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Alle Beiträge von timarion
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timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: VitaSol Therme, Bad Salzuflen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
7.10.2017 - 16:05 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Die „VitaSol Therme“ in Bad Salzuflen ist über die A 2, Abfahrt Herford/Bad Salzuflen zu erreichen. Der Ort muß ganz durchquert werden (inklusive einem Bahnübergang), die Therme liegt an dem der Autobahn abgewandten Ortsende. Für Thermenbesucher stehen zwei (leider nicht vollständig befestigte) Parkplätze bereit, über deren Auslastung ein Leitsystem Auskunft gibt. Die Parkkarte am Empfang unbedingt entwerten lassen, sonst sind 2,50 € je angefangene Stunde an Gebühren fällig!

Saunaführer-Eigner dürften die Vitasol-Therme aus dem den Saunabeschreibungen vorgelagerten Teil kennen, wo die „Regenwolke“-Dusche abgebildet ist. Auf weiteren Bildern erinnerte mich die Gestaltung stark an die Emser Therme, und ein Blick ins Internet bestätigte mir, daß es sich um denselben Betreiber handelt. Allerdings erwies sich die Salzufler Therme schon bald als gänzlich anders als die der Emser.

Von außen ist sie ein weißer Klotz und wirkt, zumal bei schlechtem Wetter, nicht sonderlich einladend. Es gibt zwei Eingänge, einen von der Hauptstraße sowie einen vom Parkplatz I. Am Empfang erhält man gegen Entrichtung des Eintrittspreises ein Gummiarmband mit Chip, das die Drehkreuze freigibt, mit dem Wertfächer und Spinde verschlossen werden und das als bargeldloses Zahlungsmittel innerhalb der Therme dient. Erstbesucher erhalten einen Info-Flyer und eine ausführliche Erklärung, wo was zu finden ist. Sodann kann man sich aussuchen, ob man sich im Thermenbereich umziehen möchte (hierzu das Drehkreuz an der Kasse nutzen) oder lieber im Saunabereich. Hierfür geht man einen langen Gang entlang, passiert einen weiteren Schalter mit Drehkreuz, wo man beim Hinausgehen auch nachzahlen kann, vorbei an Wertfächern und dem Zugang zum Fitneßbereich zu den Umkleidekabinen für die Sauna. Es handelt sich hierbei um schwimmbadübliche Einzelkabinen. Dahinter folgt ein großer Raum mit geräumigen Spinden, die verschlossen werden, indem man den Stift hineindrückt und seinen Chip daranhält.

Hiernach muß man erneut einen Gang durchqueren und ein weiteres Drehkreuz passieren. Nun befindet man sich im Restaurantbereich der Sauna, der recht gemütlich aussah, den ich jedoch nicht getestet habe. Er ist komplett vom Saunabereich abgetrennt und bietet im Sommer auch eine Außenterrasse. Dahinter befindet sich – endlich – der Sauna-Innenbereich. Rechts sind geschlechtlich getrennte Duschen und WCs sowie etwas versteckt eine Infrarotkabine, links um die Ecke sind an der Wand gläserne Taschenablagen angebracht, am Ende weitere WC-Räume.

Geradeaus sind mehrere dicke Säulen als Raumtrenner zu finden, auf deren linker Seite weitere, kleinere Taschenablagen befestigt sind. Auf der anderen Seite sind bequeme Liegen mit dicken, gepolsterten Auflagen zu finden. Außerdem ist hier ein Zugang zum Außenbereich sowie das kombinierte Innen-/Außenbecken, das Platz für ein paar Schwimmzüge unter den kritischen Augen der gleich am Rand liegenden Gäste bietet und als weitere Attraktion lediglich die per Knopfdruck zu bedienende elektrische Tür zum Außenbecken (das ein wenig größer ist) aufweist. Vor den Säulen sind dunkelrot-orange-schwarz gekachelte beheizte Sitzbänke mit Doppel-Fußbecken.

Dahinter ist der kleine Sauna-Innenbereich, der halbrund um eine Sitzbank mit bunt beleuchteter LED-Sprudelsäule angeordnet ist. Von links nach rechts sind hier zu finden: Die 55 °C warme „Colore“-Niedertemperatursauna mit Farbwechsel, die 85 °C heiße „Rustico“-Trockensauna, ein Abkühlbereich mit Tauchbecken, das Dampfbad „Nebbio“, das ich zu Anfang aufsuchte und viel Dampf bei noch mehr Krach erzeugte. Offenbar ein Funktionsfehler, denn wenig später war das Dampfbad für den Rest des Tages geschlossen. Es folgt die 100 °C heiße „Silencio“-Sauna, die ich als einzige Innensauna aufgesucht habe und die mit ihrer freundlichen Einrichtung mit nußbraunen Holzpaneelen an den Wänden eine sehr heimelige Wohnzimmeratmosphäre verbreitete. Den Abschluß bildet sie 80 °C warme „Salino“-Sauna.

Geht man an den Sitzbänken vorbei, hält man auf den Durchgang zur Therme zu; außerdem sind hier weitere Liegen zu finden, die durch Tücher voneinander abgetrennt sind. Es folgt ein weiterer Ausgang zum Außenbereich, eine Ruheraum, den ich nicht weiter beachtet habe, sowie eine Treppe nach oben, von in einer Galerie weitere Liegemöglichkeiten bereitstehen. Außerdem hat man hier Zugang zur Dachterrasse, die aber lediglich einen ungehinderten Blick auf die umstehenden Bäume freigibt. Decken muß man sich gegen Gebühr und Pfand am Empfang ausleihen oder selbst mitbringen.

Im Außenbereich findet man noch drei weitere Saunen vor, es sind, vom Ausgang am Schwimmbecken aus gesehen, die Waldsauna, 90 °C heiß, mit beleuchteter Fototapete mit Birkenmotiv, die 95 °C heiße Feuersauna sowie die 80 °C warme Seesauna, die an dem namengebenden Natur-Badeteich liegt und wo im Wechsel mit der Waldsauna fast alle Aufgüsse stattfinden. Ich habe dort einen Aufguß besucht, der recht locker ablief, da Aufgießer und (Stamm-) Gäste einander ein wenig aufzogen, was ich aber nicht unangenehm fand. Allerdings fand ich den als „Sandelholz“ angekündigten Duft als arg künstlich. Im Anschluß gab es noch eine Obstplatte. Jede der Außensaunen hat einen eigenen kleinen Duschbereich, vor Wald- und Seesauna kann man sich darüberhinaus auch im bereits erwähnten Teich sowie einem weiteren Kalttauchbecken vor der Waldsauna abkühlen.

Der Durchgang zur Therme erfolgt durch eine milchverglaste Tür, wo man zunächst einen Vorraum passiert, der mit weiteren, jedoch selbst bei Hochbetrieb kaum genutzten Taschenablagen ausgestattet ist, dann an einer Sichtschutzwand vorbei, die mit Moos aus dem Modellbau drapiert ist, vorbei an der „Media Lounge“ mit Wlan, wo allerdings am Tage meines Besuches wegen Bauarbeiten alles gesperrt war (es wurde wohl kürzlich vor allem im Saunabereich renoviert, ich vernahm von einigen bereits öfter dagewesenen Besuchern hier und da einige erstaunte Ahs und Ohs, was jetzt alles anders und neu wäre).

Der Badebereich der Therme ist im Prinzip dreigeteilt in Thermal-, „Sport“- und Außenbereich. Der Thermalbereich bildet das Herzstück, hier findet man, von außen gesehen, links zunächst den grünlich gehaltene Sole-Inhalationsraum sowie das (textile) Dampfbad in rötlichen Tönen. Beide Räume sind rundum verglast, so daß man schon von außen den Betrieb einschätzen kann. Für diese beiden Einrichtungen steht ein separater Duschbereich zur Verfügung. Die wenigen Haken dort sind bereits von der salzhaltigen Luft angegriffen und setzen reichlich Rost an.

Keinen Rost setzt man im dahinterliegenden Restaurantbereich an, da man hier wie in Bad Ems und mithin in der Imbißbude Speis und Trank selbst auf dem Tablett zu balancieren hat. Getränke muß man sich selbst zapfen. Auf Bechern und Tassen sind außerdem je 2 € Pfand enthalten, die bei der Rückgabe zurückgebucht werden. Preislich für meinen Geschmack, zumal angesichts dieses Imbißbudencharakters, deutlich über der Schmerzgrenze (gleichfalls wie in Ems). Allerdings sah es für mich so aus, als ob man im Restaurant des Saunabereichs bedient würde.

Mittig im Thermalbereich sind drei Becken gleich aneinandergebaut: Einmal das große, grün gekachelte Sprudel-Sitzbecken, das rot geflieste Heißbecken und das blau gehaltene Kaltbecken. Im Heißbecken ergießt sich ab und zu noch ein kleiner Wasserfall. Getrennt hiervon ist das Intensiv-Solebecken (12 % Sole) mit Unterwassermusik und kleiner Dusche daneben, um sich nach dem Bad vom Salz zu reinigen. Die größte Attraktion bildet jedoch die bereits oben erwähnte „Regenwolke“, wo sich nach Knopfdruck (sofern der Knopf grün ist) die Farbe der „Wolke“ ändert und ein warmer, salziger Schauer über den Besucher ergießt.

Der „Sport“-Bereich besteht aus dem kleinen „Vital“-Becken und dem großen, 25 Meter langen „Aktiv“-Becken, wo viele Kurse abgehalten werden, die jedoch zumeist nicht allen Besuchern zugänglich sind. Von hier aus gelangt man auch in das 25-Meter-Außenschwimmbecken, das die eine Hälfte des Außenbereichs bildet. Die andere bildet das große „Attraktionsbecken“ mit Sprudelliegen, Bodensprudlern, Schwallduschen, Strömungsbecken und Massagedüsen.

Im Innenbereich stehen reichlich Liegen zur Verfügung, im Sommer kann hier, ebenso wie im Saunabereich, die Wiese mitgenutzt werden. Schade ist, daß versäumt wurde, für abends eine attraktive Beleuchtung des Außenbereichs zu kreieren. Kaltweiße Kugellampen und Flutlichtstrahler verbreiten eher Gefängnisflair als Gemütlichkeit und/oder Romantik. Außerdem hier dasselbe Problem wie in Bad Ems: Keine Haken für Handtücher, alles soll in Körbe gepackt werden. Schließlich weiß man ja, daß nasse Handtücher am besten zusammengefaltet im Korb trocknen und dabei duftig-frisch bleiben. Auch im Saunabereich findet sich keine vernünftige Lösung, wo man Handtücher aufhängen kann; viele Besucher zweckentfremden hierfür die Holzlamellen im Saunarondell.

Abgesehen von den genannten Schwächen war der Besuch des „Vitasol“ sehr erholsam; auch als ich vergessen hatte, welche Spindnummer ich hatte (es gibt zwar Terminals zum Auslesen des Chips, diese zeigen aber nur an, wie lange man noch bleiben kann und wie viel man nachzahlen muß), wurde mir umstandslos geholfen. Das Publikum im Saunabereich war sehr ruhig (abgesehen von erwähnten Neckereien im Aufguß), von 20 bis 80 war hier jede Altersgruppe sowie Herren und Damen gleichermaßen vertreten.

Geöffnet ist täglich von 9–22 Uhr, freitags und samstags bis 24 Uhr, es gibt keine Damen- oder Herrensaunatage. Man bezahlt einen Einheitspreis von 22 € und darf Therme und Sauna gleichermaßen nutzen, Wochenendzuschläge werden nicht erhoben. Wer noch die alten Saunaführer 9.5 oder 10.5 hat, zahlt den dort angegebenen Preis von 21 €.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Carolus-Thermen, Aachen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
1.11.2017 - 13:54 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Die Carolus-Thermen in Bad Aachen liegen in der Pass-Straße und sind am leichtesten von der A 4, Abfahrt „Aachen-Zentrum/Würselen“ aus zu erreichen. Der Weg ist ausgeschildert. Unmittelbar neben den Thermen befindet sich die Einfahrt zum hauseigenen Parkhaus, wo Gäste ihren Wagen für pauschal 3 € am Tag unterstellen können.

Vom Parkhaus aus erreicht man durch einen mit reichlich Plastikgrün gesäumten eigenen Zugang den Empfangsbereich, wo man gleich den Parkschein entwerten lassen sollte, da sonst stolze 30 € fürs Parken fällig wären. Man erhält ferner einen Chip, worauf alle Leistungen gebucht werden und der den Schrank- und Wertfachschlüssel freigibt. Gezahlt wird erst beim Hinausgehen. Neukunden werden kurz in das Schlüsselsystem eingewiesen.

Gleich hinter dem Empfang befinden sich Wertfächer mit Schlüsseln in der Dimension derer des Monte Mare in Rheinbach, also recht klobig und mit nicht einklappbarem Schlüsselbart, was den Tragekomfort leider erheblich einschränkt. Durch das Wertfach ist auch der Spind vorgegeben, da dieser Schlüssel nur auf den Schrank mit gleicher Nummer paßt. Umgezogen wird sich in den eher eng gehaltenen Umkleidekabinen für die Therme.

Nach dem Einschließen der Habseligkeiten kann man gleich zum Thermalbereich hinübergehen, der Weg dorthin wird von zwei Gehbecken mit vulkanischem Gestein darin gesäumt. Am Ende des zweiten führt eine Treppe hinauf. Hier passiert man zunächst das „Meditarium“, wo in regelmäßigen Abständen Meditationsveranstaltungen abgehalten werden. Eine weitere Treppe schließlich führt zum Saunabereich, der erst kürzlich renoviert wurde. Hier hält man geradewegs auf die Saunatheke zu, die gleichzeitig auch mit dem Innenbereich verbunden ist. Ein Drehkreuz muß mittels des Chips passiert werden, wo man zunächst in einem quadratischen Vorraum steht, wo viele Gäste ihre nasse Badekleidung aufhängen. Rechts befindet sich hinter einer blickdichten Holztür der „Feminarium“ genannte Saunaverschlag für allzu schamhafte Damen, der der Sage nach eine (Niedertemperatur-) Sauna und ein Dampfbad bereithält und den ich aus leicht einsehbaren Gründen nicht erkunden konnte.

Links hingegen ein offener schmaler Durchgang zum Sauna-Innenbereich, mit Duschen für die Damen zur rechten und für die Herren zur linken, gefolgt von zwei Taschenregalen, die bereits bei geringer Auslastung voll sind und daher im Sauna-Innenbereich von ein paar weiteren ergänzt werden, die sich aber desgleichen rasch füllen. Besagter Innenbereich gehört zur „baltisch“ genannten Saunalandschaft und ist kreisförmig um die Kuppel der ein Stockwerk tiefer gelegenen „Orientalischen Badewelt“ angeordnet. Rund um die Kuppel selbst sind Holz-Sitzbänke aufgestellt mit dem für Aachen charakteristischen Carolus-Siegel auf der Sitzfläche. Auf der Außenseite findet man, links beginnend, im Uhrzeigersinn: Die Saunatheke nebst Durchgang zum Restaurant „Lemongrass“ sowie eine Treppe zum Untergeschoß. Auf die schwarz gestrichene Wand gegenüber der Theke wird der Aufgußplan projiziert (wenn es nicht wie am Tage meines Besuches zunächst technische Probleme gibt). Es folgt die 60 °C warme Farblicht-Sauna, die Kräutersauna mit 70 °C, ein großer Abkühlbereich mit Schwalleimern und Tauchbecken, die 90 °C heiße Aufgußsauna mit Blick auf den Außenbereich, der Zugang nach draußen, gesäumt von Fußbecken inmitten eines Kaltwasser-Tretbeckens, ein Leseraum mit Kippliegen, Decken, einem Kamin, Zeitschriften und ein paar Büchern. Den Abschluß bilden die Toiletten. Überall an den Außenwänden findet man Baumstämme mit Haken für Handtücher. Nett anzusehen zwar, aber trocken werden Handtücher hier nicht. Zudem sind viele Haken für die Gäste auch viel zu hoch angebracht (was aber auch den Vorteil hat, daß selbst Saunatücher dort nicht auf den Boden aufkommen, wenn man sie dort aufhängt) und bei etwas stärkerer Auslastung der Sauna fast alle belegt. Leider wird auch der Boden durch die Nässe und einfliegendes Laub immer schmutziger; daß da jemand etwas wegputzt, habe ich nicht gesehen.

Im Untergeschoß findet man die „Orientalische Badewelt“ vor. Am Fuße der Treppe befinden sich Toiletten sowie Haken für Handtücher. Außerdem ein Trinkbrunnen mit kühlem Wasser. Herzstück der Badewelt ist das große runde Warmwasserbecken, das mit Farbwechsel-LEDs beleuchtet wird und von wo aus man einen Sternenhimmel betrachten kann. Leise geht es hier leider nicht zu, da schon normale Unterhaltungen stark hallen. Die ganze Badewelt ist sehr schön gekachelt, teilweise in Relieftechnik. Um das Becken herum befinden sich, gleichfalls wieder links beginnend im Uhrzeigersinn: Das Tepidarium mit beheizten Sitzbänken und vorgelagertem Duschbereich, ein „Odorium“ genannter, mit Duft versehener kleiner Ruheraum, der zwar durch eine Glastür vom Trubel draußen getrennt ist, aber selbst mit einem kleinen Brunnen für die Geräuschkulisse eines Urinals sorgt. Die Liegen hingegen sind bequem und mit flauschigen Decken versehen. Es folgt eine Nische mit Wechselbädern: Zwei Kalt- oder besser: Nicht-so-warm-Becken an den Seiten auf Bodenniveau und erhöht das Heiß- oder besser: Etwas-wärmer-als-draußen-Becken. (Besuchern des Maximare in Hamm ist das als „Jungbrunnen“ bekannt und dort auch von den Temperaturen her besser umgesetzt.) Zwei Duschen sind hier ebenfalls zu finden. Ein weiterer Ruheraum schließt sich an: Dieser ist offen, mit zwar bequemen, aber nicht verstellbaren Liegen und von der Ausstattung mit Tisch und vor allem Lampen an die Saarland-Therme erinnernd, nicht zuletzt wegen der Geräuschkulisse. Es folgen das geräumige Hamam sowie ein Dampfbad, wo zu festen Zeiten Einreibungen angeboten werden. Leider sind die Schläuche zur Reinigung der Sitzbänke dort so ungünstig am Dampfaustritt befestigt, daß man sich beim aufdrehen des Wassers fast verbrüht.

Den Außenbereich betritt man über einen Steinsteg über einen kleinen Fischteich, von wo aus man auch einen weiteren Ruheraum erreicht. Geradeaus hält man auf die Backofensauna zu, die nur 60 °C bietet, die aber auch nötig sind, um den Fertigbackvorgang diverser Teigwaren abwarten zu können, der dreimal am Tag angeboten wird. Alle paar Minuten wird automatisch ein Topf mit Wasser auf den Ofen aufgegossen. Daneben befindet sich die Aufgußsauna mit 90 °C, gegenüber ein Eisbrunnen und ein Duschbereich. Dahinter ist noch ein Tauchbecken im Boden eingelassen, das aber deutlich wärmer war als die Duschen.

Prominent in der Mitte des Außenbereichs ist die Seesauna zu finden, die 95 °C und einen großes Fenster zum „Saunasee“ bietet, ein beheiztes, großes Außenbecken mit Schwalldusche, die aus einem kleineren runden Sitzbecken darüber gespeist wird. Vorbei an diesem Schwimmbecken nach rechts hin passiert man eine Art hölzernen Wigwam mit gasbefeuertem Kamin, der – zumal wenn es draußen etwas kühler ist – nach einem Saunagang zum Verweilen einlädt. Etwas weiter auf der linken Seite befinden sich schließlich die beiden letzten Außensaunen, die 95 °C heiße Kelo- und die auf 100 °C erhitzte Stollensauna mit Ofen in einer Lore. Diesen schließt sich noch ein kleiner Duschbereich mit Regendusche an, die einen sehr feinen, kalten Nebel verteilt.

Überall verteilt im recht verwinkelt und auf mehreren Ebenen angelegten Außenbereich findet man Sitz- und Liegegelegenheiten, teilweise auch überdacht, so daß man sich dort auch bei Regen oder Schnee niederlassen kann, sofern es von den Temperaturen her paßt. Durch diesen verwinkelten Aufbau wirkt der Garten auch größer, als er eigentlich ist, und man kommt sich nirgends vor wie auf dem Präsentierteller.

Das Sauna-Restaurant ist ein langer Schlauch mit Blick auf den Wasserfall in das Nord-Außenbecken der Therme an der Seite sowie Theke, Kuchen- und Salatbüfett am Ende. Leider gibt es hier keine Bedienung, man muß an der Theke bestellen und die Getränke und evtl. Kuchen selbst zum Tisch balancieren. Größere Speisen immerhin werden an den Platz serviert. Die Portionen sind ordentlich, die Preise noch erträglich; für Getränke hingegen werden Mondpreise verlangt (aber es gibt ja noch den Trinkbrunnen im Untergeschoß). Die Tische werden nur sporadisch gesäubert, die meisten Angestellten dort sind zwar nicht unfreundlich, wirken aber stets etwas abweisend.

Der üppige Eintrittspreis beinhaltet auch den Zutritt zur Therme. Um zu ihr zu gelangen, muß man wieder durch das Drehkreuz und die beiden Treppen hinunter und hält dann geradewegs auf das große Thermalbecken zu. Das ca. 15 Meter durchmessende, 1,30 Meter tiefe Becken bietet Sprudelliegen, Massagedüsen, Bodensprudel, eine Schwalldusche sowie eine Sitzbank, wo man sich das gebrauchte Wasser des Sitzbeckens darüber über den Rücken laufen lassen kann. Ferner findet man innen noch das große Sprudelbecken, das wie das Hauptbecken 34 °C warm ist, einen kleinen Whirlpool mit 36 °C sowie eine Heiß- und Kaltgrotte mit 38 und 18 °C. Darüber hinaus findet man hier auch einen kleinen Ruheraum, der durch eine Glaswand vom Bad getrennt ist, vor sowie ein Dampfbad mit drei Sitzebenen, in dem es aber, wie wohl üblich in textilen Bad-Dampfbädern, zugeht wie in einem Taubenschlag. Passend dazu die blaue Farbe der Kacheln. Der Hunger läßt sich im Bistro „Bella Vista“ stillen, der passend zu der kleinen Karte einen kleinen Sitzbereich mit Blick aufs Bad bietet.

