Login:
Pass:
 
KlickRegistrieren  KlickLogin vergessen



FORUM VERLASSEN     FORUM STARTSEITE | SUCHEN | MITGLIEDER | EVENTS | TERMINE | PROFIL | Registrieren | FAQ | STATISTIK | Login |
Alle Beiträge von timarion
timarion ist offline timarion hat 131 mal geschrieben. Das sind 0.5% aller Beiträge.
Bei nicht ausreichender Berechtigung für Beiträge aus Moderatoren- oder Gruppenboards, werden diese nicht angezeigt.

Seite 1 2 3 4


timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Re: Rheinwelle in Gau-Algesheim Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
27.12.2015 - 15:58 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Ich war am 18.12. in der Rheinwelle, die just an dem Tag ihr Zehnjähriges feierte, was sich für die Besucher an Eintrittspreisen von 2 € fürs Schwimmbad und 10 € für die Sauna (sonst 19 €) zeigte. Eine gelbe Plastik-Badeente gab es auch noch dazu.

Der Eingang zum Saunabereich befindet sich gegenüber der Kasse, es gibt zwei getrennte Sammelumkleiden, die jedoch von Männlein wie Weiblein gleichermaßen genutzt werden können. Verschlossen werden die Schränke mittels Chiparmband, worauf auch alle sonstigen Leistungen verbucht werden und am Ende am Automaten bezahlt werden.

Betritt man den Saunabereich, so befinden sich nach Geschlecht getrennte Duschen und WCs, sodann ein Ablagefach für Taschen und Schließfächer für Wertsachen, die gleichfalls mit Chiparmband verschlossen werden. Wendet man sich nach rechts, befindet sich dort ein Ruheraum, der jedoch häufig von den Gästen als Durchgangsraum auf dem Weg in die Panoramasauna mißbraucht wird. Nach links geht es zum Bistro, wo man entweder auf Hockern gleich an der Theke speisen kann oder Getränke und Besteck selbst zu den Tischen im Eßbereich nehmen kann und von der Bedienung die bestellten Speisen gebracht bekommt. Abräumen muß man selbst.

Im Innenbereich befinden sich eine 90-Grad-Sauna, eine Niedrigtemperatursauna mit Fenster zum Garten sowie ein geräumiges Dampfbad mit zwei Ebenen, die mit LED-"Sternen" beleuchtet wird. Leider hatte der Verdampfer bei meinem Besuch seinen schlechten Tag, und es kam viel zu wenig Dampf auf. Hinter den Saunen befindet sich noch ein Duschbereich und ein kleines Kaltbecken.

Der schön angelegte Außenbereich bietet nochmals fünf Saunen mit Temperaturen von 70 bis 100 °C, wovon ich allerdings nur die Weinkellersauna aufgesucht habe. In regelmäßigen Abständen erfolgt dort ein automatischer Aufguß, dessen Aroma so stark ist, daß bei richtigem Wind auch die Gäste im Solebecken des Schwimmbades etwas davon haben. In den eiskalten Naturteich haben sich nur wenige an diesem Tag hineingetraut. Ein separates Ruhehaus im Außenbereich bietet neben den Liegen auch Betten zum Ausruhen.

Das Schwimmbad ist vom Saunabereich durch ein Drehkreuz hinter dem Bistro zu erreichen; es hat neben einem großen Schwimm- und einem Lehrschwimmbecken ein großes Spaßbecken zu bieten mit Kletterwand, Wellenbecken und Strömungsanlage sowie zwei Rutschen, von denen jedoch die schnelle an dem Tag außer Betrieb war. Ferner noch besagtes Sole-Außenbecken mit Sprudelliegen und Schwallduschen und ein Whirlpool, der leider im Sauna-Bereich fehlt.

Insgesamt eine attraktive, gepflegte Anlage, deren Besuch sehr empfehlenswert ist.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Monte Mare Andernach Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
27.12.2015 - 16:43 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Die Saunaanlage des Monte Mare Andernach befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Fitneßstudios Revita. Sie ist leicht von der B9, Abfahrt Andernach-West zu erreichen. Parkplätze stehen gleich vor dem Haus als auch um die Ecke an der Straße genügend zur Verfügung. An der Kasse erhält man einen Chip, auf den sämtliche Leistungen gebucht werden und der zum Verschließen der Schränke dient.

Hinter der Kasse muß man zunächst eine Treppe nach unten gehen, von dort aus in die Sammelumkleide, die in sich noch einmal vierfach geteilt ist, von dort aus eine andere Treppe wieder hinauf, durch ein Drehkreuz, dann befindet man sich im Innenbereich der Saunaanlage. Rechter Hand befinden sich Taschenablagen, geht man außen um diese herum, geht man auf die beiden Dampfbäder (mit unterschiedlichen Düften) zu, nach rechts befindet sich ein Duschbereich. Wendet man sich vom Eingang nach links, kommt man in den Restaurantbereich. An Innensaunen sind hier noch die Finca- und die Ceremoniasauna vorhanden, vor diesen ein kleinder Duschbereich in Schneckenform. Geht man ganz durch den Innenbereich durch, kommt man an der Saunatheke vorbei, gefolgt von je einem Ruheraum links und rechts und der Schwimmhalle, die neben dem Schwimmbecken mit Blick auf den Saunagarten auch einen Whirlpool zur Selbstbedienung bietet. Von den 6 Knöpfen funktionierte bei mir aber nur der mit der "Whirl"-Funktion.

Aus der Schwimmhalle kann man in den Außenbereich gelangen (selbstverständlich auch vom Innenbereich der Sauna), wo sich die trocken-heiße Feuersauna, die niedrig temperierte Panorama-Sauna (die den Gästen im Garten einen herrlichen Blick auf die Saunierenden bietet) sowie die Geysir-Sauna, die als Attraktion nach dem Vorbild des Kaltwassergeysirs auf dem Namedyer Werth eine "bis zu drei Meter hohe Wasserfontäne" (so die Internetseite) aus einem zentral gelegenen Brunnen bieten soll. Bei meinem Besuch jedoch behielt der Geysir sein Wasser offenbar lieber für sich. Die Gartenanlage ist sehr schön gestaltet und bietet u. a. auch Schaukelliegen.

Das "Orangerie" genannte Ruhehaus öffnete erst zwei Stunden nach der restlichen Anlage; ob dies immer so ist, weiß ich nicht. Jedenfalls handelt es sich hierbei um ein hell und geschmackvoll eingerichtetes Ruhehaus, das neben Betten und Liegen auch eine Bibliothek zu bieten hat. Unter der Orangerie befinden sich die Salzwelten mit einer Infrarotkabine, einer Stollensauna und einem Salzinhalationsraum. Ein Solebecken wie in Rengsdorf ist hier leider nicht vorhanden. Die Inhalationen muß man an der Saunatheke buchen, ansonsten kann man sich auch so in die Hängeliegen legen. Die Teilnahme hieran ist für die Saunabesucher kostenfrei – immerhin, angesichts des stolzen Eintrittspreises von 28,50 € (31,50 € am Wochenende) für die Tageskarte.

Insgesamt eine moderne, gepflegte Anlage, die jedoch preislich leider etwas über das Ziel hinausschießt, wenn man die Anlagen desselben Betreibers in Rheinbach (wo immerhin noch ein Wellenbad mitgenutzt werden kann) oder Rengsdorf zum Vergleich heranzieht. Empfehlenswert ist, wenn man die Möglichkeit hat, der Frühstarter-Tarif, der an Wochentagen von 9–15 Uhr gilt.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Das Bad Merzig Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
27.12.2015 - 17:23 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Das Bad Merzig befindet sich verkehrsgünstig zwischen der A8 und der B51, ausreichend kostenfreie Parkplätze sind vor dem Haus vorhanden.

Am Empfang bekommt man ein Chiparmband, auf das sämtliche zusätzlichen Leistungen gebucht werden, die man beim Hinausgehen bezahlt.

Das Bad gliedert sich in drei Teilbereiche, die gut voneinander getrennt sind: Das "Wasserwelt I" genannte Sport- und Spaßbad, "Wasserwelt II", die eher wie eine Therme angelegt ist sowie der Saunabereich. Um zu letzterem zu gelangen, muß man jedoch erst durch Wasserwelt II hindurch und dann noch einmal ein Drehkreuz passieren. Im Saunabereich erwarten einen großzügige Ablagemöglichkeiten für Taschen sowie hölzerne Sichttrenner, die als Aufhänger für Handtücher genutzt werden (ob nun beabsichtigt oder nicht, weiß ich nicht). Zentral befindet sich hier ein ca. 5x5 Meter großes Warmwasserbecken mit Sitzbänken. Vorsicht, die Bodenkacheln dort sind sehr glatt; meine Begleitung hätte sich beinahe böse hingelegt, als sie aus dem Becken stieg.

Ferner sind in diesem zentralen Element noch Ruheliegen sowie Fußbadebecken untergebracht. Rechts sind weitere Ruheliegen sowie eine Sitzecke mit Kamin. Links reihen sich die übersichtlich aneinander: Das Dampfbad (für das ständig Salz für Einreibungen bereitsteht), die Biosauna, eine 100- und eine 80-Grad-Trockensauna, der Duschbereich sowie die Aufgußsauna. Dahinter befindet sich ein weiterer Ruhebereich.

Der Außenbereich ist recht attraktiv, dadurch, daß er nicht nur durch eine Trennwand, sondern gleich durch das ganze Außenbecken der Wasserwelt II vom Spaßbad getrennt ist, ist er auch recht ruhig. Es befinden sich dort noch einmal zwei Saunen: Die Blockhaussauna mit 75 °C sowie die Panoramasauna mit 80 °C, die einen schönen Blick auf die Saar bietet. Außerdem gibt es noch ein kleines kühles Außenbecken.

Ein Whirlpool ist im Saunabereich leider nicht vorhanden, hierzu muß man in die Wasserwelt II überwechseln, die überdies ein warmes Außenbecken mit Sprudelliegen und Schwallduschen bietet. Die weiteren Einrichtungen dort, die sich wohl im Obergeschoß befinden (Aromagrotte, Salzinhalationsraum, Farblichtraum), haben wir nicht erkundet. Das wird beim nächsten Mal nachgeholt.

Wasserwelt I ist durch einen längeren Gang vom Rest der Anlage getrennt, dort befindet sich ein Schwimmbecken mit Sprungbrettern, eine Rutsche mit Zeitmesser sowie ein großes Spaßbecken mit u. a. ebenfalls Sprudelliegen und Schwallduschen. Ein Außenbecken ist auch hier vorhanden, jedoch kühler temperiert als die Innenbecken. Hier gibt es eine Strömungsanlage.

Negativ fiel mir an dieser Anlage leider auf, daß sie im Laufe des Tages immer schmutziger wird; den Duschbereich traut man sich abends fast gar nicht mehr ohne Badeschuhe zu betreten, so voller Schmutz und Haare war der Boden dort. Ähnlich sah es auch in Wasserwelt II im Bereich der Handtuchaufhänger aus sowie später in den Umkleiden. Hier müßte öfter geputzt werden.

Davon abgesehen ist Das Bad in Merzig eine schöne Saunaanlage, empfehlenswert vor allem für Leute, die neben dem Saunieren auch gerne die Vorzüge eines Spaßbades genießen möchten. 19,50 € kostet derzeit die Tageskarte.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Aqualouis Saarlouis Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
27.12.2015 - 18:29 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Das Schwimmbad Aqualouis in Saarlouis liegt nahe der A620, Abfahrt SLS-Mitte. Parkplätze sind am Haus vorhanden.

Am Empfang bekommt man einen Chip, mit dem man später den Schlüssel seines Schließfaches entriegeln kann. Es gibt zwar eigene Umkleiden für Sauna-Besucher, jedoch kommt man aus diesen auch nur im Schwimmbadbereich heraus. Zur Sauna muß man den Außengang zum Bad in Richtung Nichtschwimmerbecken entlanggehen und dann hinter einer Biegung ein Drehkreuz passieren. Dahinter befindet sich links gleich der Gastronomiebereich sowie rechts eine große Ablagemöglichkeit für Taschen.

Das Aqualouis hat nur einen kleinen Saunabereich; auf der linken Seite befinden sich zwei Ruheräume, davon einer mit einer vertieften Leseecke und einer in die Mauer eingelassenen Liege sowie der Ausgang zum Außenbereich, der bedingt durch die Innenstadtlage lediglich aus einem, wenngleich auch liebevoll angelegten, Gärtchen besteht.

Rechts befinden sich die eigentlichen Saunaeinrichtungen: Das Caldarium mit dahinter liegendem Dampfbad, das sehr dunkel ist und nur schwach von kleinen LEDs beleuchtet wird. Salz für Einreibungen steht vor der Tür zum Caldarium stets zur Verfügung und wird vom Personal nachgereicht. Es folgt ein kleiner Duschbereich, ein Eisspender und ein Tauchbecken. Darauf die 60-Grad-Klimasauna, die 75-Grad-Aromasauna sowie die finnische Sauna, in der Aufgüsse stattfinden, die vermittels einer Schiefertafel vor der Kabine angekündigt werden.

Die gesamte Anlage ist noch recht neu und wirkt auch gepflegt. Das Schwimmbad, das man als Saunagänger kostenlos mitbenutzen kann, ist guter Durchschnitt und in etwa mit denen aus Neunkirchen oder Homburg vergleichbar. Jedoch ist ein Saunabesuch in Saarlouis mit 16,50 € für die Tageskarte z. T. deutlich günstiger als in den vorgenannten Anlagen.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Re: 56579 Monte Mare Rengsdorf Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
27.12.2015 - 19:51 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Ich war Anfang des Monats im Monte Mare Rengsdorf, in erster Linie deshalb, weil ich verschlafen hatte und sich daher Monte Mare Andernach (wo ich ursprünglich hinwollte) auch nicht mehr gelohnt hätte, die 1,5 h Zeitvorteil waren weg.

Der Kritik von Betzy kann ich kaum etwas hinzufügen: Ja, es ist ein gräßlicher alter Betonklotz und ja, man muß den Eingang ein bißchen suchen; wenn man seinen sadistischen Tag hat, kann man auch auf dem Weg dorthin den Zahnärzten ein wenig bei der Arbeit zusehen. Ja, der Schlüssel am Handgelenk zusätzlich zum Chip nervt, auch daß ich nie so recht wußte, ob der Spind jetzt verschlossen ist oder nicht (vorsichtshalber immer dran rütteln). Und der Weg zu den Umkleiden ist schon ein wenig traurig, wenn man die ganzen Kabinen für das geschlossene Spaßbad sieht.

Aber einmal durch die Stahltür in den Saunabereich, und schon ist das wie weggeblasen. Es ist ein wenig dunkel, aber durchaus stimmungsvoll. Als ich dort war, planschte gerade ein Kleinkind in dem (wohl doch eher als Zierbecken gedachten) Brunnen herum. Die Steinliegen daneben sind beheizt und recht bequem. Das Dampfbad hatte bei meinem Besuch wohl seinen guten Tag, denn es gab Dampf satt. Die Psycho-, nein: Mentalsauna mit dem Aquarium fand ich sehr schön, desgleichen das Solebecken in der Grotte. Ferner habe ich die beiden Saunen am Außenbecken, das ich ebenfalls ausgiebig genutzt habe, ausprobiert, also Arctic- und Pfahlsauna. Beide haben übrigens keinen Vorraum, d.h. wenn man die Tür öffnet, ist man gleich in der Sauna drin. Beide sehr heiß und eher "urig" – und klein. Leider wurde besagtes Außenbecken bei der Renovierung stark verkleinert und bietet keine Durchschwimmöglichkeit mehr nach innen. Das obere Außenbecken sagte mir weniger zu. Schön finde ich die beiden Whirlpools und daß sich einer davon auch noch draußen befindet.

Dadurch, daß die ganze Anlage so verwinkelt aufgebaut ist, kann es natürlich vorkommen, daß man das eine oder andere übersieht (die Saline ist mir gar nicht aufgefallen und die Heusauna habe ich im Durcheinander auch vergessen aufzusuchen), aber um so mehr gibt es dann immer noch beim nächsten Mal zu entdecken – und wenn es nur die gelbe "Geisterrutsche" im verlassenen Spaßbad ist. Im Vergleich zur hochmodernen Anlage in Andernach fühlte ich mich hier viel wohler, und wenn noch mal die Wahl ansteht, ob Rengsdorf oder Andernach, fällt mir das Urteil nicht schwer. Ich mags gerne ein bißchen morbide…

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Re: 53474 Bad Neuenahr, Ahrtherme Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
27.12.2015 - 21:14 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Ich war dieses Jahr dreimal in den Ahrthermen und kann nur sagen, daß es mir gut gefallen hat. Kommt man von der A61 über das Dreieck Sinzig nach Neuenahr, sind die Thermen leicht zu finden, da der Weg dorthin ausgeschildert ist.

Das Parkhaus meide ich nach Möglichkeit, ich parke lieber auf dem kostenlosen Parkplatz vorm TWIN (solange es noch nicht abgerissen wird) oder eben noch eine Ecke weiter in der Mittelstraße.

An der Kasse erhält man ein numeriertes Chip-Armband, das einem einen Spind entweder im Thermen- oder im Saunaumkleidebereich zuweist. Weitere Leistungen werden ebenfalls darauf gebucht, bezahlt wird beim Hinausgehen, ferner auch ein evtl. vorhandener Parkschein umgetauscht, um den Thermenbesuchern einen Preisvorteil zu ermöglichen. Der Zugang zum Saunabereich befindet sich im Untergeschoß, man geht von den Umkleiden durch eine Tür und passiert ein Drehkreuz. Gleich dahinter befinden sich links und rechts Duschen und WCs, etwas weiter nach rechts eine Abstellkammer für Taschen mit Kleiderhaken für Bademäntel. Daneben folgt die Niedertemperatursauna und ein Kaltbecken mit Duschen drumherum. Dem gegenüber befinden sich die Fußbäder. Es folgen zwei heiße Trockensaunen (eine einfache finnische sowie die "Sternensauna" mit LED-Deckenbeleuchtung und Musik) sowie ein kleiner Ruheraum. Wenn man den Gang ganz durchgeht, kommt man in eine Art Abstellkammer, zu der man zu dem Schandfleck der ganzen Anlage gelangt: dem Dampfbad. Es dampft zwar recht ordentlich, jedoch ist der ganze Raum völlig ungemütlich: weiße Plastikbänke (wohl vom selben Hersteller wie beim TWIN), eine kaltweiße, grelle Beleuchtung und ein undefinierbarer Geruch (von Duft kann man hier nicht sprechen). Dazu wirkt alles auch noch recht versifft.

Geht man von dort aus wieder zurück, befinden sich nun auf der anderen Seite ein weiterer Ruheraum, der Durchgang zur Blockhaussauna und zum Außenbereich sowie die Kaminecke mit der Saunatheke, wo man sich für (meist kostenpflichtige) Saunazeremonien anmelden kann. Diese finden dann in der Blockhaussauna oder in der Eventsauna statt. Letztere befindet sich neben der Aromasauna im Außenbereich, zu dem man über eine Treppe, an dem Vita-Parcours vorbei gelangt. Dort befinden sich außerdem auch die Aroma-Sauna und die sehr dunkle und heiße Galeriesauna, eine kleine Duschanlage, ein kleines Schwimmbecken mit sehr starker Massagedüse (die Haltegriffe sind nicht umsonst dran!) und ein Ruhehaus (das dann auch mit Decken auf den Liegen). Etwas befremdlich finde ich allerdings die Tatsache, daß gleich neben dem Außenbereich Hochhäuser stehen, die einen herrlichen Blick auf die Saunabesucher bieten. Hoffentlich wohnen da nur Angestellte der Thermen…

Zurück im Innenbereich und durch das Drehkreuz geht man eine Treppe nach oben in den Thermenbereich, wo gleich am Eingang vier Whirlpools im Wechsel in Betrieb sind (bei meinem letzten Besuch waren alle ausgeschaltet und es wurde 1 € vom Eintritt abgezogen – ging in Ordnung, war ohnehin Spartag ).

Dahinter befinden sich rechter Hand der Restaurantbereich, wo man nicht unbedingt günstig, aber gut speisen kann, sowie das kühlere Thermalbecken, das laut Beschilderung angeblich 30 °C hat, mir aber viel kühler als das große Becken daneben mit 31 °C vorkommt. Dieses bietet auch eine Möglichkeit, nach draußen zu schwimmen, wo eine Strömungsanlage, Bodensprudler, Sprudelliegen und Schwallduschen (die aber arg schwach auf der Brust sind) auf die geneigten Nutzer warten.

Ferner gibt es noch ein großes Sprudelbecken innen sowie ein Therapiebecken, wo meist Wassergymnastik betrieben wird. In dem kühleren Becken wird auch Aquacycling angeboten.

Im Obergeschoß befinden sich hinter einer Galerie mit Liegestühlen Solarien und Massageräume.

Insgesamt sind die Ahrthermen eine sehr saubere und gepflegte Anlage (mit Ausnahme des Dampfbades); die Tageskarte kostet für die Sauna 23 €, an Spartagen (einmal im Monat) 15 €.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Thermen & Badewelt Euskirchen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
28.12.2015 - 20:40 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Zu erreichen ist die erst vor zehn Tagen eröffnete Badewelt leicht von der A1 oder der A61 aus. Der Parkplatz ist zwar bereits asphaltiert, aber es wirkt alles noch ein wenig unfertig. Rund um das Schwimmbad künden auch noch große Matschhügel von weiteren Baustellen.

Die Empfangshalle ist riesig und wartet mit vier Schaltern (drei Kassen, eine Info) für drei Eingänge (Palmenparadies, Sauna, Schwimmbad) auf. Man erhält ein numeriertes Chiparmband, womit man seinen zugeteilten Spind verschließt und zusätzliche Leistungen aufbucht. Bargeld wird also in der Anlage nicht benötigt.

