kann man sich eine von drei Sitzebenen aussuchen, auf denen man den zweistündlich stattfindenden Aufgüssen beiwohnen möchte. Aufgegossen wurde in vier Runden, wobei es ordentlich heiß wurde. Neben der Sauna befindet sich noch eine Kaltdusche.

Der Rest des Außenbereichs ist rasch erkundet: Unter einem kleinen offenen Gartenpavillon befinden sich ein paar Liegen, weitere Liegen (jedoch nicht viele) stehen auf einer kleinen, runden, gepflasterten Stelle am Zaun, der den Saunagarten von der Straße und dem Außenbereich des Schwimmbades trennt. Da gleich daneben auch noch die Rutsche gebaut wurde, darf man hier keine Grabesstille erwarten. Der Rest des Gartens ist sehr ansprechend vor allem mit Lavendel bepflanzt worden und wirkt sehr gepflegt.

Der Saunaeintritt berechtigt auch zur Nutzung des Schwimmbades. Hierzu muß man wieder die Treppe hinauf, durch die Glastür und durch die Bad-Umkleiden. Das Bad wurde erst vor einigen Jahren modernisiert und um die bereits erwähnte Rutsche erweitert. Sie wartet mit 85 Metern Länge sowie Zeitmessung auf. Die Schwimmbecken sind aus Edelstahl, das Nichtschwimmerbecken weist als Extra Schwall- und Massageduschen auf, das 25-Meter-Schwimmerbecken bietet ein Ein- und ein Drei-Meter-Sprungbrett. Ein recht ansprechendes Kleinkindbecken ist ebenfalls vorhanden.

Insgesamt ist die Dierdorfer Sauna-Anlage kein Wellneßtempel, der Gäste von fern und noch ferner anziehen dürfte. Der Großteil der Klientel dürfte aus Stammgästen aus dem Kreis Neuwied oder Altenkirchen bestehen, die die Möglichkeit gerne nutzen, mal eben für günstige 9 € drei Stunden in modernem Ambiente saunieren zu können. Als Tagesgast zahlt man hier 13,50 €, und auch die Gastronomie schont des Besuchers Geldbeutel. Die Öffnungszeiten sind an den einzelnen Wochentagen sehr unterschiedlich und werden in den Ferien und an Feiertagen auch gerne mal geändert, so daß man sie am besten auf der Homepage einsieht. Dienstags ist Damensauna, wobei dann das Schwimmbad geschlossen ist.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Cloefbad im Gesundheitszentrum Saarschleife, Mettlach-Orscholz Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
25.6.2017 - 14:39 Uhr
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Das „Gesundheitszentrum Saarschleife“ liegt im Mettlacher Ortsteil Orscholz. Kommt man von besagter Muttergemeinde, so fährt man gleich im Kreisel links auf den Parkplatz der Klinik. Er ist gebührenpflichtig und kostet maximal 4 €/Tag. Besucher des Cloefbades können am Empfang ihre Karte stempeln lassen und bezahlen dann nur noch maximal 2 € fürs Parken.

Das Bad liegt nicht im Haupthaus der Klinik, sondern im etwas oberhalb gelegenen Gebäude, das sich gegenüber den Parkplätzen 3 und 4 befindet. Es ist um einen als Wintergarten gestaltetes Atrium herumgebaut, und zur Kasse muß man entweder eine Treppe hinabgehen oder kann den Fahrstuhl nutzen. Man erhält nach Entrichtung des Eintrittspreises Papierkarten, mit denen man ein Drehkreuz passiert. Vorbei an Spiegeln und Fönen gelangt man zu drei Türen, die angeblich zu Damen-, Herren- und Behindertenumkleiden führen, in Wahrheit jedoch letztlich alle in einen nach hinten offenen Umkleidebereich münden. Es gibt zahlreiche Einzelkabinen und viele große Spinde, für die man einen Euro zum Verschließen benötigt. Wertfächer habe ich keine entdecken können. Von den Spinden aus geht es vorbei an den Toiletten und getrennten Damen- und Herrenduschen zum Saunabereich, der lediglich durch zwei Sichtschutzwände abgetrennt ist.

Dahinter hängt an der Wand links eine Tafel, auf der die Aufgüsse bekanntgegeben werden. Rechts ist der Ausgang zum Garten, geradeaus am Ende des Ganges ist eine kleine Sitzecke vor einer funktionslosen milchverglasten Tür zum Bad. Zuvor geht es jedoch noch nach links in den bunt gekachelten Multifunktions-Innenbereich der Sauna. Rechts eine kleine Marmorsitzbank, ein Fußbad mit zwei Becken, geradeaus der Durchgang zu den Taschenablagen und der Ausgang zum Schwimmbad, links fünf geräumige, offene Duschkabinen mit Kneipp-Schlauch, kalter Schwalldusche und regulierbarer normaler Dusche. Zudem die 60 °C warme Bio-Sauna mit Sternenhimmel, die leider aufgrund der Lage neben den Duschen nur wenig Ruhe verheißt.

Der Außenbereich mit seinen gelb gestrichenen Wänden vermittelt mediterranes Flair und bietet als Höhepunkt die 85 °C heiße Außensauna, in der stündlich Aufgüsse stattfinden. Ich habe derer drei besucht, die von drei verschiedenen Mitarbeitern durchgeführt wurden, und dies auch auf sehr verschiedene Weise mit Wacheltüchern, Fächern und Fahnen mit einem Hang zu zitronigen Düften. Zugaben gibt es hier und da in Form von Tee, an dem der Gast sich auch unabhängig von den Aufgüssen bedienen kann. Hinter der Sauna befindet sich noch eine Liegewiese, von der aus man durch eine Tür im Zaun auch ins Schwimmbad wechseln kann und gleich beim riesigen Außenbecken steht. Im 26 °C kühlen Wasser findet man Bodensprudel, Schwallduschen, Massagedüsen und einen Strömungskanal vor; in der schönen Jahreszeit kann man auch die Liegewiese mit Beachvolleyballfeld nutzen.