Außen hat die Therme zwei Becken zu bieten, beide auf 33 °C erwärmt: Die „Felsgrotte“ im Norden, in die sich alle paar Minuten aus dem Auffangbecken das Wasser des Wasserfalles ergießt. Außerdem sind hier Massagedüsen, Schwallduschen und ein recht starker Strömungskanal zu finden. Das Südbecken ist zweigeteilt und bietet auf jeder Seite Sprudelliegen und -sitze sowie Schwallduschen. Im Sommer kann darüber hinaus der „Carolus Beach“ genannte Außenbereich genutzt werden.

Im Saunabereich werden stündlich Aufgüsse angeboten, am frühen Abend auch zwei gleichzeitig. Bei größerem Andrang werden die Gäste gebeten, draußen zu warten und erst nach Aufforderung des Saunameisters einzutreten, was nach meinen Beobachtungen auch eingehalten wurde. Überhaupt waren die Gäste am Tage meines Besuches (wie sonst hoffentlich auch) angenehm ruhig. Es wurden nicht über Stunden Liegen reserviert, sondern wirklich belegt und nach Benutzung geräumt. Aufgrund der Grenznähe natürlich auch viel Publikum aus den Niederlanden und Belgien aller Altersklassen. Das Saunapersonal war sehr freundlich.

Besucht habe ich nur einen Aufguß, den ersten des Tages, der noch nicht so voll war und für den Anfang vernünftig einheizte. Als Zugabe gab es eine Obstplatte (man mußte sich zwar nicht Abduschen vorm Zugreifen, es wurde aber darauf hingewiesen, sich die Hände gründlich abzutrocknen). Die Backzeremonie ist an sich nichts Besonderes, man sitzt halt in einer Niedertemperatursauna und wartet, bis das Zeug aufgebacken ist. Anschließend bekommt man draußen vom Personal das noch heiße Gebäck in die Hand gereicht.

Insgesamt bieten die Carolus-Thermen zwar eine ansprechende und abwechslungsreiche Saunalandschaft, die sich aber nicht zuletzt angesichts des stolzen Eintrittspreises für meinen Geschmack bei zu vielen Kleinigkeiten Schwächen erlaubt: Angefangen von den wenigen Taschenablagen über den rasch verdreckten Boden, die wenigen (Un-) Ruheräume, keine Trockenmöglichkeiten für Handtücher, der Imbiß-Charakter des Restaurants, trotz schon stolzer Eintrittspreise nochmals 3 € Parkgebühren, der unbequeme Schlüssel, Umkleiden im Badbereich… Das alles macht Bad Aachen mehr zu Aach als Baden. Glücklicherweise hat man mit dem Saunaführer die Möglichkeit, mit bis zu zwei Personen immerhin 25 % des Eintrittspreises zu sparen.

Der Tageseintritt für die Sauna inklusive Therme kostet 36 €, am Wochenende und an Feiertagen werden 2 € Zuschlag erhoben. Kindern wird erst ab 6 Jahren der Zutritt gewährt, für sie gelten dieselben Preise. Damensaunatage gibt es nicht, geöffnet ist täglich von 9–23 Uhr.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Saarland-Therme, Bad Rilchingen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
2.11.2017 - 21:32 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Ich hatte heute zum zweiten Mal das Vergnügen, die Saarland-Therme aufzusuchen. Den ausführlichen Schilderungen Betzys gibt es nichts hinzuzufügen, was den Thermalbereich angeht; allenfalls, daß ich hier mittlerweile Personal in roten T-Shirts mit der Aufschrift "Aufsicht" umhergehen sah, das "reservierte" Liegen abräumte (es wurden mittlerweile Körbe zur Aufbewahrung angeschafft) und allzu lautes oder wildes Publikum zurechtwies.
Im Saunabereich wurde das alberne Stolperbecken vor Stein- und Kräutersauna eingeebnet, so daß jetzt ein gefahrloser Gang in Richtung Dachterrasse dort zu finden ist. Es gibt nun auch keine Durchgangsmöglichkeit mehr von dort zum kleinen Ruheraum, sie wurde verschlossen und durch (Plexi-) Glasscheiben schallgedämmt, so daß man dort nicht ständig das Rauschen der Duschen und alle sonstigen Geräusche umhergehender Gäste mitbekommt. Der Zugang erfolgt nun über den großen Ruheraum neben dem Dampfbad (wo es schon bei meinem ersten Besuch kein Salz mehr zur freien Verfügung gab). Auch dieser wurde mittels Plexiglas und Sichtschutz völlig vom Restaurant- und damit Textilbereich abgetrennt. Geblieben ist die knarzige rote Holztür, wahrscheinlich auch ein Original-Import aus Marokko, aber ebenso häßlich wie unpraktisch, denn schließen läßt sich das verzogene Ding nicht richtig.
Es stehen auch keine billigen Kippliegen mehr in dem kleinen Ruheraum, sondern acht Chaiselongues, die allerdings so "longue" sind, daß sie ganz an der Wand stehen müssen, damit man überhaupt daran vorbeikommt und sie sich daher nicht verstellen lassen. Aber ein nie gekanntes Gefühl der Ruhe hat endlich Einzug in den Saunabereich der Saarland-Therme gehalten!
Die Auswahl an Aufgüssen ist immer noch eher rar gesät, immer abwechselnd (zum Abend auch gleichzeitig) in Alhambra- und Eukalyptus-Sauna, die teilweise sehr heiß werden; als einzige Extras nur noch Salz oder Honig oder halt Haue mit Eukalyptus-Zweigen.
So schön die Therme als solche ist, ist leider die Sauna immer noch ein lieblos rangeklatschtes Extra, das von vorne bis hinten nicht durchdacht ist, und preislich zeigt man hier leider allzu großes Selbstbewußtsein (getreu dem Saarländer Motto "Großes [= überzogene Preise] entsteht immer im Kleinen [= Saarland-Therme]"). So werden mittlerweile 30 € für die Tageskarte aufgerufen (wohlgemerkt, nicht etwa in einer der besten Wohnlagen Deutschlands, sondern in Kleinblittersdorf nahe der Grenze zu Lothringen, einem der häßlichsten Landstriche Frankreichs), aber montags bis freitags großzügig 2,50 € Rabatt gewährt, die aber schon bei hauseigenen Gutscheinen wegfallen. Als neuste Geldscheffelidee soll jetzt ab dem 1.11. ein separater Saunazuschlag von 5 € dienen, da es sich in Kleinblittersdorf jetzt schon herumgesprochen hat, daß vor fast zweieinhalb Jahren die MWSt für Saunabesuche erhöht wurde und man das ja irgendwie an die Kunden weitergeben sollte. Wie man aber als reiner Thermenbesucher an den Betreiber weitergibt, daß man die Sauna gar nicht genutzt hat und wie man das kontrollieren will, weil ja alles für jeden Gast ohne Kontrolle offen zugänglich ist, wird nicht verraten. (Und mir wurde dieser Zuschlag auch nicht berechnet, wie ich meinem Kassenzettel entnehmen kann.)
Insgesamt also für meine Begriffe eine – obgleich relativ kleine – Spitzentherme mit lieblos rangeklatschter Sauna und viel zu hohen Eintrittspreisen. Wenigstens ist die Saarland-Therme weiterhin im Saunaführer mit 10 € Rabatt für eine Person vertreten.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Re: Carolus-Thermen in Bad Aachen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
2.11.2017 - 21:57 Uhr
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Zitat von jamaria:
ich würde den Innenarchitekten verklagen. Die ohnehin dunkle Saunawelt wurde mit viel schwarz noch dunkler.


Schön (dreist) finde ich ja, daß die Öcher Therme damit wirbt, trotz den umfangreichen Renovierungen den Preis nicht angehoben zu haben. Wenn ich aber die Beschreibung im Saunaführer lese und auch noch diverse Fotos auf der Website der Therme sehe, wurde das Dampfbad nicht nur verkleinert, sondern auch noch häßlicher gemacht, und die Eiswelt ist ganz weggefallen. Somit bekommt man eigentlich noch weniger fürs selbe Geld. Und für 41 € (Wochenend-Eintritt plus Parken) kann man sich auch einen netten Tag in Grafschaft inklusive Abendessen machen.

timarion ist offline timarion  Board: Saunaleistungen: Alle Tests neben der Saunaanlage, Saunameister, Saunamassagen, Angebote - Thema: Welcher Saunaduft würde Dich vom Aufguss fernhalten? Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
15.12.2017 - 10:26 Uhr
131 Posts
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Ich hasse Zitrone, ich muß dabei immer an Sanitärreiniger denken. Blumendüfte und alle allzu süßlichen Gerüche mag ich auch nicht sonderlich.

Und ganz allgemein, egal welche Duftrichtung, diese billigen Aufgußmittel, wo man nach dem Aufguß in Mund und Nase ein Gefühl hat, als hätte man ein Stück Seife verschluckt. Nur steht das verständlicherweise nicht vorher an der Aufgußtafel angeschlagen.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNA: Allgemeine Infos und Neuigkeiten über alle Saunaanlagen - Thema: Re: Sauna am 1. Weihnachtsfeiertag offen in NRW Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
18.12.2017 - 21:45 Uhr
131 Posts
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Die Carolus-Thermen in Aachen haben am 25.12. von 15 bis 23 Uhr geöffnet.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Centre de Natation „An der Schwemm“, Bettemburg (Luxemburg) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
1.1.2018 - 14:48 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Das „Centre de Natation ,An der Schwemm‘“ liegt mitten in der Stadt Bettemburg im Süden Luxemburgs. Ein großer, kostenloser Parkplatz ist unmittelbar vor dem Bad vorhanden.

An der Kasse erhält man nach Entrichtung des Eintrittspreises ein Chiparmband, womit die Drehkreuze freigegeben und die (fest zugewiesenen) Spinde verriegelt werden. Auch die weiteren Leistungen werden auf den Chip gebucht und beim Hinausgehen bezahlt. Auf Anfrage erhalten Erstbesucher eine ausführliche mündliche Einweisung.

Saunabesucher wenden sich hinter dem Eingangs-Drehkreuz nach rechts und gehen eine Treppe hinauf. Oben angekommen muß noch ein Drehkreuz passiert werden, worauf die nach Geschlecht getrennten Sammelumkleiden mit ausreichend großen Spinden folgen. Hieran schließen sich – nun wieder für alle gemeinsam – dunkelblau gekachelte Vorreinigungsduschen und Toilettenräume an. Dahinter folgt der Sauna-Innenbereich. Rechts beginnend gegen den Uhrzeigersinn findet man hier vor: Die 95-Grad-Aufgußsauna, wo zu geraden Stunden große Aufgüsse in sechs Runden mit Pause, Zugaben in Form von Saft o. ä. sowie Honig und Salz zum Einreiben geboten werden, eine Niedertemperatursauna und das (leider nur mit Kunststoffbänken ausgestattete) Dampfbad mit zwei Sitzebenen. Daran vorbei hält man geradewegs auf den Ruheraum zu, der mit schweren Rattanliegen inklusive Decken ausgestattet ist. Links neben der Tür zum Ruheraum, verdeckt von einer Garderobe als Raumtrenner, ist eine Tür, die über eine Treppe nach unten zum Schwimmbad führt, das von Saunabesuchern mitbenutzt werden kann. (Am Fuße der Treppe muß mittels Chip das Türschloß zum Bad freigeschaltet werden.) Links neben dieser Tür gelangt man zu den Fußbädern, dahinter sind noch zwei Abkühlduschen und ein Schlauch zu finden; vor den Fußbädern ist eine Schiebetür zu einem in einem düsteren und meist im Schatten liegenden Innenhof gelegenen, sehr kalten Tauchbecken.

Es folgt eine lange Sitzbank, eine Auslage mit reichlich Zeitschriften sowie ein Edelstahlregal, das ich als Taschenregal mißbrauchte, wo aber, wie eine Dame aus den Reihen der Stammgäste verriet, normalerweise kostenlose hauseigene Handtücher für die Gäste auslägen. Auch ein Wäschekorb für benutzte Handtücher ist vorhanden. Ein Durchgang zu Bistro und Außenbereich sowie für Kleinkram sehr großzügige, für Taschen aber zu kleine Ablagen, unpraktischerweise hinter weiteren Sitzgelegenheiten für Gäste angebracht, bilden den Abschluß.

Das Bistro wird vom Saunapersonal geführt und bietet nur wenige Speisen an, dafür aber eine weitaus größere Auswahl an Getränken und das nicht nur für Luxemburger Verhältnisse zu relativ günstigen Preisen. Zudem steht stets eine Schale mit Obst und/oder Nüssen kostenlos für die Gäste bereit.

Der Außenbereich besteht, da diese Anlage ebenso wie beispielsweise die in Niederanven oberhalb der Schwimmhalle aufgebaut wurde, aus einer Dachterrasse. Man kann sich hier entweder geradeaus halten und geht vorbei am 65 °C warmen Sanarium, wo alle halbe Stunde mit musikalischer Untermalung ein automatischer Aufguß mit einer Apparatur stattfindet, die an jene in den Steinsaunen in Tholey und Bad Kreuznach erinnert. Es folgt linker Hand zunächst ein Duschbereich mit u.a. Regendusche und Schwalleimer, darauf die Loft-Sauna (85 °C) mit einer erhöht um einen zentralen Ofen verlaufenden Sitzbank, wo zu den ungeraden Stunden kleine Aufgüsse stattfinden (eine feste Rundenzahl konnte ich nicht ausmachen, es wurde der Eimer leergelöffelt und verwedelt). Der weitere Durchgang war bei meinem Besuch gesperrt; es geht hier sonst wohl zu einem kleinen offenen Bereich mit Liegen.

Einen solchen findet man aber auch vor, wenn man sich hinter der Tür nach draußen gleich nach links wendet. Hier sind in einem Quadrat einfacher gehaltene Kippliegen sowie wetterfeste Plastiksessel vorhanden. Zudem gelangt man hier in einen weiteren Ruheraum, der mittig einen Kamin bietet, drei Liegen sowie einige Sessel. Sowohl hier als auch im inneren Ruheraum herrschte auch wirklich Ruhe, was besonders hervorzuheben ist, da ansonsten überall und ständig geredet wurde, auch und gerade während der Aufgüsse, die nach meinem Dafürhalten vom Personal ziemlich lustlos und teilweise mit fünfminütiger Verspätung oder unter reichlichen Beschwerden über die Arbeitsbe- und -überlastung weggewedelt wurden. Wenigstens waren die Düfte gut, wurden aber im Aufguß nicht angekündigt (aber sie stehen wenigstens kleingedruckt auf dem Aufgußplan). Die Aufgüsse werden übrigens durch einen großen Gong, der zwischen den beiden Innensaunen steht, angekündigt.

Überhaupt schien mir das Saunapersonal wenig motiviert (was von oben erwähnter Stammgast-Dame auch bestätigt wurde), dafür waren die Besucher umso freundlicher, sei es ein Stammgast, der mir den Weg zum Schwimmbad beschrieb (ich wäre sonst durch die Bad-Umkleiden gelaufen) oder zwei ältere Damen, die voll des Lobes waren, nur weil ich nach der Benutzung einer Liege die Decke wieder zusammenfaltete. Wenigstens in der Verwaltung scheint man motivierter bei der Arbeit zu sein, auf eine kurze E-Mail-Anfrage wurde mir schnell und ausführlich geantwortet.

Das Schwimmbad kann, wie bereits erwähnt, von Sauna-Besuchern mitgenutzt werden. Hinter der Tür zum Bad befindet sich links das Bad-Bistro, das leider meist geschlossen ist (wobei den Besuchern aber auch verboten ist, eigene Verpflegung mitzubringen) sowie ein großes Plantschbecken für Kleinkinder. Geradeaus geht es zur Rutsche, die zwar nicht sehr lang ist, aber sehr schöne Stroboskop-Lichteffekte bietet und durch ihre gute Verarbeitung keinerlei Nähte spüren läßt. Es folgt das angenehm temperierte Nichtschwimmerbecken mit Schwalldusche, Massagedüsen und Bodensprudel sowie schließlich das Schwimmbecken mit fünf 25-Meter-Bahnen. Die Sitzbänke rund um die Becken sind beheizt.

Insgesamt bietet das Bettemburger Bad nichts, was eine weite Anreise lohnt, zumal die Tageskarte mit 20 € angesichts des Gebotenen auch nicht sonderlich günstig ist. Allerdings sind auch Tarife zu 2, 3 ½ und 5 Stunden ab 9 € vorhanden, so daß es sich für Kurz- und Feierabendsaunierer aus der Umgebung durchaus lohnt. Jedoch muß man sich eben darauf einstellen, daß es hier sehr kommunikativ zugeht. Die Sauna ist täglich ab 9 Uhr geöffnet, wochentags bis 22 Uhr, samstags bis 20 Uhr, sonntags von November bis Mai bis 17, von Mai bis Oktober bis 13 Uhr. Dienstags ist Damensauna, donnerstags Familientag.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNAFRAGEN: Fragen und Antworten zu Saunen Sauna- und Wellnessanlagen - Thema: Re: Textilsauna? Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
1.1.2018 - 21:57 Uhr
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Zitat von Gustav:
Neu gefunden habe ich die Sauna 'Tekstiili' in Mondorf Lu, bedeckte Sauna ohne Badekleidung.


Die "Tekstili" ist aber keine Textilsauna in der Art, wie sie hier angesprochen und mit Recht verdammt wurde, sondern eine einzige Kabine inmitten des normalen Saunabereichs, wo Gäste schwitzen können/sollen/müssen, die sich in der Sauna ins Handtuch einwickeln, also quasi eine Kabine für Saunamumien.
Weitaus bescheuerter finde ich jedoch die Regelung, daß in Mondorf zwar nackt sauniert wird, man aber auch im (angeblichen) Sauna-Bereich in den Bädern Badekleidung tragen muß. Ich werde vl. mal demnächst von dort berichten, falls ich mich mal dorthin verirren sollte.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Vitalium, Windhagen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
3.1.2018 - 21:55 Uhr
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Nach über einem Jahr verschlug es mich noch einmal ins Windhagener Vitalium. Mein Kalkül, daß am Samstag vor den Weihnachtsfeiertagen kaum Betrieb sein würde, ging voll auf, selten erlebte ich zur Sauna-Hochsaison einen solch geruhsamen Tag.

Ein paar Veränderungen zum Vorjahr gibt es jedoch: Am Eingang erhält man nicht mehr das lästige Stift-Armband, sondern einen Chip mit integriertem Schlüssel und groß aufgedruckter Nummer. Hierfür muß ein Pfand (Führerschein, Gesundheitskarte o.ä.) hinterlegt werden. Auf meine Nachfrage hin wurde meine Vermutung bestätigt, daß allzu viele Gäste sich ohne zu bezahlen verabschiedet hätten. Es ist schließlich kein Drehkreuz vorhanden, und alle Leistungen werden erst beim Hinausgehen bezahlt.

Der Chip am neuen Schlüssel dient einzig und allein dem Zwecke, die evtl. verschlossene Eingangstür zum Saunabereich zu öffnen. Die elektronischen Schrankschlösser wurden gegen manuelle ausgetauscht, und obgleich das Schlüsselarmband recht groß ist, ist es doch wesentlich angenehmer zu tragen als zuvor der baumelnde Stift. Bargeld wird auch weiterhin nicht in der Anlage benötigt, abgerechnet wird über die Schlüsselnummer wie gehabt.

Neu ist im Innenbereich gleich rechts, wenn man aus den Umkleiden tritt, ein Wasserspender, woran man seine Plastikflaschen auffüllen kann. Eine sehr sinnvolle Neuerung, wie ich finde.

Den Außenpool hatte ich von meinem letzten Besuch im Sommer als recht kühl in Erinnerung, jetzt im Winter war er aber recht angenehm, zumindest wenn man ihn nach der Sauna benutzte (natürlich erst nach dem Duschen ).

Bei meinem letzten Besuch war mir auch nicht aufgefallen, daß der Ruheraum innen viel kühler gehalten ist als der übrige Innenbereich. Das finde ich sehr angenehm, wenn man eine Runde schlafen möchte, stickig-überheizte Ruheräume lassen mich zumindest nur dösig werden.

Ich habe dieses Mal zwei Aufgüsse (weiterhin in der Tapahtuma-Sauna draußen) besucht, die über ganze acht Runden gingen und ordentlich einheizten, ohne es mit der Hitze zu übertreiben.

Der Pächter des Gastrobereichs hat gewechselt, nunmehr ist italienische Küche angesagt zu leider deutlich angezogenen Preisen. Dennoch gut und schnell, und nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen zum Sonderpreis.