Die (Einzel-) Umkleiden sind sehr geräumig und warten alle mit eigenem Fön auf. Von hier aus geht es dann in den Duschbereich, der zwar eigentlich nach Geschlechtern getrennt ist. Dies wird dargestellt durch übergroße Piktogramme aus Edelstahl, die man aber gerade wegen ihrer Größe fast übersieht. Jedoch ist einerseits dieser Duschbereich völlig offen gestaltet, und andererseits sind die Duschen selbst als Einzelduschen mit Sichtschutz angelegt.

Von dort aus kommt man in den "Vitaltherme" genannten Bereich, der von Liegen übersät ist und nur schmale Wege zur Sauna freiläßt, die von im Wege stehenden Palmen gesäumt sind. Wirklich schlecht fand ich, daß weder hier noch im gesamten Saunabereich eine vernünftige Ablagemöglichkeit für Taschen besteht; lediglich vor dem Übergang zum Palmenparadies fand ich vier (!!!) Taschenfächer neben Kleiderhaken für Bademäntel vor. Kein Wunder also, daß sämtliche Liegen "reserviert" waren und gar nicht erst vom Personal geräumt werden konnten – wohin auch mit dem Zeug? Außer dem "Relax-Becken" mit ein paar Schwimmnudeln war weiter nichts Interessantes hier zu finden, außer der Tatsache, daß das Außenbecken von hier nahtlos in das des Textilbereiches übergeht. Ich hoffe, daß hier bald eine Sperre eingebaut wird, wenn das Becken auch vom textilfreien Bereich aus betreten werden kann, noch ist der Zugang hier gesperrt.

Den Saunabereich betritt man durch das Restaurant, das sich an die Vitaltherme anschließt. Er ist als Rondell angelegt, und es schließen sich an den Restaurantbereich im Uhrzeigersinn an: "Taj Mahal" (habe ich nicht getestet), "Holzstadl" (90-Grad-Sauna, in der man von Volksmusik genervt wird), Kino-Sauna (die statt der auf einem Aushang angekündigten Bild- ODER Tonstörungen Bild- UND Tonstörungen bot, womit sie auch die einzige Sauna für diesen Tag war, in der Ruhe herrschte. Sie kam mir allerdings wesentlich heißer vor als die angegebenen 60 °C. Vor allem der Boden (wie in allen von mir besuchten Saunen) war brennend heiß. Ferner folgen die Calla-Kaskaden, wo man unter einem Strauß Drachenwurz duschen kann, der von weiteren (Kalt-Duschen) umgeben ist und wo sinnigerweise kein einziger Haken für Handtücher zu finden ist. Auch ein Kaltbecken ist hier vorhanden. Es folgt der "Keltenthron" (80 °C, angenehm leise Musik, gutes Aroma) und das "Wiener Kaffeehaus", wo man vor lauter Staunen über die Einrichtung bei 70 °C glatt vergißt zu schwitzen. Statt nach Kaffee duftete es dort aber von einem Aufguß am Vormittag noch immer nach Schokolade, und dieser Duft verteilte sich den Tag über auf den gesamten Sauna-Bereich. Daneben befindet sich das "Kristallwasser"-Becken mit Außenbereich und die Alhambra-Sauna (die ich auch nicht besucht habe). Alle Saunen außer der Kino-Sauna bieten große Panoramafenster zum Innenhof, der zwar "Palmenoase" heißt, aber mit seinen überdachten Liegen eher an eine Zeltstadt erinnert. Neben dieser (vorläufig) letzten Sauna (2016 wird erweitert) liegt das Tote-Meer-Becken (das noch nicht ganz fertig ist) mit 18 % Salzgehalt und die "Blaue Lagune" mit Poolbar (wo weitaus mehr los war als an seinem Pendant im Textilbereich) und Außenbecken. Schön finde ich die Lösung, die Durchgänge zu den Außenbecken nicht wie üblich mit Plastiklappen zu versehen, die nach wenigen Monaten bereits blind und unansehnlich werden, sondern Drehtüren zu installieren. Auch der Calla-Duschbereich wird über eine solche Drehtür betreten.

Im textilen Palmenparadies, das man über ein Drehkreuz hinter der Vitaltherme betreten kann, befinden sich am gegenüberliegenden Ende die "Quellen der Gesundheit": ein weiteres Salzwasserbecken sowie jeweils eines mit Kalzium und Lithium sowie Selen und Zink. Neben diesen Becken ist ein Durchgang zum normalen Hallenschwimmbad, das ich allerdings nicht genutzt habe. Herzstück des Palmenparadieses ist natürlich das riesige Schwimmbecken mit reichlich Sprudelliegen, einer Poolbar und einem Außenbecken, das überdies noch eine Strömungsanlage zu bieten hat.

Ebenfalls im Textilbereich befindet sich (leider) das Dampfbad "Eifel-Nebel", wobei es mehr Eifel (kalt) als Nebel (Dampf) war. Ab und zu wurde vom Personal Salz und Zucker zur Einreibung gereicht. Die Sitze (18 an der Zahl) haben alle einen eigenen kleinen Wasserhahn zur Reinigung. Meiner Meinung nach gehört solch ein Dampfbad aber auf jeden Fall (auch) in den Saunabereich.

Was gleichfalls dorthin gehört, wären einmal mehr und vernünftige Möglichkeiten, sein Handtuch aufzuhängen. An der "Lagune" waren die Haken schon knapp, und an den Saunen selbst riß gerne mal der eine oder andere Holzstift aus der Verankerung der Garderobe (ohne Gewalt!). Eine Möglichkeit, sein Handtuch zum Trocknen aufzuhängen, ist nirgendwo vorhanden. Und daß gerade beim Duschbereich keine Möglichkeit besteht, sein Handtuch aufzuhängen, so daß man klatschnaß wieder von dort rauskommt, muß auch dringend geändert werden.

Davon abgesehen muß hervorgehoben werden, daß die ganze Anlage sehr gepflegt und sauber ist, was nicht zuletzt daran liegt, daß ständig gewischt und gefeudelt wird. Das Personal ist sehr freundlich, und auch das Publikum fand ich sehr angenehm. Seltsam finde ich nur, daß Personen unter 16 Jahren keinen Zutritt haben (außer samstags), Kleinkinder unter 3 bzw. 4 Jahren (die Quellen Internet und Flyer sind sich da uneins) aber kostenlos das Bad betreten dürfen; in der Tat schwammen etliche Kleinkinder mit ihren Eltern in der "Großen Lagune" des Palmenparadieses. Lustig auch, daß dies damit begründet wird, daß die Besucher schließlich Ruhe und Erholung suchten, die bei Kindern im Bad perdü wäre, man aber andererseits im gesamten Bad mal lauter und mal leiser ständig von "Musik" berieselt wird. Da ist mir Kindergejuchze aber lieber…

Insgesamt gibt es also noch einiges zu tun dort (und damit meine ich nicht die Saunaerweiterung 2016), aber ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall schon einmal, und sei es nur, um all diese verrückten Einfälle in Sachen Sauna zu bestaunen. Vor allem ist der Eintrittspreis noch relativ günstig mit 20 € für das Palmenparadies und 26 € für die Sauna. Wenn alles fertig ist, dürften die Preise deutlich anziehen.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Nettebad Mayen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
29.12.2015 - 21:12 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Das Nettebad der Stadtwerke Mayen liegt ein wenig versteckt in der Bachstraße, die parallel zur Bürresheimer Straße Richtung Weibern/Kempenich verläuft. Kostenlose Parkplätze für Besucher sind vor dem Bad vorhanden. Das gesamte Bad wurde vor ca. zehn Jahren gründlich renoviert und modernisiert.

Die Sauna hat parallel zum Hallenbad in der Wintersaison geöffnet, ist also leider im Sommer zugunsten des gleich daneben gelegenen Freibades (das immerhin mit einer 140 Meter langen Rutsche aufwarten kann) geschlossen.

Am Empfang kann man entweder an der Kasse den Eintritt entrichten (13,50 € für die Sauna, nur Tageskarten) oder aber, wenn die Kasse nicht besetzt ist, am Automaten links neben dem Eingang bezahlen. Dieser nimmt allerdings nur Bargeld (überzähliges Geld wird gewechselt), EC-Karten können leider nicht genutzt werden. Man erhält einen Chip, mit dem man den Schlüssel seines frei zu wählenden Schließfaches entriegeln kann. Der Eingang zur Sauna befindet sich gegenüber dem Automaten auf der rechten Seite vom Eingang. Dahinter geht man rechts in eine Tür, wo sich eine gemischte Sammelumkleide befindet. Dahinter befinden sich in einem Gang Waschbecken mit Spiegeln und Föns sowie nach Geschlechtern getrennte Duschen und WCs.

Sodann betritt man den kleinen Saunabereich. Links befinden sich Abstellmöglichkeiten für Taschen, der Bistrobereich sowie der Durchgang zum Hallenbad. Geradeaus hält man auf den Whirlpool zu, der vom Gast selbst eingeschaltet werden kann. Dahinter befinden sich Fußbadebecken sowie ein großer Handtuchhalter.

Diesen gegenüber befinden sich im Uhrzeigersinn zunächst ein Duschbereich mit Kneipp-Schläuchen und Schwallduschen, darauf das feurig-rot beleuchtete Dampfbad mit acht schiefergrauen, leider etwas unbequemen Sitzen. Hier wird auch Salz zur Einreibung gereicht. Daneben befindet sich die gleichfalls rot beleuchtete finnische Trockensauna, in der auch Aufgüsse veranstaltet werden. Diese werden auf einer Schiefertafel davor bekanntgegeben. Es folgt das Kaltbecken und eine Niedertemperatursauna, die grün erleuchtet ist und ein angenehmes Aroma hat. Leider sind die Sitze darin in Schieferoptik sehr unbequem; liegen ist darauf fast unmöglich.

An der Längsseite folgen dann noch ein paar Ruheliegen, ein größerer, schön eingerichteter Ruheraum befindet sich im Obergeschoß, desgleichen eine Terrasse, die zugleich den Freiluftbereich dieser Sauna darstellt.

Um in das Schwimmbad zu gelangen, muß man leider am Rande des öffentlichen Bistrobereiches vorbei, wo die Gäste mit Straßenschuhen herumlaufen. Im Schwimmbad selbst kommt man zunächst am Kleinkinderbecken vorbei, sodann zum mit wechselfarbigen LEDs beleuchteten Nichtschwimmerbecken, wo es auch Massagedüsen gibt. Dahinter befindet sich das 25-Meter-Schwimmerbecken mit Sprungbrett; an der Außenwand links wurde im Zuge der Renovierung ein Whirlpool eingebaut, der ebenfalls von den Gästen eingeschaltet werden kann.

Im Saunabereich wird auch öfters die vom Duschbereich herüberschwappende Nässe vom Boden gewischt. Die gesamte Anlage sieht immer noch sehr neu aus, was allerdings kaum verwundert, wenn man bedenkt, daß die Sauna das halbe Jahr geschlossen ist. Geöffnet ist die Sauna dienstags bis sonntags ab 14 (Di–Do) bzw. 10 Uhr (Fr–So) bis 21 (Di–Fr) bzw. 18 Uhr (Sa/So), mittwochs ist Damentag.

Insgesamt eine solide ausgestattete Sauna, die zwar keine größeren Höhepunkte aufzuweisen hat, aber im Winter zu den beiden anderen, wesentlich teureren (aber natürlich auch besser ausgestatteten und größeren) Saunaanlagen im Kreis Mayen-Koblenz (Andernach, Mülheim-Kärlich) eine preiswerte Alternative darstellt.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Twin Bad Neuenahr-Ahrweiler Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
6.1.2016 - 13:01 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Das Schwimmbad "Twin" befindet sich im Stadtteil Bad Neuenahr in der Nähe der Ahr-Thermen. Es gibt einen kostenlosen Parkplatz vor dem Haus und einen weiteren kostenpflichtigen, dessen Gebühren man jedoch beim Besuch des Twin erstattet bekommt. Im Sommer steht bei Bedarf auch weiterer Parkraum auf einer Wiese zwei Straßen weiter zur Verfügung.

An der Kasse erhält man als Zeichen dafür, daß man den Saunatarif gezahlt hat, einen Kabelbinder ums Handgelenk. Alsdann geht man an der Treppe zu den Schwimmbadumkleiden vorbei zu zwei Stahltüren: Die linke ist für die Herren-, die rechte für die Damenumkleide.

Die Umkleiden selbst sind schon recht alt, nicht alle Schränke sind funktionsfähig, und man benötigt einen Euro, um sie abschließen zu können. Es folgt der Duschbereich, von dem aus man schließlich direkt in den Saunabereich gelangt.

Man steht dann gleich vor der finnischen Sauna mit 90 °C und stündlichem, automatischem Aufguß. Daneben befindet sich die "Tepidarium" benannte Niedertemperatursauna mit 60 °C, worin man sich allerdings wegen der großen Scheibe ein wenig wie in einem Schaufenster vorkommt.

Es folgt ein kleiner Duschbereich, darauf das Dampfbad, dessen Plastikbänke dieselbe Form haben wie die der Ahr-Thermen, hier jedoch blau sind. Es dampft hier ganz ordentlich, und der Eukalyptus-Geruch ist ebenfalls angenehm.

Dahinter folgt dann ein "Frischluftraum", wo wohl bei Eis und Schnee Schluß ist, ansonsten jedoch ein Durchgang zu einem kleinen Außenbereich besteht (auf der Internetseite euphemistisch als "Sonnenhof" bezeichnet), der sich als schmuckloser Betonplattenhof entpuppt.

Geht man nun den den Gang zurück, befindet sich dem Dampfbad gegenüber ein weiterer kleiner (Schwall-) Duschenbereich, die Fußbäder, eine Sitzbank, die meist als Abstellgelegenheit für Taschen mißbraucht wird sowie ein Kalttauchbecken. Zwischen Letztgenannten befindet sich ein Gang, zu dessen beiden Seiten Toilettenräume sind. Durch ihn gelangt man in den Aufenthaltsraum, wo der Verzehr eigener Speisen ausdrücklich erlaubt ist. Von diesem Raum gelangt man auch in einen Ruheraum, wo man das permanente Rauschen der Umwälzanlage des Schwimmbades darüber vernimmt. Die dort angebrachte Fototapete mit Meeresbrandung muß man also als ein wenig Selbstironie betrachten.

Ebenfalls vom Aufenthaltsraum her zu erreichen ist ein Massageraum und das Hallenbad. Hierzu muß man durch eine Stahltür hindurch- und eine Treppe hinaufgehen. Man befindet sich dann im Spaßbadbereich mit zwei Innenbecken, die über ein ganzjährig geöffnetes Außenbecken, das den größten Teil dieses Bereiches einnimmt, miteinander verbunden sind. Von dem linken Innenbecken aus kommt man im Sommer in das Freibad, das weitaus größer und auch schöner als das Hallenbad ist.

Ferner vorhanden sind im Hallenbad natürlich ein Schwimmbecken mit Hubboden von 25 Metern Länge, ein Warmbecken sowie ein Badebereich für Kleinkinder. Die Rutsche ist leider dauerhaft geschlossen. Außerdem besteht die Möglichkeit, im Twin recht günstig zu essen. Es wird jedoch Bargeld benötigt.

Insgesamt dürfen Saunabesucher vom Twin nicht allzu viel erwarten; es ist eine einfache, altmodisch aussehende und durch die "Kellerlage" auch recht düstere Anlage, die jedoch für den schnellen Saunagang zwischendurch völlig ausreichend und auch von annehmbarer Sauberkeit ist. Vor allem im Sommer gefiel mir die Möglichkeit, das Freibad mitbenutzen zu können. Man sollte sich jedoch beeilen, wenn man dem Twin einen Besuch abstatten möchte, da ein Abriß zugunsten neuer Wohnhäuser geplant ist, und ob das neue Hallenbad im Stadtteil Bachem eine Sauna haben soll, ist mir nicht bekannt.

Der Tageseintritt für die Sauna kostet 8,50 €, montags ist in der Wintersaison geschlossen, dienstags Damen-, donnerstags Herrentag.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Re: Twin Bad Neuenahr-Ahrweiler Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
16.1.2016 - 12:00 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Das letzte Wort in Sachen Twin ist allerdings noch nicht gesprochen; die Neuenahrer wollen das Bad natürlich am alten Standort behalten, und die Bachemer sind alles andere als Begeistert, daß das neue Bad ausgerechnet auf ihrem Sportplatz errichtet werden soll. Mittlerweile sieht es eher danach aus, daß das Twin zwar wirklich abgerissen wird, dafür aber an alter Stelle wieder neu gebaut werden soll.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNA: Kurioses in Sauna Anlagen - Thema: Re: Fußbekleidung Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
17.1.2016 - 11:47 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


In den Ahrthermen ist vor dem Dampfbad ein Hinweis angebracht, daß man es nur ohne Badelatschen betreten darf. Ansonsten habe ich nie irgendwelche Hinweise oder Verbote diesbezüglich gesehen, und die Leute gehen mal mit, mal ohne (und einige sogar eingewickelt in Handtücher ). Irgendwelche Bemerkungen vom Personal gab es in meinem Beisein auch noch nie.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Re: 56579 Monte Mare Rengsdorf Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
17.1.2016 - 11:56 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Ich war vergangenen Freitag noch einmal im Monte Mare Rengsdorf. Das Eis-Faß vor dem ehemaligen Dampfbad im Obergeschoß ist weg, dafür ist dort jetzt eine "Römer-Sauna" zu finden, die ca. 55 °C hat mit 40 % Luftfeuchte. Durch eine große Glasfront kann man hineinsehen: Diese Sauna ist ähnlich eingerichtet wie die Dampfbäder im Monte Mare Andernach, sieht also sehr edel aus. Bei der Kälte und dem Schneefall war mir allerdings mehr nach richtig heißen Saunen zumute, so daß ich diese Sauna noch nicht aufgesucht habe. Das kommt dann nächstes Mal…

timarion ist offline timarion  Board: SAUNA: Kurioses in Sauna Anlagen - Thema: Re: Fußbekleidung Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
18.1.2016 - 16:39 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Zitat von Teetrinker62:
Dampfbäder mit mehreren Ebenen habe ich noch nie gesehen, hier lernt man ständig was dazu. Da läuft es einem dann eiskalt den Rücken runter, wenn sich einer auf der oberen Ebene den Sitzplatz sauber spritzt, oder wie?


Dampfbäder über mehrere Ebenen bzw. Stufen sind mir bislang nur bekannt aus Dortmund-Wischlingen (wobei die Sitzbänke selbst dort nur eine Ebene haben), Bad Breisig (im Saunabereich), Gau-Algesheim, Homburg und den Treveris-Thermen in Trier. Beim Sauberspritzen muß man sich halt arrangieren, oft sind bei solchen Bädern eh nur die oberen Bänke besetzt.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNA: Kurioses in Sauna Anlagen - Thema: Re: Fußbekleidung Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
18.1.2016 - 17:46 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Zitat von Teetrinker62:
In den anderen Saunen, die Du erwähnst, gibt es aber wirklich mindestens 2 Ebenen übereinander, wie in der normalen Holzsauna?


Ja. In Bad Breisig bin ich mir nicht mehr ganz sicher, wie viele Ebenen es waren, ich war nur kurz drin und dann gleich wieder raus, weil es mir darin zu stickig war. Es gibt auch kein Foto davon auf der Homepage. In Gau-Algesheim (Bild in der Galerie Mitte links) und den Treveris-Thermen gibt es zwei, im Koi in Homburg (drittes Bild von oben) sogar drei Sitzebenen.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Weiskirchen Vitalis Bäderzentrum Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
23.1.2016 - 12:10 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Das Vitalis Weiskirchen liegt in der Kurparkstraße gleich neben dem Parkhotel, das über einen eigenen Zugang zum Schwimmbad verfügt. Zu erreichen ist Weiskirchen über die A 1 und die B 268; innerhalb des Ortes ist die Lage des Kurparks ausgezeichnet.

Am Empfang erhält man einen Schlüssel mit Chip, der dem Gast einen festen Spind zuweist. Zusätzliche Leistungen sowie Verzehr werden über den Chip oder die Schlüsselnummer zugebucht und am Ende inklusive Eintritt beim Hinausgehen bezahlt.

Der Eingang zur Sauna befindet sich links hinter dem Emfangstresen, der Zutritt erfolgt über ein Drehkreuz. Dahinter befindet sich hinter einer Tür ein kleiner Vorraum mit Schuhregalen, da die Umkleiden ohne Schuhe betreten werden sollen. Links sind die Umkleiden für Damen, rechts für Herren. Ebenfalls befinden sich im Umkleidebereich eine Toilette und eine Dusche; zum Saunabereich hin sind die Umkleiden offen. Betritt man diesen, sind rechts große und sehr tiefe Ablagefächer für Taschen, links befinden sich zunächst eine Reihe von Haken für Bademäntel und Handtücher, worauf die Saunen folgen:

Zunächst die 60-Grad-Relaxsauna mit LED-Sternenhimmel und leiser Musik, darauf die 90-Grad-Aromasauna, wo laut Aushang stündlich Aufgüsse stattfinden. Daneben ist ein Duschbereich mit Warm- und Kaltduschen, Kneippschläuchen und einem (sehr großen) Schwalleimer. Es folgt das Dampfbad, das leider im Vergleich zum Rest der Sauna etwas abfällt, da es nur Plastikbänke aufweist und zumindest bei meinen Besuchen unergründliche Düfte (laut Aushang Kiwi-Melone) verströmte. Aber wenigstens dampft es ganz ordentlich. Laut Aushang sollen dort auch Salz-, Honig- und Zuckereinreibungen stündlich angeboten werden, aber außer einem Topf Salz und einer Radler-Trinkflasche voll Honig, die in dem kleinen Regal vor dem Dampfbadeingang standen und beide im Laufe des Vormittags wieder verschwunden waren, habe ich davon nichts mitbekommen. Den Abschluß des Sauna-Innenbereichs bildet die Infrarot-Kabine, gleichfalls mit Musik und Sternenhimmel. Die Wärmestrahler unter den Bänken sind stets in Betrieb, bei Bedarf kann man in den Ecken per Knopfdruck weitere zwei Rückenstrahler in Betrieb setzen. Die Kabine bietet überdies dank einem großen Fenster einen schönen Blick auf den Saunagarten.