Zwei Tore im Becken oder auch Türen führen in den Innenbereich des Bades, und man steht hier gleich vor dem Höhepunkt der Anlage: Ein ca. 25 Meter langes, gebogenes Wellenbad mit 28 °C warmem Wasser, zwar nur maximal 1,35 Meter tief, aber mit ordentlichem Wellengang. Es wird stündlich zur halben Stunde in Betrieb gesetzt, aber nur, wenn sich mindestens drei Leute im Becken befinden.

Am hinteren Ende des Beckens ist der Aufgang zum Bistro sowie ein Durchgang zum Ruheraum (den ich nicht genutzt habe) sowie zu drei Therapiebecken, die bei Anwendungen gesperrt sind, ansonsten aber frei zugänglich. Zudem gibt es ein größeres Rundbecken mit Schwallduschen, Massagedüsen und Bodensprudlern, gesäumt von zwei Whirlpools, die zwar Knöpfe zum Einschalten aufweisen, mir aber eher als Attrappe erschienen, da die Pools immer gleichzeitig an- und ausgingen. Jedenfalls herrscht in allen drei Becken eine warme Temperatur von ca. 34 °C.

Das Bistro, das sich einen Stock höher als das Bad befindet, ist modern und freundlich eingerichtet. Hier herrscht Bekleidungszwang, da das Bistro auch für externe Besucher offen ist; eine nasse Badehose genügt hier also auch für reine Badbesucher nicht, es sollte schon mindestens ein Bademantel sein. Es gibt hier zwar eine Terrasse, die aber vornehmlich für Raucher gedacht ist, so daß ein Aufenthalt dort für Nichtraucher ziemlich unangenehm ist. Der Erwerb von Speis und Trank geht hier ähnlich wie bei einer schwedischen Möbelhauskette vonstatten: Tablett mit Köstlichkeiten beladen, an der Kasse zahlen, sich anschließend einen strategisch günstigen Platz aussuchen und nach dem Mahle das Tablett selbst wegräumen. Gegenüber der Bistrotheke am anderen Ende des Raumes befindet sich noch eine Bar, die am späten Nachmittag öffnet, wenn das Bistro schließt. Das Angebot ist völlig ausreichend, die Preise sind annehmbar und sind in Bar zu begleichen.

Den eingangs erwähnten Wintergarten im Innenraum des Gebäudes kann man auch vom Bad aus betreten. Es handelt sich hierbei um einen Palmengarten mit einem Wasserbassin und diversen Sitzgelegenheiten und steht damit im Gegensatz zum Bad, wo kein einziges Pflänzchen ein Zuhause fand. Sehr unangenehm fand ich leider, daß es in den Gängen zum Schwimmbad sowie im Sauna-Innenbereich zeitweise sehr übel roch. Im Sommer oder bei hinreichend schönem Wetter kann man dem ja noch durch einen Aufenthalt im Außenbereich entgehen, aber hier dürfte die Putzfee gerne öfter mal ihren Zauberfeudel schwingen. Auch das Bad hätte dringend eine Renovierung nötig, im großen Warmbecken z. B. fehlen etliche Kacheln auf dem Boden, und bei den Umkleiden sind viele Spinde außer Betrieb.

Wer jedoch mit den Defiziten der Sauna (kein Ruheraum, kein Dampfbad, kein Tauchbecken) leben kann und in den Genuß eines Wellenbades (meines Wissens das einzige im Saarland) kommen möchte, kann hier bei schönem Sommerwetter einen sehr erholsamen Tag verleben. Die Tageskarte ist mit 10 € unschlagbar günstig, Kinder zahlen samstags (Familientag, sonst nur Zugang ab 12 Jahren) 4,50 €. Das Bad hat täglich von 9 bis 20.30 Uhr geöffnet, lediglich das Außenbecken hat von November bis März eingeschränkte Öffnungszeiten. Dienstags und donnerstags ist von 9 bis 16 Uhr Damensauna, mittwochs kommen die Herren zwischen 9 und 13 Uhr zum Zuge, ansonsten herrscht gemischter Betrieb.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Calypso, Saarbrücken Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
12.7.2017 - 13:02 Uhr
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Mit über einem Jahr Abstand habe ich noch einmal das Calypso in Saarbrücken besuchen und einige Veränderungen feststellen können:

Die Spinde und Wertschließfächer (die nun in großer Zahl an den Taschenablagen gleich neben der Saunatheke vorzufinden sind) haben einen neuen Schließmechanismus, ähnlich dem im Monte Mare Andernach: Schlüssel vor die Markierung halten, Piepsen und Blinken abwarten, Schloß zudrehen zum Abschließen. Bei erneutem Vorhalten des Chips öffnet es sich automatisch.

Die Saunen selbst sind soweit gleich geblieben, der Eukalyptus-Aufguß im Sudhaus geht nun über sechs bis sieben Runden und wird auch entsprechend heiß. Die Atmosphäre während der Aufgüsse ist eher locker (vergleichbar mit dem Homburger Koi); totenstill ist es nicht, aber es tun sich auch keine Dauerredner hervor. Leider sind die Schaukelliegen im Ruheraum über dem Sudhaus entfernt worden.

Ebenfalls entfernt wurde der private Ruhebereich auf dem Podest neben den Taschenablagen. Hier befinden sich nun Sitzsäcke. Da auch diese kaum genutzt werden (leider sind sie ziemlich unbequem), bin ich mal gespannt, welche Veränderung hier als nächstes stattfinden wird. Neu sind auch die Expreß-Liegen-Reihen, die nicht reserviert werden dürfen und auch wirklich den ganzen Tag über nur von Bedarfspublikum belegt waren.