Fazit: Das Vitalium ist weiterhin eine Empfehlung für einen ruhigen Saunatag, wenn es nicht so weit von mir weg wäre, würde ich hier gewiß öfter einkehren. Die Anlage ist mit Vario-Gutscheinen u.a. in den Saunaführern 4.6 und 6.6 vertreten, so daß auch Einzelbesucher die Anlage zum halben Preis nutzen können.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Nettebad Mayen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
3.1.2018 - 22:21 Uhr
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Nach langer Zeit hat das Nettebad endlich wieder einen Pächter für die Gastronomie gefunden. Leider muß hier in Bar gezahlt werden. Das Angebot richtet sich eher auf den kleinen Hunger der Schwimmer als auf den saunierenden Gourmet. Aber auch bspw. Apfelstrudel mit Eis und Vanillesoße wird geboten sowie einiges an Getränken. Die Preise sind moderat gehalten. Im Saunabereich kann man die Bedienung mit einer auf dem Tresen stehenden Klingel herbeirufen.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Centre aquatique Krounebierg, Mersch (Luxemburg) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
27.1.2018 - 16:53 Uhr
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Das „Centre aquatique Krounebierg“ ist das Schwimmbad des Städtchens Mersch, auf dessen Gemeindegebiet sich der geographische Mittelpunkt des Großherzogtums Luxemburg befindet. Am besten ist der Ort über die Luxemburger A7 zu erreichen. Vor dem Schwimmbad sind ausreichend kostenlose Parkplätze vorhanden.

An der Kasse erhält der Gast ein Chiparmband, womit Drehkreuze freigegeben und Spinde verriegelt werden. Auch zusätzliche Leistungen oder Essen und Getränke werden hierauf gebucht. Bezahlt wird alles erst beim Hinausgehen. Wertschließfächer konnte ich keine entdecken. Neulinge erhalten eine kurze Erklärung, wo sie sich hinbegeben müssen. Im Falle von Saunisten ist dies wahlweise über eine Treppe oder mittels Fahrstuhls ins Obergeschoß. Dort befinden sich hinter einer Tür gruppenweise angeordnete Sammelumkleiden (ähnlich dem Kreuznacher Bäderhaus oder dem Bocholter Bahia) mit hohen Spinden, deren Wahl für den Besucher frei ist. Verriegelt werden sie durch Drücken des Chips auf den herausstehenden Verriegelungsstift.

Durch eine weitere Tür kommt man zunächst an einer Treppe vorbei, die wohl den Zugang zum Schwimmbad darstellt, am Tage meines Besuches jedoch ständig gesperrt war. Man passiert ein weiteres Drehkreuz und findet rechter Hand den Dusch- und Toilettenbereich für Behinderte, links separate WC- und Duschräume für Damen und Herren. Am Ende des Flures kann man in drei Richtungen gehen: Geradeaus hält man auf den Ruheraum zu, rechts ist eine Infrarotkabine mit zwei Sitzen sowie ein direkter Durchgang zum Außenbereich, links eine Glastür zum Sauna-Innenbereich.

Dieser erweist sich als sehr übersichtlich: Hinter einem kurzen Gang mit Aufhängern für Handtücher oder Bademäntel befindet sich auf der rechten Seite die 70-Grad-Niedertemperatursauna mit großen Farbwechsel-LED-Lampen und automatischem Aufguß ca. alle fünf Minuten. Es folgt der Abkühl-Duschbereich mit Schwalldusche sowie -eimer und Regen- und Seitenbrausen. Den Abschluß der inneren Schwitzräume bildet das erstaunlich geräumige, dunkelblau gekachelte Dampfbad mit zwei dekorativ gestalteten Dampf-Ausströmern als Säulen mit Schalen darauf sowie mit zwei Reinigungsschläuchen. Die Decke ist als farblich changierender Sternenhimmel gestaltet. Zwei große Fußbecken sowie der in Luxemburger Saunen offenbar obligatorische Gong zur Aufguß-Ankündigung sind ebenfalls vorhanden. Leider finden sich weder hier noch sonst irgendwo Fächer für Taschen.

Ansonsten wird der Raum vor allem akustisch von dem großen Whirlpool aus Edelstahl mit zwei Abteilungen und gleichfalls farbiger LED-Beleuchtung dominiert sowie von den Sitzgelegenheiten der Sauna-Bar, wo zu (für Luxemburger Verhältnisse) moderaten Preisen kleinere Imbisse und Getränke erworben werden können. Nach außen hin bildet eine große Glasfront den Abschluß mit einer Schleuse zum Außenbereich, in der sich auch noch ein kleiner Eisbrunnen befindet. Ästhetisch Zartbesaitete dürften hier kaum glücklich werden, da sie zu drei Seiten unverhüllter Tatsachen ansichtig werden können. Das Publikum dort (zum größten Teil Stammgäste) scheint es aber nicht weiter zu stören. Beachtenswert ist die gänzlich aus Holz gestaltete Deckenkonstruktion mit herabhängenden weißen Würfeln, die (wiederum farbig) von LEDs angestrahlt werden.

Tritt man aus der Schleuse in den Außenbereich, so ist rechts die 90 °C warme Kräuter-Sauna mit wechselnden Düften, die auf einer Schiefertafel davor bekanntgegeben werden. Zwei Duschen sowie ein kleines, aber wirkungsvolles Tauchbecken bilden den Abschluß auf dieser Seite. Nach links hin passiert man ein ca. sechs mal zwei Meter großes Warmbecken (ebenfalls aus Edelstahl) mit einem kräftigen Bodensprudel in der Mitte, ständig laufenden (und leider viel zu tief angebrachten) Massagedüsen auf der linken Seite sowie zwei weiteren Jet-Düsen an der Stirnwand.

Es folgt die 100 °C heiße Trockensauna nebst einer weiteren Dusche, ums Eck Tische und Stühle sowie am anderen Ende auf der Ecke die auf 90 °C geheizte Aufguß-Sauna, wo stündlich um halb aufgegossen wird, teilweise mit Zugaben wie Salz oder Honig oder auch Obst. Die Ansagen waren kurz und knackig, à la „als Doft hunn ech eng Kraidermëschong am Eemer“ (also auf Luxemburgisch), es wurde in drei Runden aufgegossen und mit Fächer oder Handtuch verwedelt. Die Hitzeentwicklung war sehr gut, die Düfte rochen angenehm. Im Gegensatz zur Quasselsauna in Bettemburg war es hier auch ohne Aufforderung während der Aufgüsse ruhig.

Wendet man sich aus der Aufußsauna kommend nach rechts, vorbei an einer langen Reihe Aufhängern, gelangt man zu einer Art Sonnendeck mit Liegestühlen und modischen Sesseln aus Europaletten, einem weiteren kleinen Duschbereich, der Raucherecke sowie dem oben erwähnten Eingang zum Innenbereich. Hier könnte es bisweilen etwas laut werden, da sich an der Stirnseite des Liegedecks der Rutschenturm des Schwimmbades befindet. Bei meinem Besuch blieb es dort den ganzen Tag still, und wie bereits erwähnt war der Durchgang zum Bad von der Sauna gesperrt, so daß ich es leider nicht testen konnte. Es handelt sich jedoch um kein Spaßbad; ein Schwimmer- und ein Nichtschwimmerbecken sind hier vorhanden, ein 3-Meter-Sprungturm sowie als Extras besagte Rutsche sowie ein Whirlpool. Während der Schulzeit ist das Schwimmerbecken außerdem mehrmals täglich ganz oder teilweise für die Öffentlichkeit gesperrt.

Vermißt habe ich das Schwimmbad aber nicht, da sich im Saunabereich eigentlich alles befindet, was man braucht, inklusive dem weiter oben erwähnte Ruheraum, in dem es auch wirklich ruhig zuging. Zwei Reihen mit gepolsterten Liegestühlen sind hier untergebracht, dazu nicht nur kuschelige Decken, sondern auch noch kleine Kissen mit Elchmuster. Außerdem findet man hier eine kleine Bibliothek vor, eine Waage sowie am gegenüberliegenden Ende eine Kaminattrappe, die wie ein LCD-Fernseher aussieht. Die vierköpfige Quietscheentchen-Familie, die sich das Bad als Maskottchen erkoren hat, findet man hier inmitten der Hydrokultur am Fenster wieder.

Insgesamt handelt es sich auch hier nicht um Saunaanlage, die eine Anreise von weit her lohnt, aber für einen erholsamen Tag in gepflegter Umgebung mit zivilisiertem Publikum ist sie allemal gut, wenn man einmal in der Gegend ist. Die Tageskarte kostet 18,50 €, Kinder bis 14 Jahre sind mit 12 € dabei; Wochenend- oder Feiertagszuschläge werden nicht erhoben. Geöffnet ist täglich, montags ab 14, dienstags bis freitags ab 9 Uhr und dann jeweils bis 21:30 Uhr, samstags und sonntags von 8 bis 20 Uhr. Mittwochs ist Damensauna.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: PIDAL, Walferdingen (Luxemburg) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
18.2.2018 - 9:56 Uhr
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Das PIDAL ist eine gemeinschaftliche Einrichtung der Gemeinden Lorentzweiler, Steinsel und Walferdingen und liegt im Ortsteil Helmsingen der Letztgenannten, unweit der Alzette. Es bietet ein Hallenbad, ein Restaurant, einen Fitneßbereich und, was für mich ausschlaggebend für den Besuch war, einen Saunabereich.

Am besten ist Walferdingen-Helmsingen, das unmittelbar nördlich von Luxemburg-Stadt liegt, über die Luxemburger A7 zu erreichen. Kostenlose Parkplätze sind rund um die Anlage zur Genüge vorhanden. Den Saunabereich bucht man an der Rezeption im ersten Stock, den man über eine Treppe oder einen Lift erreicht. Man kann wählen, ob man den Eintritt sofort bezahlt oder beim Hinausgehen zusammen mit den übrigen Leistungen, die auf ein Chiparmband gebucht werden.

Die Sammelumkleiden sind für Fitneß- und Saunabereich gemeinsam, es gibt einen großen Bereich für Damen und Herren gemeinsam sowie noch kleinere, die nach Geschlecht getrennt sind. Die Spinde sind groß, was sie auch sein müssen, da große Saunataschen nicht mit in die Sauna hineingebracht werden dürfen. Verschlossen werden sie durch einfaches Vorhalten des Chips vor ein Sensorfeld.

Um in den Saunabereich zu gelangen, muß man ein Drehkreuz passieren und gelangt so erst einmal in einen Vorraum mit Föns; dahinter folgt – wie in Luxemburger Saunen üblich – ein labyrinthartiger Innenbereich. Hier befindet sich die Niedertemperatur-Sauna mit Farblichtwechsel (nicht besucht), die Rosensauna (ebenfalls nicht besucht) mit Rosenduft, ein Durchgang zum Schwimmbad, ein Whirlpool, der vom Gast eingeschaltet werden kann und nach einem Durchlauf wegen der Regeneration verlassen werden muß, ein Tauchbecken nebst einem Kaltdusch-Bereich, ein kleiner Eisbrunnen, diverse Warmduschen mit Seifenspendern, Fußbecken mit beheizten Sitzbänken sowie eine kleine Leseecke mit reichlich Auswahl, sowohl thematisch als auch sprachlich (deutsch, französisch, englisch, italienisch, portugiesisch) und schließlich das Dampfbad, das am Tage meines Besuchs einen zitrusartigen Duft verströmte. Es ist blau gekachelt und bietet geheizte Bänke und Wände.

Auch ein Ruheraum, teilweise in Holz gearbeitet, befindet sich im Innenraum. Leider herrscht dort selten wirklich Ruhe, was aber nicht an den Besuchern drinnen liegt, sondern daran, daß Gespräche von draußen nahezu ungefiltert durch das Glas nach innen dringen und die Zugangstür stark quietscht. Geboten werden außerdem nur einfache Kippliegen, immerhin mit Decken.

Insgesamt wirkt der Innenbereich mit seiner weißen Kachelung sehr kühl und steril. Hierzu paßt auch, daß neben dem Zugang zum Außenbereich und zum Restaurant ein Desinfektionssprüher angebracht ist nebst der Forderung, sich die Füße beim Eintreten zu desinfizieren. Hinter dieser Tür jedoch betritt man fast eine andere Welt. Geradeaus geht es zum Restaurant, das auch Besuchern von außen offensteht. Mindestens ein Bademantel ist hier also obligatorisch. Es ist ganz aus Holz im Stile eines Chalets gebaut und bietet einen Blick auf den Saunagarten. Die Karte bietet Raffiniertes aus der französischen Küche zu happigen Preisen (für Sparfüchse gibt es auch Menüs); die Bedienung war passend dazu nur frankophon.

Nach links hin ist über eine kleine Treppe der Zugang zum Außenbereich. Er ist sehr gut gepflegt, auch jetzt im Winter. Zunächst passiert man das kleine Außenbecken mit einem Wasserpilz, den man selbst einschalten kann. Die Temperatur ist recht kühl, angenehm ist der Aufenthalt hier nur dann, wenn man noch von der Sauna aufgeheizt ist. Die von dort abgehenden Wege führen zu vier Saunen: Am linken Ende auf einem Teich thronend und mit einer riesigen Uhr am Schornstein findet man die Takka-Sauna (ca. 80–90 °C), wo sich im Achteck Bänke um ein prasselndes Feuer aneinanderreihen. Mittig findet man eine Doppelsauna vor, ebenfalls mit Kaminfeuern: Links die 110 °C heiße Maa-Sauna, rechts die 80 °C warme Sointi-Sauna mit beleuchteter Duftschale und farbwechselnden LEDs in den Ecken. Gegenüber ist eine kleine Duschschnecke mit Kneipp-Schläuchen und verschiedenen Kaltduschen. Rechts schließlich die Aufguß-Sauna, wo stündlich zur halben Stunde (außer mittags) aufgegossen wird. Ich habe nur einen Aufguß besucht, der mit Eis durchgeführt wurde. Es wurde ordentlich heiß, aber der Duft war eher sparsam dosiert und hinterließ einen seifigen Nachgeschmack. Verwedelt wurde nur mit einem einfachen Handtuch Marke Sonderangebot aus dem Dänischen Bettenlager. Als Zugabe gab es vor dem Aufguß eine Platte mit Blutorangenstücken. Es wurde per Aushang vor der Sauna um Ruhe gebeten und innen auch eingehalten, wie generell in allen Saunen. Es gibt oberhalb der Aufguß-Sauna noch eine Terrasse mit Liegen, die auch einen Zugang zum Restaurant bietet. Platz wäre im Außenbereich noch für ein kleines Ruhehaus; für den Sommer stehen stapelweise Liegen bereit.

Der Eintrittspreis für die Sauna beinhaltet auch die Zugangsberechtigung für das Schwimmbad. Es handelt sich hier um ein einfaches Hallenbad mit einem fünfbahnigen 25-Meter-Becken mit Startblöcken sowie einem Nichtschwimmerbecken mit einer kleinen Rutsche für Kleinkinder. Im Sommer gibt es Zugang zu einer Liegewiese, ganzjährig eine kleine Snack-Bar. Als einzige Besonderheit hat das Schwimmbad eine Badekappenpflicht zu bieten. Wer dieses Relikt der 80er Jahre nicht mehr bei sich führt, kann an der Rezeption kostengünstig eine erwerben, sogar aus Latex oder Silikon, die mit ihrer straffenden Wirkung für die Zeit ihres Getragenwerdens ein faltenfreies Gesicht garantieren.

Ein Stockwerk über der Sauna befindet sich noch ein Meerwasserbecken mit Ruheliegen. Hier herrscht zwar Textil-, aber keine Badekappenpflicht. Ein Besuch dort alleine kostet 14 €, wenn man bereits eine Saunakarte erworben hat, reduziert sich der Preis auf 8 €. Ich habe es noch nicht getestet, das kommt dann das nächste Mal dran.

Insgesamt ist das PIDAL schon eher eine Anlage, die eine etwas weitere Anreise lohnt, zumal wenn man sich auch noch französischen Gaumenfreuden hingeben will. Besonders im Sommer, wenn der Außenbereich auch voll genutzt werden kann, dürfte ein Aufenthalt hier sehr angenehm sein.

Es werden nur Tageskarten geboten, die aber mit 18 € angesichts des Gebotenen relativ günstig sind. Kinder, Jugendliche und Studenten zahlen nur 12 €, Wochenend- oder Feiertagszuschläge werden nicht erhoben. Geöffnet ist täglich in der Regel von 9 bis 21:45 Uhr, montags erst ab 14 Uhr, donnerstags und samstags ab 8 Uhr, samstags nur bis 18:45 Uhr, sonntags nur bis 19:45 Uhr. Donnerstags ist Damensauna.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Les Thermes, Strassen (Luxemburg) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
25.2.2018 - 17:36 Uhr
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Dr.Sauna Ranking


Nach über einem Jahr habe ich nochmals meine erste Sauna in Luxemburg besucht.

Es hat sich nicht viel verändert, außer daß aus der 90-Grad-"Lava"-Trockensauna im Innenbereich eine Infrarotkabine wurde, was aber angesichts zwei weiterer Trockensaunen im Saunagarten kein wirklicher Verlust ist. Die Strahler bzw. die Lehnen sollen vor und nach jedem Gang vom Gast gereinigt werden, wofür Papiertücher, Reinigungsmittelspender und Mülleimer bereitstehen.

Das verschimmelte Vordach vor der Salzsauna wurde mit Kunststoffplanken von unten geschützt; soweit ich erkennen konnte, hat man die alten Latten darunter aber zuvor noch erneuert.

Die große Attraktion ist draußen natürlich weiterhin die "Waasserfall"-Sauna, die dieses Jahr einen Blick auf skurrile Eisskulpturen bot, vom herabrauschenden Wasser bei den eisigen Außentemperaturen geformt. D. h. böte, wenn denn sich mal jemand bemüßigt fühlte, auch einmal das Fenster dieser Sauna sauberzumachen, es wird zusehends milchig. Auch der Anblick zerlaufenden Scheibenklebers, der wie Schokoladensoße langsam über die Scheibe rinnt, ist wenig erfreulich.

Und ebenfalls nagt der Zahn der Zeit unerbittlich an der Aufgußsauna, die innen mittlerweile schon sehr verbraucht aussieht mit den fleckigen Bänken. Ich habe dieses Mal zwei Aufgüsse besucht, die von verschiedenen Mitarbeitern dargeboten wurden. Einmal von einer kräftig gebauten Dame mit Kurzhaarfrisur, die die wenigen Worte der Vorabansprache auf Deutsch von sich gab und die drei Runden relativ lustlos wegwedelte, sowie von einem gewissen Federrrrrrico, der zwar ordentlich verwedelte, aber darüber vergessen hatte, den Duft so zu dosieren, daß man auch etwas davon mitbekam. Honig gabs keinen mehr, nur noch Tee sowie beim ersten Aufguß Kiwi-Häppchen.

Leider hat man auch hier nun die zusätzliche Wertschöpfungsoption des Wochenend- und Feiertagszuschlags entdeckt, und so sind nun für jede Eintrittskarte an solchen Tagen ein Euro extra zu berappen. Ansonsten hat sich aber weder an den Eintrittspreisen, noch an den Öffnungszeiten etwas geändert.

Nach wie vor ist m. E. Les Thermes die Luxemburger Sauna der Wahl, wenn man in schickem Design in originellen Schwitzräumen saunieren möchte. Da nur Tageskarten für die Sauna ausgegeben werden, sollte man seinen Besuch auch entsprechend ganztägig planen.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Cloefbad im Gesundheitszentrum Saarschleife, Mettlach-Orscholz Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
25.2.2018 - 17:57 Uhr
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Bei meinem zweiten Besuch im Orscholzer Gesundszentrum durfte ich erfreut feststellen, daß die Aufgußsauna gründlich renoviert wurde. Helle Holzbänke und an den Wänden dazu passende Holzpaneele. LED-Lichtbänder sorgen für stimmungsvolle Beleuchtung.

Ich habe drei Aufgüsse an dem Tag besucht, die von drei verschiedenen Mitarbeitern zelebriert wurden. Dieses Mal war die Bandbreite der Düfte weiter gefächert, und auch ein (zumindest von mir) zuvor noch nie gesehenes Utensil kam beim ersten Aufguß zum Einsatz: Aus einer 5-Liter-Pumpsprühflasche wurden die Gäste nach dem letzten Durchgang mit kaltem Wasser besprüht. Zugaben gab es keine.

Der Innenbereich der Sauna wurde gleichfalls renoviert und erstrahlt nun in vorwiegend Braun- und Grüntönen. Auch die defekten Schließfächer wurden repariert.

Im Bad leider immer noch dasselbe Bild im Warmwasserbecken, nur daß die fehlenden Kacheln am Boden mit einer Art Zement zugeschmiert wurden, um Verletzungen zu verhindern.

Das Wellenbecken (übrigens doch nicht das einzige im Saarland, das andere ist im Aquamundo am Bostalsee, aber da gibts keine Sauna) sorgt immer noch für angenehme Kurzweil, das sehr kühl temperierte Außenbecken ist im Winter hervorragend zum Abkühlen nach der Sauna geeignet (da leider kein Tauchbecken im Saunabereich vorhanden ist).

Trotz der Renovierung wurde der Eintrittspreis nicht erhöht, womit das Cloefbad weiterhin eine der günstigsten Saunen mit manuellen Aufgüssen bietet.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Syrdall Schwemm, Niederanven (Luxemburg) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
18.3.2018 - 12:44 Uhr
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Ein zweiter Besuch in der Schwemm brachte eine positive Veränderung zutage: In den Aufgüssen herrscht nun Ruhe (kann natürlich auch am Publikum gelegen haben), es werden zumindest laut Aufgußplan keine gesonderten "stillen" Aufgüsse mehr angeboten.

Ansonsten hat sich weder an den Preisen noch an den Öffnungszeiten etwas geändert, lediglich der Internetauftritt wurde etwas aufgehübscht.

Das Publikum wie gehabt bunt gemischt und ruhig(er als beim letzten Mal). Vor allem für Luxemburg-Pendler aus der Trierer Gegend interessant als Feierabend-Sauna, da Niederanven gleich an der A1 liegt. Ausgenommen mittwochs, denn da ist wie gehabt Damensauna.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Centre aquatique Krounebierg, Mersch (Luxemburg) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
18.3.2018 - 13:29 Uhr
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Besuch Nr. zwei im Merscher Schwimmbad. Ob man von der A7 (nach insgesamt gut acht Kilometern Tunnel) die Abfahrt Mersch oder Merscherberg nimmt, ist hierbei unerheblich, da man noch ein gutes Stück durch den Ort durchfahren muß, gefühlt ging es aber über Merscherberg schneller.