Den Saunakabinen gegenüber befinden sich, von der Infrarotkabine zurückgehend:Ein kleiner Ruhebereich, der vom Gang nur durch einen Vorhang abgetrennt ist, ein Kalttauchbecken, daran anschließend die Fußbäder, etwas versetzt nach hinten ein weiterer, größerer Ruheraum sowie der Zugang zum Bad.

Dieser führt durch einen Gang zunächst zum Massagepool, wo man sich in 32 °C warmem Wasser von Massagedüsen, Sprudelsitzen und -liegen, einer Schwalldusche sowie einem "Brodelberg" verwöhnen lassen kann. Ferner kann man auch im Galeriebereich darüber Solarien benutzen. Dieser Bereich ist vom Rest des Bades abgetrennt, der Zutritt erfolgt über ein Drehkreuz. Dahinter befindet sich der kleine Gastronomiebereich; die Bedienung kann bei Bedarf über eine Klingel angefordert werden. Das Schwimmbecken ist 25 Meter lang und 10 Meter breit und maximal 1,90 Meter tief. Ein Kinderbereich, baulich vom Schwimmerbecken getrennt, bildet den Abschluß des Innenbereichs. Im Sommer steht noch ein Außenbereich mit Beachvolleyballfeld zur Verfügung.

Der Außenbereich der Sauna ist ganzjährig geöffnet. Er besteht aus einem Ruhehaus, in dem auch das Saunabistro untergebracht ist. Die Theke ist nicht ständig besetzt, bei Bedarf kann vermittels eines Telefons die Bedienung angefordert werden. Daneben befindet sich ein kleiner Duschbereich mit zwei Brausen und einem Kneippschlauch. Es folgt die Banja (80 °C), die mit einem Holzofen befeuert wird und wo Wenik-Aufgüsse stattfinden. Sie ist mit Samowaren und Matrjoschkas dekoriert. Den Abschluß bildet die Lehm-Sauna (90 °C), die mit ihren großen Fenstern eine schöne Aussicht auf den Hochwald bietet und wo ebenfalls Aufgüsse stattfinden.

Insgesamt läßt sich feststellen, daß im Vitalis viel Wert auf Sauberkeit und passende Dekoration gelegt wird: Bei meinem ersten Besuch war Oktoberfestzeit und alles entsprechend dekoriert, bei meinem letzten Besuch stand alles im Zeichen der bevorstehenden nordischen Sauna-Nacht mit Schweden- und Finnenflaggen, Skiern und Schlitten. Der Boden des Innenbereichs wird im laufenden Betrieb regelmäßig geputzt und das bestehende "Reservierungs"-Verbot von Liegen seitens der Gäste auch wirklich eingehalten. Überhaupt geht es recht ruhig hier zu, der Altersschnitt des Publikums dürfte bei geschätzten 40 bis 50 Jahren liegen, vereinzelt werden sehr viel Ältere, aber auch Kinder gesichtet (das Vitalis bietet auch für die Sauna Familienkarten an).

Bad und Sauna sind täglich geöffnet, donnerstags ist bis 13 Uhr Damensauna. Die Tageskarte kostet derzeit 17,50 € und schließt die Nutzung des Schwimmbades mit ein.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Tauris Mülheim-Kärlich Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
27.1.2016 - 20:37 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Das Freizeitbad Tauris befindet sich in Mülheim-Kärlich in unmittelbarer Nähe zu Koblenz und ist leicht von der A 48 (Abfahrt KO-Nord, dann Richtung Andernach/Bonn) und der B 9 (hier der Beschilderung folgen) zu erreichen.

Am Empfang erhält man einen Chip, mit dem man später den Schlüssel seines frei wählbaren Spindes entriegelt. Auch der Übertritt vom Bade- zum Saunabereich erfolgt hiermit. Dort hinzukommen gestaltet sich im Tauris leider reichlich umständlich: Der Eintritt erfolgt zentral durch ein rechts neben den Kassen gelegenes Drehkreuz, dann muß man am gesamten Umkleidebereich vorbei, zwei Treppen abwärts, einmal um die Ecke und dann in nach Herren und Damen getrennte Sammelumkleiden, wo sich auch die Schränke befinden. Von dort aus durch einen kurzen Gang, wieder eine Treppe hinauf, und man befindet sich mitten im Schwimmbad. Man wendet sich nach links, geht eine kleine Treppe nach oben, über die (gerne mal glitschige) Brücke, am Gastronomiebereich vorbei, hält sich dann rechts von der Trennmauer und muß noch ein Drehkreuz passieren. Hinter einer Tür befindet man sich zunächst einmal im Gastro-Bereich der Sauna, wo man sich wieder nach rechts wendet, durch eine weitere Tür gehen muß und dann links den Zugang zu den Massageräumen vorfindet und vor sich dann eine Treppe abwärts zum (endlich!) Saunabereich. Wer diese Treppenorgie zum größten Teil meiden möchte, kann sich auch ganz profan im Schwimmer-Umkleidebereich umziehen.

Am Fuße der Treppe angekommen, befindet man sich zwischen dem zentralen Kalttauchbecken (links) und dem Whirlpool (rechts, ist in regelmäßigen Abständen in Betrieb, leider nicht vom Gast zu beeinflussen). Geht man links herum weiter, findet man hier Taschenablagen, das Kirschblüten-Dampfbad (das auch nach Wildkirsche riecht und dessen Steinsitze eine edle Holzoptik bieten) und die Aroma-Sauna, am Ende dann einen Duschbereich.

Geht man zurück, befinden sich links nach den Taschenablagen die Feuer-Sauna, die mit einer Beleuchtung wie von glühenden Kohlen aufwartet, ein weiterer Duschbereich, der den Gang immer schön mit Nässe versorgt, ein schön gestalteter offener Sitzbereich, das Caldarium und das Sanarium, das mit Vogelgezwitscher und Wasserplätschergeräuschen den Aufenthalt dort zumindest für mich so entspannend gestaltet, daß ich bei meinen Besuchen dort bislang immer eingeschlafen bin.

Am Ende des Ganges liegen zwei Ruheräume; dreht man wieder um, liegen auf der Seite zum Garten hin nun die Fußbecken, ein Eisspender, der Zugang zum Garten sowie der innere Eingang zum Außenbecken. Dieses ist zwar nicht sonderlich groß, genügt aber, um zwei, drei Züge dort zu schwimmen. Das Wasser ist angenehm kühl.

Der Außenbereich ist ein schöner Rasenbereich mit etlichen Bäumen. Außerdem gelangt man hierüber zu der Vulkansauna, der größten Sauna dieser Anlage, wo auch die Aufgüsse stattfinden. Neben dieser befindet sich auch noch ein kleiner Duschbereich, dem als Sichtschutz passenderweise längliche Vulkangesteinsbrocken dienen.

Wer das Schwimmbad nutzen möchte, geht nun wieder die Treppe hinauf, durch Gastro-Bereich und Drehkreuz. Links hinten befindet sich das Kleinkindbecken, gegenüber das große runde Warmbecken mit Sprudelsitzflächen. Daneben ist der Zugang zum ganzjährig geöffneten Außenbecken, das Sprudelliegen und Massagedüsen bietet. Wendet man sich nach rechts, befindet sich vor der Brücke ein Whirlpool gleichsam in Balkonlage; von hier aus hat man einen schönen Blick auf den unteren Teil des Spaßbeckens und den Auslauf der Rutsche. Auf der Brücke befindet man sich über dem Übergang vom oberen zum unteren Spaßbecken, wo früher immer Seile befestigt waren, damit man auf den aufgerauhten, dunkel abgesetzten Kacheln hochklettern und auf den glatten anschließend wieder herunterrutschen konnte. Bei meinem letzten Besuch fehlten diese Kletterhilfen jedoch. Das obere Becken bietet Schwallduschen, das untere darüber hinaus einen Wasserfall, Bodensprudel und einen Strömungskanal. Auch die Rutsche, die man über eine Treppe hinter dem unteren Spaßbecken erreicht, läuft hier aus.

Etwas vom Spaßbereich abgetrennt (natürlich u. a. auch durch Treppen) ist das Schwimmerbecken mit fünf 25-Meter-Bahnen. Hier befinden sich auch noch separate Duschen und Toiletten. Auch der zweite Whirlpool befindet sich in diesem Bereich.

Das Tauris feiert heuer sein fünfundzwanzigjähriges Bestehen, was man ihm leider vor allem im Schwimmbadbereich oft genug auch ansieht. Der Saunabereich aber ist – abgesehen von seiner baulichen Vertracktheit – sehr schön und gepflegt. Die Tageskarte kostet 17,10 € (am Wochenende 2 € mehr), geöffnet ist mit wenigen auf der Internetseite bekanntgegebenen Ausnahmen täglich von 10 bis 22 Uhr, bei Sonderveranstaltungen auch länger und tw. mit FKK-Schwimmen im Badbereich. Montags ist Damensauna, sofern es kein Feiertag ist.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Emser Therme, 56130 Bad Ems Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
29.1.2016 - 23:25 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Die Emser Therme liegt am rechten Lahnufer mitten in Bad Ems. Neben dem Saunagelände ist der thermeneigene Parkplatz (für den leider, es wurde oben schon bemängelt, Gebühren fällig werden, maximal 5 € pro Tag). In unmittelbarer Nähe befinden sich ein weiterer Parkplatz sowie das Parkhaus der AOK-Klinik (beide ebenso gebührenpflichtig).

Das Gebäude ist recht eigenwillig (man könnte auch sagen: häßlich) gestaltet; eine wilde Mischung aus Art Déco, Bauhaus, Siebziger-Jahre-Plattenbau und den psychedelischen Elementen der frühen Paulchen-Panther-Clips. Am Empfang erhält man ein Chip-Armband, auf das sämtliche Leistungen gebucht werden und das als Schlüssel für den frei wählbaren Spind dient. Hinter dem Drehkreuz befindet man sich im Umkleidebereich, der mit seiner rot-orangen Farbgebung die Siebziger wieder aufleben läßt. Gut gemacht ist die strikte Trennung zwischen Straßenschuh- und Barfußbereich. Über letzteren gelangt man entweder durch drei Duschbereiche oder auch einen direkten Durchgang in die Thermen oder, wenn man den Gang ganz durchgeht, zum Vorraum des Saunabereiches, wo sich bereits etliche Taschenablagen finden; gegenüber sind Toiletten und Duschen.

Den Saunabereich selbst erreicht man durch eine Tür, hinter der sich rechts diverse Duchen sowie ein Schwalleimer und ein Kalttauchbecken befinden. Daneben ist das Sanarium (55 °C), gegenüber das rot gehaltene Dampfbad mit zwei Sitzebenen (45 °C) sowie die stimmungsvoll beleuchtete Ruhesauna, die mit Salzsteinen verkleidet ist (85 °C). Auf diesem Gang folgen dann noch die gemütliche Kaminecke und der Ausgang zum Garten. Wendet man sich um, so steht man vor den Fußbecken; diesen gegenüber liegen zwei Ruhebereiche, die zur Saunabar übergehen. Auch eine weitere Taschenablage findet sich hier.

Die Außenanlage besteht aus der großen Gartensauna (90 °C), der ein eigener Duschbereich vorgelagert ist, und den beiden Flußsaunen, die über eine Treppe und einen Steg zu erreichen sind. Es handelt sich hierbei um die kleinere Klangsauna (der Prospekt sagt 90 °C, die Türbeschriftung 75 °C, das Thermometer 80 °C), die mit Vogelgezwitscher aufwartet sowie die größere Panoramasauna (85 °C) mit einem schönen Blick auf die Lahn und das gegenüberliegende Ufer. Mittags kann man sich dort – Sonnenschein vorausgesetzt – auf der unteren Saunabank beim Schwitzen gleich noch bräunen. Auch diese beiden Saunen haben ihren eigenen kleinen Duschbereich, ferner eine kleine Terrasse mit Liegestühlen und eine weitere Saunabar, die aber nicht immer besetzt ist.

Der Thermalbereich wartet mit einem Heiß- und Kaltbecken auf sowie einem weiteren Dampfbad, das bei 47 °C Kräuterduft verströmen soll, bei meinem Besuch aber eher nach alten Pfefferminzteebeuteln roch. Weiterhin gibt es ein Bewegungsbecken, das öfter für diverse Veranstaltungen (Babyschwimmen, Aquagymnastik) gesperrt ist. Daneben befindet sich die Regendusche, die auf Knopfdruck zwei Minuten lang leicht salziges Wasser versprüht und sich dann fünf Minuten regenerieren muß, was groß auf einer Tafel nebendran steht, etliche Badegäste aber nicht daran hindert, sich auf dem Einschaltknopf einen Wolf zu drücken. Direkt über dieser Dusche ist die Salzinhalationskabine, deren Vernebler offen an der Decke hängen und mit ihrem tropfartigen Aussehen einen Hauch von Krankenhaus verströmen. Dennoch ist der Aufenthalt hier recht angenehm, vor allem abends, wenn die LED-Leuchten an der Decke voll zur Geltung kommen.

Ferner befinden sich innen noch das große Thermalbecken mit Massagedüsen, Sprudelliegen und einem Duschpilz, gleich daneben das Sprudelbecken und der Restaurantbereich, wo man einen blinkenden Pager erhält, wenn man etwas zu essen bestellt.

Den Abschluß der Thermen bildet der Außenbereich, der einmal aus einem kleinen Sportschwimmbecken besteht (das laut Prospekt nur "in den Sommermonaten geöffnet" ist, aber wohl nur bei Dauerfrost geschlossen bleibt), zum anderen aus dem Thermal-Außenbecken. Hier finden sich Nackenduschen, Sprudelliegen und -sitze sowie ein Strömungskanal.

Der gesamte Thermenbereich bietet übrigens keinen einzigen (!) Aufhänger für Handtücher; diese soll man in bereitstehende Körbe packen und in die Regale stellen. "Reservierte" Liegen im Kurzzeit-Liegenbereich zwischen Restaurantbereich und Bademeisterloge werden konsequent abgeräumt. Im Saunabereich sind zwar reichlich Haken für Handtücher, aber eine vernünftige Möglichkeit, seine Handtücher zu trocknen, gibt es leider nicht (so etwas habe ich bislang ohnehin nur in Neuwied in Form der "Handtuchgarage" gesehen).

Die raffinierte LED-Beleuchtung setzt die Emser Therme natürlich vor allem im Dunkeln stimmungsvoll in Szene, was dann auch wirkungsvoll von dem nackten Beton allenthalben ablenkt oder den zweicentstückgroßen Kächelchen, die in blau den Regenduschenbereich und in rot die Dampfbäder zieren und Erinnerungen an die Achtziger wecken oder zumindest bei mir an das Saarburger Hallenbad (das aber wirklich aus den Achtzigern stammt).

Leider keine Erinnerungen an die Achtziger wecken die Eintrittspreise: Ab 12 Jahren bezahlen Besucher 24 € für die Tageskarte, die für die gesamte Therme gilt; günstiger ist es also für Nicht-Saunagänger nicht. Hinzu kommen noch die Parkgebühren. Zusammen mit der Tatsache, daß Bad Ems nicht gerade um die Ecke von mir liegt und die kürzeste Strecke just durchs ewig verstopfte Koblenz geht, führt dies dazu, daß ich die Emser Therme wohl nicht allzu häufig aufsuchen werde. Dennoch hat es sich allein schon für die Flußsaunen gelohnt.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Treveris-Thermen (Parksauna) Trier Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
1.2.2016 - 10:58 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Die Treveris-Thermen (auch als Parksauna bekannt) in Trier befinden sich in der Parkstraße unmittelbar am Verteilerkreis, den man leicht über die A 602 bzw. B 49 erreicht. Einige wenige Parkplätze sind unmittelbar am Haus, wer gut zu Fuß ist, kann auch etwas weiter in Richtung Innenstadt in der Parkstraße kostenlos parken. Mit dem Bus nimmt man die Haltestelle Nells Park.

Am Eingang geht es über eine Treppe nach rechts oben in die Massagepraxis, Saunabesucher jedoch bleiben ebenerdig und erhalten einen numerierten Schlüssel, der dem Besucher einen Schrank in der gemischten Sammelumkleide zuweist, der dann mittels Vorhängeschloß verschlossen wird. Auf diese Schlüsselnummer werden auch Zusatzleistungen (Seaclimate, Essen, Getränke) gerechnet und am Ende samt Eintritt bezahlt. Neukunden erhalten eine kurze Führung durch die Anlage.

Verläßt man die Umkleide, kommt man zunächst durch den Gastronomiebereich, wo man an der Theke seinen Schlüssel abgeben kann, wenn man ihn nicht ständig bei sich tragen will. Alsdann betritt man den eigentlichen Saunabereich, der sich rund um einen zentralen Hof erstreckt. Rechts sind zunächst die Toiletten, dahinter die Ruheräume. Es folgt ein Duschbereich, vor dem auch Ablagen für Taschen sind.

Neben den Duschen befindet sich die 90 °C heiße Trockensauna, die stündlich einen automatischen Aufguß bietet. Manuelle Aufgüsse sind auf Wunsch möglich. Abkühlung findet man danach bei Bedarf in der Kältekammer. Um die übrigen Einrichtungen zu erreichen, muß man durch den Hof. Gegen den Uhrzeigersinn liegen dort zunächst zwei Whirlpools, einer mit warmem, einer mit kaltem Wasser. Diese können von den Besuchern selbst eingeschaltet werden. Diesem Bereich angeschlossen ist die niedrig temperierte Sauerstoff-Sauna.

Es folgt die Infrarot-Sauna, der eine kleine Dusche vorgelagert ist, und die Seaclimate-Kammer, deren Benutzung extra kostet. Eine Ecke weiter gelangt man zur Block-Sauna, die mit 65 °C und einem Blick in den Hof aufwartet. Daneben gelangt man über eine Treppe abwärts zum Dampfbad, das einen eigenen Duschbereich hat.

Geht man die Treppe wieder hinauf und zum Innenbereich zurück, geht man an den Fenstern des Gastronomiebereiches vorbei, wo vor allem in den Abendstunden großer Trubel herrscht. Getränke sind sehr günstig, Essensportionen reichlich: Ich hatte mir einen großen Salat bestellt und bekam eine ganze haushaltsübliche Schüssel voll.

Insgesamt eine einfache Saunaanlage, die trotz ihrer räumlichen Einschränkungen doch viel zu bieten hat. Das Publikum besteht zum größten Teil aus Stammgästen, aber auch als Neukunde fühlt man sich nicht fehl am Platz. Geöffnet ist täglich ab Mittag bis 20 (Sa/So/Feiertage), 23 (Mo–Do) bzw. 24 (Fr) Uhr, stets gemischter Betrieb. Es werden nur Tageskarten verkauft, die 13 € kosten, für Studenten 9 €.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Re: Treveris-Thermen (Parksauna) Trier Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
2.2.2016 - 18:00 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Gute Frage, ich habe das mit dem Schlüssel nur durch Zufall mitbekommen, als ich beim Essen saß. Vielleicht ist das ein Extra-Service für die Stammgäste. Werde beim nächsten Mal fragen. Großartige Personalwechsel finden allerdings ohnehin nicht statt, da die Sauna ein Familienbetrieb ist.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Re: Die Koi Sauna in 66424 Homburg/Saar Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
2.2.2016 - 21:42 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Ich habe das Koi am 14. November vergangenen Jahres anläßlich der "Krimi-Saunanacht" besucht. Und da war es voll, also wirklich voll: Es begann mit einem vollen Parkplatz vorm Hause und überquillenden Taschenablagen hinter den Umkleiden und ging dann weiter mit der Sitzecke rund um den Kamin, der gänzlich besetzt war. Auch alle Liegen rundherum waren belegt (und zwar mit Menschen, nicht nur verwaisten Handtüchern), die Bar belagert, die Schloßbergsauna mit Aufgießern in Sherlock-Holmes-Verkleidung voll besetzt… Wer wie die obigen Foristen schon einmal dort war, kann sich dann ungefähr vorstellen, was los war. Ob das wirklich "nur" 190 Leute waren (mir kam es wesentlich mehr vor), kann ich nicht beurteilen. Schön war die Dekoration mit Umrissen von "Mordopfern" auf dem Boden und Absperrband der Polizei. Auch die Aufgüsse standen unter "kriminellen" Mottos.

Ruhiger gings im Hamam zu und im Dampfbad, das ich allein schon wegen seines "saunamäßigen" Aufbaus in drei Stufen sehr schön fand. Außerdem war das Schwimmbad, zumindest das kleine (Nichtschwimmer-) Becken, geöffnet, wo dann FKK-Schwimmen angesagt war. Obwohl dieses Becken ziemlich klein ist, war es nie überfüllt. Die Sprudelliegen, Massagedüsen, Bodensprudler und Schwallduschen waren ebenfalls aktiviert. Die Außenbecken des Saunabereiches wurden stimmungsvoll durch schwimmende LED-Lampen illuminiert.

Der Schwimmbereich ist leider das größte Manko des Koi: Es ist ein einfaches 25-Meter-Hallenbad mit besagtem kleinen "Erlebnisbecken" plus Kleinkindbereich, etwa vergleichbar mit Neunkirchen. Leider orientiert sich die Koi-Sauna preislich an den Saarland-Thermen und am Calypso, ohne jedoch eine Therme oder ein Spaßbad in der Hinterhand zu haben. Vielleicht gehe ich im Sommer noch mal da hin, wenn zusätzlich das Freibad geöffnet ist (oder halt zur einer Saunanacht, wenn ich gerade in der Gegend sein sollte), aber im Winter fahre ich lieber nach Zweibrücken oder St. Ingbert, die zwar nicht mit solch einem riesigen Außenbereich, dafür aber mit interessanteren Bädern bei deutlich niedrigeren Eintrittspreisen aufwarten können.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Trewa Insel Rehlingen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
7.2.2016 - 11:41 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Die privat geführte „Insel“-Sauna der Firma Trewa wurde Ende April 2015 geschlossen, ist aber seit Dezember, wenngleich mit erheblich eingeschränkten Öffnungszeiten, wieder geöffnet. Sie liegt verkehrsgünstig in der Nähe der A 8, Abfahrt Rehlingen. Von dort aus noch ca. einen Kilometer in Richtung Rehlingen weiterfahren, dann geht es links auf das Trewa-Gelände, wo es reichlich kostenlose Parkplätze gibt. Die Sauna liegt links hinter Bowlingbahn und Fitneßstudio in einem separaten Blockhaus-Gebäude aus Douglasien-Rundstämmen in kanadischem Stil.