Der Tagespreis für die Sauna beträgt unter der Woche 24,50 €, wovon ein Euro abgezogen wird, wenn man vor 13 Uhr eintritt. Das gilt sogar dann, wenn man einen Gutschein aus dem Schlemmer-/Saunablock einlöst.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: H2O, Remscheid Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
12.7.2017 - 14:02 Uhr
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Vergangene Woche stand endlich einmal ein Besuch des H2O in Remscheid an. Wenn man nicht gerade im Stau steht, ist es sehr leicht von der A1 zu erreichen, kostenlose Parkplätze stehen reichlich zur Verfügung.

An der Kasse erhält man ein Chiparmband, auf das weitere Leistungen gebucht und beim Hinausgehen bezahlt werden. Gut fand ich, daß nicht nur der Spind, sondern auch das Wertfach mit diesem Chip verschlossen wird.

Das "Bad der Sinne" befindet sich, wenn man die Sauna betritt, links hinter den Taschenablagen. Mittig dominiert die Fußbadanlage mit einem kleinen Brunnen an der Stirnseite, alles in dunkelrot gehalten. Links befindet sich ein kleiner Eisbrunnen. Das Tecaldarium und die Rasul-Kabine habe ich nicht besucht, beeindruckend fand ich aber das große Dampfbad, das quasi drei "Séparés" rund um den zentralen Verdampfer mit beleuchtetem Kristall bietet. Zudem wird man von Zeit zu Zeit auch noch aus kleinen Düsen von oben berieselt. Die gleich daneben gelegene "Regenstraße" bietet sich zur Abkühlung danach an. "Knopf bitte kräftig drücken" steht an dem Auslöseknopf, und das muß man auch wörtlich nehmen: Kräftig drücken, bis sich Daumen und Knopf rot färben. Zunächst wird man von fast schon heißem Wasser übergossen, nur um gleich um die Ecke von eiskaltem Wasser wieder abgeschreckt zu werden. Den Abschluß bildet dann ein lauwarmer Guß, bevor man sich ein paar Sekunden im regenfreien Bereich für den nächsten Durchgang wappnen kann (die Regenstraße ist ca. zwei Minuten in Betrieb).

Ich habe vier Aufgüsse in vier verschiedenen Saunen besucht, und zu jedem gab es Zugaben, von einem Becher Tee bis zur Obstplatte (wobei hier nicht darauf geachtet wird, ob die Gäste zuvor geduscht haben – aber was uns nicht hart macht, tötet uns nur). Hervorzuheben ist natürlich der von zwei Aufgießern durchgeführte Birkenreiser-Aufguß mit "Genießer-Runde", wobei man in der letzten Runde (nach einer kurzen Pause im Freien) auf dem Rücken reichlich mit dem Sud besprenkelt wurde. Etwas leid tat mir das Personal beim Aufguß in der Löyly-Sauna, wo ebenfalls zu zweit aufgegossen wurde – für ganze neun Teilnehmer. Die durften sich danach aber um so reichlicher an dem Wassereis gütlich tun. Die Ruheräume habe ich nur kurz angesehen, da schönes Wetter zum Verweilen im Garten einlud, aber die Liegen und Betten sehen sehr einladend aus, und auch eine kleine Bibliothek ist vorhanden. Decken liegen kostenlos aus.

Das warme Außenbecken fand ich im Verhältnis zum sonst groß(artig)en Außenbereich, der von dem Gradierwerk dominiert wird, leider recht klein und unpassend (vor allem im Vergleich zum riesigen Kalttauchbecken), und die Massagedüsen (oder sollen es nur Gegenstromdüsen sein?) sind wie so oft viel zu tief angebracht. Schade fand ich auch, daß es keinen Whirlpool gibt, und das Sprudelbecken gegenüber dem Bad der Sinne ist kein wirklicher Ersatz.

Für den Durchgang zum Schwimmbad wurde nun eine Kabine in der letzten Umkleidereihe geopfert, so daß man sich seinen Weg nicht erst groß suchen muß. Man kommt gleich bei den Damenduschen zum Bad. Hier herrscht eine Spätachtziger-/Frühneunziger-Kacheloptik vor in dazu nicht einmal sonderlich augenschmeichelnden Farben (beige-grün). Vor allem die Rutschen sehen dadurch recht unansehnlich aus, machen aber auch viel Spaß, vor allem die Reifenrutsche, wo man bei entsprechender Geschwindigkeit auch einmal abhebt. Etwas unglücklich fand ich die Lösung, den Auslauf der zweiten Langrutsche ausgerechnet in den Eingangsbereich des Erlebnisbeckens münden zu lassen. Schön hingegen die Sprudelliegen und Schwallduschen in diesem Becken.

Ferner gibt es noch ein 25-Meter-Schwimmbecken mit Sprunganlage, ein Kleinkindbecken, einen Whirlpool, ein Lehrschwimmbecken sowie je ein Solebecken innen und außen, die jeweils etwas wärmer temperiert sind als die übrigens Bassins. Im Sommer sind darüber hinaus auch noch ein Schwimm- und ein Kinderplantschbecken geöffnet. Im Untergeschoß befindet sich zudem noch eine Dampfgrotte, die ich allerdings nicht besucht habe. Kommt man aus dem Schwimmbad wieder heraus, findet man mittlerweile ein Schild vor, wie man zurück zur Sauna kommt.

Der Tagespreis von 26 € ist natürlich nicht gerade günstig (hinzu kommen an Wochenenden und Feiertagen nochmals 3 €), aber angesichts der Dimensionen, des Zustandes und der Aufgüsse der Anlage angemessen. An Wochentagen kann man den Gutschein aus dem Saunaführer nutzen, dienstags ist Damensauna.

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Stamm Sauna
12.7.2017 - 14:35 Uhr
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Und auf gehts in die nächste Runde beim langsamen Sterben des Ur-Monte-Mares: Seit Mai gelten wieder einmal neue Öffnungszeiten: Montags und dienstags bleibt die Anlage ganz geschlossen, dafür wird an den übrigen Tagen um 10 Uhr geöffnet und erst zwischen 20 und 23 Uhr wieder geschlossen.