Die Aufgüsse wie gehabt stündlich um halb, Pläne hängen an der Saunabar und an den Durchgangstüren, die man von den Umkleiden aus auf jeden Fall durchschreiten muß, aus. Schön auch, daß die meisten Gäste hier die Aufgußsauna auch wirklich erst betreten, wenn die Saunameisterin den Gong geschlagen hat. Während der Aufgüsse herrscht Ruhe auch ohne eigene Aufforderung hierzu.

Dieses Mal war auch das Schwimmbad geöffnet, dem ich gleichfalls einen kurzen Besuch abstattete. Man nimmt hierfür das Treppenhaus vor dem Drehkreuz zum Saunabereich und gelangt so zunächst zum Bad-Bistro und zum Kleinkindbereich. Dahinter folgt das Nichtschwimmerbecken mit drei Schwallduschen und am Tage meines Besuches voller Schwimmspielzeug für Kinder. Den Abschluß bildet das 25-Meter-Schwimmerbecken mit Ein- und Drei-Meter-Sprungbrettern, die leider etwas ungünstig an der Seite plaziert sind, so daß bei deren Öffnung gleich drei Bahnen gesperrt werden müssen.

Als einzige Attraktionen bietet das Schwimmbad eine große Liegewiese mit Wasserspielen und Beachvolleyballfeld (natürlich nur im Sommer) sowie (ganzjährig) einen Whirlpool für ca. 6 Personen und eine zwar kurze, aber mit sehr interessanten Lichteffekten versehene Rutsche mit Ampel. Und wie von mir bereits gemutmaßt hörte man natürlich die Geräusche aus dem Rutschenturm auf dem Sonnendeck der Sauna. Aber wer wirkliche Ruhe suchte, war mit dem bereits zuvor beschriebenen Ruheraum ohnehin besser beraten.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Aqua Nat’Our, Hosingen (Luxemburg) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
25.3.2018 - 19:00 Uhr
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Besuch Nummer zwei in Luxemburgs wohl nördlichster Saunaanlage. Im Vergleich zu anderen von mir im Ländchen besuchten Saunen doch ein wenig umständlicher zu erreichen, da die A7 schon sehr viel weiter südlich aufhört und große Verkehrswege auch in den angrenzenden und ebenso spärlich besiedelten Gebieten Belgiens und Deutschlands nicht lohnen. Dafür aber weiterhin der Besuch im AquaNat’Our.

An den engen Umkleiden und schmalen Schränken hat sich leider nichts geändert; für die Wertfächer hinter den Drehkreuzen an der Kasse ist ein Pfand (meist der Personalausweis) zu hinterlegen, und Taschenfächer sucht man im Saunabereich weiterhin vergeblich, weshalb viele Gäste diese einfach an den Rändern der Gänge abstellen.

Die gesamte Anlage ist weiterhin sehr gepflegt und sauber; auch bei meinem zweiten Besuch waren nicht allzu viele Gäste anwesend. Entspannt konnte man also den Gong des Saunameisters abwarten, auf den hin die Gäste die Aufgüsse (wie gehabt meist in der 90-Grad-Innensauna) aufsuchten. Zum ersten Mal kam ich hier auch in den Genuß einer Nußmischung als Aufgußduft, der sehr intensiv und angenehm war. Allzu mitteilungsbedürftige Gäste wurden vom Saunapersonal dezent zur Ruhe gebracht.

Decken liegen nicht auf den Liegen aus, sondern werden zentral bereitgestellt und sollen nach der Nutzung in einem Wäschekorb entsorgt werden, der bei jedem Rundgang vom Personal geleert wird. Entsprechend duften die Decken auch noch leicht nach Weichspüler.

Dieses Mal probierte ich auch einmal das Dampfbad im Schwimmbad aus, das wie sein Pendant im Saunabereich sehr geräumig ist und zwei Sitzebenen bietet, aber mit seiner grellen Beleuchtung nicht annähernd die gleiche Atmosphäre ausstrahlt. Der Dampfaustritt hingegen war enorm. Für einen Samstagnachmittag war auch das Bad eher spärlich besucht.

In der Saunabar unverändert italienische Küche, das männliche Personal durchweg fröhlicher gestimmt als die Damen. Bis zum späten Nachmittag werden nur Getränke und Speisen aus einer kleinen Snack-Karte serviert, ab 18 Uhr gibt es dann wieder die große Karte. Dieses Mal fiel meine Wahl auf einen Burger, der mit drei frei wählbaren Beilagen serviert wurde, die Portion war reichlich, die Preise im gehobenen Normalbereich. Lediglich die Getränke sind hier etwas teurer, aber verglichen mit den Saunabars rund um die Hauptstadt wird man hier geradezu preiswert satt.

Auch bei einem anderen Vergleich kommt Hosingen sehr gut weg, nämlich was die Aufgüsse angeht. Vollständige Ansagen des Personals (wie gehabt auf Luxemburgisch oder Deutsch), angenehme, ordentlich dosierte Düfte und gute Wedeltechniken (mit Wacheltuch oder Fächer) sichern in meiner Liste den Hosingern den Luxemburger Spitzenplatz in Sachen Aufguß. Weiterhin wird im Anschluß eine kleine Obstplatte gereicht.

Die Tageskarte kostet für Erwachsene wie gehabt 20 € ohne irgendwelche Zuschläge. An den Öffnungszeiten hat sich nichts geändert, allerdings wurde die Damensauna montags auf fünf Stunden (9–14 Uhr) eingedampft. An jedem dritten Freitag im Monat außer im August findet eine Saunanacht bis 2 Uhr statt, mit wechselnden Themen, inklusive FKK-Baden (nach Badeschluß für die anderen Gäste) und Büfett in der Sauna-Bar. Eine Karte hierfür kostet 38 €, und man muß sich vorher entweder telefonisch oder per E-Mail anmelden, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Réidener Schwemm, Redingen (Luxemburg) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
8.4.2018 - 12:05 Uhr
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Redingen an der Attert liegt im Westen von Luxemburg, keine zehn Kilometer von der belgischen Grenze entfernt. Als lokale Berühmtheit hat das Städtchen Jean-Claude Juncker aufzubieten, der hier geboren wurde. Die „Réidener Schwemm“ (oder Schwämm oder Schwëmm, so einig scheint man sich in diesem Falle nicht zu sein) ist eine gemeinschaftliche Einrichtung fast sämtlicher Ortschaften des Kantons und liegt am Ortsrand von Redingen, unmittelbar am Schul- und Sportzentrum und einem Cactus-Supermarkt. Aus unerfindlichen Gründen wurde die Ausfahrt des Kreisels zum Parkplatz des Bades dauerhaft gesperrt, so daß man schon vorher in die Rue Seitert abbiegen muß. Die Parkplätze des Bades sind kostenlos und befestigt.

An der Kasse des Bades erhält man gegen Entrichtung des Eintrittspreises einen Chipcoin, der leider ausschließlich für den Zugang zum Bad benötigt wird. Essen und Getränke müssen bar bezahlt werden. Der Saunabereich mit Garten wurde erst vor fünf Jahren an das bereits zehn Jahre bestehende Schwimmbad angebaut und grundlegend renoviert. Um dorthin zu gelangen, nimmt man nicht das Drehkreuz zum Bad, sondern verläßt das Gebäude wieder und geht außen herum um die Ecke zu einer Tür mit der Aufschrift „Wellness“. Diese sollte zu den Öffnungszeiten aufgeschlossen sein, zur Not ist aber auch eine Klingel angebracht. Unmittelbar hinter der Tür ist das Drehkreuz zum Saunabereich. Es ist recht eng und zwei Meter hoch. Große Taschen kann man auf einer Ablage daneben durchschieben, damit der Gast auch unfallfrei durchkommt. Hinter dem Drehkreuz steht man gleich im Umkleidebereich, der offen und gemischt ist. Für allzu Schamhafte steht eine separate Kabine bereit, für dreckige Schuhe ein Karton mit Überziehern. Eine Tür mit der Aufschrift „Schwimmeister“ stellt den direkten Durchgang für das Personal zum Schwimmbad dar, Gäste nehmen zu diesem Zwecke die Tür mit der Aufschrift „Sortie piscine“. Es folgen noch zwei weitere großräumige Umkleidebereiche, die mit hochwertigen Keramikelementen gestaltet wurden. In dem mittleren hiervon sind auch Vorreinigungsduschen zu finden. Die Schränke, aus blauem Glas gearbeitet, werden mit einem Drehknauf verschlossen, nachdem man den Chip in das zugehörige Armband geschoben hat (dieses System haben z. B. auch Landstuhl und Kaiserslautern). Leider gibt es nur halbe Schränke, so daß große Saunataschen nicht mit eingeschlossen werden können. Das wäre weiter kein Problem, wenn es denn Taschenablagen gäbe. Gibt es aber leider nicht. Die meisten Gäste stellen ihre Taschen daher auf die Schränke oder in die Ecken. Bei schönem und warmem Wetter (wie bei meinem Besuch) hat man die Möglichkeit, die Tasche mit zu einer Liege nach draußen zu nehmen.

Der übrige Innenbereich ist rasch erkundet: Hinter dem dritten Umkleidebereich folgt rechts ein Abkühl-Duschbereich mit Schlauch, Regen- und Seitenbrausen, dessen Eingang umsäumt ist von zwei Trinkwasserspendern. Gegenüber ist der Ausgang zum Außenbereich. Das Dampfbad für ca. zehn Personen, auch aus hochwertiger Keramik gearbeitet, stellt den einzigen Schwitzbereich innen dar. Den Abschluß bildet ein Ruheraum, in dem Rattanliegen mit gemütlich aussehenden, dicken grünen Auflagen mit integriertem Kissen geboten werden.

Sämtliche Saunen sind im Außenbereich zu finden, von links nach rechts sind dies: Die kleine Ruusu-Sauna mit Rosenquarz auf dem Ofen und Rosenöl als Duftnote. In der 90 °C heißen Kelo-Erdsauna finden die frühen Aufgüsse statt, wenn es in der Sauna noch nicht so voll ist. Die Valo-Sauna bietet Farbwechsel-Lampen (die allerdings am hellen Tag dank den Fenstern kaum wahrnehmbar sein dürften). Die 90 °C heiße große „Voluttà“-Aufguß-Sauna ist für 40 Personen ausgelegt. Drei sehr breite Sitz- und Liegebänke lassen kein Gefühl von Beengtheit aufkommen. Hier werden ab dem späten Nachmittag die Aufgüsse zelebriert. Unter demselben Dach findet sich auch ein weiterer Ruheraum mit einfacher gestalteten Liegen mit roten Auflagen. Außerdem befindet sich hier ein Zugang zu einem Fitneßraum im Untergeschoß, den ich aber nicht in Augenschein genommen habe. Außen ist noch die Saunabar zu finden, die aber meist geschlossen bleibt und überdies ohnehin nur Getränke (diese aber zu moderaten Preisen) bietet. Die Außenanlage ist insgesamt in sehr gepflegtem Zustand, und es stehen etliche Liegen für die Besucher bereit. Leider ist er teilweise von einem Parkplatz einsehbar, bis die Koniferen dicht genug gewachsen sind.

Ich habe drei Aufgüsse besucht, einen in der Kelo-, die beiden anderen in der Voluttà-Sauna. Zeiten, Düfte und Aufgießer werden per Aushang am Ausgang zum Außenbereich bekanntgegeben. Die Ansagen erfolgten, je nach Sprachkenntnissen des Personals, zweisprachig französisch-luxemburgisch oder nur frankophon. Aufgegossen wurde in fünf bis acht Runden, in der Voluttà-Sauna mit einer Pause, in der der Gast sich mit Honig einreiben kann. Hier wird danach mit einem zweiten Duft gearbeitet. Verwedelt wurde mit Handtüchern und Fächern, es wurde ordentlich heiß, und die Düfte waren gut erkennbar und angenehm. Auch ohne gesonderte Aufforderung herrschte während der Aufgüsse Ruhe. Beim dritten von mir besuchten Aufguß gab es als Zugabe vor und nach dem Aufguß für jeden Gast ein Viertel (!) Orange.

Der Eintrittspreis für die Sauna beinhaltet auch den Besuch fürs Schwimmbad. Hierfür muß man durch die oben erwähnte „Sortie piscine“-Tür gehen und ein Drehkreuz passieren, dessen Lesegeräte an der Wand angebracht sind. Das Bad ist zehn Jahre älter als die Sauna, und das merkt man ihm auch an. Das fünfbahnige 25-Meter-Becken mit Startblöcken ist aus Edelstahl gefertigt. Für Kleinkinder ist ein separates Becken neben dem Bistro vorhanden, ferner ein kleines gekacheltes Warmbecken mit Schwalldusche, ein Whirlpool und eine recht unspektakuläre 45-Meter-Rutsche, die aber zum Ende dieses Jahres durch zwei neue ersetzt werden wird. Leider war das ebenfalls aus Edelstahl gefertigte Außenbecken mit Sprudelliegen und kleinem Wellenbecken noch geschlossen. Das Bistro bietet Kleinigkeiten zu relativ günstigen Preisen an, lukullische Gaumenfreuden darf man indes hier nicht erwarten.

Das Publikum der Sauna bestand wegen der Grenznähe zu einem großen (wenn nicht gar dem größten) Teil aus frankophonen Belgiern, Damen wie Herren zu etwa gleichen Teilen vertreten, auch vom Alter her gut durchmischt. Kinder habe ich zwar keine gesehen, sie dürfen aber auch die Sauna nutzen. Auch zu Spitzenzeiten war es nie überfüllt. Insgesamt eine Anlage, die man auf jeden Fall bei schönem Wetter in Betracht ziehen sollte, wenn man zwischen den Saunagängen nicht ausgiebig zu tafeln wünscht.

Die Tageskarte für Erwachsene kostet 18 €, es gibt auch Zehnerkarten für 162 € sowie ein Monatsabonnement für 85 €. Geöffnet ist täglich, montags bis freitags von 14 bis 21 Uhr, mittwochs und donnerstags sogar bis 22 Uhr, samstags von 12 bis 21 Uhr, sonntags von 9 bis 20 Uhr. Es werden auch Saunanächte geboten; diese kosten 40 € und bedürfen der Anmeldung. Es herrscht täglich gemischter Betrieb.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Erholungs- und Gesundheitszentrum (EGZ), Thalfang Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
21.4.2018 - 22:34 Uhr
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Das „Erholungs- und Gesundheitszentrum“ (EGZ) in Thalfang liegt in der Talstraße der Gemeinde, die am besten über die Hunsrückhöhenstraße zu erreichen ist. Eine ausreichende Anzahl an kostenlosen Parkplätzen sind rund um die Anlage vorhanden.

An der Kasse kann der Kunde sich entscheiden, ob er nur die Sauna nutzen oder auch das Schwimmbad aufsuchen möchte, was dann 2,60 € Aufpreis kostet. Nach Entrichtung des Eintrittspreises erhält man ein Chiparmbad mit integriertem Schlüssel, so daß der Spind vorgegeben ist. Mit dem Chip öffnet man die der Kasse gegenüberliegende Tür zum Saunabereich. Es folgt ein kurzer, leerer Gang, sogleich noch eine Tür als Sichtschutz, und man gelangt zu einem kleinen Flur, von dem aus nach rechts die Umkleiden, nach links die Toiletten, jeweils nach Geschlechtern getrennt, abgehen. Warum diese aber über Kreuz (also die Damenumkleide gegenüber den Herrentoiletten und umgekehrt) angeordnet wurden, bleibt das Geheimnis des schelmischen Gebäudeplaners. Immerhin dürfte es so zu einigen neckischen Szenen unter den recht mitteilsamen Hunsrückern kommen.

Die Umkleiden sind recht klein und mit drei Mann schon überfüllt. Es gibt nur halbe Schränke, in die eine Saunatasche nicht hineinpaßt. Da es auch keine Taschenablagen innerhalb der Anlage gibt, bleiben sie meist in den Umkleiden stehen oder wandern mit in die Ruhebereiche.

Es folgt der kleine Innenbereich der Sauna: Links das in den Boden eingelassene Tauchbecken aus Edelstahl, das kleine Dampfbad für vier Personen, gänzlich gekachelt und ähnlich denen in Tholey oder Differten, nur noch kleiner. Immerhin werden hier beheizte Bänke und Wände geboten. Weiterhin gibt es eine Niedertemperatursauna, den Durchgang zum Schwimmbad, eine Tür zum Aufenthalts- und Ruheraum, einen Dusch- und Abkühlbereich, der auch zur Vorreinigung genutzt wird, sowie zwei Fußbäder.

Von dem Ruheraum aus gelangt man durch eine weitere Tür in den kleinen Außenbereich, der neben ein paar Plastiksitzgruppen und -liegen auf einem kleinen Rasenstück ein für diese Anlage recht großes Ruhehaus, über Eck gestaltet, aufbietet. Hier werden im rechten Raum normale Kippliegen, im linken hingegen bequeme Liegen mit Decken geboten; hier wird um absolute Ruhe gebeten. Dazwischen liegt etwas versteckt eine weitere Dusche. Einem kleinen, gemauerten, halbrunden Abkühl-Duschbereich folgt die 90 °C heiße Außensauna, worin auch Aufgüsse stattfinden. Dies ist allerdings abhängig von der Personallage. Ich habe zwei davon besucht, die sehr heiß waren und auch ordentlich verwedelt wurden. Lediglich mit der Dosierung der Menthol-Kristalle beim ersten Aufguß wurde ein wenig übertrieben. Beim zweiten Aufguß wurde zwischendrin eine Pause gemacht, während derer die Gäste sich mit Salz, passend zum Aufgußduft nach Sandelholz riechend, einreiben konnten. An die Dauergespräche der Stammgäste muß man sich gewöhnen, immerhin wurde ich so einiger Rezeptideen gewahr. Der Tatsache, daß fast nur Stammgäste die Sauna aufsuchen, ist wohl der Umstand geschuldet, daß außer der Duftrichtung („etwas Fruchtiges“, „Sandelholz“) nichts weiter erklärt wurde. Immerhin waren es angenehme Düfte ohne seifigen „Nachgeschmack“.

Da ich das Schwimmbad mitgewählt hatte, wurde auch diesem ein Besuch abgestattet. Alle Becken sind aus Edelstahl: Das 25-Meter-Becken mit Startblöcken, ein Kleinkindbecken sowie ein 32 °C warmes Entspannungsbecken, das über zwei Ebenen geht, getrennt durch eine Art Rutsche, auf der aber nicht gerutscht werden darf (es hängt eigens ein Schild darüber). Hier findet man Sprudelliegen, eine Schwalldusche, Massagedüsen und einen Bodenprudel vor. Über eine Treppe erreicht man das Bad-Bistro, das aber derzeit mangels Pächters geschlossen ist. Zurück zur Sauna geht es nur, wenn man den Chip vor das Lesegerät neben der Zugangstür hält.

Insgesamt ist das EGZ keine weite Anreise wert, aber für die Feierabendsauna, so wie ich es genutzt habe, durchaus eine Überlegung wert, wenn man nicht allzu weit entfernt wohnt. Der Eintrittspreis von 11,60 € (bzw. 14,20 mit Schwimmbad) trägt hierzu nicht unwesentlich bei, ebenso die Tatsache, daß das EGZ unter der Woche seine Sauna ohnehin erst ab 15 Uhr (und dann bis 22 Uhr) öffnet. Samstags ist von 14 bis 21 Uhr geöffnet, sonntags 9 bis 17 Uhr. Dienstags und donnerstags ist Damensauna, donnerstags zusätzlich noch von 9 bis 12 Uhr. Die Anlage ist im Saunaführer 4.6 enthalten.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: PIDAL, Walferdingen (Luxemburg) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
21.4.2018 - 22:35 Uhr
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Besuch Nummer zwei im Walferdinger PIDAL, dieses Mal mit der günstigsten Anfahrt über die A7, Abfahrt Lorentzweiler, sowie bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen, die an der 30-Grad-Marke kratzten. Daher habe ich fast die gesamte Zeit nur im Außenbereich verbracht, der sich ab dem frühen Nachmittag zusehends füllte. Zum Glück standen genügend Liegen bereit, so daß niemand leer ausgehen mußte.

Bei derart warmen Temperaturen war auch der Aufenthalt im kühlen Außenbecken angenehmer als bei meinem letzten Besuch im Februar. Gleichfalls angenehmer waren dieses Mal die Düfte in den beiden Aufgüssen, die ich besucht habe. Als Zugabe gab es Orangenstücke. Im Dampfbad roch es dieses Mal nach Eukalyptus und Menthol, hier scheinen die Düfte also zu wechseln. Des schönen Wetters wegen wurde auch der Besuch im Meerwasserbecken verschoben.

Vergessen zu erwähnen hatte ich im ersten Bericht, daß im obersten Stockwerk neben besagtem Becken auch drei Spa-Suiten zu finden sind. Diese können für mindestens drei Stunden und zwei Personen angemietet werden, auch zwei oder gleich alle drei zusammen. Dies ist allerdings ein ziemlich teures Vergnügen: Die Herba-Spa mit Aromasauna und Dampfdusche ist ab 83 € zu haben, die Terra-Mare-Spa mit Dampfbad ab 91 € und die Vinum-Spa (für bis zu vier Personen) mit Rundsauna ab 94 €. Jedoch beinhalten diese Preise nicht lediglich die Nutzung der Einrichtungen als solche, sondern sind als Paketpreise für aufwendige Anwendungen inklusive Getränken und Obsttellern zu verstehen. Auch Handtücher und Bademäntel sind inbegriffen. Dienstags bis freitags (außer an Feiertagen) gibt es 10 % Rabatt auf die Preise, wenn man vor 13 Uhr eine der Anwendungen nutzt.