Am Empfang erhält man einen numerierten Schlüssel mit Chip, auf den sämtliche zusätzliche Leistungen gebucht werden. Dort hängt auch ein Aufgußplan aus. Bezahlt wird erst beim Hinausgehen. Die Umkleiden sind getrennt für Damen und Herren, auch mehrere Duschen zur Vorreinigung befinden sich dort.

Kommt man aus den Umkleiden heraus, befinden sich zunächst links und rechts der Türen Ablagen für Taschen. Geht man dann gegen den Uhrzeigersinn im Erdgeschoß durch den Innenbereich, folgt zunächst das Dampfbad. Es ist (leider) mit sieben Kunststoffsitzen ausgestattet, von denen einer wegen des Dampfaustritts am Fußende nicht genutzt werden kann. Jeder Sitz hat einen eigenen Wasserzufluß zur Reinigung, den man über ein Drehventil am oberen Teil des Sitzes bedient. Es dampft darin ordentlich, Salz oder Honig zur Einreibung wird nicht gereicht. Hinter dem Dampfbad teilt sich der Innenbereich, und in dem schmalen Gang rechter Hand befinden sich auf der linken Seite drei Duschen, rechts die Holztreppe ins Obergeschoß. Man hält dann geradewegs auf die Aufguß-Sauna zu, wo in stündlichem bis anderthalbstündlichem Abstand Aufgüsse angeboten werden (normalerweise wohl auch in einer der Außensaunen, aber am Tage meines Besuches war der zweite Saunameister erkrankt). Diese gehen über fünf Runden mit einer Pause nach der dritten, wo den Besuchern Eis und Obst gereicht wird.

Bemerkenswert fand ich die Disziplin der „Insel“-Besucher: Statt wie andernorts üblich die Sauna schon bis zu zwanzig Minuten vor dem Aufguß zu stürmen, warten die Interessierten ab ca. zehn Minuten vorher draußen, bis das Personal Tabletts mit Tee bereitstellt, den man mit in die Sauna nehmen kann. Etwa fünf Minuten vorher gehen dann alle mehr oder weniger gemeinsam in den Schwitzraum, und jeder findet einen Platz. Selbst bei den heißen Aufgüssen habe ich daher nicht erlebt, daß jemand die Sauna vorzeitig verlassen hat.

Schräg gegenüber der Sauna befinden sich zwei Kalttauchbecken sowie zwei Plätze für Fußbäder. Neben der Sauna befinden sich die Toiletten, daneben eine Tür in den Bistrobereich, der neben einer Theke und dort vorgelagerten Plätzen auch zwei Wintergärten bietet. Die Preise sind moderat, die Portionen reichlich, die Bedienung freundlich. Über einen Durchgang gelangt man in die Kaminecke mit echtem Feuer. In einem Schrank liegen Zeitschriften und sogar Bücher aus. Von hier aus kommt man auch wieder in den großen Innenbereich. Rechts befindet sich der Ausgang zur Außenanlage. Geht man wieder auf die Umkleiden zu, befinden sich links zwei Whirlpool-Wannen, deren Nutzung allerdings extra kostet, dahinter ein großer Aufgußplan. Rechts bildet dann ein kleiner offener Ruhebereich den Abschluß.

Im Obergeschoß fallen zunächst große Ablagen aus Holz ins Auge. Geradeaus geht es zur Niedertemperatursauna, der wiederum am großen Fenster ein kleiner Ruhebereich vorgelagert ist. Rechts ein weiterer Ruhebereich, wo man hinter einer Tür auch einen Schlafraum vorfindet. Am Ende dieses Raumes befindet sich ein Shiatsu-Massagestuhl (dessen Benutzung gleichfalls extra kostet).

Links schließlich der größte Ruheraum, der mit u. a. einer Ledercouch-Sitzecke eher an ein geräumiges Wohnzimmer erinnert. Die Tatsache, daß der ganze Boden im Obergeschoß aus poliertem Holz besteht, verstärkt diesen Eindruck auch noch. Große „Reservierungs“-Verbotsschilder finden sich hier allerorten, und es wird sich auch großenteils daran gehalten, so daß es kein Problem darstellt, am Ort seiner Wahl ein Päuschen einzulegen.

Im Außenbereich steuert man direkt auf den auf 28 °C beheizten Außenpool zu, der über zweimal zwei separat einschaltbare Strömungsdüsen verfügt. Abends wird er von einem blauen Strahler beleuchtet. Rechts neben dem Pool befindet sich in einer Art Kuhle eine Kaltdusche, dahinter die 90-Grad-Erdsauna mit Kamin.

Hinter dem Pool ist die 75-Grad-Loftsauna, die über einen zentralen Saunaofen mit darüberhängendem Kupferkessel verfügt sowie über einfache Sitzbänke aus halbierten Baumstämmen. Dieser gegenüber befindet sich eine weitere 90-Grad-Sauna namens „Onkel Toms Hütte“, die laut Eigenaussage des Saunabetreibers in gotischem Stil gehalten sein soll, nach meinem Dafürhalten aber eher romanisch aussieht, jedenfalls sehr beeindruckend ist, vor allem wegen der großen Fenster an den beiden Längsenden. Am hinteren Ende befindet sich außen noch eine kleine Dusche, die aber zum Zeitpunkt meines Besuches gesperrt war. Den Abschluß des Außenbereiches bildet ein großes Gradierwerk (leider derzeit ebenfalls geschlossen).

Das Publikum der Sauna ist sehr angenehm, ich erwähnte bereits weiter oben die bemerkenswerte Disziplin vor den Aufgüssen. Im Alter von ca. 20 bis 70 dürfte so ziemlich alles vertreten gewesen sein. Die Anlage ist auch sehr sauber, und das Holzhaus vermittelt dem Besucher den Eindruck, sich in einem privaten Wohnhaus zu befinden. Daher wäre es äußerst bedauerlich gewesen, wenn die „Insel“ dauerhaft geschlossen geblieben wäre.

Leider sind die Öffnungszeiten seit der Wiedereröffnung stark eingeschränkt: Freitags von 9–22 Uhr (wobei bis 14 Uhr Damensauna ist), samstags und sonntags von 10–20 Uhr. Die „Mitternachtssauna“ findet in der Regel am ersten Freitag im Monat statt und geht bis 1 Uhr morgens. Allerdings wurden mit der Länge der Öffnungszeiten auch die Eintrittspreise gekürzt: Eine Tageskarte kostet jetzt 23 statt 26 €. Die Gutscheine aus dem Saunaführer werden auch weiterhin anstandslos akzeptiert.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Die Lakai Neunkirchen (Saar) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
10.2.2016 - 12:35 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Zu erreichen ist „Die Lakai“ über die A 8, Abfahrt NK-Oberstadt, im Kreisverkehr rechts, dann noch ca. 500 Meter, bis man rechter Hand den großen Parkplatz und dahinter das Schwimmbadgebäude sieht. Eine eigene Bushaltestelle hat das Bad ebenfalls. Die Stadt Neunkirchen wirbt auf der Website der Saunaanlage damit, die größte Saunaanlage des Landkreises zu sein. Wahrscheinlich ist sie dies deshalb, weil sie wohl auch die einzige (öffentliche) im ganzen Kreis überhaupt ist.

Das Drehkreuz zur Sauna befindet sich direkt gegenüber vom Haupteingang, zunächst wendet man sich aber nach links, um am Empfang den Eintritt zu bezahlen. Man erhält ein Chiparmband, auf das weitere Leistungen gebucht werden, die dann beim Hinausgehen am Automaten bezahlt werden. Auch der frei wählbare Spind wird damit verriegelt. Am Empfang ist eine große Glasfront, die den Blick auf das Hallenbad freigibt, so daß man einen ungefähren Eindruck über den aktuellen Betrieb dort bekommt.

Hinter dem Drehkreuz zur Sauna geht man zunächst durch eine undurchsichtig verglaste Tür, vorbei an einem kleinen Fönbereich mit Spiegeln und geht dann nach links. Vom Gang zweigen dann zwei Zugänge zum offenen, gemischten Umkleidebereich ab, getrennt durch eine Umkleidekabine. Geht man auf dem Gang entlang weiter, gelangt man zum Duschbereich, der für Damen und Herren getrennt ist. Auch die Toiletten befinden sich dort. Am Ende des Ganges schließlich ist man im Bistrobereich der Sauna angelangt. Die Theke ist nicht ständig besetzt, da das Personal auf der anderen Seite auch den Schwimmbadbereich bedient, es gibt aber eine Klingel, mit der man die Bedienung rufen kann, die dann auch prompt erscheint. Die Preise sind relativ günstig, die Karte ist abwechslungsreich: Von der Laugenbrezel über die üblichen Pommes bis hin zu Salaten, Nudel- und Fleischgerichten. Links neben der Theke ist der Durchgang zum Hallenbad.

Wendet man sich vor dem Bistro nach rechts, findet man hier zunächst vier Fußbäder vor. Geht man an diesen vorbei und wendet sich wiederum nach rechts, ist man dann im eigentlichen Sauna-Bereich. Im Uhrzeigersinn befinden sich hier: Zwei große Taschenablagen, dahinter das Dampfbad, das in grün und blau gehalten ist und bei 45 °C ordentlich dampft. Vier Personen finden hier einigermaßen bequem Platz, darüber wird es schon etwas eng. Darauf folgt zunächst die heiße Trockensauna mit 90 °C und stimmungsvoller Beleuchtung hinter den Rückenlehnen der oberen Bänke, daneben die „Biosauna“ mit 60 °C und hoher Luftfeuchtigkeit. Ein Solarium wird ebenfalls angeboten. Den Abschluß dieses Bereiches bilden die Duschen, wo man sich mit einer normalen Brause, einer Schwalldusche, einem Kneipp-Schlauch, einem Schwalleimer oder einer Regendusche Abkühlung verschaffen kann. Leider fehlt ein Whirlpool.

Tritt man aus dem Saunabereich hinaus, befindet sich rechts eine „Kamin“-Ecke mit einem Elektrokamin und ein paar Rattan-Sesseln. Lesestoff liegt hier ebenfalls aus. Überdies gelangt man hier in den Ruheraum mit Blick auf den Saunagarten. Geradeaus geht hingegen in den Außenbereich. Dort befindet sich u. a. eine Hängeliege, besagter Garten, ein Kalttauchbecken sowie ein weiteres Gebäude, dem ein eigener Duschbereich vorgelagert ist. Hier wird stets ein Eimer mit Eis zur Kühlung bereitgestellt. Innen befindet sich ein weiterer Ruheraum mit Hängeliegen.

Das Herzstück dieses Gebäudes ist jedoch die Blockhaus-Sauna (90 °C). Das im Saunaführer beschriebene Wasserrad über dem zentralen Ofen für halbstündliche automatische Aufgüsse existiert nicht mehr. Stattdessen werden nun stündlich manuelle Aufgüsse angeboten, die über drei Runden gehen und auch sehr heiß werden können. Extras gibt es keine dazu. Leider habe ich keine Aushänge über die genauen Zeiten und die angebotenen Düfte finden können. Somit muß man sich halt an der Aufguß-Uhr vor der Sauna orientieren und sich in Sachen Duftnote überraschen lassen.

Das Schwimmbad ist ein einfaches Hallenbad mit 6 25-Meter-Bahnen, einem Ein-Meter-Brett sowie einem Drei-Meter-Sprungturm, die meist wegen des Betriebs geschlossen bleiben. Außerdem ist hier auch ein Kleinkind-Bereich zu finden und ein Vario-Becken mit Massagedüsen, Bodensprudler, Schwalldusche und Sprudelliegen. Kinder können überdies auf einem kleinen Elefanten ins Wasser rutschen.

Im Sommer besteht überdies die Möglichkeit, über ein Drehkreuz auch das Freibad zu betreten (es gibt aber für das Freibad auch einen separaten Eingang neben dem Schwimmbad), wo sich ebenfalls ein großes Schwimmer-, ein kleines Nichtschwimmer- und ein Kleinkindbecken nebst einer großen Liegewiese befinden. Das Nichtschwimmerbecken wartet neben Sprudelliegen mit einer breiten Edelstahl-Rutsche auf.

Insgesamt bietet die Neunkircher Sauna nichts, was etwa eine weite Anreise lohnen würde. Sie ist dafür aber eine funktionale und abgesehen vom fehlenden Whirlpool komplett ausgestattete Anlage für Leute aus dem näheren Umkreis, die einfach nur in gepflegter Umgebung bei angenehmem Publikum und freundlichem Personal saunieren möchten und eventuell auch ein paar Runden schwimmen. Kunstinteressierte können sich überdies an den bemalten Wandfliesen des Saarländer Künstlers Fritz Schnei erfreuen, die aus den 1960ern stammen und aus dem alten Neunkircher Hallenbad übernommen wurden.

In der Regel öffnet die Sauna um 9 Uhr morgens (montags um 17, freitags um 12 Uhr) und schließt um 21 Uhr (mittwochs und freitags um 22, sonn- und feiertags um 18 Uhr). Dienstags ist ab 14 Uhr Damen-, donnerstags ab 14 Uhr Herrensauna. Eine Tageskarte kostet 17 €, Kinder zahlen die Hälfte.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Re: Die Lakai Neunkirchen (Saar) Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
10.2.2016 - 19:24 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Danke für die Info. Ich dachte, die hätten das Ding abgebaut, weil dort jetzt manuelle Aufgüsse ausgeführt werden, aber offenbar liegen die Kausalitäten umgekehrt. Da muß man als Aufguß-Fan dem Mühlrad-Hersteller ja dankbar sein, solch ein Klump fabriziert zu haben…

Einen großen Pluspunkt der Anlage vergaß ich oben aber zu erwähnen; dabei ist das etwas, was mich bei den meisten Saunen furchtbar nervt: Die Möglichkeit oder eher Unmöglichkeit, sein Handtuch während der Pausen zu trocknen. In Neunkirchen hat man das dadurch gelöst, daß an den zahlreichen, hochkant montierten Heizkörpern Haken in ca. zwei Metern Höhe angebracht sind. Daran finde ich erstens gut, daß da jemand das Trocknungsproblem erkannt hat und so platzsparend gelöst hat und andererseits dabei auch bedacht hat, daß Saunatücher Überlänge haben und daher die Haken gleich auch viel höher als die sonst üblichen auf Augenhöhe, wo dann im schlimmsten Fall eine Ecke auf dreckigem, nassem Boden landet. Do hann die in Neinkeie gudd uffgepasst!

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Re: Nettebad Mayen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
19.2.2016 - 11:38 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Dann wird es aber höchste Zeit, es noch einmal zu besuchen! Ich kenne das Bad aus meiner Schulzeit ja auch noch in diesen scheußlichen orange-rot-braunen Tönen im Eingangsbereich mit dem verglasten Kassenhäuschen und den blauen Kacheln im Bad. Die Becken sind zwar immer noch gleich von der Größe her, aber es sieht jetzt richtig edel aus durch die dunklen Kacheln. Da ich sie voher nie genutzt habe, habe ich keinen vergleich, wie der Saunabereich vorher war, aber jetzt ist er – abgesehen vom Außenbereich – sehr schön geraten, und meist ist so wenig los, daß man selbst bei den nur drei Kabinen meistens eine für sich alleine hat, und auch im Whirlpool hier findet man eher ein Plätzchen als in dem im Schwimmbad.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: SoleTherme Bad Sassendorf Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
19.2.2016 - 12:43 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Die Therme Bad Sassendorf ist über die A 44/B 475 zu erreichen. Sie liegt in der Gartenstraße, der Weg dorthin ist innerhalb des Ortes ausgeschildert. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist ein großer, kostenloser Parkplatz.

An der Kasse erhält man nach der Entrichtung des Eintritts einen Chip, mit dem man die Drehkreuze passiert und auf den weitere Leistungen gebucht und bei Verlassen der Therme bezahlt werden. Gibt man sich als Erstbesucher zu erkennen, erfolgt eine kurze Erklärung, wo was zu finden ist.

Um in den Saunabereich zu gelangen, muß man hinter der Kasse nach links, durch ein weiteres Drehkreuz und durch eine Tür. Man befindet sich nun im gemischten Sammel-Umkleidebereich, in dem sich auch die Vorreinigungsduschen befinden. Seinen Spind kann man frei wählen; der Chip wird in das am Schlüssel baumelnde Armband eingeklipst. Den Schlüssel kann man später in einen Gummiblock am Armband festklemmen.

Im eigentlichen Saunabereich folgen nun auf der rechten Seite das mit 45–50 °C temperierte Caldarium, zwei finnische Saunen mit 80–85 bzw. 90–95 °C sowie das Sanarium mit bis zu 60 °C. Dem vorgelagert ist ein Kalttauchbecken, Duschen finden sich gleichfalls dort. Es folgt ein Ruheraum sowie laut Lageplan eine Schneekammer, von der ich jedoch nichts mitbekommen habe. Aber es war ohnehin kalt am Tage meines Besuches.

Es folgen nun weiterhin das Bistro, vor dessen Trennwand sich Fußbecken befinden, sowie die TV-Lounge mit kleiner Bibliothek und Solarium.

Am Ende des Ganges gelangt man in einen kleinen Außenbereich mit Duschen, wo sich auch die großzügige Kristall-Sauna befindet, die auf 90 °C geheizt ist und wo die meisten Aufgüsse stattfinden. Geht man wieder hinein, befindet sich linker Hand der (ziemlich enge) Durchgang zu einem weiteren Bereich mit der "Schwitzkasten" genannten zweiten Aufgußsauna (ebenfalls 90 °C) und dem sehr hellen, großzügigen Dampfbad. Dort wird auch zweimal täglich Salz gereicht; wem das nicht genügt, der kann am Bistro welches kaufen.

Zwischen diesen beiden liegt ein weiterer Duschbereich sowie ein Kalttauchbecken. An der Glasfront zum Innenhof befinden sich weitere Fußbecken. Den Abschluß bildet ein Ruheraum mit auf Rollen gelagerten Kippliegen. Man sollte die einem genehme Neigung aussuchen, bevor man sich hinlegt, da sonst das Körpergewicht die Rollen blockiert.

Der Innenhof wartet mit einem etwa 10x5 Meter großen Solebecken auf, außerdem mit Schwalleimer und Kaltbrause. Zudem gelangt man durch ihn in den Raucherbereich sowie auf die Liegewiese.

Der Eintrittspreis für die Sauna beinhaltet natürlich den Zugang zur Therme, wofür man allerdings aus dem Saunabereich wieder hinaus muß, hinter der Kasse hindurch, an den Umkleiden vorbei. In der Therme angekommen, befindet sich links hinten das Therapiebecken. Es folgen ebenfalls links der Zugang zur Meersalzgrotte und Solarien sowie ein weiterer Ruheraum.

Die Therme selbst besteht aus drei großen Becken, die miteinander verbunden sind. Im Innenbecken befindet sich in der Mitte ein abgetrennter Bereich mit Bodensprudlern und Sitzgelegenheiten. Außerdem befinden sich am Rand vier Schwallduschen, die aber recht schwach auf der Brust sind. Im ersten Außenbecken blubbert und sprudelt es ebenfalls überall irgendwo. Schwimmt man unter der Brücke ins zweite Außenbecken, fällt sofort die höhere Wassertemperatur dort auf. Außerdem finden sich hier ein Duschpilz sowie Massagedüsen mit und ohne Sitzbank.

Störend fand ich an sämtlichen Becken das Fehlen von Sprudelliegen, so daß man immer nur entweder stehen oder allenfalls sitzen kann, was ich gerade angesichts der Tatsache, daß der Altersschnitt des Publikums zum Zeitpunkt meines Besuches (mittwochs am frühen Nachmittag) bei 70 plus XXL gelegen haben dürfte.

Wenn man dem Gründungsstein in der Therme Glauben schenkt, so wurde diese Einrichtung Mitte der Siebziger gebaut. Das sieht man ihr auch an allen Ecken und Enden an. Jedoch wurde sie gut gepflegt, so daß sie nicht heruntergekommen aussieht. Der zweite Saunabereich dürfte wohl erst später angebaut worden sein, daher auch die baulich seltsame Ausgestaltung und der enge Zugang dorthin. Abends wird die gesamte Therme sehr stimmungs- und effektvoll beleuchtet, weshalb dann auch verstärkt junge Paare ihren Weg hierhin finden.

Der Sauna-Mehrpreis unter der Woche liegt mit 16 € nur 1,50 € über dem Eintrittspreis für die Therme, ist also recht günstig. Am Wochenende sowie an Feiertagen wird 1 € Zuschlag erhoben. Geöffnet ist täglich von 8–22 Uhr, donnerstags ist Damensauna.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNA: Kurioses in Sauna Anlagen - Thema: Re: Handtuchtrockner Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
20.2.2016 - 11:23 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Diese "Rondelle" kenne ich auch aus den Monte-Mare-Saunen, Mayen und Gau-Algesheim. Pfiffig fand ich die Idee in Merzig, Handtücher auf dem Sichtschutz/Raumtrenner aufzuhängen, was dann als zusätzlicher Sicht- und Schallschutz dienen kann. Vielleicht haben wir Besucher aber da auch nur was falsch verstanden… Wirklich trocken werden bei beiden Lösungen aber nasse Handtücher nicht so schnell.

Da fand ich die Idee in Neunkirchen, Haken an den senkrecht aufgestellten Heizkörpern anzubringen, schon besser. Am besten fand ich aber das Handtuchproblem in Dorsten gelöst, nämlich diese Handtuchtrockner-Heizkörper anzubringen, wie sie heute auch in privaten Badezimmern vermehrt anzutreffen sind.