Immerhin wurden bei meinem letzten Besuch nach diesen Änderungen die Saunen wieder ordentlich angeheizt; daß der große Außenpool nicht mehr beheizt wird, stört im Sommer nicht weiter, eher schon, daß dafür der kleine jetzt außer Betrieb ist (ob jetzt für eine Renovierung oder für immer habe ich vergessen zu fragen). Allerdings laufen die Sprudelsitze im Solebecken nun im Dauerbetrieb.

Die Aufgüsse finden immer noch wie gehabt statt, jedoch großenteils in der Panoramasauna. Zugaben gibt es auch zu fast jedem Aufguß. Interessant fand ich den Aufguß in der Mentalsauna (die mit dem Aquarium): Es gibt keinen sichtbaren Ofen, so daß ich mich fragte, wo denn der Saunameister aufgießen möchte. Die Lösung kam in Gestalt eines kleinen, unauffälligen Trichters an der Seite, wo das Aufgußwasser hineingeschüttet wurde. Das floß dann auf den Ofen, der sich unter der Längsseite der Bänke befindet, so daß man also von unten gegart wird.

Weiterhin sorgfältig gepflegt wird die Außenanlage, womit die Rengsdorfer im ganzen Umkreis immer noch am besten punkten können. Am Tage meines Besuches waren die Gärtner emsig bei der Arbeit. Nur von dem Gedanken, die kleine Saline auch mal in Betrieb zu sehen, werde ich mich wohl verabschieden müssen.

Immerhin wurde der günstige Früh-Tarif für 17,50 € beibehalten, der mittwochs bis freitags gilt, sofern man vor 12 Uhr eintrifft und bis 18 Uhr bleiben will.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Bäderhaus, Bad Kreuznach Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
23.7.2017 - 10:58 Uhr
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Ich habe gestern zum ersten (aber gewiß nicht letzten) Male das Bäderhaus in KH besucht. Über die Lage und die Einrichtungen hat Betzy schon ausführlich berichtet, weshalb ich hier nicht alles wiederholen möchte, lediglich ein paar Ergänzungen anbringen:

Die Parkgebühr von 1 bzw. 2 € wird an der Kasse des Bäderhauses bezahlt, so daß man sich nicht noch vor dem Verlassen des Parkplatzes/-hauses extra am Kassenautomaten anstellen muß. Sehr gut ist, daß nicht nur die Spinde, sondern auch die großen Wertschließfächer mit dem Chiparmband verschlossen werden. Ein Verlust dieses Chips wird übrigens mit 150 € Strafzahlung geahndet.

Im Außenbereich wurde neben dem Außenpool noch eine Erlebnisdusche mit 4 Programmen aufgebaut. Hier wird bei den Warmwasserprogrammen auch noch Orchideendurft versprüht, während bei den Erlebnisduschen innen die Kaltdusche nach Pfefferminz riecht.

Die Aufgüsse finden immer noch wie gehabt im Wechsel oben und unten statt; soweit ich mitbekommen habe, gab es nur beim ersten Aufguß am Morgen eine Zugabe in Form eines Getränks. Die Qualität der Düfte und deren Konzentration empfand ich als eher schwankend: Pfefferminz roch gut, der grüne Tee nicht. Zudem hat man sich im Bäderhaus offenbar die Kritik an den seltsamen Aufgußgewohnheiten zu Herzen genommen, denn nun ist die erste Runde die längste und die dritte die heißeste und kürzeste. Unpraktisch fand ich den Umstand, daß es neben der großen Aufgußsauna im Obergeschoß keinen Duschbereich gibt; man muß entweder eine Etage tiefer oder einmal quer über die Dachterrasse und sich in der Erlebnisdusche oder im Duschbereich der „Alm“ abkühlen.

Daß die Wahl der Salzeinreibung auf das Maurische Bad fiel, empfinde ich auch als etwas unglücklich, da es von allen Dampfbädern die schwächste Dampfentwicklung bietet, aber gleichzeitig auch das größte ist. Auch sind die Wege zur nächsten Dusche von hier aus am weitesten.

Die Kachelbänke im römischen Bereich (und das sind nicht wenige) sind durchgängig beheizt, und der Whirlpool mitten im Flur wirkt zwar auf den ersten Blick etwas befremdlich (v. a. wenn man nichtsahnend um die Ecke kommt und plötzlich Köpfe aus dem Boden ragen), dennoch kommt man sich durch die geschickte Raumgestaltung nicht vor wie auf dem Präsentierteller.

Zusätzlich eingeführt wurde auf der „Alm“ ein Aufguß im Steinbad (oder wie der Saunameister es nannte: eine „Duftinhalation“, weil es sich hier ja nur um ein Warmluftbad mit 45 °C handeln würde und nicht um eine richtige Sauna – die subjektive Hitzeentwicklung dort ist dennoch enorm). Die Mühlraddusche ist eine automatische Wechseldusche, die den Gast je Durchgang dreimal kalt und zweimal heiß übergießt. Ins Brechelbad habe ich nur kurz einen Blick hineingeworfen, aber die Zweige oberhalb des Ofens aufzuhängen, ist auf jeden Fall eine sauberere Angelegenheit, als sie einfach wie in Rheinbach auf dem Boden zu verteilen.

Der Restaurantbereich breitet sich im Sommer auch auf die Dachterrasse aus, ein Bademantelzwang herrscht hier nicht. Die Preise sind nicht gerade günstig, aber die Portionen reichlich und das Essen gut. Die Karte bietet nicht viel Auswahl, es gibt aber zusätzlich Saisonkarten und Tagesgerichte. Einen „Verzehrzwang“ konnte ich nicht feststellen; daß man sich hier nicht aus tonnenweise herangekarrter Tupperware selbst versorgt, wird hier lediglich genauso ungerne gesehen wie in anderen Anlagen dieser Art auch, gegen mitgebrachtes Wasser in Plastikflaschen hat man hier ebenso wenig einzuwenden wie gegen etwas Obst.