Ohne Rabatt und weiterhin recht günstig mit 18 € Tagespreis ist die normale Sauna. Der Außenbereich ist so geschickt angelegt, daß man, abgesehen vom PIDAL-Gebäude, rundum nur Grün sieht, akustisch untermalt von Vogelgezwitscher und dem Plätschern der Frischwasserzufuhr des Teiches mit Koi-Karpfen, auf dem die Takka-Sauna thront. Definitiv eine Empfehlung für schöne Tage, wenn man einmal in Luxemburg weilt, Walferdingen ist schließlich nur ca. 6 Kilometer von der Hauptstadt entfernt; die Preise und Öffnungszeiten haben sich seit meinem letzten Besuch nicht geändert.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATIPPS: Saunaanfänger Neulinge und Amateure - Thema: Re: Erfahrung mit Hamamtuch Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
11.5.2018 - 20:57 Uhr
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Ich benutze Hamamtücher in der Sauna, aber nur zum Um-die-Hüfte-Schlingen, wenn es für den Bademantel zu warm ist. Einmal mußte ich eines notgedrungen in der Sauna benutzen, weil jemand mein Saunahandtuch gemopst hatte. Empfehlen kann ich das nicht, denn schon nach kurzer Zeit suppt alles durch aufs Holz. Daß sie danach schnell trocknen, kann ich aber bestätigen – ist aber auch kein Wunder, wenn sie vorher fast nichts aufsaugen. Im Prinzip sind es ja auch nur übergroße Geschirrtücher. Erst diese Woche noch habe ich sogar im H2O in Remscheid ein Schild gelesen, daß keine Hamamtücher als Unterlage in der Sauna genutzt werden dürfen.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Centre National Sportif et Culturel d’Coque, Luxemburg Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
10.6.2018 - 9:43 Uhr
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Das 2002 eröffnete nationale Sport- und Kulturzentrum „D’Coque“ liegt unübersehbar auf dem Kirchberg in der Hauptstadt des Großherzogtums Luxemburg in der Rue Hengen, einer kleinen Querstraße zwischen den beiden Hauptverkehrsadern Avenue John F. Kennedy und Boulevard Konrad Adenauer. Zu erreichen ist es am besten über die A 1, Abfahrt Luxemburg-Zentrum/Kirchberg. Zwei eigene Parkplätze, die für Coque-Gäste bis maximal vier Stunden kostenlos sind, stehen unmittelbar an der Anlage zur Verfügung. Sparfüchse können nach 18 Uhr oder an Wochenenden u.a. kostenlos auf dem „Parking Adenauer“ ihren Wagen abstellen und dann entweder einen knappen Kilometer vorbei an der Europäischen Schule und der Universität zu Fuß laufen oder mit einer der zahlreichen Buslinien zum Coque vorfahren.

Das moderne Gebäude erinnert in der Draufsicht an eine Muschel (daher der Name) und beherbergt neben einem Hotel, diversen Veranstaltungs-, Konferenz- und Konzerträumen, Restaurants, Ausstellungsflächen, der Kletterwand, Fitneßanlagen und dem Schwimmbad mit olympischen Ausmaßen auch noch eine Saunaanlage, die vor knapp zehn Jahren um einen Außenbereich erweitert wurde. Wer diese Einrichtungen alle auf einmal entdecken möchte, kann sich vom Hause eine sechzigminütige Führung angedeihen lassen, bei Bedarf sogar mit Frühstück.

Hotel, Schwimmbad und Sauna teilen sich einen gemeinsamen Eingang, wobei die Kasse für die letztgenannten separat ist. Gegen Entrichtung des Eintrittspreises erhält man ein Chiparmband, das leider nur für die Freigabe der Drehkreuze genutzt werden kann. Das für die Sauna befindet sich am der Kasse gegenüberliegenden Ende des Gebäudes. Dahinter geht es in für Damen und Herren getrennte Sammelumkleiden. Die Spinde sind frei wählbar und teilweise auch groß genug, um darin eine Saunatasche zu verstauen, was insofern auch notwendig ist, da es keine großen Taschenablagen, sondern nur kleine Regale im Saunabereich gibt. Vorreinigungsduschen sind ebenfalls im Umkleidebereich vorhanden. Von den Umkleiden aus hält man, vorbei an den Toiletten, auf den kleinen Bistrobereich zu, von wo aus man auch zu den Massageräumen gelangt. Die Karte des Bistros ist klein, die Preise sind moderat. Bezahlt wird hier entweder bar oder mit Karte; Inhaber einer „Coque-Kaart“ können auch mit ihrem Guthaben zahlen.

Geradeaus ist der direkte Zugang zum Schwimmbad, eine Treppe hinauf einer zum Fitneßbereich (der Aufpreis kostet) und zum Entspannungsbereich, der dem Schwimmbad angegliedert ist. Nach links hin folgt der Sauna-Innenbereich. Im Uhrzeigersinn findet man hier folgende Einrichtungen vor: Das Dampfbad, in Grautönen gekachelt und mit einer erhöhten Sitzebene; das 40 °C warme Tepidarium mit beheizten Kachelliegen, ein Duschbereich mit Schlauch, Eimer und diversen Duschvarianten; eine Schneekammer von -14 °C Temperatur und weichem Schnee zum Einreiben, ein Ruheraum, ein offener Liegebereich mit diversen Zeitschriften, der Zugang zum Außenbereich, ein Warmwasserbecken mit Sitzbänken, ein großes Kalttauchbecken (das am Tage meines Besuches aber weitaus wärmer als die angegebenen 14–19 °C war), ein Whirlpool, der von den Gästen selbst eingeschaltet werden kann; eine 70 °C warme Sauna (der auf der Homepage 90 °C angedichtet werden) mit Sternenhimmel sowie einer Geräuschkulisse von Wassergeplätscher und Vogelgezwitscher, eine kleine Niedertemperatursauna sowie schließlich noch eine 80 °C warme finnische Sauna mit musikalischer Untermalung.

Der Außenbereich ist in Gestalt einer großzügigen Terrasse mit einigen Liegen gestaltet, ein etwa zehn mal drei Meter großes Warmbecken mit umlaufender Sitzbank ist hier die Attraktion. Grün findet man lediglich in Form der nach außen hin begrenzenden und als Sichtschutz dienenden Hecken vor. Ansonsten ist alles aus diversen Steinarten in allen Grauschattierungen gestaltet, bis auf die Außensaunen mit angeschlossenem Ruheraum mit kleinem Ofen, die aus Holz gearbeitet sind. Auch ein Duschbereich ist hier vorzufinden sowie ein Kalttauchbecken in einem Holzbottich. Die kleinere Sauna ist eine Niedertemperatursauna mit großem Panoramafenster, die größere eine 90 °C heiße, holzbefeuerte für ca. 40 Personen.

Hier sowie in den beiden wärmeren Innensaunen finden Aufgüsse im Anderthalb-Stunden-Rhythmus statt, die mittels Aushängen bekanntgegeben werden. Ich habe je Aufguß-Sauna einen besucht, wobei in der 70-Grad-Sauna zwischen der dritten und vierten Runde eine Platte mit Orangenstücken als Zugabe gereicht wurde. In der 80-Grad-Sauna wurde lediglich der Inhalt des Eimers in einem Stück aufgegossen und nicht verwedelt. Der Aufguß in der Außensauna war sehr heiß, wobei der Saunameister in der Ansage hier von Luxemburgisch auf Französisch umschwenkte (wobei das Personal an meinem Besuchstag ausschließlich deutschsprachig war). Hier wurde auch wieder in vier Runden aufgegossen, allerdings ohne Zugaben. Verwedelt wurde ausschließlich mit einem Fächer, die Qualität der Düfte schwankte von angenehm bis BASF-Betriebsunfall.

Der reguläre Eintrittspreis der Sauna beinhaltet auch die Zugangsberechtigung zum Schwimmbad, was nur gerecht ist, wenn man bedenkt, daß man dank der offenen Bauweise im Dachbereich und der einzigartigen Akustik ständig den Betrieb des Bades im Aufenthaltsbereich vor Augen bzw. Ohren geführt bekommt. Ebenfalls vor Augen halten sollte man sich die Tatsache, daß in diesem Schwimmbad eine heutzutage doch arg anachronistisch anmutende Badekappenpflicht herrscht.

Nimmt man die Tür beim Bistro, muß man dahinter lediglich ein Drehkreuz passieren, und sogleich steht man am 32 °C warmen Sport- und Gesundheitsbecken mit variablem Hubboden. Weiterhin gibt es ein Plantschbecken für Kleinkinder mit Wasserpilz und diversem Spielgerät, ein zehnbahniges Schwimmbecken von 50 Metern Länge und 25 Metern Breite, einen Sprungturm mit fünf verschieden hohen Sprungbrettern bzw. -plattformen von einem bis hin zu zehn Metern Höhe. Am Rande befindet sich eine Zuschauertribüne für 650 Personen, außerdem ist ein Schönwetter-Außenbereich mit Liegewiese, Beach-Volleyball- und Fußballfeld vorhanden, der jedoch derzeit wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Die weiteren, auf der Internetseite angepriesenen Becken, ein 50 Meter langes Trainingsbecken, ein Anfängerbecken, das samstagsnachmittags auch für Geburtstagsfeiern zur Verfügung steht, sowie das 15 Meter tiefe Tauchbecken, habe ich nicht entdecken können, und diese stehen teilweise ohnehin nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung. Was dieser aber zur Verfügung steht, ist die erhöht liegende Ruhezone mit diversen Sitz- und Liegegelegenheiten von weitaus besserer Qualität als die im Saunabereich (dort gibt es nur einfache Liegen mit verstellbarem Rückenteil). Von hier aus geht es auch wieder zurück zur Sauna oder zum Fitneßbereich.

Insgesamt handelt es sich beim Saunabereich des „Coque“ um eine größere und besser ausgestattete Version einer Schwimmbadsauna, wie man sie im Ländchen z. B. auch in Niederanven oder Mersch vorfindet. Einen Wellneß-Tempel wie in Strassen oder in abgeschwächter Form in Walferdingen darf man hier nicht erwarten. Dafür aber ein erstaunlich ruhiges Publikum in einer sehr gepflegten, modern gestalteten Anlage. Wen die Defizite der Ruheräume und des Bistros nicht stören und wer zwischen den Saunagängen gerne ausgiebig schwimmen möchte, ist hier gut aufgehoben.

Bis vor kurzem hat man sich im Saunabereich wohl vor allem auf das Feierabendpublikum konzentriert; so wurde wochentags erst um 15 Uhr geöffnet; seit kurzem aber öffnet die Sauna unter der Woche bereits um 11.30 Uhr (montags: 12 Uhr) ihre Pforten und bleibt bis 22 Uhr geöffnet. Samstags ist von 10 bis 20, sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Es werden nur Tageskarten für 20,50 € geboten, lediglich an Wochentagen ist ab 20 Uhr ein vergünstigter Eintritt für 13,30 € möglich (was dann praktisch aber nur anderthalb Stunden Saunazeit entspricht). Sonn- oder Feiertagszuschläge werden nicht erhoben.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Domaine Thermal, Bad Mondorf (Luxemburg) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
17.6.2018 - 15:42 Uhr
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Dr.Sauna Ranking


Die „Domaine Thermal“ bildet das Herzstück des Städtchens Bad Mondorf im Süden Luxemburgs. Zu erreichen ist es über die A 13, Abfahrt Mondorf. Innerhalb des Ortes ist der Weg zur Therme ausgeschildert. Es ist ein großer, kostenloser Parkplatz für Gäste vorhanden. Von dort ist jedoch noch ein gutes Stück zu Fuß zu bewältigen, da die Domaine Thermal einen riesigen Komplex darstellt, wovon Therme und Saunagarten nur einen (wenngleich auch sehr großen) Teil einnehmen. Man folgt der Beschilderung in Richtung „Wellness & Fitness“.

Am Empfang erhält man gegen Entrichtung des Eintrittspreises ein papierdünnes Chiparmband, womit man das Drehkreuz passieren und Speisen und Getränke innerhalb der Anlage „bezahlen“ kann. Als Saunagast geht man die Treppe hinunter zu den Umkleiden. Gleich am Fuße der Treppe liegt, versteckt hinter ein paar Schließfächern, die kleine gemischte Sammelumkleide, etwas weiter vor liegen noch separate für Damen und Herren. Die Umkleiden wirken weder besonders neu noch besonders edel, und auch die Stahlschränke, die mit dem Chip verschlossen werden, versprühen nicht gerade eine elegante Atmosphäre. Immerhin sind auch hier die Schränke groß genug, um eine Saunatasche darin zu verstauen, denn auch hier hat man es versäumt, in der Anlage für Taschenablagen zu sorgen, lediglich ein paar Ablageregale sind im Innenbereich vorhanden.

In diesen gelangt man, indem man an der Treppe vorbei weiter durchgeht. Hier hält man geradewegs auf den hauseigenen Bademodenladen zu, wo man sich im Bedarfsfalle mit Schwimmutensilien eindecken kann oder auch Handtücher oder Bademäntel ausleihen. Rechter Hand sind Wertfächer zu finden, die ebenfalls mit dem Chip verschlossen werden können. Vorbei an einem Betonbrunnen, einer gesonderten Damenabteilung (die ich natürlich nicht einsehen konnte) und dem Aufgußplan hält man dann auf den Sauna-Innenbereich zu. Hier befinden sich Abkühl- und Reinigungsduschen, ein Kaltbecken von 10 °C und ein Warmbecken mit Massagedüsen. An Schwitzräumen findet man hier, hinter einem weiteren, separaten Duschraum ein zweigeteiltes Dampfbad vor (einmal mit zwei Sitzebenen, durch eine Tür einen Hamam-Raum mit heißem Stein und Sitzbänken drumherum), die „Maxi“-Trockensauna, ein Caldarium mit beheizten Kachelliegen sowie am Ende eine Infrarotkabine zur Linken neben dem Ruheraum. Rechts ist ein Zugang zum Thermenbistro, geradeaus zum großen Warm-Außenbecken. Hier ist ein kleiner Strömungskanal sowie eine Schwalldusche aus einem Überlaufbecken zu finden.

Steigt man außen aus dem Wasser und hält sich dann nach rechts, gelangt man zum Thermalbecken, dessen Badezeit laut Aushängen auf zweimal 15 Minuten oder einmal 20 Minuten begrenzt ist. Da dies das einzige Becken ist, zu dem Unter-16jährige Zutritt haben, trifft man hier natürlich viele Familien mit kleinen Kindern an, und ob die auf die Uhr achten, sei mal dahingestellt. Das Wasser ist recht salzig, im Becken sind Sprudelliegen und -sitze, Massagedüsen und innen noch ein Schwallduschenrondell zu finden. Insgesamt nichts sonderlich Spektakuläres, hüben wie drüben. Das gesamte Thermalgebäude läßt sich mit „70er-Jahre-Bausünde“ am besten beschreiben (es weckte in mir Erinnerungen an das selige Monte Mare in Rengsdorf) und wird in seiner trüben Wirkung noch verstärkt, wenn man von der Thermal-Liegewiese einen Blick auf das nebenan gelegene „Fligermusée“ (Luftfahrtmuseum) wirft. An besagter Wiese befindet sich auch noch ein Kiosk des Bistros, das um die Mittagszeit öffnet. Ich habe dort nur einen Blick auf die Getränkekarte geworfen: drei Euro für einen halben Liter Cola, also relativ günstig. Größere Mahlzeiten sollte man jedoch angesichts des eingeschränkten Angebots eher außerhalb der Therme für danach einplanen. Immerhin wird man im Bistro nun bedient, zuvor waren wohl Getränkeautomaten im Umkleidebereich aufgestellt.

Den größten Teil der Anlage nimmt der Sauna-Außenbereich ein. Nicht weniger als neun Saunen sowie ein Dampfbad (alle mit finnischen Namen) warten hier auf ihre Entdeckung, was angesichts des verwinkelten Aufbaus über mehrere Ebenen in der Tat einer kleinen Reise gleichkommt. Soviel vorweg: Für Rollstuhlfahrer und andere, die schlecht zu Fuß sind, ist diese Anlage leider keine Freude, da sich ständig irgendwelche Treppchen und Stufen in den Weg stellen. Der meine startete vom Thermalbecken aus. Als erstes kommt man an der 70 °C warmen „Sointi“-(Klang)-Sauna vorbei, worin Klangschalenzeremonien stattfinden. Sie sieht genau so aus wie ihr gleichnamiges Pendant im saarländischen Wadgassen-Differten, inklusive dem Buddha in der Ecke, dem roten Dach und dem Ruheraum hinter der gegenüberliegenden Tür. Hier sind aufwendige Liegen und sogar Wasserbetten zu finden, im Vorraum ein Wasserspender. Neben dieser Sauna ist ein kleines Duschhäuschen mit Schlauch und Schwalleimer zu finden.

Als nächstes folgt „Yrtti“ (Kraut), 75 °C warm, wo mit Eukalyptuszweigen aufgegossen wird. Hier wird auch leise Musik abgespielt, und auf breiten Bänken kann man den Ausblick auf die Therme genießen. Bei 90 °C und mit Birkenreiseraufgüssen wird in der „Koivu“ (Birke) geschwitzt, mit 85 °C wartet „Löyly“ (Dampf) auf, wo meist fruchtige Düfte Anwendung finden. Am höchsten Punkt im frei zugänglichen Areal für die Gäste liegt auch die heißeste Sauna, „Mökki“ (Hütte), die mit 100 °C einheizt. Bei meinem Besuch schaute noch kurz ein Saunameister vorbei und goß den Rest eines wohl zuvor in der „Vippi“ (VIP) durchgeführten Aufgusses auf dem Ofen auf, was bei der ohnehin schon hohen Ausgangstemperatur für entsprechende Hitzewallungen sorgte. Besagte „Vippi“ kann man sich ab 50 € aufwärts privat mieten. Sie liegt noch oberhalb der „Mökki“, vorbei am Barfußpfad, hinter einem blickdichten Metalltor. Die Temperatur wird den Wünschen der Gäste angepaßt, auch eigene Aufgußzeremonien kann man hier zubuchen.

Wieder zurück in den Bereich der öffentlichen Sauna geht man an einem Pavillon mit Trinkbrunnen vorbei und eine lange Treppe hinunter zur kleinen „Loft“-Sauna (gut, die hätte jetzt eigentlich „Parvi“ oder so heißen müssen), wo bei 80 °C mit Gießkanne aufgegossen wird. Auch die größte Sauna der Domaine Thermal befindet sich hier: Die 95 °C heiße „Suuri“ (groß) für bis zu 65 Personen, wo Dampf und Duft mit Fahnen verwedelt werden. Sie teilt sich überdies einen verglasten Kamin mit dem nebenan gelegenen Ruheraum. Zum Abkühlen finden sich hier Schwalleimer und -duschen. Gegenüber ist noch das „Uima allas“ (Schwimmbad) aus Edelstahl mit Sprudelliegen und -sitzen und Massagedüsen zu finden. Leider muß man auch hier wie in allen anderen Becken auch mit Badesachen hineingehen, obgleich dieses Becken gleich bei einer Sauna und von unten uneinsehbar gelegen ist. Eine Ebene tiefer liegt dann noch die 65 °C warme „Tekstiili“ (textil) für Saunamumien. Etwas versteckt der Eingang zum Außen-Dampfbad (den Namen habe ich vergessen, es war irgendwas mit „Grotte“), das über eine schmale Treppe in eine dampfende Höhle führt.

Aufgüsse finden in Mondorf in wechselnden Saunen und in unregelmäßigen Abständen (zwischen einer Stunde Abstand und zwei parallel stattfindenden Aufgüssen ist alles dabei) statt, die Qualität sowohl der Durchführung als auch der Düfte war bei den drei Aufgüssen, die ich besucht habe (alle von verschiedenen Saunameistern) durchweg von hoher Qualität, das Personal freundlich und aufmerksam: Der Fahnenaufguß von Rafael in der „Suuri“ (der auch in der „Mökki“ einheizte), die Klangschalenzeremonie von Joachim in der „Sointi“ sowie der Weiße-Schokolade-Aufguß in der „Löyly“ (wobei das die Duftnote der Creme war, womit man sich im Anschluß einreiben konnte) von einem jungen Mann, der leider so stark und ausschließlich auf Französisch nuschelte, daß ich seinen Namen nicht verstand, waren bislang die besten, die ich in Luxemburg erleben durfte. Sonst waren die Ansagen zweisprachig deutsch und französisch, auch die Beschilderung in der Anlage ist konsequent mindestens in diesen Sprachen, meist aber noch um Englisch ergänzt.

Entsprechend international und für eine Therme erstaunlich jung war das Publikum in der Domaine Thermal. In den Aufgüssen herrschte auch ohne eigene Aufforderung hierzu Ruhe, und auch außerhalb verlief die Kommunikation der Gäste in ruhigeren Bahnen.

Insgesamt war die „Domaine Thermal“ mit Abstand die beste Saunaanlage, die ich in Luxemburg besucht habe, wenngleich doch einige Minuspunkte das sehr gute Ergebnis arg eintrüben: So ist das Gebäude der Therme arg veraltet, wenngleich auch gut gepflegt (wobei man natürlich auch nicht alle fünf Jahre alles abreißen und wieder neu aufbauen kann). Aber speziell das Thermalbecken ist arg in die Jahre gekommen, und der Umkleidebereich ist sehr unattraktiv gestaltet. Hinzu kommt der Umstand, daß man ständig, wenn man zwischen den Saunagängen die Wasserbecken nutzen möchte, aus den Badesachen rein und raus muß. Hier sollte Mondorf konsequent Therme und Sauna trennen, auch mit unterschiedlichen Preisen für die verschiedenen Bereiche. Der ohnehin kaum genutzte Innenbereich könnte dann in eine Textilsauna umgewandelt werden. Das Angebot der Bar ist eher bescheiden, wenngleich auch zu moderaten Preisen.