Daß jemand in der Sauna sein Geraffel trocknet, habe ich noch nie erlebt, nur zwei junge Damen in Rehlingen, die sich nach Mallorca-Manier vermittels ihres Handtuchs schon vor dem Aufguß ein "kühles" Plätzchen in Türnähe sichern wollten.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Vulkaneifeltherme Bad Bertrich Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
25.2.2016 - 23:11 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Bad Bertrich ist ein etwas versteckt liegender Kurort im Kreis Cochem-Zell. Laut der Karte auf dem hauseigenen Flyer nimmt man entweder von der A61 aus die Abfahrt Rheinböllen, von der A48 die Abfahrt Laubach oder von der A1 die Abfahrt Hasborn (wo auch Bad Bertrich ausgezeichnet ist). Man sollte sich jedoch auf die bei Überlandfahrten in der Eifel (für Rheinböllen-Abfahrer: Hunsrück) übliche umständliche Berg-und-Tal-Fahrt einstellen, bis man im Ort angekommen ist.

Bad Bertrich selbst besteht im Prinzip nur aus Kurkliniken, Hotels, Ferienhäusern und eben der 2010 neu eröffneten Vulkaneifeltherme, die mitten im Ort liegt, flankiert von zwei Parkplätzen, die für Thermenbesucher je nach Aufenthaltslänge entweder kostenlos oder vergünstigt zur Verfügung stehen. Die Parkscheine werden beim Hinausgehen am Empfang entwertet, müssen aber vor der Ausfahrt noch am Parkplatz-Automaten ausgelesen werden. Nimmt man das Parkhaus in der Kurfürstenstraße, muß man nur die Straße überqueren und gelangt dann ins Thermengebäude, muß jedoch zunächst zwei Stockwerke hinaufgehen. Vom Parkplatz in der Römerstraße aus kommt man gleich zum Empfang.

Dort erhält man nach Entrichtung des Eintrittspreises ein Chip-Armband, mit dem man seinen frei wählbaren Spind verschließen kann und worauf sämtliche weitere Leistungen gebucht werden, die beim Hinausgehen entweder an einem Automaten (der nur Bargeld annimmt) oder an der Kasse bezahlt werden können. Für Wertschließfächer benötigt man einen Euro als Pfand. Für Erstbesucher gibt es noch eine freundliche Erklärung, wo was zu finden ist.

Im Gegensatz zur Therme öffnet die Sauna montags bis donnerstags erst um elf Uhr, so daß man sich, wenn man früher kommt, im Thermenbereich umziehen und die verbleibende Zeit im warmen Wasser des Badebereiches totschlagen muß. Ab elf geht man einfach an den Umkleiden vorbei bis zu einem Drehkreuz, durch das man in den gemischten Umkleidebereich der Sauna gelangt. Eine Wendeltreppe führt in den Innenbereich der Sauna und eine Etage höher (wer mitgezählt hat, kommt auf die mittlerweile fünfte – aber keine Sorge, in dieser Anlage sind Fahrstühle vorhanden) liegt der Ruheraum, in den, durch einen Vorhang getrennt, noch ein abgedunkelter Schlafraum integriert ist. Man findet hier dunkle Rattanliegen mit höhenverstellbarem Kopfteil vor, denen graue Polster aufliegen. Decken sind keine vorhanden.

Wieder zurück im Innensaunabereich findet man rechts der Treppen zunächst Duschen und Toiletten vor. Nach links gelangt man in den Hauptbereich, wobei es dann nach rechts zur Kaminlounge und der Saunagastronomie geht, nach links hingegen zum Dampfbad und den Innensaunen, wobei man zunächst vor einer großen Schiefertafel steht, wo alle Saunen mit Temperaturangaben aufgezählt werden. Aufgußpläne hängen an mehreren Stellen in der Sauna aus.

Wiederum nach links geht es nun zum Dampfbad mit sieben steinernen Sitzschalen und einem Brunnen in der Mitte. Nicht weniger als vier Brauseduschen halten den Besucher dazu an, vor und nach seiner Sitzung seinen Platz zu reinigen. Der hohe LED-Sternenhimmel sorgt für stimmungsvolle Beleuchtung, der Brunnen mit seinem Geglucker für unangenehme Assoziationen mit Abflußrohren. Ein leichtes Minzaroma läßt sich im Dampf erahnen. Neben dem Dampfbad ist noch ein kleiner Duschbereich mit zwei Brausen untergebracht.

Auf der anderen Seite schließt sich dem Dampfbad die „Lavalichtsauna“ genannte Niedertemperatursauna an, die mit 50 % Luftfeuchte bei 60 °C zum Schwitzen bringt. Auch hier läuft Wasser aus einem Brunnen am Ofen und erinnert mit seiner Geräuschkulisse an vollaufende Regentonnen und lenkt somit leider von der stimmungsvollen rotglühenden Beleuchtung in dieser Sauna ab. Es folgt wiederum ein kleiner Duschbereich mit Brausen, Stachel- und Schwallduschen sowie Schwalleimer. Gegenüber ein kleines Kalttauchbecken, im Inneren mit Kieselstrandmotiv bedruckt. Den Duschen schließt sich die Schiefersauna an, die 90 °C aufbietet und für die meisten Aufgüsse genutzt wird. Hier finden auch Salzanwendungen statt, im Dampfbad leider nicht. Diese Sauna habe ich bei meinem Besuch nicht mehr aufsuchen können, das kommt dann beim nächsten Mal. Gegenüber der Schiefersauna ist noch ein kleiner, offener Ruheraum, der den Innenbereich abschließt.

Tritt man nun in den Außenbereich, steht man schon vor dem 32 °C warmen Außenbecken, das etwa 10x5 Meter groß ist und mit Massagedüsen bestückt ist. An der einen Längsseite wird es flankiert von den beiden „Vulkan“-Saunen mit eigenem kompletten Duschbereich: Die 80 °C „Vulcanus-Schmiede“ mit Kupferkessel auf dem Ofen sowie die 100 °C heiße „Vulkansauna“, deren Inneres wie eine Höhle in Vulkangestein gestaltet wurde. Hinter Außenbecken und Saunen schließt sich noch ein kleiner Garten an.

Zwischen den Außensaunen und dem Haupthaus führt eine kleine Treppe zur letzten Sauna der Vulkaneifeltherme: Die 90 °C heiße Eifelhüttensauna, die ebenfalls für Aufgüsse genutzt wird. Sie ist sehr geräumig und bietet auf halbkreisförmig angeordneten Bänken ca. 50 Personen Platz. Hier finden sich jedoch nur zwei kleine Brauseduschen. Geht man rechts vor dem Becken vorbei und wendet sich wiederum nach rechts, kommt man auf eine Terrasse, von der aus man auf das Außenbecken der Therme blicken kann. Hier befindet sich wiederum eine Tür, durch die man wieder in den Innenbereich gelangt, zwischen Loungebereich und Restaurant.

Durch das Restaurant, wo man zwar nicht unbedingt günstig aber wenigstens gut speisen kann und die mit schneller Bedienung aufwartet, erreicht man über ein Drehkreuz den Thermenbereich. Zunächst befindet man sich nun im Gastronomiebereich der Therme, der sich ein kleiner Sitz-/Ruhebereich anschließt. Über eine Treppe (oder Fahrstuhl) gelangt man zum Thermalbecken, das angesichts der Höhe des Gebäudes ziemlich klein wirkt, aber in etwa der Größe des Innenbeckens der Saarlandtherme entsprechen dürfte. Hier finden sich Schwallduschen, Massagedüsen und Sprudelliegen in 32 °C warmem Glaubersalz-Wasser. Über Klapptüren im Wasser gelangt man in das (nun aber wirklich kleine) Außenbecken, das gleichfalls Schwallduschen und Massagedüsen bietet und darüber hinaus auch noch sehr kräftige Bodensprudler.

Weiterhin befinden sich im Innenbereich noch ein 36 °C warmes Sitzbecken mit Sprudelsitzen und ein Therapiebecken. Außerdem ganze Heerscharen von leider ziemlich billig wirkenden gelben Kippliegen. Die sind auch bitter nötig, denn die Anzahl der Haken im Bad ist begrenzt, so daß die Gäste meist als erstes eine Liege mit ihrem Handtuch belegen.

Leider ist dies auch im Saunabereich der Fall; aber hier scheint es wirklich darauf anzukommen, wer vom Personal gerade Dienst hat: Bei meinem ersten Besuch des Ruheraums um die Mittagszeit lag auf jeder dritten Liege ein verwaistes Handtuch herum (ich hörte auch drei Damen gesetzteren Alters über diese hier wohl besonders ausgeprägte Rücksichtslosigkeit der Besucher diskutieren), bei meinem zweiten am späten Nachmittag keines mehr ohne entsprechenden Eigentümer.

Der Altersschnitt der Thermenbesucher liegt erwartungsgemäß in einem Kurort jenseits der 60, in der Sauna jedoch ist das Publikum in Sachen Alter weitaus stärker gestreut. Auch Kinder ab drei Jahren sind sowohl für die Therme als auch für die Sauna zugelassen und zahlen (bzw. lassen von ihren Eltern zahlen) 13,50 € für die Tageskarte. 18,50 € kostet der Saunatag für Erwachsene, Familienkarten sind ebenfalls erhältlich. Das Parken ist bei zwei Stunden oder Tageskarte kostenlos, bei Aufenthalt zwischen zwei und vier Stunden sind zwei Stunden gratis. Einen Damentag gibt es nicht, montags werden jedoch zur halben Stunde exklusiv für Frauen gesonderte Aufgüsse angeboten. Geöffnet ist täglich von 9–22 Uhr, wobei die Sauna montags bis donnerstags erst um 11 Uhr öffnet.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Monte Mare Rheinbach Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
5.3.2016 - 18:05 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Das Monte Mare in Rheinbach liegt unweit der A 61 in der Münstereifeler Straße, wo es quasi das Ende einer Sackgasse bildet. Kostenlose Parkplätze finden sich vor der Anlage. Am Empfang, der unübersehbar an der Ecke des Gebäudes liegt, erhält man einen Chip, womit man den Schlüssel seines frei wählbaren Spindes entriegeln kann und worauf weitere Leistungen gebucht werden. Bezahlt wird alles beim Hinausgehen.

Hinter dem Empfang muß man zunächst eine Treppe nach oben gehen und steht dann dort vor einer Reihe Umkleidekabinen, die man sich auch mit den Badegästen teilt. Bei regem Betrieb sollte man also, wenn man einen zeitgebundenen Tarif gewählt hat, zusehen, daß man zeitig die Umkleiden aufsucht, um dort nicht unnötig Wartezeit anzusammeln. Hinter den Kabinen befinden sich die Schränke, deren Schlüssel wie erwähnt mit den Chips entriegelt werden. Leider lassen sich die Schlüssel nicht umklappen wie z. B. im Mayener Schwimmbad, so daß der Bart ständig herausragt. Auf die Spinde folgen die Duschen; man kann jedoch auch direkt durch das Schwimmbad gehen und im Saunabereich duschen. Um dorthin zu gelangen, geht man an das gegenüberliegende Ende des Schwimmbeckens, wo sich ein Drehkreuz befindet. Dahinter beginnt zunächst der Gastronomiebereich der Sauna, und auf dem Weg zu der größten Taschenablage kommt man auch am Eingang zum Wellnesshaus vorbei, das ich allerdings nicht aufgesucht habe. Hierin befinden sich gesonderte Ruhebereiche und Massageräume.

Wendet man sich hinter besagter Taschenablage zunächst nach links, so kommt man in das Obergeschoß der Anlage, die dominiert wird von einer blau gekachelten, beheizten Ruhebank. Dahinter befindet sich das maurische Schlammbad für (aufpreispflichtige) Anwendungen nebst kleinem Duschbereich, die Aromazisterne (ca. 40 °C warm und trocken), das Laconicum (ebenfalls ca. 40 °C) sowie das bis zu 45 °C warme Kräuterbad. Zwei Whirlwannen bilden den Abschluß dieses Bereiches. Desweiteren hätte von hier aus auch ein Zugang zum orientalischen Ruheraum (mit Bodenkissen statt Liegen) bestanden, wenn er nicht vom Personal am Tage meines Besuches gesperrt gewesen wäre.

Unterhalb dieser Einrichtungen befindet sich die „Oase der Sinne“. Hier befinden sich die bis zu 95 °C heiße Aufgußsauna, das Dampfbad mit zwei Sitzebenen, das Brechelbad, das bei milden 65 °C Tannenduft von am Boden liegenden Zweigen verströmt, sowie der „Mental-Ruheraum“, der mit (Infra-?) Rotlicht beleuchtet ist und an den Liegen Augenmasken und Kopfhörer bietet, soweit ich es einem kurzen Blick in den ständig besetzten Raum entnehmen konnte. Zwischen Aufgußsauna und Dampfbad ist noch ein kompletter Duschbereich inklusive Schwalleimer (dessen Wasser aber nicht wirklich kalt war). Zwischen den beiden Treppen ist außerdem noch ein Kaltwasser-Tretbecken, das eine Erlebnisdusche (mit warmem Wasser) halb umschließt, die nach oben hin eine Art Uhrenturm oder was auch immer dieses Teil mit den goldenen Ziffern auf blauem Grund darstellen soll, bildet.

Im großen Innenraum befindet sich einmal ein Aufgußplan mit Hinweisen, welche Aufgüsse bzw. Anwendungen anmelde- und damit aufpreispflichtig sind sowie ein Kneipp-Tretbecken und ein überdachtes rundes Warmwasserbecken mit Brunnen, das von den Gästen als Fußbad genutzt wird (wird auch in den Prospekten von den abgebildeten Models so verwendet). Einem großen Kalttauchbecken schließt sich ein noch größeres „Entspannungsbecken“ an, das durch eine Schleuse in einen noch größeren Außenbeckenbereich führt und innen wie außen Sprudelliegen bietet, außen zudem noch Massagedüsen mit Sitzbank, die jedoch leider in einer Höhe (bzw. Tiefe) angebracht sind, daß man sich damit allenfalls die Gedärme ausspülen kann. Alternativ kann man sie auch als Gegenstromanlage nutzen. Das Wasser ist nicht sonderlich warm (etwas, das speziell beim Monte Mare Rheinbach v. a. im Schwimmbad immer wieder bemängelt wird), ist aber nach meinem Dafürhalten recht angenehm temperiert, wenn man sich erst einmal ein wenig darin bewegt. Bewegungsfaule sollten sich in den dem Becken gegenüberliegenden Whirlpool begeben. Hinter dem Whirlpool liegen etwas versteckt noch in den Boden eingelassene Fußbäder.

Geht man zwischen Whirlpool und Schwimmbecken noch eine kleine Treppe hinauf, so befindet sich linker Hand die Niedertemperatur-Sauna mit Blick auf den Garten sowie rechts die Mental-Sauna, die bei 55 °C einen weißen Sternenhimmel, leise Musik und nervös flackernde Wechselfarbenbeleuchtung bietet, die Entspannung jedoch eher verhindert als fördert. Hinter den beiden Saunen einmal mehr ein kompletter Duschbereich mit Erlebnisdusche.

Am gegenüberliegenden Ende des Innenbereichs (wegen der Höhe und der für mich wie ein kleiner Marktplatz mit Straßencafé wirkenden Atmosphäre bin ich fast versucht, von einem „Innenhof“ zu sprechen) ist der Zugang zum großen Ruheraum mit Liegen und Wasserbetten, allesamt mit Decken ausgestattet, die Betten leider ohne Kissen. Vor dem Ruheraum schließlich führt eine Tür nach draußen in den Garten. Hier ist zunächst links die Außenterrasse der Gastronomie zu finden. Geht man daran vorbei, findet man einen weiteren Whirlpool vor. Über eine kleine Brücke (der Außenbereich verfügt über einen kleinen Bachlauf, der in einem Teich endet) gelangt man zunächst zu einem kleinen Duschbereich für die darauf folgende bis zu 100 °C heiße Erdsauna – die erste dieser Art, die ich gesehen habe, zu deren Eingang man Treppen hinaufsteigen muß. Auch hier finden, wie in allen Außensaunen, Aufgüsse statt. Hinter der Erdsauna befindet sich der große Saunagarten, der jedoch verständlicherweise bei Schneetreiben und Temperaturen um den Gefrierpunkt am Tage meines Besuches nicht zu nutzen war.

Vorbei an der Erdsauna hält man auf die große Gartensauna (bis 85 °C) zu, deren stark abgehobelte Bänke von strapaziösen Aufgüssen (u. a. Salz und Honig) künden. Dieser gegenüber ist ein weiterer Duschbereich, woran sich der für eine Sauna m. E. ungebührlich große Raucherbereich anschließt. Wieder über eine kleine Brücke gelangt man zunächst zum „Dusch-Wigwam“, der der letzten Außensauna, der Teich-Sauna (ca. 80 °C), vorgelagert ist.

Da das Monte Mare in Rheinbach im Gegensatz zu Rengsdorf, wo es vor über sieben Jahren geschlossen wurde, oder zu Andernach, wo erst gar keines gewesen ist, noch über ein funktionstüchtiges, vollwertiges Schwimm- und Spaßbad verfügt (außerdem als einzige Einrichtung der Kette auch über eine Indoor-Tauchanlage), kann man sich hier bei Bedarf gleichfalls vergnügen: Kommt man aus dem Saunabereich, kann man entweder gleich in das 25-Meter-Schwimmbecken hüpfen (sofern es nicht wegen Schul- oder Vereinsschwimmen gesperrt ist) oder sich nach links dem Erlebnisbad zuwenden. Hier befindet sich ein großes Wellenbecken mit Duschpilz, ein Whirlpool sowie ein Außenbecken mit Strömungsanlage, Sprudelliegen und Massagedüsen und schließlich noch zwei lange Rutschen. Das Wasser im Wellenbad ist wie das des Sauna-Entspannungsbecken nicht übermäßig warm, ist aber hier wie dort, sobald man sich etwas bewegt, angenehm.

Insgesamt war ich von der Sauna in Rheinbach sehr angenehm überrascht; die Außenanlage kann zwar nicht mit der in Rengsdorf mithalten, ist ansonsten aber in fast allen Belangen den Westerwäldern überlegen (den Andernachern sowieso). Angenehm fand ich auch das Publikum, das sich schon am frühen Freitagmorgen zahlreich einfand, sich aber wegen der Vielzahl der Saunen erfreulich verlief und in den Schwitzkabinen Ruhe hielt. Von 20 bis 80 dürfte jede Altersklasse vertreten gewesen sein, Damen und Herren waren gleich stark vertreten. Geht es um die Saunaanlage, muß Rheinbach die neue Konkurrenz in Euskirchen (das schließlich keine 15 km entfernt liegt) eigentlich nicht fürchten, und das nicht nur deshalb, weil die Badewelt dort noch nicht komplett ist.

Die Sauna im Rheinbacher Monte Mare ist täglich ab 9 Uhr geöffnet und schließt um 21 (sonntags), 23 (montags bis donnerstags) bzw. 24 Uhr (freitags und samstags), es ist täglich gemischte Sauna. Die Tageskarte kostet 27 €, an Werktagen gelten wie in Andernach und Rengsdorf Sondertarife für Frühstarter und Feierabend-Saunierer.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Twin Bad Neuenahr-Ahrweiler Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
13.3.2016 - 12:17 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Nun hat der Rat von Bad Neuenahr-Ahrweiler (mal wieder) entschieden: Der Standort Bachem ist aus der Welt, das Twin wird auf dem bisherigen Gelände neu gebaut, allerdings ohne Sauna (siehe unter Punkt 5).

Allerdings bleibt das alte Twin (und damit die Sauna) bis zur Eröffnung des neuen weiterhin in Betrieb.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Monte Mare Rheinbach Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
13.3.2016 - 12:36 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


In Rheinbach habe ich keine Aufgüsse mitgemacht, bislang nur im Monte Mare in Kaiserslautern. Die waren aber auch sehr gut.

Die ADAC-Rabatte wird es wohl schon noch geben, jedenfalls wirbt der Club noch im neusten MM-Magazin damit. Da ich aber Mitglied eines konkurrierenden Automobilclubs bin, fällt diese Art der Vergünstigung für mich ohnehin flach.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: monte mare, Kaiserslautern Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
13.3.2016 - 13:24 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Da der letzte Erfahrungsbericht nun schon über vier Jahre zurückliegt, mal eine kleine Auffrischung zu dieser Anlage: Ich war vergangenen Freitag in Monte Mare in Kaiserslautern. Der Tagespreis für die Sauna beträgt mittlerweile stolze 29,50 € (am Wochenende und an Feiertagen zusätzlich 3 €).

Die Rosensauna nennt sich mittlerweile "Natur pur"-Sauna. Ich habe dort einen Sandelholz-Aufguß besucht, der über drei Runden ging und mit sehr angenehmem Aroma überzeugte. Das "Abklingbecken" direkt davor ist immer noch reichlich frisch, für Schwimmzüge war es mir dann doch zu kalt…

Honigaufgüsse werden auch noch im Dampfbad angeboten, das wie in Rheinbach über zwei Sitzebenen verfügt. Statt gleich auf die Hand erhält man den Honig aber mittlerweile in Schälchen. Die Menge sieht zwar nicht beeindruckend aus, ist aber völlig ausreichend; die meisten Gäste hatten nach der Einreibung noch was übrig.

Der Schließer des toskanischen Ruhehauses verursacht bei der Außentür immer noch reichlich Lärm; die meisten Stammgäste scheinen darum zu wissen und ziehen die Tür behutsam von Hand zu.

Die Aufgüsse in der Teichsauna werden immer noch zu zweit durchgeführt. Ich hatte einen Früchteaufguß besucht, wobei ich die angekündigten Früchte nicht wirklich herausriechen konnte (schon gar nicht die Blutorange); alles war irgendwie zitronig, aber wenigstens schön heiß. Im Anschluß wie gehabt eine Obstplatte (aber erst duschen!, so der Hinweis des Personals). Übermäßige Mitteilungsbedürftigkeit der Gäste konnte ich während der Aufgüsse nicht feststellen, da blieb es ruhig.