Das Personal vom Empfang über die Saunameister bis zu den Gastronomiekräften ist freundlich und zuvorkommend; das Publikum war ebenfalls angenehm und gut durchmischt. Kinder habe ich keine gesehen, obschon ihnen der Eintritt in Begleitung Erwachsener gewährt wird – allerdings zu den Preisen der „Großen“.

Der Normalpreis für eine Tageskarte beträgt derzeit 26,50 €. Aktuell läuft noch eine Sommeraktion bis zum 13. August 2017, hierbei sind nur 20 € für den Tag zu zahlen. Angesichts der vielfältigen Angebote des Bäderhauses ist das als sehr günstig zu betrachten. Wochenendzuschläge werden nicht erhoben, allerdings ist montags ganztägig Damensauna. Geöffnet ist täglich von 10 bis 22.30 Uhr, sonntags bis 20 Uhr.

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Stamm Sauna
23.7.2017 - 18:20 Uhr
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Verschiedene Saunen bieten über die schwach besuchten Sommermonate Aktionspreise an. Folgende sind mir aufgefallen:

Das Bäderhaus in Bad Kreuznach bietet noch bis zum 13. August 2017 Tageskarten für 20 statt 26,50 € an. Auch mit dem Gutschein aus dem Saunaführer kommt man zu diesem vergünstigten Preis.

Im Erlebnisbad Schaumberg in Tholey kommt man noch bis einschließlich 15. August 2017 für 15,50 statt 18,80 € einen ganzen Tag in die Sauna.

Auch bei unseren Nachbarn in Luxemburg kann gespart werden: Das Aqua Nat’Our in Hosingen bietet derzeit Tageskarten für 15 statt 20 € an.

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Stamm Sauna
24.7.2017 - 20:38 Uhr
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Auch Das Bad in Merzig bietet bis zum 14. August 2017 eine vergünstigte Tageskarte zum Preis der 4-Stunden-Karte an: Man zahlt also 17 statt 19,50 €.

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Stamm Sauna
26.7.2017 - 9:48 Uhr
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Wenn ich mich recht entsinne, befindet sich unmittelbar vor dem geschlossenen Ruheraum im Erdgeschoß (der mit der schön beleuchteten Fototapete) ein großes Taschenablageregal. Und bei schönem Wetter besteht natürlich auch die Möglichkeit, es sich draußen bequem zu machen. Viel laufen muß man im Bäderhaus so oder so.

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Stamm Sauna
26.7.2017 - 10:19 Uhr
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Beim dritten Anlauf habe ich mich nun auch einmal dazu durchringen können, in Merzig Aufgüsse zu besuchen, insgesamt drei an der Zahl.

Positiv hierbei fand ich die klaren Ansagen des Personals, teilweise in typisch saarländischer (Mund-) Art; das Publikum, das auch ohne eigenen Hinweis Ruhe hielt, und daß zu jedem Aufguß Zugaben gereicht wurden (wenngleich die tw. aus einer halben Scheibe Salatgurke und einer kleinen Olive oder einem Zwergen-"Gutzje" bestanden). Die Aufgüsse gehen über vier Runden, und besonders in der vierten wird es sehr heiß, was nicht zuletzt den kompakten Ausmaßen der Sauna im Vergleich zum Ofen geschuldet ist. Allerdings ist die Aufgußsauna m. E. wirklich zu klein dimensioniert; laut Aussage einer Mitarbeiterin wäre sie für 40 Personen ausgelegt, aber schon bei 30 (wie im letzten von mir besuchten Aufguß) muß man sich quetschen. Schade, daß man hier nicht irgendwie die Außensaunen mit einbeziehen kann. Bei Bedarf werden bei zu großem Ansturm die beiden danebengelegenen Trockensaunen mit einbezogen.

Ansonsten wie in der Ferienzeit zu erwarten volles Haus im Erlebnisbad inkl. fünf Minuten Wartezeit an der Rutsche, aber angenehme Leere im Thermalbereich, wo man sich als Saunabesucher hinbegeben muß, um etwas zu essen oder trinken. Die Karte ist nicht reichhaltig, weist aber hier und da Überraschungen auf, die beste hieran: Nur ein, zwei Gerichte über 10 €, der Rest z. T. deutlich darunter. Der Aufenthaltsbereich des Bistros ist leider von einer furchtbar hallenden Akustik geprägt. Wen allzu großer Durst plagt, kann sich auch kostenlos an einem Brunnen an Bietzener Heilwasser gütlich tun (das aber im Geschmack von ausgesuchter Scheußlichkeit ist), ein Spender mit Einmalbechern ist gleich daneben angebracht. Die Aromagrotte im Thermal-Obergeschoß scheint man abgeschafft zu haben, jedenfalls wirbt Das Bad schon nicht mehr damit.

Derzeit bietet das Merziger Bad noch bis zum 14. August 2017 einen Sommer-Sonderpreis an: Man kann für 17,00 € (sonst der Vier-Stunden-Preis) den ganzen Tag die Sauna inklusive den Wasserwelten I & II nutzen.

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Stamm Sauna
26.7.2017 - 10:53 Uhr
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Das Koi in Homburg bietet zwar keine Preisnachlässe, aber noch bis einschließlich 1. September 2017 jede Woche entweder ein kostenloses Essen oder eine 15minütige Massage beim Kauf einer Tageskarte an.

Die Südpfalz-Therme in Bad Bergzabern bietet im Juli und August 2017 die Tageskarte für die Sauna zum Preis der Vier-Stunden-Karte an, man bezahlt also 15,50 statt 17,50 €.

Das Cascade in Bitburg bietet noch bis zum 31. August 2017 die Sauna-Tageskarte zum Preis der Drei-Stunden-Karte an, also für 15,50 statt 18,00 €.