Stichwort Preis: Der ist mit 39 € für die Tageskarte natürlich enorm. (Wenn man dann aber mit der Saarland-Therme, die mittlerweile bis zu 35 € für einen Tagesaufenthalt aufruft, vergleicht, geradezu ein Schnäppchen.) Daher sollte man schon einen Tag für den Aufenthalt einplanen. Auch Arrangements mit dem dazugehörigen Hotel sind selbstverständlich möglich. Wochenend- und Feiertagszuschläge werden auf Tageskarten nicht erhoben, wohl aber auf Stundentarife in Höhe von 2 €. Geöffnet ist täglich ab 9 Uhr, montags bis donnerstags bis 22, freitags bis 23, samstags bis 21 und sonn- und feiertags bis 20 Uhr. Jugendlichen unter 16 Jahren ist der Zutritt zu den Saunen nicht erlaubt. Es herrscht täglich gemischter Betrieb.

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Stamm Sauna
23.7.2018 - 22:40 Uhr
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Das „Aquagliss“ liegt unweit der französischen (mautfreien) A 320, Abfahrt Cocheren/Merlebach. Von dort in Richtung Merlebach fahren, der Weg zum Bad (nach dem zweiten Aquagliss-Hinweisschild auf „Stade/Piscine“ achten) ist ausgeschildert. Man wird in eine Sackgasse gelotst, an deren Ende sich ein großer, befestigter, kostenloser und videoüberwachter Parkplatz befindet. Zum Eingang des Bades sind es nur ein paar Schritte.

An der Kasse erhält man gegen Entrichtung des Eintrittspreises ein goldfarbenes Papierarmbändchen, das die Zutrittsberechtigung für den „Espace Bien-Être“ anzeigt. Zunächst muß man zu den Umkleiden des Schwimmbades, eigene für den Saunabereich gibt es leider nicht. Die Schränke sind noch nach altmodischer Art mittels Schlüssels nach Einwurf von einem Euro Pfand zu verriegeln. Alsdann geht es durch die nach Geschlechtern getrennten Duschen einmal am Schwimmbecken vorbei (Erinnerungen ans Monte Mare in Rheinbach werden wach) zum anderen Ende der Halle. Dort ist eine verschlossene Tür mit der Aufschrift „Espace Bien-Être“. Der zugangsberechtigte Gast wird mittels Schild aufgefordert, die Klingel zu drücken, sein Armbändchen der oben angebrachten Kamera vorzuzeigen und den Summer abzuwarten, der die Tür und somit den Weg zur Sauna freigibt.

Hier befindet man sich offensichtlich in einem Anbau; auch der auf September 2015 datierte Grundstein in der Wand weist darauf hin (das Bad sieht eher nach frühen Neunzigern aus). Man betritt eine Art Vorraum mit (leider recht kleinen) Ablagefächern, fest installierten Föns, einem Zugang zum Massageraum (Eintritt nur mit Termin) sowie zwei Vorreinigungsduschen. Geradeaus geht es entweder eine Treppe nach unten zu diversen Ruheräumen oder zu dem großen Ruheraum mit Blick auf die Liegewiese und etwas Wald. Auch ein Fahrstuhl zu den unteren Räumlichkeiten ist hier zu finden, der gesamte Sauna-Bereich ist barrierefrei.

Am rechten Ende des Vorraums sind große Wertschließfächer (auch diese für einen Euro Pfand) angebracht, außerdem geht es hier durch eine Tür zum Saunabereich. Er wirkt sehr hochwertig und in seinen dunklen Grautönen auch sehr edel. Man findet hier zwei Fußbäder vor, einen rundum LED-beleuchteten Whirlpool zum Selbsteinschalten und ein geräumiges Dampfbad mit Farbwechsel-Sternenhimmel an einer unregelmäßig geformten Decke. Die Drehknöpfe für die Reinigungsschläuche sind leider nur sehr schwer zu bedienen, da sie kaum größer sind als das Ventil selbst. Am Tage meines Besuches wurde dem frischen Minzeduft Menthol beigemischt, was einen angenehmen Kühleffekt bewirkte. Wieder draußen, steht man vor dem sehr schön gearbeiteten Abkühlbereich, bestehend aus einer Erlebnisdusche mit drei Programmen (mit dazu passenden Geräuschen und teilweise auch Düften) sowie separat zu bedienenden Seitenbrausen mit einstellbarer Temperatur, einer weiteren Dusche mit Seitenbrausen, einer geräumigen Dusche für Behinderte inklusive Duschsitz, zwei freistehenden Edelstahl-Brausen, aus denen leider nur warmes bis heißes Wasser kam; einer Schwalldusche, einem Schwalleimer und einem Eisbrunnen. Den Abschluß bildet das ebenfalls mit Farblicht beleuchtete Edelstahl-Abkühlbecken.

Um all das zweckgemäß nutzen zu können, bedarf es natürlich zuerst einmal der ordentlichen Aufheizphase in der Sauna. Hier bietet das Aquagliss zwei kleinere Kabinen, eine 90 °C heiße finnische Sauna für ca. 20 Personen mit automatischem Aufguß ca. alle fünf Minuten (am Tage meines Besuches mit Lavendelduft) sowie eine „Tylarium“ benannte Niedertemperatursauna für ca. 10 Personen mit 60 °C und 55 % Luftfeuchte, die mir weitaus mehr einheizte als ihr Trockenpendant. Die Saunen haben Betonwände, an den Seiten mit Holzmaserungsmuster, an den Decken ohne jeglichen Schmuck.

Im Bereich der Fußbäder ist eine Tür zum oberen Außenbereich angebracht. Dort befindet sich neben einer weiteren freistehenden Edelstahl-Brause noch ein großer Whirlpool, ebenfalls zum Selbst-Einschalten. Ansonsten gibt es hier noch einen Raucher-Bereich sowie ein paar Liegestühle mit integriertem Kopfkissen. Auch zum großen Ruheraum mit Kippliegen hat man von hier aus Zugang sowie über eine Stahltreppe zum unteren Außenbereich. Auch dort sind einige Liegen aufgestellt sowie ein weiterer kleiner Raucher-Bereich untergebracht. Leider wird einem nur ein Blick auf die umgebende Wiese gewährt, Zugang auf selbige hat man leider nicht.

Dafür aber zum Innenbereich im Untergeschoß. Hier findet man einen Wasserspender mit zweierlei Wasser vor (ungekühl und kalt) sowie einen Kaffee- und einen Snackautomaten. Diese müssen leider in bar mit Münzgeld gefüttert werden. Eine kleine Leseecke mit bequemen Rattansesseln wird dem Besucher gleichfalls geboten. Um zu den Toiletten zu gelangen, muß man durch ein kleines Wasserbad schreiten. Sie sind sehr großzügig angelegt (nur jeweils eine für Männlein und Weiblein) und dürften auch für Rollstuhlfahrer geeignet sein.

Drei Ruheräume bilden den Abschluß: Zunächst das „Repos Musicale“, ein abgedunkelter Raum mit acht dick gepolsterten Liegen mit integrierten Kopfkissen und einer zentral aufgestellten Metallschale, die von oben mit einem LED-Strahler beleuchtet wurde (leider bisweilen mit recht hektischen Farbwechseln). Dazu relativ laute Musik aus den Bereichen Eso-Dudel, Klassik und fernöstlicher Klänge. Ferner der Lumino- und Aromatherapieraum mit einer gekachelten Sitzbank vor einer sehr hellen weißen LED-Wand, dazu wohlriechende Düfte und Musik. Schließlich noch das Caldarium mit vier beheizten Kachelliegen und Blick auf den Garten. Insgesamt wird in dieser Anlage sehr viel Wert auf Entspannung gelegt, daher auch ein großes Schild im Vorraum, daß man bitte auf Ruhe achten möge. Vom Betrieb des Schwimmbades bekommt man hier, wenn man nicht gerade in der Freibadsaison draußen liegt, kaum etwas mit.

Für Saunabesucher ist das Bad inklusive. Hier findet man innen ein 25-Meter-Schwimmbecken sowie ein kleines Spaßbecken mit Strömungskanal und eine 100 Meter lange Rutsche vor („die längste an der Mosel“, behauptet Aquagliss auf seiner Homepage). Das im Sommer geöffnete Freibad bietet ebenfalls ein 25-Meter-Becken, eine Dreier-Kurzrutsche sowie sehr starke Sprudelliegen, Bodensprudel, Schwalldusche und ein großes Kleinkindbecken. Wie bereits eingangs erwähnt, ist das Schwimmbad wesentlich älter als der Saunabereich, aber dennoch ordentlich in Schuß.

Leider ist nur der Sonntag „reservé aux adeptes ,sans textile‘“, an allen anderen Tagen muß dort Badebekleidung getragen werden. Dadurch herrscht aber wesentlich weniger Betrieb dort, als man es von deutschen oder luxemburgischen Anlagen gewohnt ist; am Tage meines Besuches waren wenn es hochkommt zehn Leute über den Tag verteilt in der Anlage. Ob es auch im Winter so leer ist, wird noch herauszufinden sein. Eine angenehme Erfahrung war der Besuch im „Aquagliss“ allemal, als Nahziel ist es von Saarbrücken aus in ca. 20 Minuten zu erreichen. Wie erwähnt ist nur der Sonntag dort textilfrei, dann ist normalerweise von 9 bis 17 Uhr geöffnet, in der Freibadsaison dagegen von 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist nur Erwachsenen gestattet und kostet 14 Euro.

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Stamm Sauna
18.8.2018 - 11:10 Uhr
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Da der letzte Lagebericht hier zur Meditherme schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat und ich durch einen Zufall einmal dazu kam, hier noch einmal einzukehren (mein letzter Besuch dort war anno 1988, aber da war es noch ein Spaßbad namens „Aquadrom“), hier meine Eindrücke:

Die Anlage ist leicht von der A 40 Dortmund-Bochum zu erreichen und, da sie in einer Sackgasse liegt, auch gar nicht zu verfehlen. Ein riesiger kostenloser Parkplatz steht den Besuchern zur Verfügung. Das Entrée mit Brückchen, Teich und Koi-Karpfen stimmt den Gast bereits auf südländisches Flair ein. An der Kasse erhält man gegen Entrichtung des Eintrittspreises ein Chiparmband, worauf auch weitere Leistungen gebucht und Spinde verriegelt werden können. Bargeld ist also im Saunabereich nicht vonnöten.

Der Umkleidebereich ist sehr groß und zu beiden Seiten in u-förmige Schrankgruppen unterteilt. Die Schränke sind zwar nur halbhoch, aber geräumig genug, um notfalls eine Tasche zu beherbergen. Dies ist aber nicht nötig, da sich im Saunabereich reichlich (große!) Regale für Saunataschen befinden. Er ist in der ersten, eher düsteren Kuppel untergebracht, wo auch fast alle Innensaunen untergebracht sind: Infrarot-, Aufguß-, Mediterranosauna, Dampfbad, für mediensüchtige auch eine TV-Sauna sowie zentral und unübersehbar die Mühlensauna mit automatischem Aufguß alle halbe Stunde über ein Mühlrad, das aber mehr Spektakel als Dampf verursacht. Im Durchgang zur zweiten Kuppel ist noch die Salzsauna, worin ebenfalls Aufgüsse angeboten werden sowie ganz neu die Lichtersauna, die ihre beste Wirkung wahrscheinlich erst nach Einbruch der Dunkelheit entfaltet.

Ebenfalls in der ersten Kuppel befindet sich ein – für eine Anlage dieser Größenordnung – recht klein geratener Abkühlbereich mit Kneippschläuchen und Schwalleimer sowie einem mickrigen Tauchbecken, das leider auch nicht einmal sonderlich kühl war. Für Fußbäder stehen ein großes Warm- sowie ein Kneippbecken zur Verfügung. Gegenüber der Salzsauna ist ein weiterer kleiner Duschbereich mit Eisspender. Sehr schön fand ich den zentral gelegenen, riesigen Whirlpool, der von den Gästen selbst angeschaltet werden kann. Außerdem ist noch ein höhlenartiger Ruheraum mit bequemen Liegen hier untergebracht, der allerdings nur mit Bademantel benutzt werden soll.

Zur zweiten Kuppel, die durch ihr transparentes Dach sehr viel heller und freundlicher wirkt als die erste, kann man entweder an erwähnter Salzsauna vorbei oder durch die Lounge gelangen, wo nachmittags Tee und heißes Wasser aus einem Samowar kostenlos angeboten werden. Kuppel Nr. zwei ist unübersehbar das Erbe des Aquadrom; das Wellenbecken wurde unverändert übernommen, nur daß hier nun keine Wellen mehr geboten werden (zumindest nicht bei meinem Besuch). Außerdem gibt es hier auch eine Möglichkeit, ins Außenbecken zu schwimmen. Unmittelbar am Becken findet man auch ein weiteres Dampfbad sowie das Hamam, das aber nur für Behandlungen dort genutzt wird. Hier befindet sich auch ein kleiner Duschbereich. Höher, auf der Galerie der zweiten Kuppel, liegt ein weiterer, kleinerer Whirlpool (ebenfalls vom Gast selbst einzuschalten), die Steinsauna und die Himalaya-Salzgrotte, beide mit eigenen Duschen.

Von letztgenannter Sauna aus kann man auch den oberen Teil des Außenbereichs betreten, wo sich ein kleines Solebecken mit Sprudelliegen im Dauereinsatz sowie Massagedüsen in Intervallen befindet, außerdem noch, neben einer riesigen Liegewiese, vier Außensaunen geboten werden: Die kleine Sahara-Sauna, in der sehr heiße Aufgüsse angeboten werden, Panorama- und Biosauna in einem gemeinsamen Gebäude sowie die holzbefeuerte Erdsauna, die erst nachmittags geöffnet wird. Als einzige Duschmöglichkeit fand ich lediglich zwei Brausen am Solebecken vor, falls ich nichts übersehen habe.

Vom Solebecken aus gelangt man auf die Galerie der ersten Kuppel, wo sich gleich rechts ein offener Ruhebereich mit Matratzen mit integriertem Kopfteil. Weiter geradeaus geht es zum Restaurant, das auch einen kleinen Außenbereich hat. Hier herrscht Bademantelpflicht, auf die auch mittels großer Plakate hingewiesen wird. Die Auswahl ist ausreichend, die Preise sind eher hoch angesiedelt. Das Essen wird schön angerichtet und macht auch satt. Unfreundlichkeit seitens des Gastro-Personals konnte ich nicht feststellen, im Gegenteil fand ich es sogar sehr freundlich und aufmerksam.

Aufgüsse habe ich in allen drei Aufgußsaunen besucht: Je einen in der Salzsauna, der Aufguß- sowie der Sahara-Sauna. Speziell in letzterer wurde es sehr heiß, außerdem ging es dort ein wenig lebhafter zu, was aber wegen der Hitze und der Kürze dieses Aufgusses nicht weiter störte. In den anderen beiden Aufgüssen wurde vom Saunameister um Ruhe gebeten, was aber eigentlich nicht nötig war, weil es ohnehin ruhig war. Zeiten und Düfte der Aufgüsse werden mittels eines Bretts an der Mühlensauna angegeben.

Speziell rund um das Schwimmbecken stehen immens viele Liegen, bei schönem Wetter findet man auch draußen reichlich davon vor. An meinem Besuchstag (montags) herrschte nicht übermäßig viel Betrieb, lediglich an den Aufgüssen merkte man, daß doch so einige Besucher da waren. Gegen 15 Uhr leerte es sich ein wenig (dann endet der Frühstarter-Tarif) und wurde nach 17 Uhr doch recht voll, aber nie so, daß man keinen Ruheplatz gefunden hätte. Das kann natürlich in der Wintersaison ganz anders aussehen. Das Publikum war sowohl vom Alter als auch vom Geschlecht her gut durchmischt. Reichlich Stammgäste (zu erkennen an anders gestalteten Armbändern), die aber nicht weiter (vor allem: nicht negativ) auffielen. Bei vielen Bewertungen habe ich zudem gelesen, daß hier den Gästen selbst die eigene Flasche Wasser verboten würde und das Personal auch darauf achten würde. Ich habe hingegen etliche Gäste sich ungeniert aus mitgebrachten Wasserflaschen bedienen sehen, die in keinem Falle vom Personal ermahnt wurden (das mir ohnehin fast nur zu Aufgußzeiten auffiel).

Die Anlage an sich erinnerte mich stark an das Monte Mare in Rheinbach, angefangen von den Naturstein-Bodenplatten über diverse orientalische Verzierungen oder das Wellenbecken bis hin zu hier und da abbröckelndem Putz und abblätternder Farbe. Im großen und ganzen ist die Anlage aber sehr gepflegt, und am Zustand der Saunen gibt es nichts zu beanstanden. Es ist zwar ein teures Vergnügen, hier einen Tag zu verbringen, aber durchaus lohnend, auch bei etwas weiterer Anfahrt.

Die Tageskarte kostet mittlerweile 30 € (am Wochenende sowie an Feiertagen mit satten 4 € Aufschlag), für Saunaführer-Nutzer gibt es aber (für eine Person) 20 % Nachlaß auf alles außer Tiernahrung. Geöffnet ist bei gemischtem Betrieb täglich von 11 bis 23 Uhr außer sonn- und feiertags bis 21 Uhr.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Wellnessboot, Mill (Niederlande) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
18.8.2018 - 16:27 Uhr
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Das „Wellnessboot“ ist eine von sechs Anlagen der niederländischen „Vitae Wellnessresorts“-Gruppe und liegt ein wenig versteckt am Hoogveldseweg im niederländischen Mill und ist am besten über die niederländische A73 zu erreichen. Parkplätze, auch für Gäste des angegliederten City-Resort-Hotels, sind vor der Anlage vorhanden. Vor der Saunaanlage ist als unbestrittener Blickfang ein altes Flugzeug in ca. zehn Metern Höhe zu finden, das als Suite ausgebaut wurde. Gleich dahinter befindet sich das „Wellnessboot“ im Stile einer Luxusyacht. Es handelt sich natürlich nicht um ein echtes Schiff, und es liegt auch nicht im Wasser; lediglich um den Bug herum wurde ein Teich angelegt, um von außen die Illusion zu perfektionieren.

Der Eingang befindet sich mittig auf der Steuerbordseite, wofür man erst einmal eine Treppe hinuntergehen muß. Vorneweg: Die Anlage ist nicht im mindesten barrierefrei, überall sind kleinere Treppchen und Stufen zu überwinden, und auch für Menschen, die sich an Wellnesstagen fußfaul geben und kurze Wege lieben, werden hier nicht froh. Zudem sollte man über einen guten Orientierungssinn verfügen, denn alles ist sehr verwinkelt aufgebaut.

Nach diesen mahnenden Worten aber zurück zum Wellnessboot als solchem: Die Rezeption ist klein und schlicht gehalten, nach Möglichkeit sollte man reservieren, da wohl nur einer begrenzten Anzahl Gästen Zugang gewährt wird. Nicht alle Mitarbeiter am Empfang (wie auch im Gastro-Bereich) sind des Deutschen mächtig, Englisch- oder noch besser Niederländisch-Kenntnisse sind also unbedingt von Vorteil. Bademäntel, Saunatücher und überhaupt alles Notwendige kann man entleihen oder auch kaufen. Man erhält ein recht locker sitzendes Chiparmband, worauf sonstige Leistungen gebucht werden, die am Ende abgerechnet werden. Ob der Eintrittspreis auch erst dann entrichtet wird, kann ich nicht sagen, da ich mit einem Gutschein hineinkam. Auch die Spinde werden mit dem Chip verriegelt sowie der Zugang zum Sauna-Innenbereich damit geöffnet.

Die offen gestalteten Umkleiden sind zu beiden Seiten in U-Form angebracht, wobei die Längsseiten durch halbhohe Spinde begrenzt werden. Mit etwas Mühe bekommt man dort vielleicht eine Saunatasche hinein, im Saunabereich selbst sind nur kleine Ablagen für Handtücher oder ähnliches. Ich sah allerdings viele Leute mit transparenten Plastiktüten herumlaufen, worin sie ihre Habseligkeiten umhertransportierten. Zum Sauna-Innenbereich gelangt man durch eine automatische Schiebetür, die durch den Chip freigegeben wird. Links befindet sich gleich ein Duschbereich, rechts sind Toiletten. Am Duschbereich ist eine Schiefertafel angebracht, wo die Angebote des Tages (Aufgüsse, Rasul- und Floating-Zeremonien) bekanntgegeben werden und wo man sich hierfür anmelden kann. Die Rasul-Anwendungen sind aufpreispflichtig, Floating und Aufgüsse kostenlos. Alsdann geht es eine kleine Treppe hinauf, nach links geht es zum „Cocoon“-Ruhebereich, wo in die Wände kleine Ruhebetten eingelassen sind, die man z. T. über Leitern erreicht, zum „Beauty“-Bereich mit Hamam sowie zum überdachten Schwimmbecken. Geradeaus geht es über ein weiteres kleines Treppchen zu einem kleinen, warmen Kräuterbad (der Duft wird mit einer kleinen Infotafel bekanntgegeben) sowie zum großen Außenbecken. Nach rechts hin kann man entweder in den Außenbereich gehen oder über eine Treppe in das Geschoß mit den Innensaunen.

Hier findet man die 95 °C heiße Panoramasauna mit großen Fenstern, die einen schönen Blick auf den Außenbereich gewährt, ein Minz-Dampfbad mit zwei Sitzebenen, die 70 °C warme Farbensauna mit Wechsellicht, ein großes, warmes Fußbad, die 65 °C warme Salzsteinsauna sowie die offen gestaltete Infrarotsauna. Ihr gegenüber befindet sich ein kleiner Duschbereich mit Kneippschlauch. Am Ende des Ganges ist noch ein kleiner Ruheraum zu finden, dessen Ruhebetten mit Decken mit Bademantel genutzt werden sollen, sowie ein Zugang zum Außen-Ruhebereich.