Das Solebecken (wird erst mittags geöffnet) liegt wirklich ein wenig (zu) versteckt im Obergeschoß des Innenbereichs, weshalb ich es anfangs gar nicht erst gefunden habe. Nach Besuchen in Rengsdorf oder auch der Saarlandtherme war ich eher auf eine Grotte im Keller oder Erdgeschoß konditioniert. Diese ungewöhnliche Lage des Beckens hat aber auch den Vorteil, daß man durch die Fenster einen Blick auf das Spaßbad werfen kann.

Da ich ohnehin eine Wasserratte bin, mußte ich diesem selbstredend auch einen Besuch abstatten. Der Durchgang hierzu liegt ein wenig ungünstig direkt an der Treppe zu den Umkleiden, auf der anderen Seite ist man aber quasi gleich mitten im Geschehen, nämlich nur wenige Meter vom Wellenbad entfernt. Dieses wird natürlich nur bei entsprechendem Betrieb in Gang gesetzt. Die Rutschen, vor allem die Reifenrutsche mit einem Zwischenbecken, sind sehr zu empfehlen.

Die Gastronomie scheint sich mittlerweile wieder berappelt zu haben; jedenfalls wurden wir schnell bedient und auch die Wartezeit für warme Speisen war angemessen, ebenso wie deren Portionen und Preise. Auf die Bademantelpflicht wurde vom Personal strikt geachtet (und bereits an der Kasse darauf hingewiesen), aber ein Leihmantel war in "Notfällen" ohne großes Palaver fix zur Hand.

Zu bemängeln fand ich einzig die nicht sonderlich frische Luft in allen geschlossenen Ruheräumen, die einen zusätzlich schläfrig macht. Da ich aber ohnehin die beheizten Kachelliegen (wovon es in Kaiserslautern gleich zwei gibt) in den offenen und belebteren Bereichen bevorzuge, war dies ein leicht vermeidbares Problem. Die kostenpflichtigen Ruheliegen waren übrigens (wie in allen Saunen der Monte-Mare-Gruppe, die ich bislang besucht habe) sämtlich unbelegt.

Insgesamt ein zwar alles andere als billiges, aber doch seinen Preis wertes Vergnügen.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNA: Kurioses in Sauna Anlagen - Thema: Saunaeintritt ohne Kontrolle Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
17.3.2016 - 22:46 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Zitat von Juergen703:
ich kenne keine Anlage wo man ohne den Saunaeintritt zu bezahlen in den Saunabereich kommt.


Da kenne ich aber durchaus ein paar, zumindest fallen mir auf Anhieb das Twin in Bad Neuenahr, die Römerthermen in Bad Breisig und das Freizeitzentrum Blieskastel ein: Da bekommt man nur ein Armbändchen bzw. Kabelbinder als "Markierung", kontrolliert wird da nichts großartig.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Die Sauna im Calypso in Saarbrücken Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
17.3.2016 - 23:48 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Nachdem ich schon seit Jahren immer wieder am Calypso vorbeigefahren bin, kam ich schließlich Anfang dieser Woche in Genuß, diese Anlage auch einmal selbst auszuprobieren. Der Tagespreis beträgt mittlerweile stolze 25,50 €, mit dem Saarbrücker Schlemmerblock kommen zwei Personen zum Preis von einer rein. Der Parkplatz vor dem Haus ist kostenlos, aber auch schnell voll, wenn Betrieb herrscht. Wer ein wenig Fußweg nicht scheut, kann ein paar Meter weiter gegenüber dem Deutsch-Französischen Garten parken.

Die Saunen und der Außenbereich sind noch immer so, wie in den ersten Beiträgen beschrieben. Mittlerweile gibt es vor der Birkensauna noch eine Infrarotkabine für zwei Personen, die man individuell einschalten und auf die gewünschte Intensität einstellen kann. Neben der Tür hängt ein Behälter mit Desinfektionstüchern, um damit nach der Sitzung die Polster zu reinigen.

Der Innenbereich der Saunaanlage ist insgesamt dunkel gehalten, vor Ranta- und Birkensauna stehen Birkenstämme zur Zierde, was sich sehr hübsch macht. Die Saunatheke ist mittlerweile fast durchgehend besetzt, weil sie nicht mehr von den Saunameistern, sondern mit zusätzlichem Personal besetzt ist. Die Taschenablagen, links von besagter Theke, sind jetzt mit z. T. riesigen Fächern ausgestattet; wir haben zwei Taschen reinbekommen und dabei noch Platz übrig.

Aufgüsse habe ich zwei besucht: Einmal einen Eukalyptus-Aufguß im Sudhaus, der über drei Runden ging und sehr heiß und besonders durch den Eukalyptus auch sehr intensiv wurde. Verwedelt wurde hier mit Eukalyptusbüscheln. Später besuchte ich noch einen Apfel-Rhabarber-Aufguß in der Ranta-Sauna, der zwar nur über zwei Runden ging, aber ebenfalls sehr heiß wurde. In beiden Fällen wurde ganz normal auf die Steine gegossen und nicht geschleudert. Die Aufgüsse waren zwar sehr gut besucht, aber nicht unangenehm überfüllt. Vorher wurde stets kräftig gelüftet.

Der oben geäußerten Kritik hinsichtlich des Kalttauchbeckens, das die Form eines Fasses hat, kann ich mich anschließen: Es sieht schön aus, aber der Einstieg über eine wackelige Leiter ist nicht gerade vertrauenerweckend. Ansonsten bietet der zentrale Duschenbereich innen alles, was man braucht, von Kneipp-Schlauch über Schwalldusche und -eimer bis hin zu Stachelbrausen.

Schön fand ich auch die vollkommen unterschiedlich gestalteten Ruhebereiche: Einmal der offene an der Fensterfront zum Garten hin, dann ein dunkler neben der Kristallgrotte, der nur von farbigen Würfeln erleuchtet wird, dann noch ein heller im Traumhaus (der mittlerweile auch eine eigene Tür hat) und schließlich mein Favorit über dem Sudhaus, wo es nach heißem Holz und Eukalyptus roch und der wie eine kleine Ausgabe vom Rehlinger Holzhaus wirkte. Zwei Hänge-Sitzschaukeln waren hier neben den üblichen Liegen zu finden.

Schade finde ich, daß es keinen Whirlpool (mehr) im Saunabereich gibt, dafür gleich zwei im Spaßbad nebenan. Wenn es nicht zu voll ist, sollte man auf jeden Fall auch diesem einen Besuch abstatten. Hier findet sich ein sehr großes und langes Strömungsbecken im Dauerbetrieb, das Hauptbecken mit Sprudelliegen und Schwallduschen, nicht weniger als fünf große Rutschen (wovon allerdings eine aufpreispflichtig und nicht immer geöffnet ist) und zwei Außenbecken, davon eines mit Sole. Im Übergang zum Sportbad befindet sich noch eine Regendusche (oder die Rohre an dieser Stelle waren zufällig alle gleichzeitig undicht). Im Sportbad, das immer noch wie oben beschrieben unterteilt ist, ist auf der rechten Seite am Grund des Beckens allerhand Getier und Gedöns in plastischer Darstellung zu finden, wohl um die dort stattfindenen Tauch- und Schnorchelkurse interessanter zu gestalten.

Interessant ist auch die Speisekarte des Saunabistros, die zur Hälfte aus Massageangeboten besteht. Wie darf man das verstehen? "Ich hätte gerne einmal Dibbelabbes und dazu Lomi Lomi Nui!" Die Speisen und Getränke sind jedenfalls preislich in angemessenem Rahmen.

Das Personal im Saunabereich und an der Kasse war sehr freundlich und zuvorkommend, sowohl Sauna als auch Bad sauber (auch wenn man in diversen Bewertungen dieser Anlage tw. Haarsträubendes diesbezüglich zu lesen bekommt). Mir hat es dort sehr gut gefallen, und ich kann einen Besuch des Calypso empfehlen.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Monte Mare Kreuzau Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
19.3.2016 - 0:19 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Monte Mare betreibt in Kreuzau seit 2009 das ehemals „Rurwelle“ geheißene Freizeitbad mit Sauna und Textilsauna. Die Anreise erfolgt über die A4 oder die A1.

Das Schwimmbad liegt direkt neben dem Gymnasium, wo just an dem Tag meines Besuches der Abiturientenstreich stattfand, so daß ich erst einmal der radelnden Matura Vorfahrt gewähren mußte, ehe ich auf den kostenlosen Parkplatz einfahren konnte. Ich war von daheim bei strahlendem Wetter gestartet, doch hier, im finsteren (NRW-) Teil der Eifel, wo es sechs Monate Winter und sechs Monate kalt ist, weigerte sich unser Zentralgestirn beharrlich, allzu viele ihrer Strahlen preiszugeben und versteckte sich hinter einer dicken Wolkendecke.

Wenigstens war die Kassiererin guter Laune und deckte mich sogleich mit umfangreichem Werbematerial inklusive Kugelschreiber ein, nachdem ich mich als Erstbesucher zu erkennen gab. Ferner erhält man einen numerierten Chip, der jedem Besucher einen festen Schrank zuweist und auf den sämtliche Zusatzleistungen neben dem Eintritt gebucht werden. Gezahlt wird alles zusammen beim Hinausgehen. Die Umkleiden sind, wie auch in Rheinbach, für sämtliche Bereiche angelegt. Dahinter kommt man auf den Gang zum Schwimmbad, wo zuvor jedoch linker Hand eine Treppe zum Saunabereich hinabführt. Hier gilt es ein Drehkreuz und die dahinterliegende Tür zu passieren, und sogleich befindet man sich im Innenbereich der Sauna.

Hier sind einmal wenn man reinkommt links neben der Tür Staufächer für Taschen, rechts geht es zum (Warm-) Duschbereich, dem ein weiterer Raum zur Taschenaufbewahrung vorgelagert ist. Hinter einer Trennwand führt rechts eine Tür in den Wellness-Bereich, der jedoch nicht immer besetzt ist. Es folgt ein erster Ausgang zum Außenbereich, zwei Fußbäder, zwei Liegen in einer Art Palmschiffchen-Optik, die ich bislang nur hier gesehen habe, ein Kneipp-Becken, daß die gesamte Breite des Innenraums einnimmt, weshalb am nicht mehr begehbaren Ende eine Holzbrücke darüber gebaut hat. Hinter der Brücke geht es wieder weiter mit zwei Liegen und zwei Fußbädern.

Linker Hand befinden sich das mit 60 °C temperierte Tepidarium, das mit wechselndem Farblicht illuminiert wird, die „Kreuzauer Schwitzstube“ mit 75 °C Temperatur, stimmungsvollen Salzleuchten und einem Kessel Kräutersud auf dem Ofen. Wer unter Gephyrophobie leidet, kann auch durch den Abkühlraum, der von der Brücke und dem Kneipp-Becken durch eine Wand getrennt ist, zum hinteren Teil des Sauna-Innenbereiches gelangen. Hier finden sich ein Kneipp-Schlauch, eine Kalt-Brause und eine Schwalldusche sowie ein ca. zweimal zwei Meter großes Kalttauchbecken. Tritt man hier hinaus, befinden sich links die Toiletten, geradeaus ist die 90 °C heiße finnische Sauna, in der alle zwei Stunden Aufgüsse stattfinden. Ein Plan befindet sich direkt an der Sauna.

Anzumerken ist, daß im Innenbereich der Kreuzauer Sauna, namentlich bei der finnischen Sauna, oft ein übler Geruch wahrzunehmen ist, eine Mischung aus Pups und Käsefüßen, was man zwar, der afferenten Drosselung sei’s gedankt, nach einer Weile nicht mehr merkt, aber dafür jedes Mal aufs neue, wenn man wieder hierherkommt. Dies war bereits einmal Thema im Forum.

Am Ende des Innenbereiches angekommen findet man eine weitere Tür zum Außenbereich sowie das Kaminzimmer, das in braun und dunkelrot eingerichtet ist und eine zentrale Feuerstelle hinter Glas bietet sowie einen eigenen Zugang zum Außenbereich. Außerdem gelangt man über eine Treppe in den ersten Stock, wo sich geradeaus ein weiterer, heller Ruheraum mit Blick auf den Saunagarten befindet, ausgestattet mit Liegen und Wasserbetten. Dahinter, durch eine Tür getrennt, findet man einen dunklen Schlafraum vor. Rechts herum gelangt man in das Saunarestaurant, gleichfalls braun-dunkelrot gehalten und, wie auch der Ruheraum nebenan, mit Malereien mit afrikanischen Motiven verziert und mit Blick auf die Rur. Ich habe es zweimal aufgesucht und beide Male waren die Bedienungen sehr freundlich und aufmerksam. Die Wartezeiten auf die Bestellungen waren kurz.

Im Außenbereich befinden sich zunächst, an das Hauptgebäude angebaut, das Dampfbad – das zwar ordentlich dampfte, aber leicht muffigen Geruch verströmte – sowie die 90 °C heiße Erdsauna mit zwei Duschbrausen davor. Hier finden im Wechsel mit der finnischen Sauna alle zwei Stunden Aufgüsse statt. Eine Anhöhe hinauf, und man gelangt zur 100 °C heißen Schiefersauna, dessen Klima ich als sehr angenehm empfand. Man blickt hier wahlweise hinaus in den Garten oder auf ein loderndes Feuer im Kamin. Dieser Sauna angeschlossen ist ein kleiner Duschbereich sowie ein Kalttauchbecken in Faßform. Daneben schließlich der auf 30 °C beheizte Außenpool, der über vom Gast zuschaltbare Massagedüsen verfügt und groß genug für drei, vier Schwimmzüge ist.

Wer richtig schwimmen möchte, kann dies unter der Woche ab ca. 13 Uhr (bis dahin ist das Becken dem Schulschwimmen vorbehalten) in der (ziemlich düsteren) Schwimmhalle tun oder im sehr warmen Freizeitbad, das unverkennbar die Spaßbadarchitektur der späten 80er/frühen 90er Jahre aufweist, gegen die Wellen ankämpfen, die mittels Tonfolge angekündigt werden. Schön finde ich hier, daß das Becken flach zum Rand ausläuft, ohne daß man Stufen überwinden muß wie in den Monte-Mare-Bädern in Rheinbach und Kaiserslautern. Außerdem verfügt das Bad über einen (eher schwachbrüstigen) Strömungskanal und kräftige Massagedüsen, die einem auch den Rücken und nicht den Hintern massieren, sowie über zwei Übergänge zum relativ kleinen Außenbecken mit Duschpilz und Liegesitzen. Schließlich finden sich hier noch neben dem obligatorischen Kleinkindbecken eine Riesenrutsche sowie der Zugang zur Textilsauna, die bereits an anderer Stelle beschrieben worden ist.

Ich weiß nicht, ob es damals schon der Fall war, aber mittlerweile ist dieser Bereich durch eine undurchsichtige Glaswand mit Tür vom Bad getrennt, so daß der größte Krach draußen bleibt. Auch scheint mittlerweile kontrolliert zu werden, wer sich dort alles Zugang verschafft: Als ich drei Jünglinge hinter der Tür verschwinden sah, kam sogleich ein Bademeister nachgeeilt, um sicherzustellen, daß die Pänz dort keinen Spökes veranstalten. Das Ambiente der Textilsauna ist sehr schön in Form einer Höhle mit Malereien. Das Dampfbad dort jedoch muffelte noch stärker als das im Saunabereich. Außerdem verfügt dieser Bereich über einen Whirlpool und Erlebnisduschen, etwas, das den echten Saunagästen im echten Saunabereich vorenthalten wird.

Insgesamt bin ich, was diese Anlage angeht, ein wenig zwiegespalten: Man hat zwar das Beste aus den bestehenden Möglichkeiten gemacht, aber diese waren wegen der baulichen Gegebenheiten von Anfang an schon begrenzt. Einerseits wirkt hier alles irgendwie veraltet und angegammelt (sogar die Monte-Mare-Eigenwerbungsbanderolen in den Außenbereichen sind total verblaßt) und bietet eigentlich nichts, was eine weite Anreise lohnen würde (es sei denn, man gehört zu den Leuten, die auf verschwitzte Badeklamotten stehen), aber andererseits war es dennoch ein höchst erholsamer Tag, was dem freundlichen Personal und nicht zuletzt den Ruheräumen zu verdanken war, die auch diesen Namen wirklich verdienen: Gespräche wurden auf das Notwendigste reduziert, keinen einzigen „reservierten“ Platz habe ich vorgefunden; nicht mal am Vormittag, als noch die dafür berüchtigten Rentner das Zepter schwangen.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Moselbad Cochem Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
26.3.2016 - 22:26 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Das Moselbad Cochem liegt im Stadtteil Cond auf der rechten Moselseite. Innerhalb des Ortes, wenn man von der A 48 kommt und sich dann in Richtung Koblenz hält, muß man am Bahnhof vorbeifahren und dahinter links abbiegen, über die Brücke und dann ein Stückchen weiter geradeaus fahren, das Bad ist auf der linken Seite nicht zu übersehen. Parkplätze gibt es ein paar vor dem Haus, weitere auf einem unbefestigten Platz dahinter sowie auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Das Parken hier ist kostenlos.

Noch vor dem Empfang geht es hinter der Eingangstür rechts nach unten zum italienischen Restaurant „Paradiso“, das auch im Bad die Verpflegung übernimmt. Geradeaus ist die Kasse. Von hier aus kann man durch eine Glasfront auch einen Blick in das Hallenbad werfen. Im Sommer geht es von der Kasse aus nach links ins Freibad, ganzjährig hingegen nach rechts ins Hallenbad und zur Sauna. Ein Übertritt von Hallen- zum Freibad ist leider nicht möglich. Neue Gäste erhalten eine kurze Erklärung, wo was zu finden ist. Generell möchte ich festhalten, daß das Personal im Moselbad sehr freundlich ist.

Man erhält nach Entrichtung des Eintritts eine Karte mit Barcode, die für Ein- und Austritt benötigt wird. Damit passiert man ein erstes Drehkreuz, geht durch eine Glastür, vorbei an einer Modellanlage von Cochem im H0-Format und den Umkleiden für das Bad zu einem zweiten Drehkreuz zur Sauna. Hier wird die Karte abermals benötigt. Erneut durch eine Tür, teilt sich nun der Gang in zwei Sammelumkleiden. Ich habe die rechte genommen. Es gibt eine breite Sitzbank und eine Reihe mit Spinden. Die Schlüssel hierfür werden durch das Einstecken der Karte freigegeben. Neben dem Schlüssel befindet sich auch ein Chip am Armband, der für den Wechsel ins Bad und zurück benötigt wird.

Hinter den Umkleiden befinden sich zwei Duschen in Form gelber Plastikwannen sowie Toiletten. Man geht erneut durch eine Tür und hält auf eine Wendeltreppe zu, die zu einem Ruheraum mit zentralem Kamin im Obergeschoß führt. Es gibt dort Holz-Wippliegen mit dicken Kunstlederauflagen. Wirklich ruhig ist es hier aber nicht, da sich gleich darunter die Saunabar befindet, wo gerne lebhaft geschwatzt wird. Da hier auch alles offen gestaltet wurde und ferner ein Fernseher diesen Raum bereichert, ist dies vielleicht auch eher als Plauderecke gedacht.

Hinter besagter Wendeltreppe befindet sich die Theke der Saunabar, wo es Getränke und soweit ich sehen konnte Knabbereien in Form von Erdnüssen und Chips zu kaufen gab. Es wird hierzu Bargeld benötigt. Hinter der Saunabar befindet sich links die 80-Grad-Sauna, die mit Geräuschen von Vogelgezwitscher und Wasserplätschern beschallt wird und angenehm nach Eukalyptus roch.

Geradeaus folgt eine Trennwand mit Durchlaß, wo sich rechts zunächst eine Tür für den Schlafraum befindet (den ich nicht genutzt habe) sowie danach Taschenablagen. Links hingegen sind Fußbäder und die 90-Grad-Aufgußsauna. Hinter einer weiteren Trennwand mit Durchlaß ist links ein Edelstahl-Kalttauchbecken, rechts ein kleiner Duschbereich mit Schwall-, Regen- und Brausedusche sowie Schwalleimer. Nach einer dritten Trennwand folgt nun rechter Hand ein heller Ruheraum mit Plastikliegen und erneut Kunstlederauflagen.

Links befindet sich das Dampfbad, das leider einen sehr maroden Eindruck macht. Die Wände sind aus scheußlich-orangem Kunststoff, die Bänke gleichfalls aus Kunststoff, aber in Saunabank-Optik und mit zwei Sitzebenen. Der Wasserschlauch mit Duschkopf hängt nur noch locker in der Halterung, und er tropft gerne. Immerhin dampft es ordentlich und es riecht nicht muffig. An dieser Stelle sollte vielleicht erwähnt werden, daß das Moselbad samt Sauna 1975 eröffnet wurde, 1983 komplett abbrannte und 1985 wieder im alten Zustand errichtet wurde, weshalb die gesamte Farbgebung hier in damals vielleicht einmal schicken, heute aber indiskutablen Braun-Orange-Tönen gehalten ist. Hinter dem Dampfbad befindet sich noch ein Solarium, diesem gegenüber der Ausgang zum Außenbereich. Der besteht im Prinzip nur aus einer Terrasse mit ein paar Plastikliegen sowie zur Zierde ein kleiner Kieselbachlauf ohne Wasser mit einer einer Edelstahlbrücke ohne Geländer zu einer Dusche ohne Funktion. Ein paar auf griechisch gemachte Kitsch-Säulen runden den traurigen Eindruck ab. Das auf der Internetseite angepriesene Sanarium habe ich nicht ausfindig machen können, habe aber auch nicht danach gefragt.