Die Carolus-Thermen in Aachen bieten noch bis zum 30. Juli 2017 einen vergünstigten Eintritt in die Saunawelt, da diese ab August für mindestens zwei Monate wegen Renovierung geschlossen wird; man bezahlt für die Tageskarte 27 statt 36 € (am Wochenende mit Zuschlag).

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Stamm Sauna
30.7.2017 - 12:08 Uhr
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Das „Aqua Nat’Our“ liegt am Ortsrand von Hosingen im Norden Luxemburgs und ist am leichtesten über die N7 über St. Vith in Belgien von Norden her oder von Diekirch von Süden zu erreichen. In der Nähe von Hosingen der Beschilderung zu „Center Parc Hosingen“ folgen. Ein ausreichend großer, kostenloser Parkplatz befindet sich unmittelbar vor dem Bad, zu dem eine lange Rampe hinaufführt.

Oben angekommen, befindet sich geradeaus der Eingang zum Restaurant „Montallegro“, das auch die Bewirtung der Gäste in Bad und Sauna übernimmt, links der Zugang zum Bad, dem auch ein Fitneßstudio angeschlossen ist. Am Empfang erhält man ein Chiparmband, womit der frei wählbare Spind verschlossen wird und worauf der Verzehr gebucht wird. Leider können die Wertfächer nicht damit verriegelt werden. Der Eintrittspreis wird sofort entrichtet, der Rest beim Hinausgehen an einem Automaten (bar, EC- oder Kreditkarte) bezahlt.

Rechts neben der Kasse sind zwei Drehkreuze für den Ein- und Ausgang. Dahinter geht man bis zum Ende des Ganges und danach links eine Treppe nach unten zu den Umkleiden. Auch ein Fahrstuhl ist vorhanden. Vor den Umkleiden hängen Schuhregale, offenbar soll der gesamte Bereich nur barfuß oder mit Badeschuhen betreten werden. Leider müssen die Umkleiden auch von Saunabesuchern genutzt werden; in den engen Einzelkabinen mit zu schmaler Sitzbank bereitet mit großer Saunatasche das Umziehen keinerlei Plaisir, und die Enge setzt sich auch bei den schmalen Spinden fort. Von den Schrankreihen geht es nach rechts hin vorbei an den Duschen fürs Bad zu einem weiteren Drehkreuz zur Sauna. Dahinter sind noch zwei Türen als Sicht- und Zugluftschutz zu passieren, dann befindet man sich im Saunabereich.

Rechts und links sind zunächst Duschen und Toiletten, getrennt für Damen und Herren, es folgt links das „Hammam“ genannte Dampfbad, das sehr geräumig geraten ist, zwei Sitzebenen und extra rutschfeste Fliesen auf dem Boden und der unteren Ebene bietet. An der Decke blinken kleine LEDs als Sternenhimmel. Gegenüber befindet sich die 90°-Sauna mit großer Glasfront, worin der Großteil der Aufgüsse stattfindet. Hier dürften ca. 30 Leute Platz finden. Vor dieser Sauna ist ein ins Boden eingelassenes Tauchbecken. Darauf folgt rechts ein komplett eingerichteter Duschbereich mit Kneipp-Schlauch und Schwalleimer. Die Duschen lassen sich auch auf warm regulieren, was nach Peeling-Anwendungen im Dampfbad sinnvoll ist. Die 60°-Sauna schließt sich an den Duschbereich an und komplettiert das Trio der inneren Schwitzräume. Es folgen der Aufgang zum Bistro-Bereich, die Fußbäder und der Zugang zum Garten.

Wendet man sich vom Dampfbad aus kommend nach links, so kommt man an einer kleinen Sitzgruppe mit zahlreichen Luxemburger Zeitschriften (für den deutschen Gast dürfte das aber kein Problem sein, da diese großenteils deutschsprachig sind) vorbei und hält auf den großen Ruheraum zu, der ca. 15 einfache Liegen mit verstellbarem Rückenteil bietet. Decken können ausgeliehen werden und sollen nach Gebrauch in einen bereitstehenden Wäschekorb gelegt werden. Somit ist anzunehmen, daß sie des öfteren gewaschen werden. Links neben dem Ruheraum ist ein kleiner Stand aus Holz, wo u.a. Eigenwerbungsprospekte und Bewertungsbögen nebst Briefkasten zu finden sind. Daneben hängt eine große Schiefertafel, worauf die Aufgüsse angekündigt werden. Dahinter sind in einer Nische ca. 20 Ablagefächer untergebracht, die leider mangels Größe und Tiefe als Taschenablagen überhaupt nichts taugen.

Der Außenbereich ist eine ebene Gartenanlage mit akkurat geschnittenem Rasen, ein paar jungen Bäumen und sehr gut gepflegten Blumenbeeten. Wendet man sich nach rechts und macht einen Rundgang gegen den Uhrzeigersinn, so kommt man zunächst an der 85 °C heißen Blockhaussauna vorbei, der sich ein kleiner Duschbereich mit drei Kaltbrausen anschließt. Es folgt ein kleines Ruhehaus mit sieben Liegen und einem kleinen Kamin, die 95 °C heiße Seesauna, weitere Liegen unter einem Sonnensegel, eine Sitzbank mit Aschenbecher für die Raucher und der Naturbadeteich.

Das Bistro befindet sich im Obergeschoß der Sauna, und je nach Sitzplatz kann man von dort aus dank der großzügigen Verglasung auch noch den Außenbereich überblicken. Eine Bedienung muß meist herbeigeklingelt werden. Es wird eine vollständige italienische Karte geboten, die Preise sind, wie in Luxemburg üblich, etwas gehoben, aber nicht so arg wie in Strassen. Die von mir bestellte Pizza war frisch zubereitet, von ordentlichem Durchmesser und wohlschmeckend.