An der Panoramasauna befindet sich ebenfalls ein Zugang zum Außenbereich sowie zum Gastronomiebereich über zwei Etagen, der nur mit Bademantel betreten werden darf. Hier findet man eine Bar, eine Lounge, auch mit Panoramablick, sowie ein Restaurant vor. Die Speisekarte steht auf Nachfrage auch auf Deutsch zur Verfügung. Die Preise sind recht hoch, in einigen Fällen lohnen sich evtl. diverse „Deal“-Angebote, wo man ein Hauptgericht plus Nachtisch plus zwei Getränke zu einem festen Preis wählen kann.

Der Außenbereich bietet, verteilt auf drei Ebenen, einen großen und einen kleinen Whirlpool, den man selbst einschalten kann, sowie ein kleines Warmwasserbecken, das große Außenbecken, versetzt darüber das Innenbecken, dessen Glasdach aber geöffnet werden kann, sowie den Panorama-Ruheraum, der mit wechselfarbigen LED-Leuchtbändern illuminiert wird. Ferner gibt es noch eine große Liegewiese mit Skulpturen, die käuflich erworben werden können, eine Bar, wo man bis 17 Uhr auch Essen aus dem Restaurant bestellen kann, den Zugang zur Sauna-Grotte und die 85 °C warme Aufguß-Sauna. Leider werden hier nur viermal täglich Aufgüsse angeboten, wofür man sich eine Viertelstunde vorher Karten (40 wurden je Aufguß vergeben) besorgen muß. Entsprechend groß war das Gedränge. Allerdings bekam auch jeder mit Karte einen Platz, niemand verließ vorzeitig die Sauna, der Ablauf wurde ausführlich erklärt (natürlich auf Niederländisch), und es herrschte Ruhe. Es wurde in vier Runden mit Eisbällen und zusätzlichem Wasser aufgegossen und mit Handtuch, Fächer und Fahne verwedelt. Schon sehr gut gemacht, aber ob das eine halbe Stunde anstehen wert ist, muß jeder für sich entscheiden. Vor der Aufgußsauna ist noch ein Abkühlbereich mit Schlauch, Eimer und Wechselbad.

Die Saunagrotte schließlich beinhaltet noch die 85 °C heiße Rosensauna, ein weiteres Kräuterbad mit Unterwasserliegen und Musik, das Rasul, das nur für Anwendungen genutzt wird, und das Salz-Dampfbad mit ergonomisch geformten Sitzbänken. Hier gibt es auch noch einen Duschbereich mit Schlauch und Eimer sowie in der Mitte einer großen Steinschüssel mit Peeling-Salz. Da diese inmitten der Duschen steht, kann man sich vorstellen, wie das Salz nach ein paar Stunden aussieht. Vor der Grotte gibt es noch eine Schwall-Abkühldusche, die erst mit einiger Verzögerung nach Knopfdruck startet, und ein kleines Abkühlbecken.

Leider war just an meinem Besuchstag ein „Badkleding-mag-dag“, wo den Besuchern das Tragen von Badekleidung erlaubt ist (aber nicht vorgeschrieben). Zwar waren die Textillosen stets deutlich in der Überzahl, aber ein wenig seltsam war für mein Empfinden dieses Nebeneinander schon, wobei ich allerdings betonen möchte, daß hier keine Gaffer in Badekleidung unterwegs waren. Ansonsten war das Publikum gut durchmischt (Jugendliche sind allerdings erst ab 14 Jahren zugelassen) und eher ruhig.

Insgesamt eine originelle Anlage mit zwar kleinen Fehlern im Detail (z. B. lange Wege von der Panoramasauna zur Dusche, außer einer Schwalldusche im Außenbecken keinerlei Attraktionen im Wasser), aber durchaus einen Besuch wert. Wer es etwas weiter hat, kann dies mit einem Aufenthalt im gleich daneben gelegenen Hotel kombinieren, wobei es hier auch Spezialpreise gibt. Der reguläre Eintrittspreis beträgt 31,50 €, geöffnet ist bei täglich gemischtem Betrieb von 10:30 bis 22:30 Uhr, freitags und samstags sogar bis 23:30 Uhr. Regulär ist dienstags der Badekleidungs-Tag, im August wird aber noch zusätzlich der Donnerstag hierfür angeboten.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Calypso, Saarbrücken Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
21.10.2018 - 8:40 Uhr
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Im Calypso wurde wieder einmal umgebaut: Im Bereich des großen offenen Ruheraums wurde eine Art Grubenstollen errichtet, mit entsprechenden Lampen illuminiert und um einen kleinen Duschbereich mit einer Lore als Abkühlbecken erweitert. Die eigentliche Attraktion ist hier jedoch die neu errichtete 95 °C heiße Stollensauna, worin auch mehrmals täglich Aufgüsse stattfinden. Ich habe allerdings keinen dort besucht, da mir die Sauna schon im „trockenen“ Zustand zu heiß und stickig war. Hierfür wurde übrigens der kleine, dunkle Ruheraum mit dem bunten Würfellampen geopfert. Die Kristallgrotte daneben ist unverändert, wurde jedoch zum Zeitpunkt meines letzten Besuchs renoviert. Die ehemalige Meditationssauna firmiert nun unter dem Namen „Lambestubb“ und wurde passend dazu mit Grubenlampen ausgeschmückt.

Das Podest neben den Taschenablagen war am Tage meines letzten Besuchs ebenfalls gesperrt; die Sitzsäcke wurden entfernt und ein Hinweisschild angebracht, daß hier demnächst mal wieder etwas anderes, ganz Tolles zu finden wäre.

Leider wurden auch die Preise erhöht; so kostet die Tageskarte mittlerweile 26,50 €, am Wochenende und an Feiertagen wie gehabt einen Euro mehr. Es gibt aber noch den Frühaufsteher-Rabatt, der wochentags bis 13 einen Euro Nachlaß verheißt.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Tauris, Mülheim-Kärlich Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
21.10.2018 - 9:04 Uhr
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Im Außenbereich wurde die Vulkansauna renoviert, was sich aber für den Gast nur darin zeigt, daß neue Bänke verbaut wurden. Diese sind in bis zu fünf Ebenen in gebührendem Abstand vom Saunaofen vor einem großen Panoramafenster angeordnet.

Hier werden sämtliche Aufgüsse durchgeführt, teilweise mit Zugaben wie Obst oder auch Aloe-Vera-Cremes, die man auch im Dampfbad „abschwitzen“ darf, sollte der Aufguß zu heiß werden. Und diese werden auch wirklich sehr heiß, vor allem der in vier Runden mit einer Pause dazwischen zelebrierten Wenik-Aufguß, der wie üblich mit den Birkenreisern verwedelt wird. Aber auch die übrigen Aufgüsse, die mit Tüchern, Fahnen oder Fächern verwedelt werden, heizen ordentlich ein. Teilweise wird auch Musik geboten.

Ansonsten hat sich in der Sauna nicht viel geändert, es herrscht immer noch dieselbe Frühneunziger-Jahre-Optik vor (außer im Gastrobereich), wobei allerdings kaum Abnutzungserscheinungen erkennbar sind. Gleiches gilt auch für das Schwimmbad. Aufgrund des schönen Wetters verteilten sich die Gäste gut im Außenbereich; meist handelte es sich dabei um Stammgäste älteren Baujahrs.

Die Tageskarte kostet mittlerweile 18,10 € (plus 2 € an Wochenenden und Feiertagen), was aber angesichts des Gebotenen (und der Tatsache, daß das Bad der Stadt jährlich mittlere sechsstellige Verluste einbringt) sehr günstig ist. Geöffnet ist täglich von 10 bis 22 Uhr, freitags/samstags bis 23, sonntags bis 20 Uhr.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Bali-Therme, Bad Oeynhausen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
21.10.2018 - 9:55 Uhr
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Die Bali-Therme am Rande des Kurparks von Bad Oeynhausen ist vorbildlich ausgeschildert, so daß ein Auffinden derselben auch für Ortsfremde keine Schwierigkeit darstellen dürfte. Das Parken an der Anlage ist kostenpflichtig, ich habe hingegen kostenfrei im „Dichterviertel“ geparkt. Namentlich in der Lessingstraße sind entlang des Bahndamms viele freie Plätze zu finden, und man muß nur über die Bahnbrücke und steht schon vorm Jordansprudel, der auch die links dahinter gelegene Therme speist.

Als Erstbesucher erhält man einen Übersichtsplan, und der ist auch wirklich notwendig, da alles sehr verwinkelt und verwirrend aufgebaut ist. Bezahlt wird erst beim Hinausgehen; auch Saunaführer-Gutscheine werden erst dann vorgezeigt. Die Umkleiden sind für Bad- und Saunagäste gemeinsam, durch das Chiparmband ist die Schranknummer vorgegeben.

Die Therme an sich fand ich ehrlich gesagt recht unspektakulär; wie man auf gefühlten 50 Metern länge so wenige Attraktionen unterbringen kann, ist schon eine Kunst für sich. Das geschwungene Hauptbecken bietet lediglich ein paar Massagedüsen sowie am Ende zum Kassenbereich hin sieben Sprudelliegen, wovon jedoch nur eine ordentlich sprudelt. Zudem gibt es ein Strömungsbecken sowie eine Grotte mit zwei Zugängen und insgesamt vier Höhlen, worin jedoch weder illuminiert noch musikalisch beschallt wurde. Immerhin hat man an kleine Kinder gedacht und für sie einen relativ großen Spielbereich angelegt (neben der Moseltherme in Traben-Trarbach die einzige Therme, die ich kenne, die so etwas hat). Abgetrennt hiervon sind noch kleinere Becken für Kurse, ein Eisenbecken sowie ein relativ kühler Whirlpool nebst einer Kneipp-Station zum Wassertreten und Becken für die Arme. Zudem gibt es noch (natürlich textil zu nutzen) eine Sauna, eine Infrarotkabine und ein Dampfbad. Das Außenbecken ist groß, bietet aber außer ein paar Massagedüsen gleichfalls keinerlei Attraktionen.

Weitaus besser ist der Sauna-Bereich; hier kann man in drei verschiedenen Bereichen (innen, außen, Rotunde) schwitzen. Wie bereits erwähnt, ist alles sehr verwinkelt aufgebaut, so daß ich die Rotunde gar nicht gefunden habe. Sie liegt allerdings auch ein wenig versteckt hinter einem Ruhebereich, den ich gar nicht erst aufgesucht habe, da ich des schönen Wetters wegen lieber draußen war. Zudem ist er zeitweise nur den Damen vorbehalten.

An der Frequenz der Aufgüsse (stündlich bis 16 Uhr, dann halbstündlich) hat sich nichts geändert; ich habe hier vier Stück hiervon besucht:
· Zu Beginn einen Aufguß in der inneren Aufgußsauna, es wurde hierbei mit einem Fächer verwedelt.
· Dann einen Blitzaufguß in der Erdsauna. Hier wird zunächst ein Holzscheit (Buche) nachgelegt und dann in zwei Runden reines Wasser aufgegossen und mit einem Tuch verwedelt. Da die Sauna an sich schon 100 °C heiß ist, heizt dieser Aufguß den Gästen natürlich besonders schnell ein.
· Der Wenik-Aufguß in der Blocksauna ist desgleichen eine sehr heiße Angelegenheit. Hier wird in mehreren Runden aufgegossen (je nach Laune des Aufgießers, und der hatte am Tage meines Besuches sehr gute Laune ) mit einer Abkühlpause dazwischen.
· Schließlich noch einen Peeling-Aufguß in der Pagodensauna, wo nach einer Runde anschwitzen Schälchen mit einem Zuckerpeeling herumgereicht wurden.

Wer lieber ohne feste Zeiten ein Peeling machen möchte, für den stehen im Sauna-Innenbereich Schälchen mit Salz zur Verfügung, die man in der Panorama-Sauna anwenden kann.

Schade fand ich, daß außer einem kleinen Sitzbecken im Atrium kein warmes Wasser zu finden war. Sowohl das große Becken im Atrium als auch das im Saunagarten sind sehr kühl, was natürlich nach einem Aufguß recht angenehm ist, aber nicht zu längerem Verweilen einlädt.

Das Publikum war gemischt, vom Kinde bis zum Greise alles vorhanden. Stammgäste gibt es wohl einige, diese gehen aber in der Masse (und es war auch trotz Wochentag außerhalb der Ferien sehr voll dort) der Laufkundschaft unter. Leider herrscht hier auch die Unart des Liegenreservierens vor; selbst im Außenbereich waren zu den Stoßzeiten kaum noch freie Liegen zu finden. In der Therme hingegen herrschte nie sonderlich viel Betrieb.

Insgesamt ist die Bali-Therme im Saunabereich eine schön eingerichtete, moderne Anlage, die einen Besuch auf jeden Fall lohnt. Die Tageskarte kostet mittlerweile 28,50 €; wenigstens wird hier auf Wochenend- und Feiertagszuschläge verzichtet. Die Sauna ist täglich von 9 bis 23, freitags und samstags sogar bis 24 Uhr geöffnet. Mittwochs ist die Rotunde nur für Damen geöffnet.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Das Bad, Merzig Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
23.12.2018 - 0:06 Uhr
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Im Bad bzw. dem Saunabereich wurde umgebaut: Die stets viel zu kleine und daher völlig überlaufene Aufgußsauna wurde umgebaut bzw. erweitert. Hierfür wanderte die 80 °C-Sauna in die 100 °C-Sauna, die leider ersatzlos entfällt. Aufguß- und 80 °C-Sauna wurden zu einer einzigen großen, hellen Aufgußsauna zusammengelegt, die aber leider immer noch (!) zu klein ist und bereits eine Viertelstunde vor Aufgußbeginn einen gewaltigen Andrang gewärtigen muß.

Allerdings werden nun auch alle zwei Stunden manuelle Aufgüsse in der Panoramasauna angeboten, um zehn Minuten zu den großen Aufgüssen versetzt, damit auch Gäste, die keinen Platz mehr in der großen Aufgußsauna fanden, die Möglichkeit bekommen, daran teilzunehmen.

Im Außenbereich findet man überdies neuerdings – allerdings nur noch bis März – eine Faßsauna vor, die zwar laut Thermometer nur knappe 70 °C erreichte, aber damit auf diesem engen Raum gut einheizte.

Der Eintrittspreis für die Tageskarte wurde auf 20,50 € angehoben, hinzu kommen regulär noch 1 € an Wochenenden und Feiertagen plus 1 € zusätzlich von November 2018 bis März 2019 (damit wird wohl die Miete für die Faßsauna bezahlt).

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Hallenbad Differten, Wadgassen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
23.12.2018 - 0:31 Uhr
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Besuch Nummer zwei in der versteckten Saunaperle des Saarlandes. Dieses Mal herrschte gemischter Betrieb, und offensichtlich fanden sich fast ausschließlich Stammgäste im dieses Mal sehr viel zahlreicheren Publikum. Im Innenbereich daher sehr viele laute Gespräche, und auch die Zeit bis zu den Aufgüssen wurde tratschend überbrückt. Sobald jedoch die Saunameister Kelle und Handtuch schwingen, herrscht augenblicklich Ruhe, die auch bis zum Ende durchgehalten wird. Ebenfalls sehr ruhig ging es in den beiden Ruheräumen außerhalb des Haupthauses zu. Das Differter Personal hat seine Stammkundschaft offenbar gut erzogen.

Schmerzlich vermißt wird zumindest von mir ein Whirlpool oder wenigstens ein Warmwasserbecken sowie ein Dampfbad im Saunabereich. Hier bleibt einem nur das Ausweichen ins Bad.

An Öffnungszeiten und Eintrittspreisen hat sich nichts geändert, jedoch gelten für die Sommersaison (Mai bis September) andere (und leider stark eingedampfte) Öffnungszeiten, und der Saunaeintritt kann nur in bar beglichen werden, was mir mit der Pfandkartenregelung erklärt wurde (obwohl ich keine bekam, da ich den ganzen Tag bleiben wollte).

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Syrdall Schwemm, Niederanven (Luxemburg) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
23.12.2018 - 0:49 Uhr
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In der Sauna der Schwemm wurde die große Aufgußsauna draußen ein wenig umgebaut: War zuvor in der hinteren rechten Ecke eine Art Liegebereich, wurde dieser zugunsten einer verlängerten dritten Sitzbank geopfert. Dies war auch nötig, denn diese Sauna stößt mittlerweile an ihre Grenzen. Zur Feierabendsauna findet man kaum noch einen Parkplatz, und man wird vom Kassenpersonal schon mal darauf hingewiesen, daß man sich besser im Badbereich umkleiden und dort einen Spind nehmen sollte, da im Saunabereich nichts mehr frei wäre.

Und während im Schwimmbad gähnende Leere herrscht, ist der Saunabereich völlig überlaufen. Bedingt durch die Hauptstadtnähe ist das Publikum natürlich gerne mal ein wenig internationaler; bei meinem letzten Besuch saß beim 21-Uhr-Aufguß in der Reihe hinter mir eine Gruppe Isländer, die wenigstens etwas nordisch-winterliches Flair verbreiteten, wenn schon das Wetter nicht mitspielen wollte. Ansonsten das gewohnte Sprachengewirr aus Luxemburgisch, Französisch und Deutsch, auch auf Seiten des Personals, das allzu schwatzhafte Aufguß-Besucher mehr oder weniger dezent zur Ruhe brachte.

Die Niederanvener haben ihre Saunadüfte ganz auf natürliche Aromen umgestellt, was freilich die Auswahl ein wenig einschränkt, aber auch keinen seifigen Nachgeschmack zeitigt wie etliche künstliche Düfte. Die Aromen werden in Form von drei Eiskugeln (jede mit einem anderen Duft) kredenzt, um die zusätzlich noch Wasser aufgegossen wird. Verwedelt wird mit Fächer, Handtuch und Palmwedel, Zugaben gibt es keine.

Die Preise und Öffnungszeiten sind wie gehabt.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Vulkaneifeltherme, Bad Bertrich Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
12.1.2019 - 22:11 Uhr
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Mein erster Saunabesuch im neuen Jahr führte mich in die Vulkaneifeltherme.

Der Pächter des Restaurants hat schon vor einiger Zeit gewechselt. Die Speisekarte wurde stark zusammengestrichen, die Preise sind jedoch weiterhin auf hohem Niveau.

Vergangenen Sommer/Herbst wurde die Terrasse mit Blick auf das Außenbecken überdacht und mit einer geschlossenen Glasfront versehen. Entstanden ist hierdurch ein zusätzlicher, sehr großer Ruheraum, der mit seinen warmen Brauntönen und den schweren, gepolsterten Liegen trotz seiner Größe Gemütlichkeit ausstrahlt.

Aufgüsse finden stündlich um halb abwechselnd in der Schiefersauna (innen) und der Eifelhütte (außen) statt, es gibt kleinere Zugaben, z. B. Bonbons. Die Aufgießer sind mit Freude bei der Sache, wobei es in der Eifelhütte gerne etwas lebhafter zugeht als in der Schiefersauna.

Ansonsten hat sich seit meinem ersten Besuch nicht viel geändert, abgesehen von den Preisen: Die Tageskarte kostet mittlerweile 20 €, Wochenend- oder Feiertagszuschläge werden nicht erhoben.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: SPA2be Gehl, Püttlingen (Saarland) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
3.2.2019 - 10:07 Uhr
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Das „SPA2be Gehl“ liegt inmitten des saarländischen Städtchens Püttlingen bei Saarbrücken. Da es sich um einen privaten Betrieb handelt, ist eine Ausschilderung nicht vorhanden, ortsunkundige lassen sich daher am Besten mittels eines Navigationsgeräts zur Ismertstraße 1 lotsen. Dort erwartet den Ankömmling ein äußerlich nicht sonderlich ansprechender Gebäudekomplex, worin neben der Sauna auch eine Massage- und eine Naturheilpraxis untergebracht sind. Besucher dürfen hier im Innenhof kostenlos parken.

Beim Eintreten in das Gebäude muß die niedrige Deckenhöhe beachtet werden, der Empfang befindet sich am Ende des kurzen Flures hinter einer Tür rechter Hand. Hier muß eine kleine Stufe beachtet werden. Vorweg: Für Rollstuhlfahrer ist diese Anlage leider nicht geeignet, lediglich der eigentliche Saunabereich ist barrierefrei.

An der Kasse erhält man ein Chiparmband, womit der Spind verschlossen wird und worüber auch im Bistro abgerechnet wird. Gezahlt wird alles zusammen am Ende, Bargeld wird in der Anlage nicht benötigt. Hinter der Kasse biegt man scharf rechts ab, wo sich hinter einer blickdichten Glaswand der Zugang zur Sammelumkleide befindet. Sie ist mit zwar nur halben, aber recht hohen und breiten Spinden ausgestattet, die mittels Drücken auf den Verriegelungsstift mit dem Chip verschlossen werden. Eine kleine Toilette befindet sich ebenfalls dort, zum Abtrocknen der Hände steht ein Schälchen mit kleinen Gästehandtüchern zur Einmal-Nutzung bereit, die danach in das Körbchen unterhalb des Waschbeckens entsorgt werden. Alles ist sauber und sehr modern eingerichtet.