Aufgüsse gibt’s dreimal täglich in der 90-Grad-Sauna. Ich machte einen mit, wo mit mir ganze drei Teilnehmer den Schwitzraum bevölkerten, so daß jeder eine ganze Bank für sich alleine hatte. Aufgegossen wurde in vier Runden mit einer Pause nach der zweiten, wo auf Wunsch Salz gereicht wurde. Zudem gab es während des Aufgusses Eis zum abkühlen, obwohl es nicht unerträglich heiß wurde. Das Publikum der Cochemer Sauna scheint fast ausschließlich aus Stammgästen zu bestehen, die sowohl untereinander als auch dem Personal bekannt sind. Entsprechend locker geht es auch bei den Aufgüssen zu, ohne daß dies in irgendeiner Weise unangenehm wäre. Im Gegenteil: Es hat sich dort eingebürgert, vor der Sauna zu warten, bis der Saunameister den Aufguß ausruft und daß dann alle gemeinsam hineingehen.

In der reinen Stammkundschaft liegt aber auch das Problem der Cochemer Anlage: Es sind auf Dauer zu wenig Leute, der Betrieb trägt sich nicht, Renovierungen, Neuerungen oder gar Erweiterungen bleiben aus, noch weniger Leute kommen usw. Vor zwei Jahren wurde die endgültige Schließung in der Verbandsgemeinde diskutiert, statt dessen wurden die Öffnungszeiten drastisch eingedampft und die Eintrittspreise kräftig erhöht.

Darin enthalten sind natürlich der Besuch des Bades, das in den Sommermonaten vornehmlich von belgischen und niederländischen Touristen bevölkert wird. Dorthin gelangt man durch das Drehkreuz vor dem Saunabereich, an den Umkleiden vorbei und dann eine Treppe hinunter. Hier geht es nach links zu den Herren-, nach rechts zu den Damenduschen. Man steht dann in einer recht düsteren Halle vor einem 25-plus-ein-paar-Meter-Becken, das sowohl zum Bahnenschwimmen als auch als Wellenbecken genutzt wird. Der Nichtschwimmerbereich wird auch für divese Kinderbespaßungen genutzt. Dieses Bad sieht immer noch genau so aus wie vor über 40 Jahren; vom hinteren Bereich kann man an einer Erhöhung der Decke, die auch vom Kassenbereich einsehbar ist, eine aufgemalte Stadtsilhouette sehen, wo das Jahr der Eröffnung, des Brandes und der Wiedereröffnung festgehalten sind.

An der inneren Längsseite befindet sich außerdem ein räumlich abgetrenntes Kleinkinderbecken sowie die „Bikini-Bar“, wo bereits erwähnter Italiener auch die Badegäste verköstigt, auch hier gegen Bares. Dies hat aber auch den Vorteil, daß man nicht nur die üblichen Fritten und Würstchen und Gedöns bekommt, sondern auch aus einer kompletten Pizza-Kollektion, diversen Nudel- und Salatvariationen und sogar Schnitzeln und Steaks wählen kann. Die Preise befinden sich auf dem üblichen Restaurant-Niveau. Die Bedienung muß mittels einer Klingel herbeigerufen werden, erscheint dann auch recht schnell. Die Wartezeiten auf das Essen sind kurz.

Neben der Bademeisterloge ist ein Durchgang zu den Nichtschwimmerbecken eine Etage tiefer, wohin man entweder über eine Treppe oder die 55-Meter-Rutsche gelangt. Hier nun Spaßbadarchitektur der frühen Achtziger. Ganzjährig ist hier ein sehr kleines Außenbecken von ca. 20 m² Fläche geöffnet. Durch einen Durchgang gelangt man nun in den neusten Anbau, der nach 90er Jahren aussieht: Ein Whirlpool für ca. zehn Personen, eine breite Steilrutsche (oder eben noch eine Treppe) nach unten (mittlerweile also schon das dritte Untergeschoß) ins Kinderland, wo sich Eltern mit kleinen Kindern unter einer transparenten Kuppel in drei Becken verschiedener Tiefen vergnügen können. Ergänzt wird das Angebot durch Wärmeliegen und einen Schlafraum für Kleinkinder.

Für Familien ist also der Besuch des Bades sehr zu empfehlen, für Saunisten allenfalls, wenn sie sich ohnehin gerade in Cochem oder in der unmittelbaren Nähe aufhalten und ein paar Schwitzrunden in mehr oder weniger familiärer Atmosphäre einlegen möchten. Eine weite Anreise lohnt sich leider nicht, dazu ist dann schon Bad Bertrich zu nahe, wo man für einsfuffzich mehr jeden Tag ganze fünf Saunen, ein gefliestes Stein-Dampfbad und stündliche Aufgüsse bekommt und dabei einen Außenpool mit Liegewiese nutzen kann – alles Dinge, mit denen Cochem bei weitem nicht mithalten kann. Montags und dienstags ist die Sauna gänzlich geschlossen, mittwochs bis freitags ist von 14 bis 22 Uhr geöffnet, davon mittwochs nur für Damen, samstags ist von 12–19, sonntags von 10–19 Uhr offen, Tagespreis 17 € für Erwachsene, 13,90 € für Jugendliche, 11,70 € für Kinder.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Das Bad an den Kaiserthermen Trier Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
26.5.2016 - 10:31 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


„Das Bad an den Kaiserthermen“ liegt, wie der Name schon andeutet, nahe den Kaiserthermen an der Südallee. Eine Bushaltestelle direkt vor dem Bad sowie auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist vorhanden, für Autofahrer steht ein (kostenpflichtiger) Parkplatz hinter dem Bad in der Gerberstraße zur Verfügung, für Gäste des Bades sind großzügige Vergünstigungen vorgesehen. Wer sich in Trier auskennt und nicht allzu fußfaul ist, kann auch kostenlos in den kleinen Sträßchen beim Amphitheater parken.

Das ehemals schlicht „Stadtbad“ genannte Anwesen wurde 2009 gründlich renoviert und erstrahlt seitdem in neuem Glanz. Zumindest innen – außen ist es immer noch dieser häßliche Kasten in kackbraun und orange, paßt damit aber hervorragend neben den ebenso häßlichen Betonklotz des Polizeipräsidiums gleich daneben. Ebenfalls 2009 wurde erst der Saunagarten eingerichtet, wofür ein Teil des Parkplatzes geopfert werden mußte.

Um dorthin zu gelangen, wendet man sich zunächst an die Kasse, die sich links hinter dem Eingang befindet (rechts für die, die vom Parkplatz kommen). Es werden keine Tageskarten ausgegeben, nur Stundentickets zu 2 oder 3,5 Stunden, die sofort bezahlt werden; danach ist für jede angefangene weitere Stunde ein Euro fällig, wobei der Höchstbetrag bei € 20,50 gedeckelt ist. Weshalb man dann nicht gleich Tageskarten ausstellt, ist mir zwar ein Rätsel, aber praktisch für Leute, die nicht wissen, wie lange sie bleiben möchten und hinterher nicht von riesigen Nachzahlsummen überrascht werden wollen. Es sind zwei Nachzahlautomaten am Drehkreuz vorhanden, einer davon für EC-Kartenzahlung.

Man erhält ein Chiparmband, mit dem man die Drehkreuze passieren, seinen Schrank verschließen und weitere Leistungen (Verzehr etc.) aufbuchen lassen kann. Links neben der Kasse ist das Drehkreuz zum Bad, gleich dahinter das nächste für den Saunabereich. Hier befinden sich auch Wertschließfächer. Die Umkleiden sind für Damen und Herren getrennt. Die Schränke sind frei wählbar, für meinen Geschmack jedoch etwas zu klein und vor allem nicht tief genug geraten: Nicht einmal der Kleiderbügel paßt gerade hinein, man muß ihn schräg hängen. Das Schließsystem habe ich in dieser Form noch nirgendwo anders gesehen, und für Erstbesucher des Trierer Bades ist es auch nicht unbedingt selbsterklärend: Man drückt die Schranktür (schön gestaltet aus blauem Glas) fest zu, dann sollte eine rote Diode oberhalb der Schranknummer aufblinken. Daran hält man nun seinen Chip, und wenn es klackt und die Diode nun permanent leuchtet, ist der Schrank verschlossen. Zum Öffnen wieder den Chip an das Licht halten. Falls man seine Schranknummer vergessen haben sollte, kann man diese an einem hierfür vorgesehenen Gerät in der Umkleide auslesen.

Hinter den Umkleiden folgen gleich die Duschen, dahinter beginnt, abgetrennt durch eine Tür, der gemischte Sauna-Innenbereich (die Damen hingegen betreten zuerst den Damen-Bereich). Der Innenbereich ist in leicht römisch inspiriertem Stil gehalten, allerdings ohne den üblichen Kitsch, sondern dezent über Kachelmuster. Es befinden sich gleich links ein paar Ablagen für Taschen, es folgt ein kleiner Duschbereich mit Kalttauchbecken und Erlebnisdusche. An den anderen drei Wänden sind je zwei Fußbäder angebracht, gegenüber dem Duschbereich ist überdies ein separater Raum mit Eisbrunnen. Über einen kleinen Durchgang gelangt man in einen weiteren Raum, von dem aus man in die neu eingerichtete Ruusu-Sauna gelangt, wo man bei 85 °C Rosenduft genießen kann (ich habe sie noch nicht ausprobiert). Außerdem befindet sich hier das Dampfbad, das leider enttäuschte: Im Achteck angeordnete Plastiksitze. Wenigstens dampfte es ordentlich und es roch annehmbar. Eine 95-Grad-Sauna sowie ein Sanarium nebst einem kleinen Ruheraum schließen das Angebot innen ab (für die Damen stehen noch eine heiße Sauna sowie ein Dampfbad zur Verfügung, die ich aber aus offensichtlichen Gründen nicht erkunden konnte).

Hinter dem Ruheraum befindet sich die Tür zum Außenbereich, die automatisch nach außen aufschwingt. Damit einem das Ding nicht vor die Nase schlägt, wenn man von außen zurückkommt, öffnet sie bereits, wenn jemand nur um die Ecke kommt. Hinter der Tür wendet man sich nach rechts und hat zunächst einmal einen langen Gang vor sich mit zwei kleineren Freitreppen. Links befinden sich bequeme Sitzgelegenheiten, rechts hingegen römische Ausstellungsstücke mit Beschreibungen, so daß man sich wie im (gleichfalls um die Ecke gelegene) Landesmuseum vorkommt. Am Ende des Ganges sind zwei große Taschenregale zu finden sowie eine automatische Schiebetür, die den Weg in den Saunagarten freigibt.

Links befindet sich dann gleich der Raucherbereich, und passenderweise hat man gegenüber auch noch eine Grillanlage für das Kaminlounge genannte Saunarestaurant gebaut, das sich rechts befindet und ein wenig über dem Garten thront. Geradeaus hält man geradewegs auf die große „Keisari“-Sauna (95 °C) zu, wo Aufgüsse stattfinden. Ansonsten dudelt dort ständig Musik vor sich hin. Dieser Sauna vorgelagert ist links ein Abkühlbereich mit Stachelbrause und Tauchbecken, rechts schließt sich daran nahtlos ein Ruheraum an. Vor Sauna und Ruheraum befindet sich ein schön angelegter Naturteich mit allerhand Fischen darin. Geht man um den Teich herum und wendet sich nach links, befindet sich linker Hand ein kleines Edelstahl-Schwimmbecken mit Massagedüsen und Wasserschwall, die immer abwechselnd ihren Dienst verrichten. Dahinter ist ein weiterer kleiner Duschbereich ohne Tauchbecken für die beiden anderen Außensaunen: Links die Tuuli-Sauna (100–110 °C), wo sich der Schwitzraum sechseckig um ein zentrales Feuer erstreckt; rechts die Maa-Sauna (110–120 °C). Zwischen beiden hindurch gelangt man an einem fetten Holzbiber vorbei in das vor zwei Jahren neu errichtete Ruhehaus: Im Erdgeschoß befindet sich rechts ein Kaminzimmer, links ein Ruheraum. Auf Bildern fand ich noch einen Raum mit Betten, der sich wohl wie der Massagebereich im Obergeschoß befindet, das ich aber nicht aufgesucht habe. In allen Ruheräumen liegen Decken aus.

Der Garten ist sehr gepflegt (so wie die gesamte Anlage sehr sauber ist), bei meinem Besuch standen riesige Schwertlilien sowie die ersten Fliederbäume in voller Blüte; abgesehen vom Winter dürfte der Saunagarten ganzjährig einen wunderschönen Anblick bieten und somit erfolgreich die Blicke vom tristen Schwimmbadbau und dem Polizei-Hochhaus ablenken. Apropos Schwimmbad: Für Saunabesucher ist der Eintritt ins Schwimmbad mit enthalten, und es gibt einen eigenen Durchgang hierfür. Das Bad bietet zwei Schwimmbecken, wovon eines stundenweise gemietet werden kann, ein Sprungbecken und ein Nichtschwimmerbecken mit wärmerem Wasser. Außerdem gibt es eine „Kaiserblitz“ genannte lange, dunkle Rutsche mit Zeitmesser. Da es sich um das einzige Hallenbad in Trier handelt, ist hier ständig viel los und vor allem das Schwimmerbecken meist überfüllt.

Das kann ich von der Sauna nicht behaupten. Es mag sein, daß es daran lag, daß ich an einem Werktag nachmittags hier war, aber selbst nach fünf Uhr war nicht übermäßig viel Betrieb, und vor allem war es hier auch sehr ruhig, was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, daß man sich gleich neben einer der Hauptverkehrsstraßen Triers befindet. Und wer Sauna-Erholung mit geschichtlicher Wissenserweiterung verbinden möchte, ist hier auf jeden Fall richtig (außer montags als Mann: dann ist nämlich Damensauna).

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Cascade Bitburg Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
28.5.2016 - 23:31 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Das „Cascade“ wurde ursprünglich Mitte der 1960er erbaut, Mitte der 90er in seiner heutigen Form als Erlebnisbad ausgebaut und kürzlich ein bißchen renoviert. Es ist von der A 60 und der B 51 aus zu erreichen, wobei man sich dann innerhalb Bitburgs an die B 257 in Richtung Daun hält und dann im letzten Kreisel vor dem Ortsausgang rechts abbiegt. Kommt man wie ich ohnehin aus Richtung Daun, einfach im ersten Kreisel in Bitburg links abbiegen. Die gesamte Straße ist gesäumt mit kostenlosen Parkplätzen für das Cascade.

Leider hat man dort immer noch dieses altmodische Kartensystem. Mit der Karte passiert man zunächst das Drehkreuz ins Bad und geht alsdann eine Treppe zum Umkleidebereich hinunter. Hier biegt man noch vor den Schwimmbadumkleiden einmal scharf rechts ab und passiert ein weiteres (sehr enges) Drehkreuz zur gemischten Sammelumkleide des Saunabereichs. Hier befinden sich halbhohe, frei wählbare Schränke mit integrierten Kleinsafes, für die man allerdings 50 Cent Pfand einwerfen muß. Den Spind kann man nur mit eingesteckter Karte verriegeln. An den Schlüsseln ist ein Transponder angebracht, der den Wechsel zum Schwimmbadbereich und zurück ermöglicht. Durch die überladene Trias Schlüssel-Einsteckhülse-Transponder ist das Armband leider sehr unbequem zu tragen.

Von der Umkleide aus geht, unmittelbar neben dem Ausgang zum Schwimmbad, immer noch die enge Wendeltreppe hinauf in den Innenbereich der Sauna. Oben angekommen findet man rechts die Toiletten sowie Taschenablagen vor, daneben Massageraum 1 und eine verbotene Tür. Es schließen sich die getrennten Damen- und Herrenduschen an, die durch Saloon-Schwingtüren vom Gang abgetrennt sind und leider immer noch böse Stolperfallen durch ihre Schwellen darstellen. Überhaupt ist die Sauna im Cascade innen leider reich an kleinen Stufen an unvermuteten Stellen.

Den Duschen schließt sich das „römische Bad“ an, ein gekachelter, ca. 50–60 °C warmer Raum, der mit untergelegtem Handtuch zu nutzen ist. Vorbildlich ist die Beschilderung an jedem Schwitzraum, wo genau steht, wie heiß es ist, wie man ihn nutzen sollte und was darin zu unterlassen ist. Dem römischen Bad gegenüber befindet sich das Dampfbad, das zwar recht klein, aber wenigstens gekachelt ist, zwei Reinigungsschläuche aufweist, ordentlich dampft und dabei auch noch gut riecht. Daneben ist ein Raum für die türkische Massage. Es schließt sich ein großer Abkühl- und Duschbereich an mit zwei Erlebnisduschen, Stachelbrausen, Schwallduschen, Kneippschläuchen, Schwalleimer, Fußbädern, Tauchbecken sowie einem Ruhebecken. Durch diesen ausladenden Bereich wird der Gang leider ein wenig eng, und diese Enge setzt sich teilweise auch in der großen Innensauna mit Glasfront, „Premium-Sauna“ genannt, fort. Hier finden Erlebnis-Aufgüsse statt, wovon ich einen mit Fichtennadeln besucht habe. Hier gab es gleich zu Beginn zerstoßenes Eis, es wurde zwei Runden aufgegossen, dann konnte man sich im Duschbereich mit Salz und/oder Honig einreiben. Anschließend wurde zwei weitere Runden aufgegossen, wobei auch hier zuvor Eis angeboten wurde. Zu anderen Aufgüssen in dieser Sauna werden andere passende Zugaben gereicht; entnehmen kann man die Zeiten, Düfte und Zugaben einem direkt an der Sauna aushängendem Plan, wobei natürlich in der Bierstadt Bitburg auch ein Aufguß mit anschließender Verköstigung des lokal erzeugten Gebräus nicht fehlen darf.

Es folgt der Gastronomiebereich, wo man bei Bedarf die Bedienung über eine Klingel herbeirufen kann. Leider benötigt man hier Bargeld oder eine EC-Karte, die Speisen sind aber wohlschmeckend, die Portionen reichlich und die Preise moderat. Auch Wertschließfächer befinden sich hier, die pfandfrei genutzt werden können. Etwas versteckt zwischen Duschen und Gastronomie liegt der Ausgang zur kleinen Außenterrasse, wo sich neben einigen Liegen ein Kaltwassertauchbecken mit Schwalldusche die ca. 60 °C warme „Holstumer Siegelhopfen-Sauna“ befindet, die aber kein sonderlich wahrnehmbares Aroma aufwies. Neben dem Terrassen-Zugang, gleichfalls etwas versteckt, befindet sich ein kleiner Ruheraum mit Sitzsäcken.

Ein langer, schmaler Gang schließt sich hier an, vorbei an Personal- und Putzraum sowie Massageraum 3, Solarium und Leseraum bis zu einem kleinen Raum mit Handtuchtrockner in der Art, wie man sie aus den Monte-Mare-Saunen kennt. Dem schließt sich geradeaus ein größerer Ruheraum an mit einfachen Kippliegen ohne Decken. Rechts hingegen geht es hinaus in den kleinen Außenbereich, den man über eine Stahltreppe erreicht. Hier befinden sich zunächst ein kleiner Duschbereich, ebenfalls komplett mit Kneippschlauch, Stachelbrause und Schwalleimer, ein Tauchbecken sowie schließlich die beiden Außensaunen: Einmal die Tuli-Sauna mit zentraler Feuerstelle, die den Raum auf ca. 90 °C erhitzt sowie die 110 °C heiße Maa-Sauna, in der viermal täglich die sehr heißen Birkenreiser-Aufgüsse mit Abschlagen stattfinden, wovon ich gleich den ersten Termin mittags aufsuchte, wo die Sauna mit ca. zehn Teilnehmern zwar gut gefüllt war, aber jeder problemlos einen Platz fand. In einem Gespräch vor dem Aufguß erzählte der Saunameister, daß in dieser kleinen Sauna bei einem dieser Aufgüsse sich tatsächlich sage und schreibe 28 Leute in die enge Kabine gequetscht hätten… Leider wird schon bei mittlerem Besucheraufkommen die Kapazitätsgrenze der wenigen Liegen erreicht, aber viel mehr könnte man hier auch nicht aufstellen, da der Außenbereich doch recht klein geraten ist.

Die Saunakarte berechtigt auch zum Besuch des Erlebnisbades. Hierzu muß man wieder die Wendeltreppe hinab und durch das Drehkreuz zurück auf den Flur und durch die Umkleiden des Schwimmbades hindurch. Wer wie ich grundsätzlich barfuß ins Schwimmbad geht, darf sich also auf Straßenschmutz an den Sohlen gefaßt machen. Im Bad mit seiner unverkennbaren 90er-Jahre-Optik angekommen, steht man gleich vor dem Hauptbecken, das einige Massagedüsen, einen Strömungskanal, ein abgetrenntes rundes Becken in der Mitte mit Bodensprudlern, eine Steilrutsche und eine Art Grotte mit Regenvorhang bietet. Nach links geht es zudem zu der Black-Hole-Rutsche und zum Ausgang zum Freibad. Nach rechts gelangt man zum großen Whirlpool, dem Kleinkinderbecken sowie einem als Ruhebecken angepriesenen, tatsächlich aber meist als großes Kinderplantschbecken mißbrauchten Bereich. Hier gibt es auch bequeme Sprudelliegen. Dahinter gelangt man über eine Treppe zum Lehrschwimmbecken und dem Schwimmbecken mit Sprungbrettern. Auf einer Galerie befindet sich der Imbißbereich. Über eine Treppe gelangt man wieder hinunter zum Hauptbecken.

Das Freibad hat ab ca. Mitte Mai geöffnet und bietet ein 50-Meter-Edelstahlbecken mit sechs Bahnen und integriertem Sprungbereich (1, 3 und 5 Meter), ein Nichtschwimmberbecken mit breiter Steilrutsche sowie ein Kleinkinderbecken. Das Freibad ist nur über das Erlebnisbad zu erreichen, so daß man auch die entsprechenden Eintrittspreise zu zahlen hat (aber andererseits natürlich auch die Sicherheit, ins Hallenbad wechseln zu können, falls das Wetter umschlägt).