Für Saunabesucher ist der Eintritt zum Schwimmbad mit dabei; man muß hier wieder durchs Drehkreuz zurück und betritt dann rechts je nach Geschlechtslage durch die Herren- oder Damenduschen die Schwimmhalle. Hier sind ein 25-Meter-Schwimmerbecken mit separater Springerbucht (1- und 3-Meter-Sprungbrett) zu finden, ein Lehrschwimmbecken mit Bodensprudel und drei Schwallduschen, ein Warmbecken mit Sprudelliegen und Bodensprudel, ein Kleinkindbereich, ein Kalttauchbecken, ein kleines Dampfbad sowie eine Rutsche mit Lichteffekten und Zeitmessung. In den Sommermonaten kann man darüber hinaus eine Liegewiese mit Beachvolleyballfeld und ein zweigeteiltes Naturbecken (flach und ganz flach) nutzen. Durch die großflächige Verglasung wirkt auch hier alles hell und freundlich.

Freundlich war auch das Personal im Saunabereich, wenngleich man es meist nur zu den Aufgüssen zu sehen bekam. Diese finden stündlich bis anderthalbstündlich statt und werden durch die bereits erwähnte Schiefertafel bekanntgegeben. Und wo man andernorts sich schon eine Viertelstunde sputen muß, um noch einen Platz zu ergattern, schlägt der Saunameister hier fünf Minuten vorher einen Gong, und die Gäste trudeln gemütlich ein (wobei sich noch zeigen muß, ob dies im Winter auch der Fall ist). Die meisten Aufgüsse finden in der 90°-Innensauna statt, teilweise mit anschließender Salzausgabe für das Dampfbad, für den Wenik-Aufguß (mit Abschlagen, und da wir nur zu viert waren, sogar im Liegen von Kopf bis Fuß) wird die Blockhaussauna herangezogen, für den Spezialaufguß (drei Runden, dann Pause mit eisgekühltem Getränk, dann nochmals zwei heiße Runden mit Menthol) die Seesauna. Die Ansagen erfolgten je nach Aufgießer auf Luxemburgisch oder Deutsch, meist ging es über vier Runden mit fünftem Aufgießen ohne Verwedeln zum Nachschwitzen. Es sind aber mehr Wellneß-Aufgüsse, lediglich Wenik-, Spezial- und Indianeraufguß (den ich nicht besucht habe, es war der letzte des Tages) sind heiß bis sehr heiß. Die Düfte hatten ihren Schwerpunkt bei Fruchtig-Blumigem und waren sehr angenehm. Zu jedem Aufguß gab es Zugaben, meist in Form geschnittenen Obstes.

An meinem Besuchstag waren nur sehr wenige Gäste anwesend, in den Aufgüssen waren wir maximal zu viert, der 18-Uhr-Aufguß mußte mangels Teilnehmern sogar ganz ausfallen. Lediglich beim letzten Aufguß des Tages war mehr Betrieb, weil eine Fußballmannschaft die Sauna stürmte, was natürlich mit entsprechender Geräuschkulisse verbunden war. Ansonsten kam ich mir fast wie in einer feudalen Privatsauna vor; im Außenbereich drang nur ab und an ein wenig Kindergeschrei vom Naturbadebecken her. Für mich als Besucher natürlich ideal, für den Betreiber weniger. Wenigstens war das Bad gut besucht.

Die Tageskarte kostet 20 €, es werden keine Wochenendzuschläge genommen. Derzeit läuft noch die Sommeraktion bis 31. August 2017, wobei die Tageskarte nur 15 € kostet. Die Sauna des Aqua Nat’Our hat täglich ab 9 Uhr geöffnet, montags bis mittwoche sowie freitags bis 21:30 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen bis 21 Uhr. Montags ist Damensauna bis 18 Uhr, danach gemischter Betrieb. Vom 4.–13. September 2017 ist wegen Revision geschlossen.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Monte Mare Rengsdorf Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
30.8.2017 - 18:53 Uhr
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Und nun ist es amtlich:

Das Monte Mare in Rengsdorf schließt am 15. Oktober 2017 für immer seine Pforten.

Wer also noch ein wenig in morbider Pracht saunieren will, sollte sich beeilen. Und dem Gemeinderat und den Bürgern von Rengsdorf gehört mal ordentlich der Hintern versohlt…

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Syrdall Schwemm, Niederanven (Luxemburg) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
3.9.2017 - 12:26 Uhr
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Die 2010 eröffnete „Syrdall Schwemm“ liegt an der Ortsgrenze Niederanven/Senningen unweit der Luxemburger A1, Abfahrt Munsbach/Niederanven. Vor der Anlage steht ein kostenloser Parkplatz zur Verfügung. Das Gebäude ist sehr modern gebaut mit großen Glasflächen und einem Dach, das aussieht, als hätte man es nach der Fertigstellung noch ein wenig schief gerückt.

Hinter dem Eingang hält man sich rechts, um an der Kasse den Eintritt zu entrichten und dafür ein Chiparmband zu erhalten, das die Drehkreuze freigibt, als Schrankschlüssel für den frei wählbaren Spind dient und worauf weitere Leistungen (Gastronomie) gebucht werden. Bezahlt wird dies vor dem Hinausgehen am Automaten. Der Eingang zum Bad befindet sich rechts neben der Kasse, zur Sauna nimmt man jedoch das Drehkreuz auf der gegenüberliegenden Seite.

Über eine Treppe gelangt man zu den nach Geschlecht getrennten Sauna-Sammelumkleiden mit anschließenden Duschen und Toiletten. Die Schränke werden zugedrückt und der Chip vor das markierte Feld gehalten. Eine rote Leuchtdiode zeigt an, daß der Schrank verschlossen ist. Wertfächer konnte ich keine entdecken.