Aus der Umkleide kommend wendet man sich nach rechts und geht durch eine (gleichfalls blickdichte) Glas-Schiebetür, die den Weg zum Vorraum freigibt. Hier befinden sich eine gekachelte Sitzbank, Vorreinigungsduschen und ein großes Taschenablageregal. Dahinter gelangt man über ein paar Stufen hinab in den eigentlichen Saunabereich. Hier erwartet den Gast ein Kessel mit heißem Wasser, womit man sich kostenlos aus einer Auswahl an Teesorten ein Heißgetränk aufbrühen kann, eine Wendeltreppe zu Ruheräumen und Bistro sowie die drei Schwitzräume der kleinen Anlage: Zunächst rechts die Kräutersauna mit wechselndem Farblicht und wohl niedrig temperiert (ich habe sie nicht genutzt), schräg gegenüber in einem runden Vorsprung das kleine Dampfbad mit Platz für etwa vier Personen. Vorsicht, der Dampfaustritt ist in Höhe der Fußgelenke und nicht verkleidet! Gegenüber dem Dampfbad sind zwei Fußbäder, gefolgt von einem kleinen Sitzbereich mit Zeitschriften, einer Tür zum Innenhof, falls der Saunagast dringend frische Luft schnappen möchte, eine Toilette, die finnische Aufgußsauna sowie ein Duschbereich mit u.a. Regen- und Schwalldusche. Leider ist kein Tauchbecken vorhanden. Die Ausstattung hält ansonsten aber auch das, was schon die Umkleide verspricht: Alles hochmodern und gepflegt.

Aufgüsse finden hier zu jeder vollen Stunde statt; zum ersten und zum letzten durften wir uns die Düfte aussuchen, da wir die einzigen Gäste waren. Die Inhaberinnen greifen hier selbst zu Eimer und Kelle und heizen ihren Gästen ein. Der letzte Aufguß war hier besonders heiß, verwedelt wurde mit Handtuch und Fächer. Beigaben gab es keine, dafür wurde aber den Gästen im Laufe des Nachmittags eine Schale mit halbierten Orangenscheiben bereitgestellt.

Über die Wendeltreppe gelangt man in das Obergeschoß, wo sich ein großer, offener Ruhebereich befindet. Man findet hier Liegen mit großen Kissen und Fleece-Decken vor sowie eine Liegemuschel, deren Dach von einer LED-Lichterkette sehr effektvoll beleuchtet wird, und eine kleine Leseecke mit Büchern. Zwei Türen führen einerseits zu einem „Frischluftraum“, der statt Fenster große Sichtschutzlamellen hat und leider, daß straßenseitig gelegen, neben der Außenluft auch den Verkehrslärm hineinläßt. Auch hier Liegen mit Decken und großen Kissen sowie zwei gepolsterte Holzbänke. Die zweite Tür führt in den geschlossenen Ruheraum, der von zwei Wechselfarben-Strahlern indirekt beleuchtet wird.

Auf der anderen Seite des offenen Ruheraums gelangt man zum Hamam, wo (kostenpflichtige) Zeremonien stattfinden sowie zum Bistro („Veda Lounge“). Hier finden ca. elf Leute Platz. Die Karte ist sehr übersichtlich, die Auswahl an Getränken ungleich größer als die der Speisen, die ebenfalls von den Inhaberinnen zubereitet werden. Die Preise sind günstig. Ist die Theke nicht besetzt, kann über ein bereitliegendes Telefon die Bedienung angefordert werden.

Am Tage meines Besuchs war sehr wenig los: Maximal vier Gäste im Aufguß, höchstens sieben gleichzeitig in der Anlage. Laut der einen Inhaberin läge das einerseits daran, daß sie am nächsten Tag eine Veranstaltung hätten und etliche Gäste deswegen ihren Besuch darauf verschoben hätten, andererseits wäre es an den Wochenenden ohnehin sehr ruhig hier. Die (teilweise seit Jahrzehnten) Stammgäste kämen unter der Woche. Für mich als ruhesuchenden Gast war diese Konstellation natürlich ideal, weshalb dieser Saunabesuch sehr entspannend war.

Natürlich ist das „SPA2be“ keine Anlage, die eine weite Anreise lohnt; als Nahziel im Raum Saarbrücken für ein paar entspannte Stunden ist sie jedoch sehr empfehlenswert, zumal bei schlechtem Wetter. Es gibt 4-Stunden-Karten für 17 €, die Tageskarte kostet 20,50 €, wochentags gibt es ab 19 Uhr einen Feierabendtarif für 13,50 €. Montags ist ab 14 Uhr, dienstags bis freitags ab 10 Uhr geöffnet, dann jeweils bis 22 Uhr, samstags von 14 bis 20 Uhr, sonntags von 11 bis 20 Uhr. Allerdings ist nur jedes 1. und 3. Wochenende im Monat geöffnet, in den Sommermonaten ist an den Wochenenden stets geschlossen. Montags und freitags ist Männersauna, dienstags und donnerstags Damensauna, mittwochs und an den Wochenenden gemischt.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Palais Belle Époque im Hotel Fürstenhof, Bad Bertrich (Eifel) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
10.2.2019 - 15:14 Uhr
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Das Hotel „Fürstenhof“ in Bad Bertrich befindet sich unmittelbar am Kurpark im Herzen des kleinen Eifelortes. Will man mit dem Fahrzeug dort vorfahren, muß man zwingend die Abfahrt „Bad Bertrich-Ost“ nehmen, da von der anderen Seite ein Durchfahrverbot besteht. „Bad Bertrich-West“ nimmt man, wenn man ohnehin im Parkhaus gegenüber der Therme parken möchte. Gebühren kostet es leider so oder so, das Fahrzeug abzustellen.

Der Saunabereich des Hotels nennt sich „Palais Belle Époque“. Für Hotelgäste gibt es einen direkten Zugang dorthin, Tagesgäste melden sich an der Rezeption. Gegen Entrichtung des Eintrittspreises erhält man einen Spindschlüssel. Erstbesuchern wird der etwas verwinkelte Weg gewiesen. Vorweg: Auch diese Saunaanlage ist nicht barrierefrei.

Ein kleiner Umkleidebereich, prachtvoll mit Marmor allenthalben ausgestattet, mit zwei geräumigen Kabinen sowie zehn Spinden, steht den Tagesgästen zur Verfügung. Durch die hintere Tür gelangt man zunächst in den (textil zu nutzenden) Thermalbadbereich. In einem auf neoklassizistisch getrimmten Stil (das Gebäude wurde mehrmals renoviert, und dieser Bereich ist nicht so alt) findet man hier zwei Tellerduschen mit Seitenbrausen von drei Seiten inklusive Seifenspendern vor, das Tecaldarium mit beheizten Wänden und Bänken (auch textil zu benutzen), einen Ruhebereich mit gepolsterten Liegen sowie einen kleinen Bistrobereich mit kostenlosen Getränken (Wasser aus einer Zapfanlage sowie verschiedene Sorten Tee, die ständig nachgefüllt werden) und der Möglichkeit, mittels Haustelefon Bestellungen (andere Getränke, Kuchen, Eis o.ä.) zu tätigen. Abgerechnet wird über Zimmer- bzw. Schlüsselnummer und beim Verlassen der Anlage bezahlt, so daß kein Bargeld benötigt wird.

Das Herzstück bildet hier das ca. 10 x 10 Meter Große Thermalbecken, wo in einem abgetrennten Bereich von den Gästen mittels Knopfdruck Massagedüsen und ein Bodensprudel eingeschaltet werden können. Zwei große Fenster geben den Blick auf den Kurpark frei, die anderen Wände sind mit idealisierten antiken Landschaften bemalt. Ein großes Oberlicht, gleichfalls bunt bemalt, erhellt das Bad bei Tag.

Der textilfrei zu benutzende Saunabereich wird über eine Treppe gegenüber den Toiletten hinter dem kleinen Bistrobereich erreicht. Den unteren Bereich der Treppe säumt ein kleiner gestufter Bachlauf. Gegen den Uhrzeigersinn findet der Besucher hier von rechts beginnend vor:

Toiletten, eine Erlebnisdusche mit drei Programmen, zwei Reinigungs- und Abkühlduschen mit Regen- und Seitenbrausen sowie Schwallduschen (ein Tauchbecken fehlt leider), ein Trennregal mit kostenlosen Handtüchern (allerdings nur zum Abtrocknen geeignet, für die Sauna sind sie viel zu klein), die nach der Benutzung über die vielen Wäschekörbe entsorgt werden können. Hier wird auch ständig wieder aufgefüllt. Weiter geht es mit der Vulkangrotte mit zwei Steinliegen, wo man mittels Knopfdruck ein Programm ablaufen lassen kann, das Flammen, Blitz und Wasser darstellen soll. Daneben befindet sich das kleine römische Dampfbad. Hier schaltet der Gast bei Bedarf den Verdampfer ein, worüber in einer Art Schwenker Kräuter „gedämpft“ werden, was für einen natürlichen Duft (am Tage meines Besuchs Rosmarin) sorgt. In der Kristallgrotte kann man sich an einem Eisbrunnen Abkühlen. Daneben das zweite Dampfbad mit vier Einzelsitzen. Hier kann der Gast aus vier verschiedenen Düften wählen, die dann dem Dampf beigemischt werden. Über ein paar Stufen ist der Ruheraum mit sechs Liegen, die allerdings rasch und dauerhaft belegt sind, zu erreichen, gleich links dahinter geht es zu dem kleinen Frischluftbereich: einer Terrasse, die mittels Strauchwerk vor neugierigen Blicken von außen schützt.

Neben der Treppe zum Ruheraum ist ein weiteres kleines Handtuchregal, gefolgt von der Glaubersalzgrotte. Auch hier kann der Gast einen Knopf drücken und sich von Meeresrauschen und Möwengeschrei beschallen sowie von kräftigen Regengüssen benetzen lassen. Zwischendurch wird Sole verdampft. Den Abschluß bilden die beiden Trockensaunen: Zunächst die niedrig temperierte „Fürstensauna“, die leider so klein geraten ist, daß man dort nur mit angewinkelten Beinen liegen kann. Hier erwartet den Gast Farblichtwechsel und leise Musik. Schließlich noch die finnische Sauna, wo der Gast selbst die Möglichkeit hat aufzugießen. Ich habe diese wahrgenommen und auch mit Eis aufgegossen, was in dem kleinen Raum eine enorme Wirkung entfaltet.

Wenn man nicht ohnehin schon Gast des Hotels ist, kann man auch als Tagesgast im dortigen Restaurant einkehren, der Portier nimmt derweil freundlicherweise Taschen und Jacken in seine Obhut.

Insgesamt eine sehr stilvolle Alternative zu der an einem verregneten Samstag gewiß gut gefüllten Therme. Zwar kommt sie für mich als Feierabendsauna leider nicht in Frage, da sie täglich um 20 Uhr schließt (geöffnet ist wochentags ab 14, an Wochenenden ab 12 Uhr), aber als Tages-Nahziel ist die Sauna des Fürstenhofs allemal einen Besuch wert. Jedoch sollte man in diesem Falle vorher telefonisch erfragen, ob externe Gäste eingelassen werden, da bei zu hoher Frequentierung die Sauna für diese auch gesperrt werden kann. Die Tageskarte kostet 20 € (ein Feierabendtarif gilt wochentags ab 18 Uhr), seit der neusten Auflage ist die Anlage auch mit einem Vario-Gutschein im Saunaführer für Rheinland-Pfalz und das Saarland vertreten. Es herrscht täglich gemischter Betrieb.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Trewa Insel, Rehlingen (Saarland) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
17.2.2019 - 12:02 Uhr
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Ein kleines Update nach drei Jahren:

Das Gradierwerk im Garten wurde leider entfernt, aber bei nur drei offenen Tagen in der Woche lohnte sich der Betrieb sicherlich nicht mehr.

Ansonsten keine Um- oder Anbauten, jedoch wurden die Aufgüsse auf vier statt fünf Runden „gekürzt“, wobei allerdings mit Wasser in der großen Aufgußsauna nicht gespart wird. Zwischen Runde zwei und drei werden Obst und Eis gereicht, vor der Kabine warten Becher mit Tee auf die Gäste.

Auch die Disziplin der Gäste hat nicht nachgelassen, erst fünf Minuten vor Beginn trudelt man in der Aufgußsauna ein. Die Atmosphäre ist locker und freundlich, während der Aufgüsse herrscht ohne gesonderte Aufforderung Ruhe. Verwedelt wird mit Handtuch oder Fächer(n).

Die Speisekarte des Bistros ist recht übersichtlich und besteht eigentlich nur noch aus Salaten und kleineren Mahlzeiten, ergänzt durch Tagesgerichte, die an einer großen Tafel ausgeschrieben sind. Die Preise sind vergleichsweise günstig, gemessen an den großen Portionen.

An den Öffnungszeiten und am Eintrittspreis hat sich nichts geändert: 23 € für die Tageskarte, Damensauna freitags von 9 bis 14 Uhr, danach bis 22 Uhr gemischt, samstags und sonntags von 10 bis 20 Uhr gemischt.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Moseltherme, Traben-Trarbach Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
17.4.2019 - 21:01 Uhr
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Kleines Update nach fast zwei Jahren:

In der Wintersaison (Oktober bis April) ist die Therme nun mittwochs bis freitags bis Mitternacht geöffnet. Da um 21 Uhr der Badebetrieb endet, steht den Saunagästen die gesamte Therme zur textilfreien Nutzung offen, wobei auch alle Attraktionen (Sprudelliegen etc.) in Betrieb bleiben. Leider wird das auf der ohnehin schon ziemlich grauslig gestalteten Homepage der Therme nicht ausdrücklich bekanntgegeben.

Die Aufgüsse werden alle sehr heiß, in Sachen Verwedelung gibt es aber wirklich große Unterschiede zwischen den Mitarbeitern. Zu etlichen Aufgüssen gibt es Zugaben (Bonbons, Obstplatte), der Salzaufguß wird mittlerweile vier Runden lang zelebriert (wobei einige Saunameister auch noch eine Extra-Runde feilbieten, die aber zumeist dankend abgelehnt wird).

Die Gastronomie ist im Badbereich untergebracht. Die Karte ist auch mehr auf Badbesucher ausgerichtet. Bitte beachten, daß hier nur in bar gezahlt werden kann!

Ansonsten hat sich nichts geändert, erfreulicherweise auch nicht an den Preisen: 14,50 € sind weiterhin zu bezahlen, wenn man die Sauna mit Bad nutzen möchte. Dienstags wie gehabt Damensauna.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Nass, Arnsberg (Sauerland) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
16.5.2019 - 16:19 Uhr
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Nach drei Jahren hatte ich endlich noch einmal Gelegenheit, das "Nass" zu besuchen.

Eines vorweg: An den Einrichtungen hat sich nichts geändert, alles ist noch dort, wie ich es vor drei Jahren vorgefunden und hier beschrieben habe. Ich habe auch einmal auf die Barrierefreiheit geachtet, und hier kann man festhalten, daß alles ebenerdig erreichbar ist, abgesehen von den Stufen vor der Maa-Sauna.

Wertfächer sind zwar reichlich sowohl vor dem Sauna- als auch vor dem Bade-Umkleidebereich im Blickfeld des Kassen- und Bistropersonals vorhanden, jedoch leider mit Pfand und separatem Schlüssel. Hier wäre eine Umstellung auf elektronische Schlösser, wie sie bspw. im Hagener Westfalenbad vorhanden sind, wünschenswert.

Gut ist, daß die Schranknummer mittlerweile nicht mehr vorgegeben wird; man kann sich selbst aussuchen, ob man in der Herren-, Damen- oder gemischten Sammelumkleide seine Kleidung abstreift. Das Schließsystem wurde geändert und entspricht dem des Andernacher Monte Mare oder des Saarbrücker Calypso: Chiparmband vor das Sensorfeld halten, Piepsen und Aufleuchten der grünen LEDs abwarten, Drehknopf zum Verschließen drehen, fertig. Geöffnet wird durch erneutes Vorhalten am Sensor. Der Chip dient auch als Zahlungsmittel, so daß im Saunabereich kein Bargeld benötigt wird.

Leider hat man es versäumt, gleichzeitig einen Nachzahlautomaten vor den Saunaumkleiden aufzustellen, und so muß man sich immer noch manuell vom Personal das Drehkreuz freigeben lassen, um dann an der Kasse zu zahlen. Gezahlt wird übrigens alles erst beim Hinausgehen, Gutscheine z. B. aus dem Saunaführer (den man auch an der Kasse kaufen kann) müssen aber schon beim Eintritt vorgelegt werden.

Dieses Mal habe ich auch die Gastronomie getestet, die mir beim letzten Besuch ziemlich teuer vorkam. Die Karte ist recht übersichtlich, Sonderwünsche z. B. bei anderen Getränkegrößen oder gesonderten Beilagenwünschen müssen umständlich separat zugebucht werden (was dann natürlich auch die Preise in die Höhe treibt). Die Portionen sind jedoch reichlich, allerdings schien der Koch an meinem Besuchstage ein übergroßer Fan von Röstaromen zu sein: So war das Schnitzel meiner Begleitung auf einer Seite arg verkohlt.

Im Bad, das im Saunatarif enthalten ist, hat sich desgleichen nichts weiter getan. Festgehalten werden sollte jedoch auf jeden Fall, daß sowohl hier als auch in der Sauna alles sehr gut gepflegt ist und so gut wie keine Abnutzungserscheinungen aufweist.

Dieses Mal habe ich im Laufe des Tages vier Aufgüsse besucht, drei davon in der Wald-, einen in der Aufgußsauna. Dieses Mal waren die Düfte sehr gut erkennbar. Die ersten beiden Aufgüsse waren darüber hinaus "Entspannungsaufgüsse" mit Musik bzw. Klangschalen, die mit einem Gong ein- und ausgeläutet wurden. Werktags finden ab 16 Uhr zwei Aufgüsse parallel in Wald- und Aufgußsauna statt, am Wochenende und in den Ferien schon ab 13 Uhr.

Insgesamt ist ein Besuch im Nass weiterhin sehr empfehlenswert. Die Öffnungszeiten sind wie gehabt, die Tageskarte kostet 20 €, am Wochenende und an Feiertagen 50 Cent mehr. Dienstags und donnerstags ist ein abgetrennter Bereich den Damen vorbehalten, ansonsten ist stets gemischter Betrieb.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Les Thermes, Strassen (Luxemburg) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
16.5.2019 - 16:42 Uhr
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Es gibt eine Neuerung beim Parken am "Les Thermes": Um auf den Parkplatz zu gelangen, muß man seit ca. zwei Monaten eine Parkkarte an einer Schrankenanlage ziehen. Für Kunden des Bades ist das Parken jedoch kostenlos; man muß lediglich beim Hinausgehen an einem der beiden Entwertungsautomaten (die gleich neben den Kassenautomaten installiert wurden) die Karte entwerten.

Ansonsten ist alles beim Alten in Strassen, nur daß der Zahn der Zeit weiter stetig an der Anlage nagt, wie sich z. B. an Isolierband an den Holzwänden vor dem Whirlpool zeigt. Aufgüsse werden stündlich angeboten, jedoch weiterhin ausschließlich in der Äerd-Sauna, die entsprechend abgenutzt wirkt. Wegen des Feiertages habe ich bei meinem letzten Besuch auch nur einen Aufguß aufgesucht (hier gab es Tee als Zugabe) und mich ansonsten durch die Außensaunen geschwitzt, und das meist trotz des vollen Saunagartens allein. Das Publikum wie gehabt bunt gemischt, sowohl geschlechtlich als auch hinsichtlich des Alters und der Sprachen.

Das Bistro nur wenig besucht, sehr teure Salate, preislich gleichfalls oben angesiedelte Burger, Getränke einigermaßen "günstig" und häufig nur frankophones Personal. Nervige, da zu laute Loungemusik.

Dennoch weiterhin zu empfehlen, zumal wenn schönes Wetter angesagt ist und man mehr Wert auf eine schöne Außenanlage als auf den Besuch von Aufgüssen legt. Heuer feiert "Les Thermes" überdies auch noch sein zehnjähriges Bestehen, was leider nicht in besonderen Angeboten resultiert: Es sind weiterhin nur Tageskarten zum Preis von 19,50 € erhältlich.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Saunarium, Bad Sobernheim (Naheland) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
26.5.2019 - 17:51 Uhr
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Erneuter Besuch im Saunarium nach fast zwei Jahren Abstand.

Am Innenbereich hat sich nichts geändert (auch die Zeitschriften sind mitgealtert), die Saunen weisen aber kaum Abnutzungserscheinungen auf, so daß man daraus schließen kann, daß auf pflegliche Behandlung des Inventars Wert gelegt wird.

Der Außenbereich ist nun fertig, wobei die Umzäunung auch jetzt nicht viel besser aussieht als der Bauzaun vorher. Und wie gehabt gibt es hier wie auch drinnen keine Möglichkeit, sein Handtuch zum Trocknen aufzuhängen, nur Aufhänger ragen aus den Wänden.

Aufgüsse sind wie gehabt stündlich und sehr heiß, v. a. der Wenik-Aufguß, der über vier Runden mit Pause in der Kelo-Sauna zelebriert wird. Neu ist hierbei, daß sich die Gäste auf Wunsch nach dem Aufguß im Duschbereich gegenüber der Panorama-Sauna mit den Birkenreisern abschlagen lassen können. Achtung: In dieser Anlage wird nach den Aufgüssen nicht geklatscht, sondern auf das Handtuch geklopft.

Gegessen habe ich dieses Mal abgesehen von einer Brezel aufgrund mangelnden Hungers nichts, wobei die Gerüche aus der Küche (es gab als Tagesgericht Gyros) durchaus appetitanregend waren.

Aufgrund des schönen Wetters war auch das nebenan gelegene Freibad gut besucht und entwickelte eine entsprechende Geräuschkulisse, die jedoch von einigen Stammgästen im Whirlpool gekonnt übertönt wurde. Auch dieses Mal war die Stammkundschaft des Saunariums wieder sehr mitteilsam, aber zumindest während der Aufgüsse etwas zurückhaltender. Das Personal wie gehabt freundlich und engagiert bei den Aufgüssen.

Der Eintrittspreis hat sich auf 21 € erhöht, an den Öffnungszeiten hat sich kaum etwas geändert. Allerdings ist montags nun geschlossen, und die Damensauna wurde entsprechend auf dienstags, 10 bis 14 Uhr, verlegt. Ansonsten stets gemischter Betrieb.
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