Insgesamt ist die Bitburger Sauna eine zwar kleine, aber moderne, gepflegte Anlage und auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn man mal in der Nähe weilen sollte. Die Tageskarte für die Sauna kostet 18 € (sonntags und an Feiertagen 19,10 €), mittwochs ist Damensauna.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Das "Nass" in Arnsberg Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
29.5.2016 - 12:59 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Das „Nass“ in Arnsberg ist leicht über die A 46, Abfahrt Hüsten, zu erreichen. Kostenlose Parkplätze stehen unmittelbar vor der Anlage zur Verfügung. An der Kasse erhält man ein Armband mit Chip, mit dem die Drehkreuze passiert werden und auf den zusätzliche Leistungen gebucht werden können. Bezahlt wird erst beim Hinausgehen, was sich, wie sich noch zeigen wird, für Saunabesucher leider ein wenig umständlich erweist.

Nach Erhalt des Armbandes wendet man sich nach links, wo sich das Drehkreuz zum Saunabereich befindet. Dahinter befinden sich mehrere Umkleideräume, jeweils mit Duschen; den richtigen für sich findet man anhand der Schranknummer auf seinem Chip. Der Spind ist also vorgegeben. Tritt man aus der Umkleide in den Innenbereich der Sauna, befinden sich links ein abgetrennter Bereich mit einem kleinen Ruheraum, zwei auf 65 °C und 75 °C beheizte Saunen, ein Dampfbad sowie ein Duschbereich mit Fußbädern. Dieses Areal steht dienstags und donnerstags (außer an Feiertagen in NRW) exklusiv den Damen zur Verfügung, an den übrigen Tagen steht er auch Vertretern des männlichen Geschlechts offen.

Wendet man sich nach rechts, kommt man zunächst an einer Taschenablage, den Toiletten sowie dem Aufgußplan vorbei und findet sich sodann im Gastronomiebereich wieder, der adrett eingerichtet ist und Speisen in gehobener Preislage anbietet. Abgetrennt hiervon ist eine kleine Kaminecke. Hält man sich hinter dem Gastrobereich rechts, kommt man zunächst an einem Massage- und dem Personalraum vorbei und gelangt zu der großen Aufgußsauna, wo – der Name deutet es bereits an – im Wechsel mit der Waldsauna Aufgüsse stattfinden. Es folgt noch ein kleiner abgetrennter Bereich mit Hamam und einem weiteren Dampfbad, dazwischen befindet sich der Durchgang zum Erlebnisbad.

Hält man sich hinter der Gastronomie hingegen links, kommt man zunächst an einem offenen Ruhebereich vorbei, woran sich die Klangsauna mit 80 °C, das Kristallbad mit 60 °C sowie ein geschlossener Ruheraum anschließen.

Zwischen Aufguß- und den beiden gegenüberliegenden Saunen ist ein großzügiger Duschbereich angelegt mit Schwalleimer, Eisbrunnen und Kalttauchbecken. Leider sind die Bodenkacheln hier sehr rutschig. Etwas versteckt vor dem Kalttauchbecken befindet sich der Zugang zum großen Dampfbad, dessen Kacheln eine edle Holzoptik bieten, was man allerdings kaum erkennen kann, da es dort ordentlich dampft. Bis auf dieses Dampfbad und das andere im „Damen“-Bereich (ich war mittwochs dort) habe ich jedoch innen keine Sauna ausprobiert, da ich mich lieber denen im großzügigen Außenbereich gewidmet habe, in den man durch eine Tür neben dem geschlossenen Ruheraum gelangt.

Man steht dort gleich vor einem kleinen beheizten Schwimmbecken, rechts befindet sich ein Whirlpool in Bottich-Optik. Zwischen beiden beginnt ein kleiner Rundweg rund um einen schön angelegten Teich. Schon nach wenigen Schritten ist man an der 110 °C heißen Maa-Sauna angelangt. Ein paar Meter weiter befindet sich rechts ein Solebecken mit Sprudelliegen, dahinter eine große Saline, die zum Teil noch in den Außenbereich des nebenan gelegenen Schwimmbades reicht. Bänke laden hier zum Verweilen ein.

Nun nimmt der Weg eine Kurve nach links, und vorbei an einem Ruhehaus mit offenem Kamin hält man auf die 100 °C heiße Waldsauna mit großem zentralen Ofen zu, wo Aufgüsse angeboten werden. Ich besuchte einen davon, wobei ich leider nicht sonderlich viel Geruch feststellen konnte, da war wohl die Dosierung zu schwach. Gleichfalls schwach war die musikalische Untermalung von den drei Malheuren oder wie diese Altherrenknödlertruppe sich auch immer nennen mag. Wenigstens wußte die freundliche Saunameisterin (wobei im Saunabereich das Personal generell sehr freundlich war) ordentlich einzuheizen.

Von der Waldsauna aus geht der Weg wieder in Richtung Innenbereich. Man kommt hierbei zunächst an dem rechter Hand gelegenen „Salzhaus“ vorbei, einem Ruhehaus mit manuell einschaltbarer Soleverneblung. Etwas weiter auf der linken Seite liegt die 85 °C warme Seesauna, die mit großen Fenstern einen herrlichen Blick auf den Teich bietet. Ihr gegenüber befindet sich ein Duschbereich. Hinter dieser Sauna gelangt man über eine kleine Brücke wieder zu dem Außenbecken vor dem Haupthaus.

Der Saunaeintritt beinhaltet die Nutzung des Erlebnisbades. Hierfür gibt es einen eigenen Zugang, der einen gleich in die Schwimmhalle führt. Links befindet sich hier ein (selbstverständlich textil zu nutzendes) Dampfbad, rechts geht es zum Kinderplantschbecken und zur Gastronomie. Geradeaus befindet sich das Hauptbecken, dem noch ein kleineres, erhöht liegendes Bassin vorgelagert ist, von dem aus man in das große Becken rutschen kann. Dort befinden sich Schwallduschen, ein Wasserfall, Sprudelliegen sowie ein Strömungskanal. Dahinter liegt das Sportbecken, in dem zwei Bahnen ständig für Schwimmer abgetrennt sind, da die restlichen meist für Schul- oder Vereinssport gesperrt sind. Hier ist im Uhrzeigersinn zu schwimmen, was für Rückenschwimmer wie mich ganz praktisch ist, da man nicht mit Gegenverkehr rechnen muß. Außerdem gibt es noch eine Rutsche mit Zeitmessung. Das Schwimmbad bietet überdies zwei Außenbecken, eines mit normalem Wasser, außerdem ein Solebecken. Zudem befindet sich hier auch noch eine Liegewiese, die bis zur Saline reicht. Hervorzuheben ist, daß das „Nass“ Baujahr 2004 ist, aber immer noch wie neu aussieht. Da soll es Bäder im Ruhrgebiet geben, die in diesem Alter wegen allzu arger Verfallserscheinungen bereits die Patschen gestreckt haben.

Wie eingangs erwähnt, wird erst beim Hinausgehen bezahlt, jedoch befindet sich am Saunaeingang weder ein Kassenautomat noch ein direkter Zugang zur Kasse, lediglich Inhabern von Wertkarten wird hier eine Zahlungsmöglichkeit geboten. Ansonsten muß man jemanden vom Bistro rufen, der das Drehkreuz freigibt, und anschließend an der Kasse zahlen. Warum man nicht einfach einen Kassenautomaten aufstellt erschließt sich mir nicht so ganz, aber abgesehen von diesem kleinen Fauxpas ist ein Besuch des „Nass“ unbedingt empfehlenswert, vor allem an schönen Tagen, wenn man den Außenbereich voll ausnutzen kann.

Die Tageskarte kostet 20 € (Kinder 12 €), Damensauna ist in einem Teilbereich dienstags und donnerstags außer an Feiertagen, geöffnet ist täglich von 10 bis 23 Uhr, am Wochenende und NRW-Feiertagen schon ab 9 Uhr.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Kristall Rheinpark-Therme, Bad Hönningen Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
12.6.2016 - 1:08 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Die Rheinpark-Therme der Kristallbäder-Gruppe befindet sich am rechten Rheinufer im Kreis Neuwied. Zu erreichen ist sie entweder über die linksrheinische B 9, wo man bis Bad Breisig fährt und dann mit der Fähre übersetzen muß (oder gleich auf der dieser Seite bleibt und die Breisiger Römerthermen besucht) oder über die rechtsrheinische B 42, wobei man allerdings rechtzeitig in Bonn bzw. Weißenthurm/Neuwied die Rheinbrücken nutzen sollte. Innerhalb Hönningens muß man ein kurzes Stück durch eine Spielstraße fahren, um zur Therme zu gelangen. Kostenlose, aber großenteils unbefestigte Parkplätze stehen unmittelbar vor der Therme zur Verfügung.

Den erhöht liegenden Eingang erreicht man über eine Treppe. Dort erhält man für die Sauna ein blaues Berechtigungsbändchen ums Handgelenk, auf Wunsch (und gegen Unterschrift sowie 10 € Pfand) einen kleinen Wertfachschlüssel mit Armband sowie eine Eintrittskarte, mit der auch der frei wählbare Spind entriegelt wird. In der Therme benötigt man also Bargeld oder eine EC-Karte. Die Umkleiden werden gemeinsam von Thermen- und Saunabesuchern genutzt und bestehen aus Einzelkabinen. Die Spindschlüssel sind an weichen Kunststoffarmbändern mit Schlüsseleinschub befestigt. Mittlerweile führt man also drei Armbänder mit sich herum und fühlt sich fast wie ein Wellness-Wolle Petry. Alternativ kann man den Spindschlüssel auch einfach ins Wertfach mit einschließen. Diese Fächer befinden sich im Bereich der Sauna-Bar und sind zu einem guten Teil bereits aufgebrochen worden (hoffentlich von dazu Befugten aufgrund der Schusseligkeit einiger Gäste). Sie sind recht flach (einige Kritiker bemängelten, sie seinen zu niedrig, wobei ich mich frage, welch dicke Geldbörsen die so mit sich führen), reichen aber aus, um wenigstens ein Portemonnaie und einen oder mehrere Spindschlüssel aufzunehmen.

Aus dem Umkleidebereich wendet man sich zur Sauna nach rechts hin, nach einem kurzen Knick des Ganges nach links befindet man sich auch gleich im Bar- und Restaurantbereich. Saunabesucher mit hohen ästhetischen Ansprüchen und/oder einem schwachen Magen müssen hier stark sein: Es herrscht erstens keine Bademantelpflicht, zweitens huschen beständig schwitzende Nackte umher auf dem Wege von der Aufgußsauna zum einzigen Duschbereich, der sowohl zur Vor- als auch zur Nachreinigung genutzt wird. Und natürlich zur Zwischendrinreinigung nach dem Saunieren oder Dampfbaden.

Vorangestellt werden sollte der weiteren Beschreibung des Saunabereiches, daß er dem Markusplatz in Venedig nachempfunden sein soll. Man betritt also einen großen, hohen Raum, um den herum die Einrichtungen der Sauna angeordnet sind. (Ein wenig erinnerte mich dieser Aufbau an die Saunen in den Badewelten Euskirchen und Sinsheim.) Und wie der Markusplatz mit Tauben, so ist der Saunaplatz mit unzähligen Kippliegen übersät, von denen eine zu „reservieren“ man geradezu gezwungen ist, da es im gesamten Saunabereich nur eine (!) Taschenablage für ca. zehn (dann aber gequetschte) Taschen befindet, und das auch noch schräg gegenüber dem Punkt, wo man die Sauna betritt. Zudem gibt es keinen wirklichen Ruheraum, wer also Probleme hat, inmitten des Trubels eines Saunabetriebes zur Ruhe zu kommen, wird sich hier mit Sicherheit nicht wohlfühlen.

Geht man nun im Uhrzeigersinn durch den Saunabereich, kommt man zunächst am großzügig angelegten Hamam vorbei, wo (gegen Aufpreis) Zeremonien angeboten werden. Ansonsten ist die Nutzung, will man sich einfach nur darin erwärmen, kostenlos. Ihm gegenüber, inmitten einer Schar von Kippliegen, befindet sich der Whirlpool. Es folgt der Massagebereich, die beiden Dampfbäder (wovon sich das erste Aromabad nennt, dem zweiten aber eine Schüssel voll Salz für Einreibungen vorangestellt ist). In beiden kann man sich per Knopfdruck von oben eine kräftige Heißluftzufuhr verpassen lassen, um das Schwitzen zu forcieren und den nach oben gestiegenen Dampf wieder ein wenig nach unten pusten zu lassen. Die Mosaiken in den Dampfbädern sind passend zu venezianischen Thema gestaltet. Es schließen sich an die Toiletten, sodann ein Saunaaufgußplan, der Durchgang zur Therme sowie der wie bereits erwähnt einzige Duschbereich für die ganze Sauna. Hier finden sich Kneippschläuche, zwei Schwallduschen, eine kleine und eine große Regendusche und eine Stachelbrause. Die Temperaturen der letzten drei lassen sich regulieren. Ein Schwalleimer und ein Kalt- (oder vielmehr: Kühl-) Tauchbecken runden das Angebot ab. Die Benutzung von Duschgel u. dergl. ist dort übrigens ausdrücklich erlaubt (vielleicht nicht gerade im Tauchbecken).

Es folgen nun das „Carneval-Sanarium“ mit 55 °C, die ebenso groß wie meistens leer war während meines Besuches, ein kleiner abgetrennter Ruheraum mit Rheinblick, ein kleines Thermalbecken mit Sprudelsitzen und einem noch kleineren Außenbereich, der Ausgang zu Balkon und Liegewiese, die 70 °C warme Rialto-Sauna, die „Café-Venezia“-Sauna mit 85 °C und Kaffeebohnen über dem Ofen sowie die Spezial-Aufguß-Sauna mit 95 °C. In diesen drei Saunen finden die Aufgüsse statt, die auch hier per Aushang bekanntgegeben werden. Man merkt den Bänken ihr jahrelanges strapaziöses Dasein an, sie sind sämtlich schon stark abgehobelt, aber völlig intakt. Leider befinden sich die Aufgußsaunen genau dem Duschbereich gegenüber, so daß nach den Aufgüssen eine hektische Völkerwanderung zwischen Tischen und Liegen zu den Kühlung verheißenden Brausen stattfindet. Da hat der Planer leider nicht so recht mitgedacht. Dazu paßt auch, daß es keine Fußbäder gibt.

Was es aber gibt, ist eine schöne, große Liegewiese mit Blick auf den Rhein und Bad Breisig. Dort befinden sich auch drei kleine, wie Schiffe aussehende Kabinen, von denen zwei als Saunen mit 65 °C (Marco-Polo-Sauna, das blaue Schiff am nächsten am Fluß gelegen) und 80 °C (Kristall-Sauna, braunes Schiff in der Mitte) eingerichtet sind, das dritte, „Lido“ geheißen, als Massageraum dient. Leider wurde auch hier nicht ganz zu Ende gedacht, und so fehlt es auch hier an einer Dusche, so daß man nach dem Saunieren erst wieder die Treppe hinauflaufen und sich dann quer über den „Markusplatz“ seinen Weg zu den Duschen bahnen muß.

Neben den Duschen befindet sich wie bereits erwähnt der Durchgang zur Therme, die sich dem Saunierer zunächst als rechteckiges Becken in unverkennbarer Spätachtziger-/Frühneunziger-Architektur mit Sprudelliegen und Massagedüsen präsentiert. In der Mitte ist dem Becken ein Whirlpool vorgelagert, am linken Ende ist ein Warmbecken mit stärker konzentriertem Thermalwasser. Auch hier sind venezianische Motive an den Wänden zu finden und darüber hinaus ein aufwendig gestaltetes Wandbild eines Pfaus aus Edelsteinen. Geht man um das Becken herum, hält man auf ein weiteres, kleineres Bewegungsbecken zu, das ebenfalls stärker konzentriertes Thermalwasser bietet. Leider wird man in dieser Therme mit esoterisch versupptem Granderwasserquatsch in Verbindung mit der angeblichen Heilslehre der Hildegard von Bingen zugesponnen (wobei ich mich immer frage, wieso sich ein Wassermolekül an irgendeinen Halbedelstein, über den es gerade geflossen ist, „erinnern“ soll, aber offensichtlich keinerlei Andenken mehr an den Hundehaufen hegt, den es neulich in den Kanal spülte oder sich der weitaus aufregenderen Reisen auf einem Asteroiden zur Erde entsinnt…). Hinter diesem Eso-Becken beginnt der Restaurantbereich, der nicht nur wegen der fehlenden schwitzenden Nackedeis dem der Sauna vorzuziehen ist. Er bietet nämlich einen Balkon, von wo aus man auf das Außenbecken der Therme sowie (mal wieder) auf den Rhein und Bad Breisig schauen kann. Die Preise fürs Essen sind angemessen, die Portionen reichlich, die Wartezeit kurz, und die Qualität der Speisen ist sehr gut.

Das erwähnte Außenbecken kann man von besagtem Balkon aus über eine Treppe erreichen, wo sich in der Mitte eine Art Aussichtsplattform befindet, oder man nimmt den Abstieg innen. Auch das Außenbecken bietet Sprudelliegen (wobei man eine Düse im Rücken, die andere aber genau am Hintern hat), Massagedüsen, einen schwachbrüstigen Strömungskanal und Bodensprudler. Auch hier ist ein kleines separates Wärmebecken aufzufinden.

Obgleich weder Sauna noch Therme für sich genommen irgendetwas Besonderes sind (abgesehen von der konsequenten Ausgestaltung im venezianischen Stil mit gewiß nicht billigen Materialien), ergänzen beide einander doch ideal, so daß ich vom Besuch letztlich doch begeistert war (wozu das gute Essen am Schluß gewiß sein Scherflein beizutragen wußte). Muß wohl das Mysterium der Hildegard von Bingen sein. Zwar habe ich keinen Aufguß besucht (das wird dann beim nächsten Mal nachgeholt), aber der ausgeschriebenen Aufgüsse versprechen große Abwechslung, und allein schon die Aussicht von der Liegewiese nebst den Gondelsaunen ist einfach genial.

Geöffnet hat die Therme täglich außer an Heiligabend ab 9 Uhr, mittwochs, freitags und samstags bis 23 Uhr, ansonsten bis 22 Uhr. Eine Tageskarte für die Sauna kostet 23,20 €, gegen Vorlage eines gültigen Ausweises kommen Geburtstagskinder umsonst hinein.

timarion ist offline timarion  Board: SAUNATESTER: Saunatestberichte, Meinungen und Erfahrungen über Saunen und Wellnessanlagen Testberichte und Meinungen der Besucher - Thema: Monte Mare Andernach Antworten Zitatantwort Einzelbeitrag drucken Dieses Thema weiterempfehlen
Stamm Sauna
27.7.2016 - 10:36 Uhr
131 Posts
Dr.Sauna Ranking


Nach ein paar weiteren Besuchen muß ich sagen, daß mir die Andernacher Anlage mittlerweile richtig gut gefällt. Hier noch ein paar Ergänzungen und Berichtigungen:

Die Orangerie ist nicht das Ruhehaus im Garten, sondern der angeschlossene Restaurantbetrieb, den man sich auch für private Feiern mieten kann. Das Ruhehaus hingegen ist Teil der Salzwelten mit den bereits oben beschriebenen Einrichtungen. Es wird täglich erst um elf Uhr geöffnet, Salzinhalationen finden drei- bis viermal täglich statt. Dabei liegt man auf den bequemen Hängeliegen und wird von oben mit Musik, von unten mit Salz (-dampf) berieselt. Dies dauert etwa eine Dreiviertelstunde (wenn man nicht, wie mir passiert, von den Saunameistern vergessen wird) und ist sehr entspannend.

Aufgüsse habe ich bislang nur in der Stollen- und natürlich in der Geysirsauna besucht; in ersterer erhält man nach zwei Runden Salz zum Einreiben, um dann weitere zwei Runden zu schwitzen, in letzterer wird dann auch mal der Geysir eingeschaltet. Die Gestaltung der Aufgüsse hängt jeweils vom Saunameister ab, auch wenn es sich formal um dieselben handelt. So zelebriert der eine Saunameister die Aufgüsse lieber in völliger Stille, während ein anderer dazu Musik laufen läßt (allerdings nach vorheriger Nachfrage) und auch beim letzten Wedeln den Geysir mit einbezieht. Gerade im Sommer hat man in der Geysirsauna reichlich Platz und kann sich auch problemlos hinlegen.

Nicht erwähnt habe ich in meinem ersten Beitrag die Ruhebereiche innen: Hier gibt es einen kleinen oberhalb der Saunatheke und einen etwas größeren, zu dem man über eine Treppe zwischen Eingangsbereich und Restaurant gelangt. Diese sind als Galerien gestaltet, also offen und demnach nicht sehr ruhig. Von der größeren Galerie jedoch führt eine weitere Treppe nach oben, wo sich zunächst rechts eine kleine Bibliothek mit Lesesesseln befindet. Darauf folgen links durch Vorhänge abgetrennte Liegen, rechts ein hell eingerichteter Schlafraum.

Der Außenbereich bietet neben den bereits erwähnten Schaukelliegen im Sommer auch Hängematten. Vor den Salzwelten zur Panoramasauna hin befindet sich ein kleiner Barfußpfad. Hinter einem kleinen Teich mit Goldfischen befindet sich noch ein kleiner Obstgarten, beim Restaurant findet man sogar Weinstöcke vor. Neben der Feuersauna kann man sich im Sommer in einem eigens dafür aufgestellten Zelt massieren lassen.

Unfreundliches Personal habe ich dort allerdings nie erlebt, allenfalls die Bedienungen im Restaurant sind bisweilen etwas tranig, aber die gebotenen Speisen machen das dann wieder wett.

Die Anlage ist zwar einerseits recht klein, hat aber gerade dadurch eine recht familiäre Atmosphäre. Die Stunden- und Tagespreise empfinde ich zwar nach wie vor (v. a. im Vergleich mit Rheinbach) als übertrieben hoch, aber der Frühstarter-Tarif der Andernacher mit 15 € für 6 Stunden (Mo–Fr, 9–15 Uhr) ist dafür ein äußerst preiswertes Angebot, das ich dann auch gerne nutze.
Seite 1 2 3 4 nach oben

Forenauswahl:


Valid HTML 4.01 Transitional     CSS ist valide!
Besucher seit Jan 05

    

Seitenladezeit: 0.46 Sek