Hinter den Duschen betritt man dann den Sauna-Innenbereich. An der Wand sind Taschenregale angebracht. Rechts befindet sich der Durchgang zum Schwimmbad, geradeaus sind die Fußbäder mit beheizten Sitzbänken, nach links hält man geradewegs auf Abkühlbereich, Dampfbad und finnische Innensauna (80 °C) zu. Ersterer ist in Brauntönen gefliest und komplett ausgestattet mit Tauchbecken, Schwalleimer, Eisbrunnen, Erlebnisdusche, Schwalldusche sowie Tellerdusche und Seitenbrausen mit frei einstellbarer Temperatur.

Das Dampfbad hat einen fast quadratischen Umriß, ist dunkel gefliest und wartet mit drei Sitzebenen auf, die alle extra rutschfest sind. Ein Farbwechsel-Sternenhimmel wird ergänzt durch LED-Farbwechselstrahler, die den reichlich austretenden Dampf schön illuminieren. Leider sind die Reinigungsschläuche zu kurz, um damit vernünftig in die Ecke der obersten Sitzebene zu kommen. Die sich anschließende Innensauna bietet drei Sitzebenen für ca. 25 Personen und musikalische Untermalung. Hier finden im Wechsel mit der Außensauna Aufgüsse statt.

Über kleine Stufen gelangt man in den Bistro-Bereich mit runden Tischen, wo auch (fast ausschließlich deutsche) Zeitschriften ausliegen. Auch ein Aufgußplan hängt hier aus. Da die Theke rechts nicht permanent besetzt ist, kann man die Bedienung über ein Haustelefon herbeirufen. Die Preise sind für Luxemburger Verhältnisse moderat, ich konnte kein Gericht über 15 € entdecken. Links ist ein kleiner abgetrennter Leseraum mit Rattansesseln und einem Schaukelsitz. Weiter geradeaus gelangt man in den Außenbereich, der leider aufgrund der Lage im Obergeschoß lediglich aus einer Dachterrasse besteht. Hier finden sich Rattanliegen in angemessener Zahl, bei entsprechendem Wetter mit Polsterauflagen, sowie ein paar weitere Tischchen und Sonnenschirme.

Geradeaus hält man auf die beiden Außensaunen zu, die einen gemeinsamen Vorraum mit zwei kleinen Duschen haben. Hier hängt auch ein weiterer Aufgußplan aus. Links findet man die 60 °C-Niedertemperatursauna vor (die ich nicht genutzt habe), rechts die große 95 °C-Sauna, in der die meisten Aufgüsse stattfinden. Diese bietet auf bis zu drei Sitzebenen Platz für ca. 50 Personen. Rechts neben den Außensaunen befindet sich schließlich noch ein kleines Ruhehaus mit einem Taschenregal im Vorraum, weiteren gepolsterten Rattanliegen, Liegenestern und Wasserbetten mit eigenen Nachttischlampen. Decken liegen hier ebenfalls aus.

Ich habe bei meinem Besuch je einen Aufguß in der Außen- und der Innensauna besucht. Sie gingen über drei bis vier Runden, wobei es trotz den kleinen Öfen zu einer guten Hitze- und Duftentwicklung kam, da weder an Wasser, noch an Aroma gespart wurde. Die Aufgüsse werden von den Bademeistern der Schwemm durchgeführt, so daß entsprechend die Ansagen (auf Luxemburgisch) und die Durchführung je nach Temperament des Personals wechselten. Auffällig ist jedoch, daß hier während der meisten Aufgüsse gesprochen werden darf, „stille“ Aufgüsse sind im Aufgußplan eigens markiert.

Der Besuch des Schwimmbads ist für Saunabesucher inklusive. Aus dem Saunabereich tritt man auf die über zwei Seiten laufende Galerie über dem Bad, zu dem man über Treppen an beiden Enden gelangen kann. Man findet hier ein 25-Meter-Schwimmbecken mit Startblöcken vor, das zu bestimmten Zeiten jedoch ausschließlich Schulen vorbehalten ist, ein Nichtschwimmerbecken mit Schwallduschen und Sprudelliegen, eine 65 Meter lange Rutsche mit Tageslichteffekten und Zeitmessung sowie ein ganzjährig geöffnetes Außenbecken mit Sprudelliegen, Massagedüsen, Bodensprudler und einem Strömungskanal. Im Sommer kann man darüber hinaus noch die Wiese mitnutzen.

Insgesamt bietet die Syrdall Schwemm nichts, was eine weite Anreise lohnt; wer aber ohnehin in der Gegend ist und preiswert in einer sauberen und modernen Anlage für ein paar Stunden saunieren möchte, ist hier richtig. Die Vier-Stunden-Karte kostet 14 €, die Tageskarte 17 €, für Kinder bis 15 Jahre gelten günstigere Tarife. Geöffnet ist täglich, montags ab 11:30 Uhr, dienstags bis freitags ab 10 Uhr und dann bis 22 Uhr; an Wochenenden wird bereits um 9:30 Uhr geöffnet, aber auch um 19 Uhr schon geschlossen. Mittwochs ist Damensauna.

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Stamm Sauna
3.9.2017 - 17:35 Uhr
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Bereich Köln/Bonn:
23.12.: Panoramasauna, Grafschaft-Holzweiler
24.12.: Thermen & Badewelt Euskirchen
25.12.: Claudius-Therme, Köln
26.12.: Monte Mare Rheinbach

Bereich Naheland/Rheinhessen:
23.12.: Saunarium, Bad Sobernheim
24.12.: Bäderhaus, Bad Kreuznach
25.12.: Taubertsbergbad, Mainz (wenn es bis dahin fertig renoviert sein sollte)
26.12.: Kaiser-Friedrich-Therme (keine Tageskarten!) oder Thermalbad Aukammtal, Wiesbaden

Bereich Saarland/Luxemburg:
23.12.: Koi, Homburg
24.12.: Calypso, Saarbrücken
25.12.: Saarland-Therme, Bad Rilchingen
26.12.: Les Thermes, Strassen (Luxemburg)
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